USA Der Lange Krieg
Das Pentagon denkt über eine neue Strategie im Kampf gegen den Terrorismus nach – und setzt auf Bomben und Bildung
Tampa und Washington
Das Hauptquartier des Westens wirkt genauso unfertig wie seine Ideen im Kampf gegen den Extremismus. An den Stirnseiten der Bürocontainer surren klobige Klimaanlagen gegen die Sonnenglut Floridas an. Über jeder der Blechboxen weht eine Landesflagge, gut sechzig an der Zahl. Unter ihnen, auf der Asphaltfläche, sind noch die Markierungsstreifen für die amerikanischen Offizierskarossen zu sehen. »Das Dorf« nennen sie nebenan, im Bunker des US Central Command in Tampa, das Abgesandtenquartier. Vertreter all jener Staaten sitzen hier, die sich seit dem 11. September 2001 an der »Operation Enduring Freedom« beteiligen. In den Containern brüten Generäle, von Deutschland bis Singapur, gemeinsam mit den Amerikanern darüber, wie sie al-Qaida besiegen können. Der globale Krieg gegen den Terrorismus, er wird vorerst von einem Parkplatz aus geführt.
Mehrmals pro Woche kommen die Spitzenmilitärs in der größten Baracke zum »Koalitionstreffen« zusammen. Sie nehmen auf Klappstühlen Platz, und was folgt, macht ein wenig den Eindruck einer sicherheitspolitischen Selbsthilfegruppe. Der Feind ist ein bisschen zu neu und ein bisschen zu amorph für die bisherige Methode Krieg. Der Gegner verbreitet eben nicht nur Schrecken, sondern vor allem Ideen. Welche Bodentruppen soll man gegen die schicken? »Langfristig«, sagt ein dänischer General mit einer Mischung aus Selbstverständlichkeit und Kapitulation, »wird der militärische Anteil des Krieges gegen den Terrorismus ein geringer sein.«
Nach der Sitzung verrät draußen in der Mittagssonne ein Luftwaffenleutnant aus Qatar, was seiner Meinung nach die aussichtsreichste Strategie gegen den Dschihad-Extremismus wäre. »Letzten Endes lösen wir das nur mit Bildung, nicht mit Gewalt.« In seinem Rücken, hinter einem Maschendrahtzaun, pflügen Baumaschinen derweil den Grund für eine feste Unterkunft der internationalen Militärgesandten.
Amerika, und damit zwangsläufig auch seine Verbündeten, richtet sich auf einen »Langen Krieg« ein. So jedenfalls lautet der inoffizielle Titel des neuesten Strategiepapiers (offiziell: Quadrennial Defense Review), welches das Pentagon dieser Tage dem Kongress vorlegte. Viel ist darin die Rede von einer Umformung des Militärs, der Allianzen und bestimmter Weltregionen. Von einem Krieg der Waffen und der Ideen. Von der Notwendigkeit mithin, neue Sprachen zu lernen und sich in fremde Kulturen einzufühlen. Aber auch von der Gefahr radiologischer und biologischen Waffen, von Bevölkerungsschwund hier und wachsender Radikalisierung dort.
