Tourismus

O wundervolle Triebe!

Wie macht man aus einem barocken Sexdichter eine Touristenattraktion? Reicht ein Denkmal? In Wandersleben an der Apfelstädt ist darüber ein Streit entbrannt

Dies ist, wir sagen es gleich, eine zarte Geschichte. Sie führt in die galante und verliebte Welt und zu einem Kavalier, der daraus Romane schuf. Manchen gilt er als bedeutender Autor, anderen als Lüstling. Ein Sexdichter!, wird empört die Frau des Bürgermeisters rufen. Weiter wirken mit: ihr Gemahl, der Pfarrer (sein Kontrahent), der Mörder vom Sportlerheim…

Wo sind wir überhaupt? Die Geschichte spielt in Hamburg, nein, in Venedig, nein, in Wandersleben an der Apfelstädt. Vom Wasser haben wir’s gelernt: Die Apfelstädt fließt in die Gera, diese in die Unstrut, welche in die Saale mündet, dann in die Elbe. Schon erreichen wir Hamburg, wie unser Held: Christian Friedrich Hunold, genannt Menantes, Hamburgs Starautor – bis er fliehen musste, vor 300 Jahren.

Halt! Die Geschichte handelt heute. Unerhörtes kam uns zu Ohren. In dieser heillos verkrämerten Zeit ruft ein Mutiger: Hier gilt’s der Kunst! Bernd Kramer, Pfarrer zu Wandersleben, lässt sein Dorf durch Menantes prosperieren. Da müssen wir hin.

Ein jugendlich agiler Mann holt uns in Erfurt vom Bahnhof ab. Unverzüglich ist Kramer beim Thema. Der Menantes-Kongress in Wandersleben, vorigen Herbst. Das Menantes-Festkonzert mit Ministerpräsident und Deutschlandfunk-Übertragung. Die Menantes-Dauerausstellung, gleich werden wir sie sehen.

Gibt’s im Dorf auch Menantes-Gegner?

Vielleicht eine gewisse Person, sagt Kramer. Aber die sei unmaßgeblich und besser gar nicht zu nennen.

Wir fahren durchs holde Thüringer Becken. Von links grüßt Burg Gleichen, deren kreuzfahrender Graf einst aus dem Morgenland mit einer Sultanstochter heimkehrte, um fortan in heiterer Menage à trois zu residieren; die Gattinnen verstanden sich prächtig. Schon sind wir angelangt. Wandersleben, ein gestrecktes Straßendorf. Der Pfarrhof nahe der Kirche: ein Fachwerkgehöft, säuberlich restauriert. Auf dem Platz davor prunkt der nagelneue Sandsteinobelisk, geziert von Menantes’ berühmten Zeilen:

Meine Seele, sei vergnügt,
Wie es Gott auch immer fügt,
Dieses Weltmeer zu ergründen,
Ist Gefahr und Eitelkeit.
In sich selber muß man finden
Perlen der Zufriedenheit.

Eine Kugel krönt den Stein. Das ist sie, sagt Kramer. Die Perle der Zufriedenheit.

Drinnen wartet der Kaffee, nebst einer barock überladenen Kuchenplatte sowie den Menantes-Gelehrten Cornelia Hobohm und Jens-Fietje Dwars. In den nächsten Stunden sorgen sie dafür, dass unser Barockempfinden in Aufklärung übergeht. Dort nämlich wohnt Menantes: im Epochenbruch. Die gottgefügt absolutistische Welt zerfällt in Fragmente individueller Rationalität. Am Horizont wetterleuchtet das Zeitalter der Maschine.

Geboren wird unser Mann 1680, als eines von fünf Kindern des Pächters Tobias Hunold und seiner Frau Barbara. Schuljahre in Arnstadt, dann am hochangesehenen Gymnasium Illustre Augusteum zu Weißenfels. 1691 sterben beide Eltern, an hitziger Krankheit, wie die Quellen melden. Ein Vormund wird eingesetzt. Der junge Hunold immatrikuliert sich 1698 an der Universität Jena, wo er der Jurisprudenz obliegt, mehr noch dem Fechten, Reiten, Tanzen und dem Geigenspiel. Häufig weilt er im nahen Weißenfels. Dort hat Fürst Johann Georg mit dem 1680 vollendeten Prachtschloss Neu-Augustusburg sein Klein-Versailles etabliert; vornehmste höfische Kunst ist die Oper. Dieser Welt will Hunold angehören. Er tanzt im Ballett und pflegt eine Liebschaft zu Sophie Meister, der Tochter des Hofkochs.

