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Warum die Einwanderer auf ihre neue Heimat stolz sein können von Feridun Zaimoglu

J etzt melden sich wieder die zu Wort, die nichts verstanden haben. Jene Konservativen, die so tun, als könne man die Einwanderung rückgängig machen. Und jene Linken, in deren Augen schon die Beschreibung der Probleme, die Einwanderer verursachen, Fremdenfeindlichkeit schürt. Nur wir, die Kinder der Migranten, haben keine Stimme. Dabei könnten wir einiges klarstellen. Kaum zu glauben, dass die mir, dem im anatolischen Bolu geborenen Sohn eines Metallarbeiters und einer Putzfrau, die Spalten des Leitartikels anbietet.

Die Kulturkämpfer in allen politischen Lagern müssen begreifen: Man bringt Deutschland nicht voran, wenn man die so genannten Ausländer (sie verdienen dieses Etikett längst nicht mehr) ausgliedert. Längst wird frei und geradeheraus über das Wie der Einwanderung, des Ankommens und Dableibens gesprochen. Und da zählt vor allem der Ton: Bei aller Liebe zum Tabubruch sollte man sich nicht über die Regeln des Anstands, wie sie unter Bürgern ein und desselben Landes gelten sollten, hinwegsetzen: Wer heute Dekrete bellt, wird morgen an den gemischtethnischen Stammtischen der Nation selbst keinen Platz mehr finden.

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Wir sind der Hysteriker und ihrer Mythen müde und wünschen uns, dass man Hoffnung macht und Kraft spendet. Die Einwanderer wollen ihre Integrations- oder einfach ihre Arbeitsleistung gewürdigt wissen. Einwanderung ist eben auch eine Herzenssache. Sage niemand, ein paar warme Worte täten ihre Wirkung nicht. Das kann man erst wissen, wenn man es mal probiert hat und nicht nur mit Ausweisung und Strafe droht.

Ja, Migration ist auch eine Zumutung, für die Einheimischen wie für die Zugewanderten. Gerade deshalb gilt es heute gegenzuhalten. Schließlich beginnt die Geschichte der Einwanderung, eine Erfolgsgeschichte zu werden. Mehr und mehr Zugezogene dringen vor in die Spitzen der Gesellschaft, tragen wirtschaftlich und kulturell etwas bei, das sich vorzeigen lässt. Und ihr Erfolg wirkt zurück, etwa auf die jungen Türken. Wer noch mehr von den Einwanderern fordert, hat dennoch Recht – wer von der Migration als einem Totalfiasko spricht, verfälscht die Bilanz.

Allerdings steht nirgendwo geschrieben, dass es automatisch besser wird. Es sind unsichere Zeiten angebrochen in Deutschland, die Arbeit ist internationalisiert, der raue Wind des schrankenlosen Wettbewerbs weht die motivierten, aber unqualifizierten Söhne unqualifizierter Gastarbeiter aus den Firmen und Betrieben auf die Straße. In den so genannten Türkenvierteln, die als Parallelgesellschaft in Verruf geraten sind, gibt es für die jungen Hauptschulabgänger kaum Arbeit und Anstellung. Da es diese nicht gibt, nicht einmal für deutschstämmige Jugendliche, bleiben die jungen Türken im sicheren Hinterland. Doch sie würden sich in Bewegung setzen lassen, sie sind mobil, und man kann sie herauslocken aus jenen Reservaten, die den deutschen Konservativen so unheimlich sind, es braucht eben Jobangebote und Lehrstellen.

Die verfemten Multikulturellen – das sind vor allem Lehrer und Sozialarbeiter – sind geschult an der bitteren Realität. Dabei haben sie gelernt, sich wendig und multifunktional zu verhalten: Sie leisten in den Migrantenmilieus Aufbauarbeit, sie geben unentgeltlich Nachhilfeunterricht, ebenjenen Kindern aus der Unterschicht, die heute von sich reden machen.