Viel spricht dafür, dass der »Lange Krieg« zu einer neuen Chiffre der Weltpolitik werden wird, zu einem Begriff, der die künftigen Jahrzehnte ähnlich prägen könnte, wie es der Kalte Krieg zwischen 1945 und 1990 getan hat. Die neue Doktrin jedenfalls scheut den Vergleich nicht. »Der Sieg«, heißt es im Pentagon-Papier, wird kommen, wenn die extremistischen Ideologien des Feindes diskreditiert sind (…) und anderen diskreditierten Weltanschauungen wie dem Kommunismus und dem Nazismus in die Vergessenheit folgen.«
»Wir kämpfen, solange ihr nicht aufhört, mein Volk zu bombardieren«
Bloß, wer genau ist diesmal der Feind? Leute, die Flugzeuge in Hochhäuser stürzen, sicher. Aber auch Leute, die Brandsätze auf dänische Botschaften werfen? Wie trennt sich Extremismus von Empörung? Die Feind-Definition des Pentagon liefert keinen eindeutigen Aufschluss: »Die Feinde in diesem Krieg sind nicht traditionell konventionelle Streitkräfte, sondern eher verstreute, globale Terroristen-Netzwerke, die den Islam ausnutzen, um ihre radikalen politischen Ziele voranzutreiben. (…) Sie setzen Terror, Propaganda und wahllose Gewalt ein, um die muslimische Welt unter das Joch einer radikalen theokratischen Tyrannei zu zwingen und gleichzeitig den Konflikt mit den Vereinigten Staaten und ihren Verbündeten und Partnern zu perpetuieren.«
Das klingt richtig und gefährlich zugleich. Richtig, weil die bin Ladens und al-Sarqawis dieser Welt natürlich die freiheitliche Lebensweise des Westens attackieren. Gefährlich, weil viele Westler ebensolche Attacken schon in brennenden Danebrogs und Handelsboykotts gegen Dänemark erkennen. Da liegt die Befürchtung nicht fern, das Pentagon könnte den »Langen Krieg« als die militärische Übersetzung des Kampfs der Kulturen verstehen. Derlei Absichten indes wird man den Autoren der neuen Strategie kaum unterstellen können. Zu deutlich unterscheiden sie immer wieder zwischen Islam und gewalttätigem Islamismus: »Die Schlacht der Ideen wird letztlich gewonnen, indem moderate muslimische Führungen in die Lage versetzt werden, im Kampf gegen die militanten Extremisten zu obsiegen.«
Doch für den zweiseitigen Krieg der Waffen und der Ideen scheint Amerika etwas einseitig gerüstet – und will das offenbar auch in Zukunft bleiben. So empfiehlt das Pentagon-Papier dem Kongress unter anderem folgende Maßnahmen: eine Aufstockung der Spezialoperationseinheiten um 15 Prozent; die annähernde Verdoppelung von Drohnen wie dem Predator; die Umwandlung der U-Boot-gestützten nuklearen Trident-Raketen in konventionell bestückte Flugkörper; neue, küstennah einsetzbare Schnellboote; Spezialteams, die weltweit nach Nuklearwaffen suchen und diese sichern können; eine neue Langstreckenbomber-Flotte. Geplant ist allerdings auch eine »dramatische« Verbesserung der soft skills: »Das Ministerium muss ein Niveau von Verständnis und kultureller Intelligenz gegenüber dem Mittleren Osten und Asien fördern, ähnlich jenem, welches sie während des Kalten Kriegs gegenüber der Sowjetunion entwickelt hatte.«
Als erster Lernschritt ist freilich die Lektion überfällig, dass auch Araber es nicht schätzen, ohne Urteil interniert zu sein. Frage an den amerikanischen Vizeaußenminister Nicolas Burns: Wäre Amerika im Kampf der Ideen nicht erst dann glaubwürdig, wenn es Guantánamo schließen würde?
»Die meisten Leute, die sich dort befinden, wurden in Kampfhandlungen festgenommen. Wir haben das Recht, sie festzunehmen. Wenn wir glauben, sie sind unschuldig, lassen wir sie frei.«
Aber gibt diese Umkehrung der Unschuldsvermutung nicht der Propaganda von al-Qaida Nahrung, der Westen behandle Muslime als Menschen zweiter Klasse?
»Al-Qaida ist eine rücksichtslose Terrororganisation, die Tausende von Menschen getötet hat. Ich würde ihre Propaganda nicht als ernst zu nehmende Referenz erachten.«
Burns scheint von dieser Frage beinahe beleidigt. Tatsächlich scheinen viele »Lange Krieger« der Bush-Regierung noch immer nicht begriffen zu haben, dass Unrecht à la Guantánamo nicht nur Fanatiker in ihrer Weltsicht bestätigt, sondern auch neue Fanatiker schafft; dass Folterknäste wie Abu Ghraib niemals so viele Terroristen kleinkriegen können, wie sie andernorts groß machen. Deshalb beäugt der europäische Teil der Nato den großen Verbündeten so skeptisch; weil er in seinem »Langen Krieg« um taktischer Vorteile willen verheerende moralische (und damit strategische) Fehler begeht – und weil deren Folgen nicht nur Amerika zu spüren bekommt, sondern auch und vor allem die Einwanderergesellschaften Hollands, Spaniens, Großbritanniens und Deutschlands.