Da schreibt der Vormund: Das Erbe ist fast aufgebraucht. Von 4.000 Talern blieben 80. Und Hunold hat Schulden. »So viel ist es«, berichtet er Monate später, »dass die vorige Aufführung zu Weißenfels, und was das Meiste, ein solches Frauenzimmmer galant zu bedienen, sich mit meinem Etat gantz nicht wollte comportiren. Deßwegen ich mich halb verzweifelt zu Erfurt auf die Post setzte, und nach Hamburg reiste, um mein Glück wieder zu etabliren.«

Hamburg. Quirlende Metropole. 70.000 Einwohner und ein Opernhaus. Zunächst verdingt sich Hunold als Advokatsgehilfe, dann wirft er sich aufs Schreiben. 1700 erscheint sein erster Roman, Die verliebte und galante Welt, 1702 gefolgt von Die Liebens-Würdige Adalie. Anders als die Lyrik ist der Roman noch keine reglementierte Kunst. Der Autodidakt Hunold orientiert sich an französischen Stoffen. Er publiziert unter dem Namen Menantes, nach einer Weißenfelser Opernfigur. Er hat Erfolg, auch mit Gedichten und Anleitungen zum Briefschreiben. Für zwei Opern des berühmten Reinhard Keiser, Salomo und Nebucadnecar, verfasst Menantes die Libretti, auch für Keisers Passionsoratorium Der blutige und sterbende Jesus. 1705 erscheint Der Europäischen Höfe Liebes- und Heldengeschichte.

Aus dem halbakademischen Abenteurer ist ein Mann der Gesellschaft geworden und einer der ersten deutschen Autoren, die von der Schriftstellerei leben können. Sein Freund Benjamin Wedel beschreibt ihn als »von sanguinischer Complexion, von schöner Gestalt, einer mittelmäßigen Größe, Blond mit angenehmer Röthe vermischt, und durffte sich besonders bey dem Frauenzimmer keine große Mühe geben…« Freilich, bei Madame Conradin, der Opern-Primadonna, blitzt Menantes ab. Er wird sich revanchieren.

Menantes’ galante Romane sind Schlüsselwerke. Der Leser erkannte in vielen Figuren Personal der Zeitgeschichte und die Orte als real. So auch in Menantes’ viertem, dem Satyrischen Roman von 1706. Lindenfeld ist Leipzig, Salaugusta Weißenfels, Jenona natürlich Jena, Hamburg heißt Venedig. Dorthin ziehen die jungherrlichen Freunde Tyrsates und Selander, wobei sie unentwegt pikante Abenteuer mit dem Frauenzimmer zu bestehen haben. Das Buch ist dauergeil, die Composition von brüllender Komik. Offen pornografisch schreibt der Erotomane nicht. Er rahmt seine Szenen und überlässt es dem Leser, auszumalen, wie der Galan und ein allzeit schmachtendes Frauenzimmer die unkeuschen Flammen kühlen.

Solch tugendhafte Wollust zeigt beispielhaft Menantes’ Rätsel von 1702:

Wer glücklich raten kann: Der tu es sonder Lachen,
In Hamburg wird man es fast alle Tage machen:
Es ist ein rundes Loch, mit Haaren wohl versehn,
Danach der Appetit den Männern pflegt zu stehn.
Des Leibes bester Teil pflegt sich mit ihm zu paaren,
Und fast ein jeder wünscht mit Freuden ’nein zu fahren,
Das eng zusammenhält und hübsche Wärme gibt,
In diesem Loch ist man bei Jungfern sehr beliebt.

Das Lösungswort lautet: Perücke.

Im Satyrischen Roman jedoch erkühnt sich Menantes, das Liebesleben der oberen Hamburger Stände abzuschildern. Operndiva Conradin figuriert als multiple Beilägerin städtischer Honoratioren. Der Aufruhr ist ungeheuer. Am Leben bedroht, türmt der Skandalautor.

