Iran »So ein Nichts vertritt unser Land«Seite 3/3

Vor allem aber ist sie eine international erfolgreiche Künstlerin, die auf eine subversive Weise mit orientalischen Ornamenten spielt. Zurzeit nimmt sie ein Stipendium in der Villa Massimo in Rom wahr – die bedeutendste Auszeichnung für deutsche Künstler im Ausland. Im Hamburger Bahnhof in Berlin wurde sie 2003 mit einer großen Einzelausstellung geehrt. In Iran kann sie seit Jahren ihre Werke nicht mehr zeigen. Vor der letzten geplanten Ausstellung bekam ihre Teheraner Galerie den anonymen »Ratschlag«, die Eröffnung besser abzusagen. Parastou Forouhar wollte sich dieser Drohung des Machtapparats nicht fügen. Sie stellte lauter leere Rahmen aus. »Es war ein schöner Abend. Die Rahmen haben sich sehr gut verkauft«, sagt sie lachend. »Wenn ich es mir recht überlege«, fügt sie hinzu, »ist das eine traurige Geschichte. Wir werden unsichtbar gemacht, genau wie die vielen Menschen im Land, die Ahmadinedschad nicht unterstützen. Wenn ich daran denke, möchte ich weinen: Dieser Mann, dieses Nichts, vertritt unser schönes Land.«

 
Leser-Kommentare
    • dojon
    • 17.03.2006 um 11:18 Uhr
    1. Iran

    Eine der unschönen Eigenschaften dieses schönen Landes und seiner gastfreundlichen Bevölkerung in den Zeiten des Schahs war die extreme Arroganz, mit der die Eliten auf ihre eigene Landsleute herabsahen. In so manchen Äußerungen der iranischen Emigration von heute entdecke ich diese Arroganz, die ich in diesem Land vor 1978 erlebt habe, und die nach wie vor ungebrochen ist, wieder. Ich fürchte, ich muß diesen Leuten sagen, daß, hätte es diese Arroganz nicht in diesem sehr hohen Ausmaß gegeben, es wahrscheinlich nicht zur islamischen Revolution gekommen wäre und auch nicht zur Regierung des heutigen Präsidenten.

  1. Deutschland hatte sicher Alternativen vor Hitler, zb. hätte es sich wieder in seine früheren Teilstaaten auflösen können nachdem der späte deutsche Nationalismus, der ein Vorbild des Zionismus war, die Ergebnisse gebracht hatte dass Deutschland als neue Macht bei derReichsgründung Krieg gegen seine Nachbarn geführt hatte, im Westen Elsaß und Lothringen geklaut hat, und den Franzisen die Reperationen abgepresst hat die die Grunderzeit und die Aufrüstung finanziert hatten. Die Deutschen hätten einfach friedlich sein können ihre Kriege und ihr Rassenhass waren ihnen nicht aufgezwungen sondern Ergebnis völkischen Nationalswahns.

    Bei Iran ist das anders, Iran war schon immer eine große Nation mit einer langen Geschichte, die nun wegen ihres Energiereichtums und ihrer Bodenschätze, darunter auch dem weltweit sich verknappenden ÖL, Gas und Uran im Fucos der Despotie und Begehrlichkeit des Mammons geraten ist, und zudem auch wegen des kunkurrierenden wirtschaftlichen Aufbaus wegen den Neid der Dämonen Mammons geweckt hat, deren Kolonie im Nahen Osten Millionen Menschen als Rechtlose und Vogelfreie in ihren Ghettos, Lagern und Folterstätten einem blutigen Apartheidregime unterwirft. Die Palästinenser schulden den Opfern der europäischen Verbrechen an den Juden nichts, trotzdem sollen sie von den Mördern und deren Testamentsvollstreckern gezwungen werden mit ihrer Heimat und ihrem Blut für die europäischen Verbrechen zu zahlen. Wenn die iranische Führung das auspricht, so ist das vielleicht undiplomatisch und unbequem aber die Dinge werden dadurch auf den Punkt gebracht.

    Iran und die Palästinenser müssen sich den 2000jährigen europäischen Antisemitismus nicht überstülpen lassen, und letzendlich sind es europäische und westliche Interessen die diesen Konflikt am laufen halten, durch das Schmierestehen bei den Besatzungsverbrechen, durch den Einfluss und Propaganda christlicher zionistischer Organisationen die mit dem Nahostkonflikt ihr eigenes politisches Süppchen kochen.