Was können die Jungen selbst tun, wenn sie ausbrechen wollen aus den engen Verhältnissen? Die pubertierenden jungen Wilden wissen sehr gut, dass Geld Probleme löst. Der wahre Ausstieg aus der Unterschicht und der Aufstieg in das Bildungs- und Besitzbürgertum kosten Kraft und Nerven – und den Abschied von der kurzfristigen Überlebensstrategie. Als Vorbild taugen die Frauen der ersten Generation. Sie sind die türkischen, kurdischen, arabischen Trümmerfrauen, sie haben das Unmögliche geschafft und die Familien in sehr harten Zeiten zusammengehalten. Die Töchter setzen diese Traditionslinie fort. Sie vergeuden ihr Potenzial und ihre Reserven nicht in Ehrenhändeln und Schlägereien. Sie werden einen Großteil der künftigen fremddeutschen Elite bilden.

Natürlich hilft guter Wille allein nicht. Man muss unmissverständliche Leitregeln für alle Beteiligten aufstellen. Zum einen: Gewalt führt ins Abseits. Messer gehören in die Hand von Metzgern und Schächtern, es lassen sich damit sonst nur billige Augenblickstriumphe erdrohen. Zum anderen: Achtung zu haben ist das moralische Gebot der Stunde. Spätestens jetzt sollte man sich von dem Begriff "Respekt" verabschieden. Er ist zur hohlen Phrase von Vorortschlägern verkommen, die ihn benutzen, um ihre Rücksichtslosigkeit zu legitimieren. Lehrerinnen und Lehrer sind Respektspersonen – wie in den Herkunftsländern der ausländischstämmigen Kinder auch.

Die türkischen Verbände müssen sich den Vorwurf gefallen lassen, dass sie Bildung und Kultur nur ungenügend vermittelt haben. Aber die Mehrheit der Migranten verlangt nach konkreten Vorschlägen, es herrscht – wie sonst nur zu Beginn der Einwanderung – mitunter sogar eine Aufbruchstimmung. Tatsächlich kann man stolz sein auf die deutschen Verhältnisse. Die vermeintlichen multikulturellen Musterländer wie Holland und Frankreich sind abgebrannt.

Wir alle haben eine gemeinsame Sprache. Ich will Türken in Massen sehen, die deutsche Fahnen schwenken. Das wäre keineswegs eine übersteigerte patriotische Geste. Gerade die Menschen aus dem Volk würden das als ein schönes, symbolisches Bekenntnis begreifen. Auf Ehre und Gewissen kann man die Zugewanderten, die Töchter und die Söhne, auf einen gemeinsamen Eid verpflichten. Sie gehören dazu, sie sind keine Fremdkörper, sie werden nicht ihrem Schicksal überlassen.

Es wird in Deutschland keinen Euroislam geben. Im nächsten Jahrzehnt wird sich vielmehr ein deutscher Islam herausbilden, eine Laienbewegung von Muslimen, die hier geboren und aufgewachsen sind. Sie werden eher dazu imstande sein, auf die Ängste der Anwohner einzugehen, die sich von einer Moschee in ihrer unmittelbaren Nähe nichts Gutes versprechen. Die Muslime haben, wenn sie sich zu Recht und Freiheit bekennen, ein berechtigtes Anliegen: Ihr Glaube muss sichtbar werden, sie haben lange genug in Hinterhöfen ausgeharrt.

Jobs, Regeln, Deutsch und freie Religion – das sind die Säulen einer neuen deutschen Gesellschaft. Der Aktionsplan dafür sieht so aus: zunächst ein emotionaler Appell auf hoher Ebene vom Innenminister, noch besser von der Bundeskanzlerin. Womöglich muss die Rede mit türkischen Untertiteln versehen sein. Zusammenarbeit mit der auflagenstärksten türkischen Zeitung Hürriyet. Die Bildungsoffensive muss die türkischen Haushalte, also die Eltern erreichen. Mehr Geld – natürlich –, damit die Kinder Deutschkurse bereits im Vorschulalter erhalten.

