Ich habe einen Traum Natalie PortmanSeite 2/2
Im politischen Alltag ist es häufig umgekehrt. Man sagt zum Schein die Wahrheit, um diese möglichst geschickt zu vertuschen. In den USA konkurrieren nur zwei Parteien, die viel Energie darauf verwenden, sich voneinander abzuheben. Sie sind sich so ähnlich und zugleich bittere Rivalen.
Die derzeitige Regierung redet hauptsächlich von ihrer militärischen Macht und davon, wie sehr sie den Soldaten ihren Dienst fürs Vaterland dankt. Aber das ist anscheinend nur Publicity. Die gesundheitliche Versorgung und soziale Absicherung von verwundeten Soldaten ist äußerst dürftig. Der gegenwärtige Präsident ist noch bei keinem einzigen Militärbegräbnis gewesen. Es ist unglaublich, wie Menschen behandelt werden, die für ihr Land ihr Leben riskiert haben.
Ich wünsche mir, dass der nächste amerikanische Präsident jemand ist, der außerhalb der Parteien steht. Jemand, der sich darum kümmert, wie man nicht nur das Land, sondern – und das meine ich wirklich so –: die Welt verbessern könnte.
Wir sind an einem Punkt angekommen, wo die ganze Welt das Recht haben sollte, den amerikanischen Präsidenten zu wählen. Ich habe sogar das Gefühl, dass der amerikanische Präsident den größten Einfluss auf die Menschen außerhalb der USA hat. Es sollte also jemand sein, der dieser Verantwortung gerecht werden kann.
Die USA sind ein großartiges Land mit wunderbaren Menschen und Ideen und schöpferischer Kraft. Es wäre an der Zeit, dass unser Präsident das dem Rest der Welt vermittelt.
Aufgezeichnet von Ralph Geisenhanslüke
- Datum 16.03.2006 - 13:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT 16.03.2006 Nr.12
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