Kino Sikh oder Muslim, ganz egalSeite 5/5
ZEIT: Schwer zu sagen. Nina Hoss, Martina Gedeck, Franka Potente…
Lee: Ich suche eine deutsche Darstellerin für meinen Film über Joe Louis und Max Schmeling. Sie soll Max Schmelings Frau spielen. Ich kenne mich echt nicht aus mit dem deutschen Kino.
ZEIT: Wenn Sie über Deutschland reden, dann haben Sie selbst etwas von einem Gangsta-Rapper. Sie haben gesagt, dass Beethoven ein Schwarzer war und dass die Deutschen nur Schnitzel essen.
Lee: Als ich in Deutschland war, gab es nur Fleisch. Riesige Fleischberge. Vielleicht war ich in den falschen Restaurants. Als ich ein Kind war, hatte meine Familie übrigens einen deutschen Dackel, der hieß »Schnitzel«.
ZEIT: Und Sie regen sich über kulturelle Stereotypen auf.
Lee: Warum? Wir waren sehr stolz auf den Namen. Für einen Dackel war das doch immer noch besser als Hitler oder Goebbels oder Wagner. Wagner, sitz!
New Black Cinema
New Yorker Paranoia
Spike Lee, eigentlich Robert Shelton Lee, wurde 1957 in Atlanta, Georgia, geboren und wuchs im New Yorker Stadtteil Brooklyn auf. Seit seinem Spielfilm Shes Gotta Have it über eine junge Schwarze, die versucht, drei Liebhaber unter einen Hut zu bringen, gilt er als wichtigster Regisseur des New Black Cinema. Ob er von der Hautfarben-Hierarchie schwarzer College-Studenten erzählt (School Daze), von der Gewalt zwischen Schwarzen und Italoamerikanern in Brooklyn (Do the Right Thing) oder von dem Bürgerrechtler Malcolm X stets zeigt Lee auch die Vorurteile und Rassismen in der schwarzen Community, was ihm viele Feinde einbrachte. Sein neuer Film Inside Man ist ein souverän inszenierter Thriller, in dem die Rassenspannungen und die amerikanische Paranoia im New York nach dem 11. September mitschwingen.
Das Gespräch führte Katja Nicodemus
- Datum 16.03.2006 - 13:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT 16.03.2006 Nr.12
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nicht mehr als der 'normale' Amerikaner da muss er sich nicht ueber seine Mitbuerger mokieren.In US Schulen wird wenig Grundwissen gelehrt und selbst wenn dass anders wuerde dann kommt da immer noch die Tatsache auf dass man sich nur fuer Andere interessiert wenn die Leute was anstellen und in Schlagzeilen der Nachrichten erscheinen.
Bevor die Islamisten in NY den World Trade Tuerme in Schutt und Asche legten hat sich kein Aas fuer Muslime interessiert.Jetzt stehen sie taeglich in den Nachrichten.
>Der Regisseur Spike Lee über amerikanische
>Ahnungslosigkeit, (...)
soll implizieren, andere haetten mehr ahnung? wer? europa? naher osten? afrika? indien?
noch so vergleiche gegen nichts, die die welt nicht braucht. eine im uebrigen in vielen medien und der alltagskommunikation grundsaetzlich grassierende unfaehigkeit - basierend auf ewig gestrige klassenkampfvorstellungen, die falsch mit kulturen verbreit wurden :)
...leidet an der gleichen Krankheit wie die anderen Vorgartenzwerge: Groessenwahn...die Interviews in den Zeitungen in USA varieren..je nach Leserschaft gibt er seine Weissheiten preis..
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