»Solange ihr nicht aufhört, mein Volk zu bombardieren, zu vergasen, einzusperren und zu foltern, werden wir diesen Kampf nicht beenden«, verkündete Mohammed Sidique Khan auf einer Videobotschaft, kurz bevor er sich mit drei anderen jungen Pakistani-Briten in der Londoner U-Bahn in die Luft sprengte – nicht ohne sehr klar gemacht zu haben, wer dieses Wir ist, für das er Rache übt: »Unsere Religion ist der Islam.«
Das ist die Art von Al-Qaidaismus, wie sie Europa fürchtet; eine Sub-Nation des gewalttätigen politischen Islams, der in den Problemvierteln in Leeds und in Madrid wächst, eine Schicksalsgemeinschaft der Ausgegrenzten und Gekränkten, die sich ihren Glaubensbrüdern in Palästina und im Irak näher fühlen als den »Christen« um sie herum. Wird da ein antiamerikanischer Kinostreifen wie Tal der Wölfe das Wir-gegen-sie-Gefühl anheizen? Könnte die Verbreitung falscher Mohammed-Karikaturen nicht auch die Fortsetzung des asymmetrischen Krieges mit anderen Mitteln sein? Entfesseln die politischen Fiaskos von Guantánamo, des Irak-Kriegs und anderer Übersprungreaktionen auf den 11. September erst jetzt ihre volle Wirkung? In Tampa konzentrieren sich die Militärs vorerst auf andere Hot Spots. 27 Länder umfasst der Zuständigkeitsbereich von Centcom . Er reicht vom Sudan über Somalia, die Golfstaaten, Afghanistan bis nach Kasachstan. Die Sorgenkinder des Planeten. 651 Millionen Einwohner, 18 ethnische Gruppen, 69 Prozent der Welterdölreserven. Und Amerika plus Partner als die Zimmerleute, um das alles zu stabilisieren?
»Unsere Präferenz ist es, Terroristen zu töten oder festzunehmen«
»Wir verfolgen eine präventive Herangehensweise«, erläutert ein US-Soldat. »In Ländern, in denen sich ein Machtvakuum ausbreiten könnte, müssen wir sein, bevor die Terroristen kommen. Das bedeutet nicht so sehr, militärisch zu wirken, sondern eher mit Aufbauhilfe. Wir müssen den Leuten dort eine Zukunft geben, bevor sie den Extremismus der al-Qaida aufsaugen.« Aber zeigt das Beispiel Irak nicht, dass sich islamistische Terroristen von amerikanischen Soldaten eher angezogen als abgeschreckt fühlen?
»Sir, das ist eine politische Frage. Ich würde es vorziehen, sie nicht zu beantworten.«
Drinnen, im Konferenzraum des Centcom-Bunkers, steht Brigadegeneral Mark T. Kimmit vor einer Plastikleiste mit rot leuchtenden Digitaluhren, welche die Zeiten von Tampa, Zulu, Bagdad, Qatar, Kabul und Islamabad anzeigen. »Al-Qaida«, sagt er, »ist eine Herausforderung an die Modernität selbst. Wenn wir heute aus dem Irak und aus Afghanistan abziehen würden, bliebe sie bestehen.«
Das ist die Art von Al-Qaidaismus, wie sie Amerika fürchtet; Dschihadisten als Wanderheuschrecken, die die ölreiche Golfregion in Krieg stürzen wollen, um ein Kalifat des sechsten Jahrhunderts wiedererstehen zu lassen. Im vergangenen Oktober alarmierte die CIA ein Brief, der angeblich vom Al-Qaida-Chefstrategen Ajman al-Sawahiri stammte und an Abu Musab al-Sarqawi gerichtet war. Der Plan des Terrornetzwerks ist es demnach, die Amerikaner aus dem Irak zu vertreiben, um den Dschihad danach in vier Phasen auf die Nachbarländer Libanon, Jordanien und Syrien auszuweiten. In der letzten Phase dieser Dominostrategie solle Israel attackiert werden. Schließlich sei der Judenstaat nach Sawahiris Ansicht nur geschaffen worden, um »die muslimische Einheit« zu verhindern.
Wie wollen Sie mit dieser Art von Terrorismus fertig werden, General Kimmit?
