Bevölkerung Systematischer Frauenklau

Demografische Analysen zeigen: Städte ziehen junge Frauen an, im Osten droht regional der Niedergang

Deutschland verzeichnet seit Jahren pro Einwohner die niedrigste Geburtenrate der Welt. Und weil es ohne Kinder keine Zukunft gibt, konkurrieren Städte, Kreise und Regionen verstärkt um die Ansiedlung junger Familien, insbesondere junger Frauen. Das ist zwar bekannt, die Ämter horten dazu reichlich Daten. Aber verständliche Analysen, wer in diesem diffusen Wettbewerb gewinnt, wer verliert und was daraus folgt, liefern die Behörden nicht. In diese Lücke stößt das mit seiner aktuellen Studie .

Das Institut, das bereits vor zwei Jahren mit seiner Prognose Deutschland 2020 Aufsehen erregt hatte, warnt jetzt, dass sich die Gegensätze zwischen den Problem- und den Wachstumsgebieten noch weiter verschärfen.

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Hunderttausende Wirtschaftsflüchtlinge sind bereits abgewandert. Im Wettbewerb der Regionen »steigt die Zahl der Verlierer, während die der Gewinner sinkt«, sagt Reiner Klingholz, Direktor des Berlin-Instituts und Koautor der neuen Studie. »Demografischer Klau« werde zur Handlungsmaxime der Erfolgreichen.

Auf knapp 200 Seiten bewertet das leicht lesbare, nach Bundesländern, Kreisen und Städten gegliederte Werk die einzelnen Regionen und Standorte mit Schulnoten. Es entdeckt Zukunftsfähigkeit vor allem in Baden-Württemberg und Bayern, viele Probleme im Osten, aber auch positive Überraschungen im Nordwesten, etwa im geflügelreichen Landkreis Vechta. Die besten demografischen Trends sehen die Forscher fast durchweg in Städten wie Potsdam, Dresden, Düsseldorf, München oder Hamburg. Die attraktiven Metropolen verzeichnen wie die Universitätsstädte in der Altersgruppe der 18- bis 29-Jährigen einen Frauenüberschuss.

Den neuen Bundesländern hingegen fehlen zehn Prozent ihrer jungen Frauen. Besonders krass ist der Mangel in strukturschwachen Regionen wie Ostsachsen oder Vorpommern. Dort herrsche ein »historisch einmaliges zahlenmäßiges Missverhältnis der Geschlechter«, mahnt die Studie und warnt vor einer sich selbst verstärkenden Abwärtsspirale: keine Frauen, keine Kinder, keine Zukunft.

Für die enorme Ungleichheit seien vor allem zwei Faktoren verantwortlich: Erstens erzielten Frauen bessere Schul- und Berufsabschlüsse als Männer, seien motivierter und mobiler. Zweitens fänden sie im Osten schwerer einen Job als Männer. Das Angebot im Dienstleistungsbereich, Handel, Tourismus, Bildungs- und Sozialwesen ist schlecht. Wegen der Abwanderung findet in manchen Regionen rein rechnerisch jeder fünfte junge Mann keine Partnerin.

Das Problem wird zusätzlich verschärft durch überkommenes Sozialverhalten (siehe Grafik): Viele Männer möchten ihrer Auserwählten bildungsmäßig und im Sozialstatus überlegen sein. Umgekehrt suchen Frauen durch ihren Partner oft den sozialen Aufstieg. Die Beziehungskiste zwischen Krankenschwester und Chefarzt ist eben populärer als jene zwischen Chefärztin und Pfleger.

Deshalb sind männliche Schulversager ohne Job auf dem Heiratsmarkt schwerst vermittelbar, hoch qualifizierte Karrierefrauen finden in armen Regionen kaum Partner.