Es stimmt schon: Die Einheit ist noch nicht vollendet. Die heute lebenden Westdeutschen, Ostdeutschen und Fremddeutschen sind vielleicht nur Vorfahren des eigenartigen Volkes, das wir in dreißig Jahren abgeben werden. Dann wird zusammenwachsen, was zusammengehört.

Der in Kiel lebende Schriftsteller Feridun Zaimoglu, geboren 1964, veröffentlichte zuletzt den Roman "Leyla"

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Leserkommentare
    • etiam
    • 12. April 2006 11:03 Uhr

    Herr Zaimoglu, glauben Sie, was Sie hier sagen? Ich teile ja Ihre Meinung, dass es gelungene Integration geben kann und auch gibt, aber reden wir hier von der Massse? Auch bisher gab es doch Fördermassnahmen, die in einigen augenscheinlich resistenten Kreisen rein gar nichts gefruchtet haben. Besonders augescheinlich wird dies mit Blick auf "Russlanddeutsche", die ja schon immer Einwanderer erster Klasse waren (Sprachkurse etc.) aber dennoch mancherorts eine Parallelgesellschaft gegründet haben, die in puncto Arbeitslosigkeit, Bildung, Kriminalität usw. nicht gerade eine schmeichelhafte Performance hinlegen.
    Sicherlich kann man (und muss auch) auf Eltern einwirken, Ihren Kindern die Grundlage mitzugeben (mitgeben zu lassen), die sie brauchen um in die Stapfen von Leuten wie ihnen odern Herrn Özdemir zu treten, aber wie groß wird der Anteil sein, den Sie erreichen? Und wie hoch ist der Anteil in den Kreisen, die für die Eskalationen verantwortlich zu machen sind?
    Tatsache bleibt, daß wir da einen dicken Brocken vor uns haben, und angesichts der Arbeitsmarktsituation, die ja nun niemand, auch nicht zum Zwecke der Integration, im Griff hat, schwant mir eher Übles denn heile neue Welt.

  1. so lange sich die eine seite nicht eingesteht das sie ein imigrations land ist und das schon seit 40 jahren ! das als erstes als zweites sollten sie einfach klartext reden und nicht um dehn heißen brei herum das sich turkische schreiber und angebliche türkische politiker zur sache äusern int fraglich die frage ist wie viele imigranten sich mit ihnen identifizieren ? und wessen nerven beruhing werden sollen was meinen sie wie viele moslems lesen die zeit !!!??

