Energie Energie aus dem EismeerSeite 4/4

Alle Experten sind sich einig, dass die jetzt neu entstehenden Transportsysteme im westlichen Teil den gesamten Seeweg beleben werden. Dies gilt vor allem für die Eisaufklärung, den vermutlich wichtigsten Faktor der Seefahrt in der Arktis. Noch kommen die Satellitenbilder zeitlich verzögert, und es fehlt die Bestimmung der Eisdicken. Der europäische Satellit Cryosat sollte diese Lücke schließen, doch er ist Ende 2005 ins Eismeer gestürzt. Die Esa hat inzwischen einen Nachbau beschlossen, Cryosat2 soll 2009 abheben.

Im vergangenen September hat sich in Hamburg eine deutsch-russische Expertengruppe zusammengefunden, um gemeinsam den Nördlichen Seeweg zu einer sicheren und wirtschaftlichen Schifffahrtsroute auszubauen. Vielleicht gelingt es ja endlich, unterstützt vom Klimawandel und arktischen Ölfieber, vom intensivierten globalen Handel und von moderner Eistechnik, den uralten Traum vom kürzesten Seeweg nach Japan und China zu realisieren.

 
Leser-Kommentare
    • gayorg
    • 23.03.2006 um 11:42 Uhr

    Ich weiß nach Lektüre dieses Artikels nicht mehr, wo ich dran bin.
    In der gleichen Ausgabe der Zeit wird an anderer Stelle berichtet (80 Mio Verschwender) , das sich die Ressourcen, gerade an Öl, dramatisch schnell dem Ende neigen. Aber da ja gigantische Vorräte unter dem EIS lagern, wie hier berichtet, ist ja alles doch nicht so schlimm.
    Ich denke in Amerika ist die Diskussion viel weiter fortgeschritten, was man hier allerdings nicht wahr haben will. Eine Empfehlung: lifeaftertheoilcrash.net
    Dort kommen auch jede Menge Leute zur Sprache, die nicht von irgendeiner Lobby abhängig sind.
    Gruß
    Georg

  1. Der Autor geht leider nicht auf ein Risiko ein, welches nach der Meinung der Main-Stream Klimatologen mit ihren Computerberechnungen nicht bestehen sollte, welches aber durchaus real ist : Dass eine Erwärmung der Arktis nicht stattfindet, dass es im Gegenteil im Laufe des 21. Jahrhunderts erheblich kälter werden kann.

    In der Arktis wird es, ganz entgegen der herrschenden Anschauung, bei weitem nicht überall wärmer. Bereits die “Arctic Climate Impact Assessment (ACIA) Group“, die einen umfassenden Bericht über die Arktis herausgab, konnte seine Angaben über arktische Temperaturerhöhungen nur dadurch machen, dass es entgegen den wissenschaftlichen Gepflogenheit plötzlich Sibirien, wo es wärmer geworden ist, als zusätzliches arktisches Gebiet deklarierte.

    Die Klimarechenmodelle gehen prinzipiell davon aus, dass die Zunahme von CO2 die überwiegende Ursache der Erwärmung der Erdatmosphäre im 20. Jahrhundert ist.
    Der Einfluss der Sonne wird in Form der Solarkonstanten neutralisiert. Ihr wird, zumindest während der letzten 20 Jahre, kein messbarer Einfluss zugeschrieben.

    Diese Auffassung wird von den Mitgliedern der Russischen Akademie der Wissenschaften nicht geteilt. Khabibulo Absudamatov, der Leiter der „Russian Sciences Academy Observatory „ wird wie folgt zitiert :

    Vom Jahr 2012 an wird ein Prozess des globalen Temperaturrückganges einsetzen und in der Mitte des 21. Jahrhunderts wird der Planet erfasst sein von niedrigen Temperaturen.

    Der Grund für die globale Abkühlung liegt in der Abnahme der Sonneneinstrahlung.

    Wir hatten bereits eine Abkühlung dieser Art in Europa, Nord-Amerika und Grönland von 1645 bis 1705. Das ist es was wir in einigen Jahrzehnten erwarten.“

    Bis jetzt wird mittels der Klimamodelle ein Einfluss der Sonne bestritten. Aber neueste Forschungen, wie z. B. in der Schweiz, führen eine Erwärmung auf eine erhöhte Sonneneinstrahlung in den letzten 20. Jahren zurück.

    Sollten russische Forscher richtig liegen, und dafür spricht eine ganze Menge, so ergäbe sich für die Erschließung der arktischen Öl- und Gasfelder vollkommen geänderte Umweltbedingungen mit einem außerordentlich erhöhten Investitionsrisiko.

    Es wird deshalb einmal interessant sein festzustellen, wer das Investitionsrisiko überwiegend trägt.

    Und die Investoren sollten sich nicht so sehr auf die Berechnungen der Klimarechenmodelle verlassen.

  2. Der Autor geht leider nicht auf ein Risiko ein, welches nach der Meinung der Main-Stream Klimatologen mit ihren Computerberechnungen nicht bestehen sollte, welches aber durchaus real ist : Dass eine Erwärmung der Arktis nicht stattfindet, dass es im Gegenteil im Laufe des 21. Jahrhunderts erheblich kälter werden kann.

    In der Arktis wird es, ganz entgegen der herrschenden Anschauung, bei weitem nicht überall wärmer. Bereits die “Arctic Climate Impact Assessment (ACIA) Group“, die einen umfassenden Bericht über die Arktis herausgab, konnte seine Angaben über arktische Temperaturerhöhungen nur dadurch machen, dass es entgegen den wissenschaftlichen Gepflogenheit plötzlich Sibirien, wo es wärmer geworden ist, als zusätzliches arktisches Gebiet deklarierte.

    Die Klimarechenmodelle gehen prinzipiell davon aus, dass die Zunahme von CO2 die überwiegende Ursache der Erwärmung der Erdatmosphäre im 20. Jahrhundert ist.
    Der Einfluss der Sonne wird in Form der Solarkonstanten neutralisiert. Ihr wird, zumindest während der letzten 20 Jahre, kein messbarer Einfluss zugeschrieben.

    Diese Auffassung wird von den Mitgliedern der Russischen Akademie der Wissenschaften nicht geteilt. Khabibulo Absudamatov, der Leiter der „Russian Sciences Academy Observatory „ wird wie folgt zitiert :

    Vom Jahr 2012 an wird ein Prozess des globalen Temperaturrückganges einsetzen und in der Mitte des 21. Jahrhunderts wird der Planet erfasst sein von niedrigen Temperaturen.

    Der Grund für die globale Abkühlung liegt in der Abnahme der Sonneneinstrahlung.

    Wir hatten bereits eine Abkühlung dieser Art in Europa, Nord-Amerika und Grönland von 1645 bis 1705. Das ist es was wir in einigen Jahrzehnten erwarten.“

    Bis jetzt wird mittels der Klimamodelle ein Einfluss der Sonne bestritten. Aber neueste Forschungen, wie z. B. in der Schweiz, führen eine Erwärmung auf eine erhöhte Sonneneinstrahlung in den letzten 20. Jahren zurück.

    Sollten russische Forscher richtig liegen, und dafür spricht eine ganze Menge, so ergäbe sich für die Erschließung der arktischen Öl- und Gasfelder vollkommen geänderte Umweltbedingungen mit einem außerordentlich erhöhten Investitionsrisiko.

    Es wird deshalb einmal interessant sein festzustellen, wer das Investitionsrisiko überwiegend trägt.

    Und die Investoren sollten sich nicht so sehr auf die Berechnungen der Klimarechenmodelle verlassen.

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