Was also tun? Die Demografen empfehlen, familien- und frauenfreundlichere Arbeitsbedingungen zu schaffen und für eine bessere Bildung junger Männer zu sorgen. Die Gleichstellung der Geschlechter fördere auch die Kinderzahl. Der bisherige Kurs hingegen führe zu einem erhöhten Konfliktpotenzial. »In einigen Schwundregionen liegt bald schon die Hälfte der Kaufkraft in Rentnerhand«, sagt Reiner Klingholz. Es drohe ein dramatischer demografischer Niedergang.Hans Schuh

 
Leser-Kommentare
  1. Letztlich ist es m.E. relativ egal, was hier nun angeboren, und was hier erworbenes Rollenverhalten ist. Diese wird bei Jungen und Mädchen ja eben nur deshalb differenziert, weil sie eben nicht gleich sind, weil die Frauen eben die Kinder bekommen und, wie auch bei den Tieren, eine andere Vermehrungsstrategie haben (müssen) als der Mann. Sie müssen den Mann binden, damit dieser ihr in der Zeit der Aufzucht des Kleinkindes hilft. Dazu, so die Wissenschaft, dient eben auch der Sex und die Liebe, also Bindemittel. Sind die Kinder aus dem Gröbsten raus, lässt das Bindemittel, die Liebe, wieder nach, es sei denn, es sind weitere Kinder geplant oder gezeugt. Der Mann muss gebunden werden, sonst rennt er weg, zeugt mit anderen weitere Kinder.

    Im modernen (bzw. modernden) Sozialstaat ist das allerdings stark modifiziert. Da kann sich eine Frau eben schon den Rausschmiss des Mannes leisten – sie ist materiell durch die Gesellschaft abgesichert. Der Mann kann sich die Flucht aus der Verantwortung aber auch leisten, weil die Gesellschaft sogar dieses absichert, und notfalls seinen Kindern nicht nur bis zum 18 Lebensjahr 100 000 Euro pro Kind als direkte und indirekte Unterstützung zahlt, sondern auch noch nichtgezahlte Alimente. Da lassen die Bindungskräfte und sozialen Zwangsmittel dann halt nach – die Kinder bleiben dann aber eben ohne Väter, und Beziehungen werden, außer wohl von den Kindern solcher Eltern, die es ja schon zahlreich gibt, relativ leichtfertig geschlossen, Kinder wurden und werden da, relativ leichtfertig gezeugt. (Die statistischen Zahlen spiegeln das demographische Dilemma ja eben nicht adäquat wieder, weil sich hier nicht so selten auch die Falschen vermehren). Insofern ist hier dann aber schon eine (Selbst-)Begrenzung da, scheint mir.

    Nun mag es also sein, dass ein Mann, auch wie eine Frau erzogen werden kann, auch gibt es ja schon Einzelfälle, wo Frauen ihre Kinder, z.B. an dem Mann, geben, sich eine neue Beziehung suchen, das sind aber Ausnahmen, die in einem Notfall, z.B. dem Tod der Mutter, oft auch ohne extra Rollenstudium funktionieren, die die Regel aber bestätigen. Keinesfalls muss bzw. müsste sich hier nur der Mann ändern. Aber auch nicht die Frau, die wollen, und das zeigt ja auch der Vorbeitrag, eben schon die Hauptverantwortung für die Kinder, die geben kein Kind ab, nur weil der Vater dies will – eigentlich müsste man dann, im Falle einer Trennung und bei Interesse beider am Kind, über die Vergabe des Kindes ja das Los entscheiden lassen! Aber das will wohl keiner und keine wirklich – und das kann ich sehr gut verstehen, da es eben unnatürlich ist bzw. wäre. Und da nimmt man lieber das kleiner Übel, und bleibt, was ja sicher auch unnatürlich ist, eben kinderlos – hat aber dennoch „natürlich“ seinen modern abgesicherten Spaß an der Freude .
    Dennoch kann und sollte man hier etwas ändern, wie ich dies in einem Kommentar zum Beitrag Kinderschock schrieb. Man sollte die Rentenversicherung offen und klar an eine Kinderunterstützungs-Versicherung koppeln, und diese am besten freiwillig machen – wobei die anderen dann aber eine andere Altersabsicherung durch eine klosterähnliche Gemeinschaft nachweisen müssten. Man kann Ansprüche nicht durch ein Gesetz regeln bzw. zusagen, wenn
    man diese in Wirklichkeit nicht unter allen Bedingungen sicherstellen kann! Das ist das eigentliche Übel dieses „Sozial“staates. Dieses kann man korrigieren - nicht aber unsere Biologie und die daraus resultierenden soziologischen Unterschiede!