  2. diese Aufforderung ,die hoffentlich nicht nur fuer die Deutschen gemeint war, ganz gut aus aber erscheint dieser Artikel auch in einer der tuerkischen Tageszeitungen(moeglicher Weise mit deutscher Uebersetzung)? Denn nur zu oft sprechen tuerkisch staemmige Einwanderer in gespaltener Zunge.D.h. in Interviews in deutsche-sprachigen Presse-Organen sagen sie etwas ganz anderes als was man dann spaeter in einem tuerkischen Blatt lesen kann.Auch Politikern aus Einwanderer Familien neigen zu solchen Doppelzuengigkeiten.Ich kann nicht nachvollziehen dass Leute,die seit 30 oder manchmal sogar mehr Jahre in Deutschland wohnen sich nicht bemueht haben auch nur ein Quentchen der deutschen Sprache zu lernen.Es kann keine
    Verstaendigung geben mit Leuten die meine Sprache schlicht ablehnen mit der Begruendung: jeder haette seine eigne Sprache und Kultur.Das Erlernen der deutschen Sprache radiert nicht gleichzeitig die eigne Muttersprache aus oder ruiniert die eigne Kultur.Wenn ich glauben soll dass tuerkische Mitbewohner eine Bereicherung fuer die deutsche Gesellschaft sind dann muessen sie es erstmal beweisen in dem sie deutsch lernen und unsere Kultur akzeptieren.Auch die andere Religion ist kein eigentliches Problem wenn sie Privatsache bleiben wuerde aber damit sind Muslime nicht zufrieden.Ueberall schiessen Moscheen aus dem Boden oft auch gegen den Willen der Leute in der Nachbarschaft.Wenn man in muslimischen Laendern aehnlich freizuegig waere in Bezug auf freie Ausuebung der Religion fuer alle Religionen waere sicherlich der Widerstand gegen den immer noch sehr fremdartigen Islam,der durch fanatische Islamisten ein sehr schlechtes Image bekam und eher mit Terror asoziiert,geringer.Aber waehrend wir immer wieder zu mehr Toleranz und Verstaendnis aufgefordert werden zeigen Muslime keinerlei von beidem -sondern igeln sich in ihren Sprach und Kultur-Ghettos ein.Nur wenige Immigranten finden es wichtig dass wenigsten ihre Kinder bessere Sprachkenntnisse haben und obwohl sie in deutsche Schulen,nach deutschen Sitten unterrichtet werden halten sie die mangelnden Sprachkenntnisse davon ab dem Unterricht folgend zu koennen.Der Eklat um die Ruetli-Schule hat jetzt hoffentlich einen Anstoss gegeben diese Defizite zu beseitigen.Sie erwaehnen dass es wenig Arbeit gibt fuer ungelernte Arbeiter und dass der Arbeitsmarkt eine bessere Ausbildung erfordert um kompetitiv zu sein-warum hat sich das in Immigrantenkreisen noch nicht rumgesprochen? Es wird immer vom vergeudeten geistigen Potential der Immigranten Kinder geredet-jedenfalls in deutschen Kreisen waehrend man sich in Immigranten Kreise darueber offenbar keine Gedanken macht,denn sonst wuerde man die Kinder anhalten bessere Aufmerksamkeit im Unterricht zu haben anstatt den Kasper zu spielen oder gar Machtkaempfe in den Schulklassen auszuueben.NIcht mal in der Tuerkei haetten die Schulversager eine Chance auf einen vernuenftigen Arbeitsplatz und im modernen Europa,wo es fuer jeden Job viele Bewerbe gibt, schon garnicht.Die Entscheidung und die Wende in der kulturellen Entwicklung zwischen den Immigranten und den Deutschen liegt bei den Immigranten in dem sie endlich akzeptieren dass sie Anatolien hinter sich liessen und in einer Welt leben wo die Sitten sehr anders sind.In dem sie endlich die Sprache lernen und sich weniger fremd geben als bis her.Da ich selber die meiste Zeit im Ausland lebe weiss ich was es bedeutet in einem fremden Kulturkreis zu kommen-ich weiss aber auch was noetig war um mit der Gesellschaft zu leben.

  3. Gut so. Endlich einmal ein nach Vorne weisender Beitrag mit konstruktiven Elementen. Es wäre schön, wenn wir gelegentlich lesen könnten, dass dieser Text in türkischsprachigen und weiteren Organen erscheint. Es wäre schön, wenn sich ein Weg fände, solche Beiträge in Schülerzeitungen zu veröffentlichen (natürlich etwas kürzer!). Vielleicht findet die Redaktion der ZEIT einen Weg, sonst war man mal wieder "unter sich".

  4. Endlich jemand, der nicht ideologisch verblendet ist, weder stockkonservativ noch links. Die Einwanderung ist eine Erfolgsgeschichte! Ein Blick nach England oder Frankreich zeigen es ganz deutlich.