Für zwei Jahre zieht er zurück nach Wandersleben, zu seinem Bruder. Anstellungsversuche in Rudolstadt und Arnstadt scheitern. Im Heimatdorf verfasst Menantes Gedichte, ein Benimm-Buch, eine Rhetorik und gibt die Poetik-Lehre seines geistlichen Dichterfreundes Erdmann Neumeister heraus. 1708 geht er nach Halle, in die Stadt der führenden deutschen Universität. Dort promoviert er zum Dr. jur. und lehrt als Privatdozent Poetik, Rhetorik, honette Konversation. Die Studenten laufen ihm zu. Wieder nistet er sich strategisch ein. Halle ist die Hochburg des Pietismus: statt der Oper August Hermann Francke. Also schwört Menantes dem Galanteriewesen ab, wenngleich ihm der sinnliche Witz untilgbar aus den Knopflöchern lugt. Er kann’s auch fromm:

Gott hat die Welt geliebt. O wundervolle Triebe!
O mehr als süsses Wort: Gott selber ist die Liebe!
Gott, als das höchste Gut liebt uns inbrünstiglich.
Komm, Gegen-Liebe, komm, komm und entzünde mich!

Kasual-Poesie schreibt er nun, Auftragshymnen, Benimmbücher. Er heiratet und zeugt vier Kinder. Und muss schon bald aus der Welt: 1721 stirbt Menantes an Tuberkulose, mit 41 Jahren, wie sein Vater. Der Ruhm des Vielgelesenen währt bis etwa 1750. Dann versiegen die Nachauflagen, das Label Menantes verbleicht. Die Perle der Zufriedenheit findet posthum Aufbewahrung in Johann Sebastian Bachs weltlicher Kantate Ich bin in mir vergnügt von 1725 (BWV 204).

Jetzt betrachten wir die Wanderslebener Ausstellung. Jens-Fietje Dwars, Jenaer Literat, hat das kleine Museum entworfen, als Visavis von Carpe diem und Memento mori. Der Besucher gewinnt ein sinnliches Bild vom Mann und seiner Welt. Nicht alle Exponate stammen aus Menantes’ Zeit. Das original barocke Sofa ist made in Egypt, für 1000 Euro über eBay besorgt. Zum ganz Großen lässt sich Menantes nicht stilisieren, sagt Dwars. Sehen Sie das Porträt, Schweinsäuglein, große Kinnregion. Er war ein Schalk, der sich durchgeschlängelt hat. Man muss ihn vergegenwärtigen, nicht historisieren. Kommunikationstrainer, das wäre er heute. Er würde BMW-Verkäufer schulen oder Bestseller à la Schwanitz schreiben. Ich nenne ihn den Simmel des Barock.

Pfarrer Kramer hat einen Menantes-Literaturpreis ausgeschrieben: das erotische Gedicht, einzusenden bis zum 30. April ans Evangelische Pfarramt, 99869 Wandersleben, Hauptstraße 54. Dem Sieger winken 1000 Euro. Die Ausschreibung intoniert den sonoren Sang des Meisters:

Umarme doch mit wollenweichen Händen
Den heißen Leib, der sich nach Kühlung sehnt;
Erhebe dich mit deinen zarten Lenden,
schau wie die Lust schon alle Glieder dehnt.

Dürfen Christen das?, fragt Kramer. Das ist natürlich der Knackpunkt.

Sie haben sich ja ein bisschen hinterm Hohen Lied des Salomo verschanzt.

Nicht verschanzt. Wir gehen souverän mit dem Thema um.

Es war schon unsere Notbremse, sagt Frau Dr. Hobohm.

Nun, die Sache wird polarisieren, sagt Pfarrer Kramer. Ah, da kommt der Herr Sobieraj.

Herein stürmt der praktische Geist. Axel Sobieraj ist Geschäftsführer des Fiege-Mediacenters Erfurt. Hamburger, Macher, Sponsor. Baute hier auf der grünen Wiese, beschäftigt tausend Leute. Großes Herz für Sport und Kultur, denn das Leben, sagt Herr Sobieraj, ist Geben und Nehmen. Wir haben den ersten 18-Loch-Golfplatz Thüringens geschaffen. Die Einnahmen vom Prominententurnier gingen an den Menantes-Förderkreis.