    (Dieser Beitrag ist eine Antwort auf die Replik von Akaer)

  2. Sie haben recht. Hans Meyer555 auch. Zu diesem Mordsthema waere eventuell noch zu sagen, dass Frauen immer versuchen, einen Partner mit "Potential" zu finden, also einen, bei dem sie die besten Garantien zur Absicherung ihres eigenen
    Lebensziels und der Zukunft ihrer Familien su sehen glauben.
    Jedenfalls war das frueher, also von 60 Jahren noch so.

  3. Das grundsätzliche Problem ist vermutlich nicht so sehr das "überkommene Rollenverhalten der Männer" sondern Inkompatibilitäten im Rollenverhalten von Frauen und Männern, die sich aus einer Inkongruenz dessen ergeben was (auch individuell) als gesellschaftlich erstrebenswert angesehen wird und dem, was oft genug durch das eigene Verhalten als tatsächliche Präferenz ausgedrückt wird.

    Will sagen: Frauen suchen oft "klassische Maskulinität", auch wenn sie das selbst für politisch unkorrekt halten. Männer, auch wenn sie "den guten alten Zeiten" vielleicht manchmal nachweinen, haben damit vermutlich ein viel geringeres Problem: Frauen bestimmen über den Verlauf der Evolution.Menschliche Männchen schon seit Anbeginn der Zeiten implizit nach den Wünschen ihrer Artgenossinen richten müssen.

    Ob und in wie weit auch das feministische Axiom "Patriachat" letztlich auf implizite weibliche Präferenzen zurückgeht, ist eine interessante Frage, bei der die diesbezügliche Forschung erst am Beginn zu stehen scheint. Allerdings ist das aktuelle Wiederaufflammen einer Feminismusdebatte in den USA doch ein sehr interessanter Anhaltspunkt.

    Abgesehen von der Frage, ob der Ostdeutschland in der Fläche noch demographisch zu retten ist, oder nicht, ist eine der wesentlichen Möglichkeiten, der deutschen demographischen Misere zu begegnen, die bereits 'de facto' entstandardisierten Lebensentwürfe in diesem Land politisch nicht mehr länger als "Ausnahmen" zu begreifen mit all den Konsequenzen, die dies für die Umgestaltung unserer sozialen Systeme hat, zweitens, sozialen (und begrenzt, finanziellen) Status soweit wie möglich von einer Erwerbsbiographie zu trennen, und drittens, den gerade in Deutschland konzeptionell absoluter als in anderen Ländern geführten feministischen Diskurs zu entschärfen, um sowohl Frauen als auch Männern die Möglichkeit zu geben ihre sozialen und individuellen Geschlechteridentitäten wieder in Einklang zu bringen.

    Tobias Schwarz (http://www.fistfulofeuros... - http://www.ichbindeutschl...)

  4. "Denn wie lehrt schon die (männliche) Ökonomie? Knappe Güter werden für wertvoller gehalten, als andere. Man(n) investiert mehr Mühe, sie zu erlangen."

    An Frauen, die die Notwendigkeit zur Änderung immer nur bei den Männern sehen, wird jedenfalls in Deutschland so bald kein Mangel herrschen...

    • kkr
    • 17.03.2006 um 11:42 Uhr

    man sollte vielleicht sich mal verstärkt um die jungen Männer kümmern, denen die Erziehung fehlt. Es sieht wohl so aus, als ob sie mit sich selbst allein gelassen, nicht klar kommen.

  5. Warum schneiden Jungen in unserem Schulsystem schlechter ab:

    Vielleicht sollte man bei dieser Frage Wilfried Bos, deutscher Iglu-Koordinator, zu Wort kommen lassen:

    „...Es ist eine systematische Tendenz zur Benachteiligung von Jungen erkennbar…“

    „…...Für den Dortmunder Schulforscher rächen sich damit auch Fehler und Versäumnisse in der Lehrerausbildung. Über Jahrzehnte habe man den angehenden Pädagogen eingetrichtert, dass die Mädchen benachteiligt seien. Das bleibe gerade bei Lehrerinnen nicht ohne Folgen: "Sie schauen bei Mädchen einfach genauer hin", hat Bos festgestellt. Und wenn an vielen Grundschulen fast alle Lehrer weiblich seien, schaue eben kaum noch jemand auf die Jungen...…“

    http://www.sueddeutsche.d...