    Jawohl, ich bin praktizierender Muslim (nicht nur Kulturmuslim) und sehe mich als Deutscher, der - ja genau - auch die Zeit liest. Und erst recht, wenn Feridun Zaimoglu den Leitartikel schreibt. Die Necla Keleks und Günter Becksteins versuchen aus jeder negativen Seite Profit zu schlagen, aber die breite Masse der Türken bzw. Muslime fühlen sich hier beheimatet. Zugeben muss mann, dass die 1. Generation nicht genügend die deutsche Sprache gelernt hat. Man muss aber auch sehen, dass diese Generation aus ungebildeten Schichten, meistens direkt aus dem anatolischen Dorf nach Deutschland gekommen sind. Aus diesem Hintergrund gesehen haben sie großartiges geleistet. Und die hier geboreenen und aufgewachsenen Generationen sprechen längst sehr gut Deutsch und fühlen sich auch als deutsche Muslime. Diesen gehört die Zukunft, egal wie düster die Perspektive noch gemalen wird.
    probleme gibt es, klar! Aber Hauptgrund ist die ökonomisch desolate Lage Deutschlands. Schauen Sie nur die deutsche Jugend an. Sie stehen den türkischen, arabischen Jugendlichen nicht nach, im Gegenteil! Assozial ist asozial, egal welche Herkunft.
    Man muss der Jugend eine Perspektive geben. Dazu kann sowohl das Christentum einen Beitrag leisten, als auch der Islam. Gerade die gewalttätigen Jugendlichen mit türkischer Herkunft haben eben keinerlei Bindung zum Islam. Ein praktizierende Muslim ist sich seiner Verantwortung für die Gesellschaft bewusst, und würde in keinster Weise seiner Umwelt schaden zufügen.
    Nochmals vielen Dank an Feridun! Weiter so!!!

  5. Ach ja,wer sind dann die randalierenden Immigranten,kommen die vom Mond? Wenn Frankreich eine Erfolgsgeschichte ist in Sache Integration dann ist fuer Deutschland wirklich Hoffnung.

    • Alex96
    • 12. April 2006 21:25 Uhr

    Es ist zum Kotzen, dass arrogante türkische Nationalisten und Islamisten sich als "Sprachrohr" aller Migranten und Ausländer betrachten.Hört auf damit!

    Ich bin nicht in Deutschland geboren, Herr Schriftsteller. Trotzdem ist Deutschland, deutsche Kultur für mich keineswegs etwas Fremdes.
    Vielleicht, liegt es daran, das ich auch ein SCHWEINEFLEISCHFRESSER bin? Dass ich ein "Ungläubiger"(oder, wie dass schön auf türkisch heisst -- "gavur") bin?
    Mein Neffe kam vor zwölf Jahren nach Deutschland, ohne ein einziges deutsches Wort zu verstehen. Jetzt beendet er sein Universitätstudium und demnächst wird Chirurg. Was hat er dazwischen gemacht? Nicht türkische Sender von Morgen bis Abend geguckt, nicht tagelang sein Nationalstolz mit Kumpanen auf der Strassen gepflegt, sondern gepaukt, gepaukt und nochmals gepaukt. Sprache, Lernstoff usw.

    Leider muss man veststellen, dass bei Türken und Moslems "Selbstkritik" ein fremdes Wort ist. Weil dass ein Zeichen der "Schwäche" ist?
    Ausser Necla Kelek und Bassam Tibi kenne ich niemanden. Schade...

    • svarez
    • 13. April 2006 10:11 Uhr

    Fremd heißt unvertraut. Unvertraut bedeutet ungewohnt. Fremd ist also, wer sich nicht eingeübt hat. Wer also Fremdheit in der einen oder anderen Richtung überwinden will, muß sich praktisch einüben in die Riten des anderen. Ich glaube nicht, daß ich mich jenseits der 30 noch in die Traditionen der jeweilgen Einwanderegruppen hineinfinden kann, ich habe anderes zu tun, muß mich mit den Anfeindungen einer kalten Arbeitsgesellschaft auseinandersetzen, das gleiche gilt erst recht für die sozial Exkludierten. Ich glaube nicht, daß es möglich ist, diese soziale Realität durch ein paar gute Worte der Bundeskanzlerin zu beseitigen, denn Bewußtsein schafft kein Sein, es ist leider umgekehrt. Was tun? Vielleicht bleibt nichts anderes übrig, als die Fremdheit auszuhalten, damit wäre schon viel gewonnen.

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