Fusionen Jeden Tag ein neuer DealSeite 4/4
Wann bricht die neue Übernahmewelle? Selbst wenn jeder Deal für sich rational scheint, kann daraus eine irrationale Dynamik entstehen. »Kauft BASF Engelhard tatsächlich, werden die Wettbewerber reagieren. Dann setzt der Herdentrieb ein«, sagt ein Finanzinvestor. Bieterwettbewerbe führen dann schnell zu überhöhten Preisen. Dazu kommt die Börsenlogik. Noch ist die Welle in einem frühen Stadium, viele Käufe gelten als strategisch sinnvoll und werden bar bezahlt. Die Börse belohnt das, auch die Aktien der Käufer steigen. Erfasst die Welle aber immer mehr Firmen und steigen die Aktienkurse auf breiter Front, zahlen die Konzerne zunehmend mit ihren eigenen, hoch bewerteten Aktien. Das verführt zu irrationalen Deals – die Blase ist da. Im vergangenen Jahr wurden 70 Prozent der Deals weltweit bar bezahlt. Im Rekordjahr 2000 liefen 70 Prozent per Aktientausch.
Im Juli treffen sich die M&A-Verantwortlichen aller Dax-Konzerne in Frankfurt. Abgeschottet von der Öffentlichkeit. Ihr Thema: die Chancen in China. Die Fusionsmaschinerie dreht auf.
- Datum 09.03.2006 - 13:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT 09.03.2006 Nr.11
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Das ist das einzig "tröstliche" an dieser Misere - der Krug geht so lang zum Brunnen...
Ganz schlimm allerdings, daß überwiegend bar bezahlt wird - alle Ausgepreßten (Beschäftigte, Kunden, Zulieferer, Staaten und Gesellschaften) stöhnen und haben sich diesem verantwortungslosen Treiben zu unterwefen:das wird zumindest von ihnen und den wirtschaftlichen und politischen Handlangern, den sog. Eliten, verlangt.
Glaubt wirklich jemand, das die ganze Erde, alle Staaten, alle Menschen, sich das auf Dauer gefallen lassen? Gefallen lassen können? Daß Staaten wie Individuen Sklaven der mächtigen Ausbeuter sein werden, bleiben werden?
*Der* Knall wird kommen. Er muß kommen.
Mir fehlt in dem Text der Hinweis auf die wirklich professionellen M&A-Berater für den Mittelstand, die wahrscheinlich den Großteil der Transaktionen erfolgreich und professionell begleiten aber hier nicht auftauchen, weil Sie vorwiegend Transaktionen unterhalb von EUR 250 Millionen betreuen. Dazu gehören in Deutschland zum Beispiel Drueker oder international z.B. IEG Investment Banking (www.independent-equity.com).
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