Alain Badiou:

Beckett

Diaphanes Verlag, Zürich/Berlin 2006 - 92 S., 12,90 e

Während das Beckett-Jubiläum noch nachwirkt und uns all die Nihilismus-Elogen einen schweren Kater verursachen, wirft ein kleiner Verlag ein Gegenmittel auf den Markt. Diaphanes ediert die literarisch-essayistischanarchistische Anverwandlung des französischen Philosophen, Mathematikers, Romanciers Alain Badiou, der uns die positiven Aspekte eines oft als verzweiflungsschwarz missdeuteten Werkes darlegt. Hier erscheint Beckett nicht nur als Schriftsteller der ewigen Einsamkeit, sondern auch als König der Durchhalteparolen. Seine Figuren reden ständig vom Selbstmord, aber finden immer ein Dennoch, irgendeinen fadenscheinigen Grund, nicht aufzugeben. Denn man muss Worte machen, solange es welche gibt. Sehr belebende Lektüre!

John Minihan:

Samuel Beckett. Fotografien

Suhrkamp Verlag, Frankfurt a. M. 1995 - 92 S., 20,80 e