Zauberformel

Abrakadabra ist kein Hokuspokus: Zumindest nicht in Kapstadts Magierschule. Wer will, kann dort allerlei Tricks lernen, und wer besonders viel Willen beweist, dem kann sogar ein besonderes Kunststück gelingen. Er kann sich aus der Armut zaubern. Denn viele der Zauberlehrlinge kommen aus Kahyelitsha, einer der größten und härtesten Townships Südafrikas. So wie Phumile Dyasi, der heute 16 Jahre alt ist und mit 10 Jahren anfing, das Zaubern zu lernen.

Mit jeder verschwundenen Münze wuchs der Ehrgeiz. Bald verblüffte er die eigene Familie und dann auch fremdes Publikum. Mit 14 wurde er zum besten Nachwuchsmagier seiner Region, mit 15 fuhr er nach Las Vegas, um sein Können mit Hilfe der besten Zauberer der Welt zu verfeinern. Heute ist er 16 und hofft auf eine internationale Karriere. Bis es so weit ist, lehrt er an Kapstadts Zauberschule kleine Jungen und Mädchen Selbstbewusstsein durch Kartentricks. Ich mag die Definition von Magie, sagt er. Das Unmögliche möglich machen.

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    • Quelle DIE ZEIT, 14/2006
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    • Schlagworte Armut | Familie | Karriere | Mädchen | Publikum | Region
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