Google: »Das ganze Web auf dem PC«Seite 4/4
Im Laufe der Jahrzehnte ist eine Reihe von Technologien über das Land hinweggefegt, und jede Böe war stärker als die ihr jeweils vorausgehende. Zunächst lösten IBM und Großrechner das Datenverarbeitungsproblem für Konzerne. Dann kamen Intel und Microsoft, die Enormes zur Entwicklung des Personalcomputers leisteten und Leuten Zugang zu einer neuen Wissensquelle verschafften, wodurch die PC-Branche schließlich eine größere Marktdurchdringung und Rentabilität erzielte als die Großrechner-Branche. Nun zeigt sich das Internet, ursprünglich ein Projekt des US-Verteidigungsministeriums, als das System der Wahl, wodurch Amazon, Yahoo!, eBay und Google in den Vordergrund gelangten. Unter den für diese Welle typischen Unternehmen nimmt keines eine höhere Position ein als Google, die einzige neue Megamarke unter den Internetgesellschaften des vergangenen Jahrzehnts. Die Aktie des Unternehmens ist ein Barometer für das Anlegervertrauen in die Zukunft des Internets und in das spezifische Geschäftsmodell, das Google erarbeitet hat, um gezielt Werbedollars zu ergattern.
Zwei der faszinierendsten Bereiche, an denen Google und seine Gründer in aller Stille arbeiten, sind die zukunftsträchtigen Gebiete der Molekularbiologie und der Genetik. Millionen von Genen in Verbindung mit zahllosen biologischen und anderen naturwissenschaftlichen Daten sind eine prächtige Herausforderung für die Google-Suchmaschine, die Datenbank des Unternehmens und seine immense Rechenkapazität. Google hat bereits eine Karte des menschlichen Genoms heruntergeladen und arbeitet nun mit dem Biologen Dr. Craig Venter und anderen führenden Genetikern bei Projekten zusammen, die bedeutende Fortschritte in Naturwissenschaft, Medizin und Gesundheitswesen einleiten könnten. Mit anderen Worten, wir nähern uns vielleicht einer Zeit, in der man seine eigenen Gene googeln wird. (…)
Laut Brin und Page ist Google kein herkömmliches Unternehmen und soll es auch nicht werden. Wäre es ein Mensch, so Brin, hätte es die Grundschule ungefähr seit dem 19. August 2004, dem Tag des Börsengangs, besucht und die erste Klasse im Sommer 2005 abgeschlossen.
Zusammengestellt aus:
David Vise, Mark Malseed, Die Google Story, Murmann Verlag, Hamburg, erscheint Mitte März; 304 Seiten, 19,90 Euro.
Weitere Auszüge unter:
www.die-google-story.de




Bonjour,
ist es Absicht, dass in einer Anmerkung der Redation google ein "Bösengang" angedichtet wird?
Grüße
Bastian
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