Golfen für Menantes?

Das war der Titel, bestätigt Sobieraj. Man muss das vermarkten. Man braucht einen Menantes-Pokal und Themenabende, wo einer auch mal schlüpfrige Dinge liest, aber mit Stil, nicht Bratwurst und Pappbecher-Bier. Ringelnatz, den find ich unheimlich spitze, also Erlebnisse, regelmäßig, dass die Leute kommen und feiern, und die Gemeinde muss mitspielen …

Keine Sorge, sagt Pfarrer Kramer tapfer. Wir arbeiten dran.

Nee, ruft Sobieraj, nicht »wir arbeiten«, sondern auch machen, sehr schnell und sehr zügig! Sie brauchen Freunde in der Politik, aber jüngere, die älteren haben sowieso keinen Drive drauf. Interessieren Sie Menschen mit witzigem und verständlichem Wortschatz!

Herr Dwars schlägt touristische Kulturvernetzung vor. Der Erotiker Menantes wäre an den zwiebeweibten Grafen von Gleichen anzudocken. Unweit liege auch Schloss Molsdorf, dessen gräflicher Besitzer Adolph von Gotter, genannt Lottergotter, daselbst barocker Lustbarkeit pflog. Und Neudietendorf, ehedem Gnadental, Dependance der Herrnhuter Brüdergemeinde, deren Gründer Zinzendorf Menantes-Schüler war.

War Menantes gläubig?

Ich möcht’s nicht beurteilen, sagt Pfarrer Kramer. Wenn ich mit ihm gesprochen hätte, wüsste ich mehr über ihn.

Kommen Sie überhaupt noch zum Pfarrberuf?

99 Prozent Pfarramt, 1 Prozent Menantes, beteuert Kramer. Hier geht’s aber auch darum, wie sich Kirche darstellt im 21. Jahrhundert: nicht rückschrittlich verwaltend, sondern Dinge tuend, die aber immer auch hergeleitet werden. Hier mischt sich eine Kirchengemeinde ins Kulturschaffen Deutschlands ein.

Ich will nachher noch zum Bürgermeister.

Da müssten Sie allein hingehen, sagt Kramer spitz. Da komm ich nicht mit.

Zuvor führt uns die Feldforschung ins Sportlerheim. Dort sitzt jeden Donnerstag beim Schwarzbier die Senioren-Würfelrunde. Menantes? Hm. Dazu müsse der Mörder was sagen.

Der Mörder sagt: Ich bin keen Mörder.

Woll bist du ’n Mörder. Tiermörder.

Jäger sei er, spricht der Mörder, und 82 Jahre alt, und wie der Pfarrer Kramer die Menantes-Gedenkstätte hingekriegt habe in dem verfallenen Gehöft, mit welcher Mühe, welchem Geist, da könne man nur sagen: Danke schön!

Auch sonst Lob für Kramer: Der spricht mit jedem, der beerdigt auch Nichtchristen. Wie voriges Jahr mein 70. Geburtstag war, da kam der Bürgermeister. Der Pfarrer war schon da und hört die Stimme, da sagt er: Oh, ich muss gehen, ’s hat kein Zweck.

Warum streiten die Herren?

Möcht mer nich drübber reden. Macht mer nich.

Was ist der Bürgermeister für ein Mensch?

Redet viel, sagt wenig.

Jetzt besuchen wir ihn. Dr. Gerhard Päselt, CDU, Jahrgang 1937, ehedem Dozent an der Gothaer Ingenieurschule für Bauwesen, nach der Wende MdB. Bach-Kenner, Theaterfreund. Sagt, er sei nicht prinzipiell gegen Menantes, aber gegen Lebenslauf-Vermarktung und Eventkultur à la Mozartkugel und Schillerlocke. Das heutige Musiktheater, grimmt Päselt. Der Freischütz, Jägerchor in SS-Uniform, und wenn Sie die Damen sehen, die da singen: »Wir winden dir den Jungfernkranz…« Hier, der Rheinische Merkur vom 30. September 2004. Don Carlos in Berlin: »…eine Inszenierung, in der die Königin von Spanien bügelt, der Infant seinen Joghurt umschmeißt und der Marquis von Posa ins Rührei haut (…) und Philipp II. die Gräfin Eboli auf dem Schreibtisch penetriert.«

Ja, Päselt spricht viel, auch über sein Dorf, den Mangel an Fördergeldern, die abwandernde Jugend.