»Unsere Präferenz ist es, Terroristen zu töten oder festzunehmen, bevor sie in das nächste Land ziehen.«
Es sind solche Vorstellungen, mit denen manch ausländischer Gesandter im Anti-Terror-Dorf Schwierigkeiten hat. Welche es sind, erkennt man an den Namensplaketten der Militärs. Drei Farben gibt es, für jeden Level des Informationszugangs zu US-Informationen eine. Die Deutschen tragen die mittlere, Briten, Australier und Neuseeländer die höchste. Ein englischer Offizier formuliert die Regeln so: »Wem es hier nicht gefällt, kann gehen.« Doch bis auf weiteres werden sie alle zusammen weiter nachdenken – über die Neuerfindung der Methode Krieg.
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- Quelle DIE ZEIT 23.02.2006 Nr.9
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.... waere es irgendwie moeglich, Sie koennten uns erklaeren, wo Sie das alles herwissen... wie lange Sie sich in Tampa aufgehalten haben .... und wer Ihnen das alles so gut beigebracht hat?
Was hat die "Quadrennial Defense Review" mit Tampa zu tun? Ich bete: Hoffentlich sehr wenig, wenn nicht noch besser: Nichts.
Sie fragen: "Wer sind die Feinde?" Wenn Sie, die sich als die Gescheiten beschreiben, dass noch nicht wissen, wie kuennen wir Esel aus NJ und Texas darauf gekommen sein?
Manchmal denke ich in diesem Zusammenhang an Leute wie Sie. Herr Bittner, und Ihren Freund und Kollegen, Herrn Naumann. Leute die wohl zu denen gehoeren, die mir immer wieder letzten Herbst beibringen wollten, dass Bomber Harris und die US 8th und 15th AirForces (wegen Dresden und Hamburg) den Kriegsverbrechern nahe stehen, und dass Deutschland das erste "Opfer" des WWII war.
Ihre Befuerchtung, dass ich (wie meine/unsere Regierung) einen "Krieg der Kulturen" anstrebe, weil (oder obwohl wir den Unterschied zu "sehr betonen" zwischen militanten Extremisten und Muslim, die Religion eines grossen Teiles der Welt, das kommt mir mehr als komisch wenn nicht laecherlich vor.
Meine Befuerchtung sind Leute wie Sie, die hemmungslos sich selbst loben Stasi Arbeitsplaetze geschlossen zu haben, aber nicht wissen oder sich daran nicht erinnern zu koennen, dass oft in diesen Gebaeuden (wie in Dresden auf der rechten Seite auf der Auffahrt zum Weissen Hirsch in der Naehe Klaus Fuchs' einmaliger Wohnung) die Gestapo viel mehr Folter als die Stasi ausgeteilt hat. Die Gestapo, eine Abteilung einer "gewaehlten" Regierung!
Ja, Herr Bittner, ich habe keine Ahnung, ob sich Secy Burns "beinah beleidigt" gefuehlt hat. Und es ist mir total egal. Wenn es Ihnen vorkommt, als ob unsere Taetigkeiten (was immer sie sind) Ihnen misfallen, ich wuerde Sie und Ihre Freunde gern unterstuetzen, sich von uns zu verabschieden. Als ob Ihr Herr Schroeder das nicht schon erreicht hat/Ihnen (und uns) "erlaubt" hat. Mir anzubieten, dass "meine/unsere Fehler" Ihre Beziehungen zu Ihren/den Einwanderungsgesellschaften nach Deutschland verdirbt, kommt mir etwas anmassend zu. Eine Zumutung aus einer fuehrenden Zeitschrift eines Landes, dass die 9/11 Terroristen ausgebildet hat, dass sich einbildet Genscher's Balkan-Kriege waeren Amerikanische Feldzuege gewesen, und fuer beide Muenchen verantwortlich war.
Wahrscheinlich werden Sie mir jetzt sagen (nicht fragen): "Warum beteiligen Sie sich an den Kommentaren in meiner Zeitung!". Die Antwort ist einfach: Weil Sie und Pritzke und ihre Freunde aus oder in Hamburg beim SPIEGEL und bei der ZEIT und all den anderen Zeitungen in Berlin oder anderswo, uns beschreiben, als ob die Mehrheit, die Bush das zweite Mal waehlte, entweder in den US nicht besteht oder dass nur die NY TIMES uns richtig beschreibt.
