Als Muslim verstehe ich nicht, wie Muslime weltweit im Namen des Islams die Ehre des Propheten Mohammad verteidigen wollen, während sie sich doch gleichzeitig nicht an seine Lehre halten. Der heilige Prophet quittierte einer Überlieferung zufolge Beschimpfungen mit einem Lächeln und äußerte sein Missfallen, als Muslime auf Beleidigungen verbal antworteten (Hadith: Mishkaat & Musnad Ahmad). Die Ehre des Propheten kann nur verteidigt werden, indem die Muslime seinem Beispiel folgen. Gewalttätige Proteste jedoch sind höchst unislamisch. Genauso unislamisch übrigens wie die Verletzung religiöser Gefühle Andersgläubiger. Nicht umsonst heißt es im Koran: Und schmähet nicht die, welche sie [die Andersgläubigen] statt Allah anrufen (6:109).

Doch dieses Mindestmaß an Respekt gegenüber Andersdenkenden scheint für einige europäische Zeitungen nicht zum Wertekanon zu gehören.

MASROOR AHMAD, FRANKFURT/MAIN

Wo humoristische Meinungsäußerungen zu Entführungen, dem Erstürmen von Vertretungen der EU und zu Morddrohungen führen, dort ist die Freiheit der demokratischen Welt in Gefahr. Es ist dringend an der Zeit, rote Linien aufzuzeigen und geschlossen für die Meinungs- und Pressefreiheit einzustehen.

MATHIAS GROOTENS, MÜNSTER

Die Diskussion und das mittlerweile lodernde Feuer in den islamischen Ländern

macht mir Angst. Mir scheint, dass die westliche Welt von der Psychologie anderer Völker oft keine Ahnung hat und nur mit eigenen Maßstäben misst.