Was er nicht ausspricht, ist der offenbare Grund für den Zwist mit Kramer: Nicht der Bürgermeister, der Menantes-Freak erscheint als Zugpferd von Wandersleben. Kramer wirbelt, macht und tut, zum Menantes-Festakt eilte gar Päselts Duzfreund, Thüringens Ministerpräsident, in Kramers Kirche, wo übrigens Frau Päselt Orgel spielt.

Es klingelt. Kramer kommt, den Reporter abzuholen, justament, als Päselt klagt: Von mir will heute keiner mehr was hören. Selbst die Leute, die ich früher unterrichtet habe, wollen mich heute belehren.

Vielleicht ist das der Lauf des Lebens, spricht einfühlsam Pfarrer Kramer.

Nein!, ruft Päselt. Nein, das ist es nicht! Sondern dass wir uns überhaupt nicht mehr mit Geistesgeschichte beschäftigen!

Wenn man Feindbilder braucht, findet man sie, erläutert Kramer. Aber vielleicht gibt es auch integrierende Dinge in Deutschland, die beim Zusammenwachsen helfen, gerade in der Kultur.

Gegenwärtig nicht!

Doch.

Nein, wirklich nicht!

Ich persönlich finde schon.

Herr Pfarrer, wird diese Popkultur bleiben, in dem Sinne, dass die Leute nicht mehr hören?

Ich glaube, sagt Kramer, wir müssen es gelten lassen, dass jede Generation eigene Dinge entwickelt.

Singles, Einzelkinder!, ruft Päselt. Sogar der Bischof schreibt, nur 20 Prozent der intelligenten Mädchen bekommen Kinder, die anderen Mütter haben höchstens die 6. Klasse geschafft, aber aus Indien, Russland, Polen kommen Leute, die sich was zutrauen. Stellen Sie sich vor, in Ihrer Kirche sind 70 Prozent Türken!

Ich sehe jetzt das Problem nicht, sagt Kramer sanft.

Das Problem kommt!

Umso wichtiger ist der kulturelle Reiz …

Hier blenden wir uns aus und flüchten zu Menantes: Glückselig von Natur, erbaut durch weise Lehren, rein in des Höchsten Furcht, sind Leute voller Ehren.

Zum guten Schluss der Schiedsspruch aus dem Sportlerheim: Vielleicht wär’s besser, der Pfarrer wäre Bürgermeister und der Bürgermeister Pfarrer.

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Leser-Kommentare

    • 13.04.2006 um 8:33 Uhr
    • dwars

    Menantes dankt! Er hat mir heute morgen eine Mail aus dem Poeten-Himmel gesand. Petrus habe ihn mit Christoph Diekmann geweckt. Beide hätten so schallend über den Artikel gelacht, daß ihr Oberboß ganz grimmig wurde. Aber nur für einen göttlichen Augenblick lang, am Ende habe auch der Alte gelächelt, wie das weise Herrn so tun. Nur um eine kleine Ergänzung baten mich die drei. Ich sollte der Zeitung schreiben, daß es auch ein Buch über den braven Sünder gibt, mit einer ersten Auswahl seiner Gedichte seit 250 Jahren: "Das zu Unrecht vergessene Leben und Werk des vormals gar sehr berühmten Christian Friedrich Hunold alias Menantes ...". Und eine Zeitschrift, die in ihrer jüngsten Nummer manch Neues von dem Wanderslebener zu berichten weiß: "Palmbaum. Literarisches Journal aus Thüringen". Beides ist im quartus-Verlag erschienen, wo im Mai auch ein Band zur Menantes-Konferenz folgen wird. Mehr dazu unter: www.quartus-verlag.de; www.palmbaum.org und www.menantes-wandersleben.de
    Mit freundlichen Grüßen
    Jens-Fietje Dwars
    Freier Autor, Film- und Ausstellungsmacher
    www.dwars.jetzweb.de

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  • Von Christoph Dieckmann
  • Datum
  • Quelle DIE ZEIT 12.04.2006 Nr.16
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