Ist es Ihnen nicht einmal eingefallen, dass man/dass wir vielleicht dem 11. September unter-reagiert hat (obwohl es GottseiDank eine bessere Antwort war als die Antwort der Alliierten, als Sie (nicht "sie) einst das Rheinland wieder-besetzten, "erfreiten?"....)?
Herr Bittner, Sie machen es sehr, sehr gut, uns zu ueberzeugen, dass Deutschland .... mehr als alle anderen Laender in Europa... viel, viel mehr als China oder Indien (die es gar nicht machen!), nicht unsere Freunde sind, die die einseitigsten Woerterbilder immer wiederholen mehr als irgend anderswo (mit der manchmaligen Ausnahme der PRAVDA), und ton-tot erscheinen, wenn man versucht Ihnen beizubringen, dass vieles, wenn nicht alles, vielleicht auch anders angesehen werden kann.
Unsere WASHINGTON POST (mit einer viel groesseren Auflage) druckt die Meinung Ihres Kollegen, dem Herrn Kleine-Brockhoff. Wann haben Sie/die ZEIT das letzte Mal z.B Charles Krauthammer eingeladen, einen Leitartikel zu schreiben ueber etwas, dass Ihnen misfaellt?
Weil Sie uns gut ueberzeugt haben, dass sie die grosse Mehrheit Ihre Landsleute (wie Herr Schroeder, einschliessend seiner JustizMinisterin aus Tuebingen, im Vergleich mit Frau Merkel) sehr gut verteten. Merkel). Koennen Sie uns es wirklich uebel nehmen, dass... wenn wir die Zeit/Ihr Artikel lesen oder in Deutschland herumreisen ... wir uns in die dreissiger Jahre zurueck-versetzt fuehlen?
Sie erinnern sich an Kristall-Nacht? I do.........
J Gerbeth
Palm Beach, Florida - 24. Februar 2006
Sehr geehrter Mr. Gerbeth,
sorry, but I cant catch your eye wie eine englische Redewendung besagt, ist es mir leider nicht möglich ihr Auge zu fangen. Vielleicht sind Sie mir dabei ein wenig behilflich.
Es geht mir nicht so sehr um einige sprachlich unklare Stellen Ihres Kommentars. Es geht mir vielmehr um den Schluss: Die entsetzliche Kristallnacht, an die sich wohl jeder Leser der ZEIT direkt oder indirekt erinnert.
Weshalb aber dieser Schluss in diesem Kontext? Möchten Sie vielleicht damit zum Ausdruck bringen, dass amerikanische Bürger in Deutschland verfolgt würden?
Mit Verlaub, Ihr Kommentar wäre damit unfair gegenüber der ZEIT, seinen Redakteuren, Lesern und unfair diesem Land gegenüber.
Insbesondere der ZEIT Anti-Amerikanismus vorzuwerfen ist ziemlich abwegig. Ich darf Sie auf Beiträge von J. Joffe, U. Speck u.a. hinweisen. In seinem heutigen Beitrag (Verrat an der amerikanischen Idee) kritisiert zwar Herr Joffe deutlich die USA, allerdings stellt dies eine bemerkenswerte Ausnahme für ihn dar.
Aber selbst wenn Herr Joffe kritisiert und Herr Bittner frech die Logik eines nebulösen Krieges hinterfragt, selbst dann sind es immer noch Fragen unter Freunden, die erlaubt sein müssen um das zu verhindern, woran sie sich erinnern: die Kristallnacht einer seiner eigenen Freiheit und Grundwerte beraubten Gesellschaft.
Mit besten Grüßen
Integrationswilliger
Wer dem Verteidigungsministerium die Erweiterung der demokratischen Einflusssphäre anvertraut, der hat schon viel für sich selbst verloren, der gibt sich auf. Derzeit arbeitet die Bush-Administration kräftig daran Irak und Pakistan in "failed states" zu verwandeln.
Die Ausbildung zum Fuehren eines Flugzeugs durch die Terroristen von 9/11 hat meines Wissens nach in den USA stattgefunden und nicht in Deutschland!
Sehr geehrter Herr Bittner,
irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Sie mit diesem Aufsatz ein älteres Posting recycelt haben. das ist weder orginal, noch orginell.
Sie schreiben, dass Amerika Fehler begeht, die es nicht nur selber, sondern die europäischen Einwanderergesellschaften Holland, etc. zu spüren bekommen. Da stellt sich natürlich die Frage weshalb die multiethische Gesellschaft der USA, der klssische Einwandererstaat an sich, nicht dieselben "Folgen" zu spüren bekommt wie die Europäer.