    Europa hat konkret bisher nichts zu einer Lösung des Problems beigetragen, aber permanent zu dessen Verschärfung , auch durch die nukleare aufrüstung Israels und sonstiger Aufrüstung, und einer Diplomatie von Winkelzügen die keine Entschärfung zulässt. die Gespräche in Paris, madrid, oslo alles letzendlich nur Lippenbekenntnisse und Täuschungsmanöver, wärend der nahe und mittlere Osten immer weiter destabilisiert wurd. Die medien unterstützen dies, nicht zuletzt unter Mithilfe von Exilarabern und Exiliranern die bei Machtkämpfen zukurz kamen und nun plötzlich Demokraten sein wollen. Irak und Afghanistan sind schöne Beispiele von solchen "Exildemokraten" die ein Umfeld totaler Willkür und Unsicherheit verbreitet haben.

    Sollen solchige die Hoffnung der Iraner sein ??

  2. Heute waren sie alle im Widerstand im Folterregime des Schah und sind aufrechte Demokraten, das erinnert irgendwie an die Deutschen nach dem Krieg ,die ja auch alle im Widerstand waren gegen die Nazis. Aberin Wirklichkeit warendie Iraner durchdie dünne bürgerliche Schicht sehr ausgebeutet,es gab in der Breite keine Gesundheitsfürsorge, kein Bildungsystem, wer Geld hatte war privelegiert, konnte sich im Ausland behandeln lassen, ein gutes Geschäft auch für deutsche Kliniken.

    Heute ist Iran auch nicht perfekt, aber trotz von aussen aufgezwungener Probleme wie dem Irak/Iran Krieg, oder den Wirtschaftsanktionen, wurde eine Wirtschaft aufgebaut, Bildungs und Forschungseinrichtungen eingeführt. In Iran studieren mehr Frauen als Männer , und man sieht Frauen im gesamten wirtschaftlichen und administrativen Bereich. Wie gesagt , das Land ist nicht perfekt, aber man muss von der Ausgangslage eines totalitären Rohstofflieferanten ausgehen unter dem Schah, und auch sehen dass Iran ständig bedroht ist, was ein Regierungssystem und weltanschauliches System vorrausetzt das diesen Bedrohungen widerstehen kann, dazu ist der Islam die einzige Alternative. Was man den Iranern zugute halten muss, dass sie aus eigener Kraft die Schahdespotie besiegt haben, die Deutschen brauchten dazu Hitler loszuwerden die "Hilfe" der Roten Armee und Stalins.

    Auf einen groben Klotz gehört nunmal auch ein grober Keil, und vielleicht ist Iran der grobe Keil den der nahe und mittlere Osten braucht. Irgendeine Ordnung muss diese REgion ja auffangen wenn das überlebte und morbide westliche System zerbricht das momentan noch versucht seine Vorherrschaft gewaltsam und mittels wirtschaftlichen Schikanen gegen den Rest der Welt aufrechtzuerhalten.

    Aber irgendwo haben wir doch alle im Hinterkopf dass das nichtmehr lange gutgehen wird, und welche Ordnung steht dann bereit uns aufzufangen ? Vielleicht sollten wir uns endlich mal mit den Realitäten beschäftigen und den Islam nicht nur als Bedrohung sehen sondern auch als Alternative.

    • drto
    • 16.03.2006 um 17:05 Uhr
    4. \N

    @ Fritzfernando
    Auf einen groben Klotz..... - und wo gehobelt wird da fallen Späne.

    Ihr Kommentar würde auch zu einem Bericht eines x-beliebigen britischen Journalisten aus Deutschland
    kurz vor der Olympiade von 1936 stehen, in dem besonders das militärische Wiedererstarken und die Wiederaufrüstung positiv hervorgehoben wird. Wenn hier jemand den Islam verunglimpft sind Sie es. Sie bezeichnen Religion als einzige Alternative für den Iran dar. Nach den Worten Chomenis, die ja von Ahmadinadsched, ständig propagiert werden, ist Israel die Hauptbedrohung für den Iran. Für die Nationalsozialisten, zu denen es Ihrer Logik nach wahrscheinlich auch keine Alternative gab, waren es allgemein die Juden. Blöder Zufall das Israel gerade von denen gegründet wurde, die die deutsche Alternativlosigkeit überlebten.

    • QUOTE
    • 20.03.2006 um 13:24 Uhr

    Nett...

    ...genau das gleiche denk' ich seit ein paar Monaten auch immer, wenn ich die Nachrichten seh...schreibt die ZEIT da jetzt auch einen Artikel drüber?

  3. in usa....

  4. Herr Lau ; Sie sind für mich wie ein Schreiber eines Diktators in einer Bananenrepublik
    Der für diese Aufgaben nur um die Ecke geht und seine Freunde bei der Geheimdiensten interviewt und nachher als die Wahrheit verkaufen will.

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