    Diselben Politiker, die lautstark immer von Chancengleichheit sprechen, haben die Bildungsmisere der Jungen sträflich vernachlässigt. Oder kann sich jemand erinnern, dass die frühere Bildungsministerin Buhlman jemals dieses Thema angesprochen hätte? Ihr war es wichtiger den Professorinnenanteil an deutschen Hochschulen zu erhöhen.
    An Grund- und Hauptschulen lassen sich zwar zahlreiche Hilfsprojekte für Mädchen finden, aber keine für Jungen. Die Emanzipation der Mädchen wurde zum Teil auf Kosten der Jungen vorangetrieben.
    Jetzt gilt es sich über Schulformen Gedanken zu machen, in denen beide Geschlechter wirklich die gleichen Chancen haben.
    Das Gebot der Chancengleichheit muss für beide Geschlechter gelten und kann nicht nur als Legitimierungsvorwand für Frauenförderungen eingesetzt werden.

  6. Da ich etwas erstaunt bin, dass Sie keine weiteren Lösungsmöglichkeiten erkennen können, nach meinem Vorbeitrag, den ich, samt seiner Fehler leider doppelt einstellte (durch „aktualisieren“), möchte ich diesen Punkt hier noch mal hervorheben.
    Wir nehmen eine Versicherung, wir und diese kann und muss annehmen, dass gut qualifizierte Leute in einem Land wie Deutschland mehr Chancen auf einen Beruf und auf einen besser bezahlten haben als andere. Von daher ist die Gruppe kreditwürdiger, als die Gruppe der weniger Gebildeten – die aber auch kreditwürdig sind.
    Nun kann man denen, bei der Geburt eines Kindes eine Kinderunterstützungskredit geben, auch ratenweise natürlich. Wenn man nun die bessere Arbeit hat, muss man dieses Geld zurückzahlen, zinsgünstig oder zinsfrei. Gegeben wird dieses Geld, nach Prüfung, hier z.B. bzw. vor allem der Studienergebnisse, von der rentengekoppelten Kinderunterstützungsversicherung, die auch, grob, die sachdienliche Verwendung dieser Mittel kontrollieren könnte und sollte.
    (Wenn sich ein paar trennt, muss es, - aber nur wenn es Arbeit oder Einkommen hat oder ein Erbe antritt, – diesen Kredit dann eben getrennt zurückzahlen.

    Mit diesem Geld kann – und soll - man nun diverse Sachen machen. So kann man sich einen guten, ggf. besseren Kindergrippen- und -Gartenplatz leisten, ein studienfreies Jahr, ein Kindermädchen bzw. eine Haushaltshilfe, gute Haushaltstechnik, oder eben auch, falls die eigenen Eltern, die eigenen Großeltern dies nicht können, andere Großeltern, die sich so vielleicht auch noch ein wenig hinzuverdienen wollen. (Dass man das kontinuierlich unentgeltlich macht, das ist m.E. fraglich, zumindest bei diesen Renten.)
    Die Durchschnittsbürger, die in Nähe der Eltern bleiben, die rascher in den Beruf gehen, die sich vielleicht erst dann Kinder anschaffen, brauchen hier ja keine, oder geringere Kredite. Wollen zwei Hochschulabsolventen eine Familie gründen, so sollen sie erstens – vorher - eine solche Gründen, was auch Grundlage für einen solchen Vertrag gemacht werden könnte, damit so eben der Fall der Alleinerziehung indirekt eben nicht weiterhin gefördert wird – was eben nicht gutgeheißen werden sollte, was den Verheirateten, oder Paaren mit einem Ehevertrag, eine Kreditverbilligung bringen könnte und sollte.
    Vielleicht werden sich gerade Paare von zwei Studierenden wohl auch dann weniger Kinder anschaffen als die, wohl auch größere, Gruppe der nicht Studierenden. Eine gewisse Schrumpfung ist aber nicht so schlimm, sondern von der Gesellschaft durchaus weiterhin akzeptabel, angesichts auch der heutigen Technik
    Evtl. Studienversager müssen bzw. müssten, soweit dies realisierbar ist, eben aus ihrem sonstigen Einkommen die Rückzahlung vornehmen, wie dies bei Männern beim Unterhalt ja auch schon geregelt ist – wichtig ist hier die Belassung eines Grundeinkommens. Wer hier aber dauerhaft arbeitslos bleibt, was also ein Rückzahlungs-Ausfall ist, (es sollte dieser Teil dann, im Falle einer Trennung zumindest, nicht dem evtl. weiterhin arbeitenden anderen Partner aufgeschlagen werden können), der sollte dies ggf. bei der Rente spüren, die nur die Mindestrente sein kann. (Dass ein Wechsel ins Ausland hier auch kein Grund sein darf, schrieb ich ja schon. Diese Ausfälle müssten eben durch den Pool ausgeglichen werden, das ist halt das Risiko, welches die Gesellschaft der künftigen Rentner – so minimiert, aber eben auch weiterhin – trägt bzw. tragen muss.
    Ein System für die Unterstützung junger Familien durch Kredite gab es schon zu Zeiten der DDR. Neu wäre hier die (freiwillige) offene Kopplung an die zukünftigen Rentner, und eine Differenzierung nach der Kreditwürdigkeit.