Aber natürlich, letztendlich sind die Amerikaner, insbesondere die Nordamerikaner an allem schuld. Verwunderlich ist nur, dass die Djihadisten und Islamisten dort bomben und morden, wo man ihnen so viel Verständnis entgegenbringt, wo man die Depravierten mit den Privilegierten in einen Topf wirft. Oder sollte man besser sagen, wo die Propaganda von Al Qaida und Al Jazeera auf besonders fruchtbareb Boden gefallen ist und man Terroristen die jahrhunderte alte Kränkung besonders gerne glaubt. Wo man US-Militärhilfe für Tsunami- und Erdbebenopfer genauso für Peanuts nach der Verdauung hält, wie man andererseits nicht müde wird, die in falsche Kanäle geleiteten Milliarden deutscher Wiederaufbauhilfe für Islamschulen mit Geschlechtertrennung.
Nein Herr Bittner, sie sollten sich mal über Vorgeschichte des 11/3 in Madrid informieren, denn dieses Attentat ist nicht nur vor dem Irakkrieg geplant worden, sondern vor dem 11.09.01.
Die Islamisten werden Europa nicht auslassen wenn die Europäer ihnen Zucker in den Allerwertesten blasen, wie sie es jahrzehntelang beim Terroristen Arafat praktiziert haben.
Sie werden Europa weiterhin attackieren, gerade weil sie von der veröffentlichten Meinung in Europa belohnt und hofiert wird. Denn wo ist der Unterschied zwischen Schuldzuweisungen eines Ahmadinedschads an Israel und die USA wegen der gesprengten Moschee in Samara und Ihren Schuldzuweisungen, Herr Bittner?
Korigierte Fassung
Sehr geehrter Herr Bittner,
irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass Sie mit diesem Aufsatz ein älteres Posting recycelt haben. Das ist weder orginal, noch orginell.
Sie schreiben, dass Amerika Fehler begeht, die es nicht nur selber, sondern die europäischen Einwanderergesellschaften Holland, etc. zu spüren bekommen. Da stellt sich natürlich die Frage weshalb die multiethische Gesellschaft der USA, der klassische Einwandererstaat an sich, nicht dieselben "Folgen" zu spüren bekommt wie die Europäer.
Aber natürlich, letztendlich sind die Amerikaner, insbesondere die Nordamerikaner an allem schuld. Verwunderlich ist nur, dass die Djihadisten und Islamisten dort bomben und morden, wo man ihnen so viel Verständnis entgegenbringt, wo man die Depravierten mit den Privilegierten in einen Topf wirft. Oder sollte man besser sagen, wo die Propaganda von Al Qaida und Al Jazeera auf besonders fruchtbaren Boden gefallen ist und man Terroristen die jahrhunderte alte Kränkung besonders gerne glaubt. Wo man US-Militärhilfe für Tsunami- und Erdbebenopfer genauso für Peanuts nach der Verdauung hält, wie man andererseits nicht müde wird, die in falsche Kanäle geleiteten Milliarden deutscher Wiederaufbauhilfe für Islamschulen mit Geschlechtertrennung zu bejubeln.
Nein Herr Bittner, sie sollten sich mal über die Vorgeschichte des 11/3 in Madrid informieren, denn dieses Attentat ist nicht nur vor dem Irakkrieg geplant worden, sondern vor dem 11.09.01.
Die Islamisten werden Europa nicht auslassen wenn die Europäer ihnen noch soviel Zucker in den Allerwertesten blasen, wie sie es jahrzehntelang beim Terroristen Arafat praktiziert haben. Sie werden Europa weiterhin attackieren, gerade weil sie von der veröffentlichten Meinung in Europa belohnt und hofiert wird. Denn wo ist der Unterschied zwischen Schuldzuweisungen eines Ahmadinedschads an Israel und die USA wegen der gesprengten Moschee in Samara und Ihren Schuldzuweisungen, Herr Bittner?
Die Deutschen schaemen sich ihrer Kristallnacht!
Wann werden sich Amerikaner schaemen ihres Einzugs in den Irak?
Ich hoere jetzt Mozart, Klarinettenkonzert, aber ich weiss:
wehe!
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