    „Die Kindererziehung fordert viel Zeit und Energie, die im Studium oder Beruf fehlt. Hinzu kommen Erwartungen an Freizeit und Partnerschaft, die einen frühen Eingang ins Familienleben mit Kind verzögern.“

    Ja, das muss auch klar sein, jedem, und klar nachvollziehbar geregelt werden, als jedem auch wirklich, also ganz real klargemacht werden. Das gilt ja auch nicht nur für die Höherqualifizierten, dass man ohne Kinder freier ist und mehr erleben kann. Es muss einem jeden dann eben klar vorgerechnet werden (können), dass man im Alter deshalb konkrete Nachteile hat, gegenüber denen, die Kinder gezeugt und großgezogen haben. Das allein kann und wird hier eine Einstellungsänderung bzw. eine Verhaltensänderung bewirken und nicht allein schöne oder strenge Worte bzw. Appelle.
    Das heutige System bringt für die Kinderlosen keinen adäquaten Nachteil und es ermöglicht und fördert eine demographische Abwärtsspirale - die ist in diesem Renten-System ganz einfach nicht vorgesehen!
    Wenn ich diese Problematik mit Geld konkret, also besser und real abbilde und regele, dann können sich eben auch Familien leichter manche Erwartung an die Freizeit realisieren – aber sicher nicht jede, nicht wie jemand ohne Kinder. Aber auch wenn Kinderlose nur genießen wollen, müssen sie dann mit klaren Nachteilen bei der Rente rechnen - oder eben, rechtzeitig, mehr in die Kinderunterstützungs-Versicherung einzahlen, was dann die Freiheit eben auch einschränkt.
    So einfach ist das, eigentlich.

  7. "Viele Männer möchten ihrer Auserwählten bildungsmäßig und im Sozialstatus überlegen sein."

    Echt? Gibt es Untersuchungen, die das belegen? Ich habe bisher nur das Gegenteil gelesen:

    "Während 61 Prozent der Frauen einen Partner möchten, der mindestens die gleiche Schulbildung hat wie sie, sind es bei den Männern nur 17 Prozent. [...] Für Männer sind diese Eigenschaften eher unwichtig: Nur zwölf Prozent suchen eine Karrierefrau, jeder Fünfte (21 Prozent) wählt seine Partnerin standesbewusst."

    http://www.sueddeutsche.d...

    Eine Lösung, die aber politisch völlig inkorrekt ist, wäre dafür zu sorgen, dass Männer besere Bildung kriegen als Frauen. Also Männerförderung. Die andere, praktisch unumsetzbare, den Frauen das soziale-Aufstieg-durch-Heirat-Ideal aus den Köpfen zu jagen. Das wird, glaube ich, nicht machbar. Für Frauen sind besser gestellte Männer genauso Trophäen, wie gutaussehende Frauen für Männer. Und denen kann man auch nicht erzählen: "Sucht euch nicht die schönsten Frauen aus".

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