Atomkonflikt Noch vier Jahre, mindestens
Iran ist weiter von einer eigenen Bombe entfernt, als die Verfechter eines Militärschlags fürchten
Erst prahlte Teheran mit angeblichen Superwaffen, dann gab sein Präsident Ahmadineschad etwas bekannt, das – technisch gesehen – ein Nullevent war: Die 146 Zentrifugen, die im Anreicherungszentrum Natanz zu einer Kaskade zusammengeschaltet sind, hätten eine nicht näher bestimmte Menge angereicherten Urangases hergestellt. Damit ist das Land mitnichten zur Atommacht aufgestiegen, wie hier und da zu lesen war, und ebenso wenig hat es das Gas im industriellen Maßstab hergestellt – um das in Zukunft zu tun, ist die Installation von mehr als 50000 Zentrifugen geplant. Aber politisch gesehen, war das Ereignis eben doch eine bedrohliche Geste: Seht her, die Aufforderung des UN-Sicherheitsrates, ein Moratorium für die Anreicherung einzugehen, interessiert uns nicht.
Die Frage bleibt freilich aufgeworfen, wie weit das Regime tatsächlich davon entfernt ist, ein Kernwaffenstaat zu werden.
Oberflächlich betrachtet, gehen die Schätzungen weit auseinander, sie reichen von einer Zeitspanne von wenigen Monaten bis zu einer knappen Dekade. Bei näherem Hinsehen indessen löst sich die derzeit weithin kolportierte Warnung, das Land könne binnen eines halben Jahres zum Kernwaffenstaat werden, in nichts auf. Sie lässt sich auf zwei Quellen zurückführen. Die eine ist der israelische Geheimdienst, dessen Angaben freilich von anderen Diensten – soweit ersichtlich – nicht bestätigt werden. Die zweite sind Londoner Zeitungen, die geradezu starrsinnig an einer Fehlinterpretation von Äußerungen des IAEA-Generaldirektors Mohamed ElBaradei festhalten. Dieser hatte in Interviews mehrfach bestätigt, dass Iran, sobald dessen Urananreicherungsanlage in Natanz in Betrieb sei, nur Monate und nicht etwa Jahre brauche, um genügend hoch angereichertes Uran für eine Bombe herzustellen.
Aber was bedeutet »in Betrieb«, und wie lange mag es dauern, bis Natanz so weit ist – und wie viel Zeit wäre notwendig, aus dem Uran einen einsatzbereiten Gefechtskopf herzustellen?
Diese Fragen lassen sich natürlich nur schätzungsweise beantworten, doch immerhin können solche Schätzungen plausible Untergrenzen angeben. Und auf diese kommt es in der Atomdiplomatie an, beschreiben sie doch ein Zeitfenster, das die Politik nutzen kann – und sei es nur, um es zu vergrößern.
Die offiziellen Pläne Irans sehen vor, dass in Natanz genug gering angereichertes Uran hergestellt wird, um den Betrieb des demnächst in Bushir fertig gestellten Atomreaktors zu gewährleisten. Dafür sind nach iranischen Angaben etwa 50000 Zentrifugen herkömmlichen Designs notwendig. Experten des Institute for Science and International Security (Isis), die von der europäischen Anreicherungsfirma Urenco veröffentlichte technische Angaben zugrunde legten, berechnen eine ähnliche Zahl. Auf der gleichen Grundlage kommen sie aber auch zu dem Ergebnis, dass sich mit 50000 Zentrifugen hoch angereichertes Uran für 25 bis 30 Atomwaffen pro Jahr herstellen ließe. Woraus sich ergibt, dass Iran rund 1700 funktionierende Zentrifugen benötigt, um binnen eines Jahres Stoff für eine Bombe herzustellen.
Zentrifugen zu haben genügt nicht. Man muss sie bedienen können
- Datum 20.04.2006 - 14:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT 20.04.2006 Nr.17
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Israel liegt soweit weg und hat soviele Patriot Abwehr systeme dass ein A-Bombe wahrscheinlich auf Syrien oder Jordanien fallen würde.
Im Gegenzug wäre dann das Rote Meer ein bisschen vergrössert.
Also ist alles Quatsch, ausser den USA wird kaum einer eine A Bombe zum Angriff verwenden, doch es ändert die Sachlage wie zwischen Indien und Pakistan.
In Nordkorea hat sich erwiesener Masse ja auch keiner der A Bombe bedient,aus einem einfachen Grund: Keiner kommt ungeschoren davon. Das haben die Amis experimentiert in den 80 er Jahren.
GW wird sowieso jetzt leiser treten denke ich weil das Benzin jetzzt in den USA mehr als 3 $ / Gallon kostet und das Volk murrt und im November sind Wahlen und die Rechnung nicht aufging.
keiner ist in der Lage zu erklären, wieso der Iran mit der Atombombe eine globale Gefahr sein soll! Es wird nicht mal versucht zu erklären, weshalb das der Fall sein soll!
Wenn der Iran eine Gefahr wäre, sprich irgendjemanden mit Atomwaffen angreifen sollte, dann würde ein US-GB-Israelischer Atombombenregen Iran den Erdboden gleich machen. Wieso sollten die Iraner kollektiven Selbstmord begehen???
So unsympathisch das sein mag, wenn der Iran Atommacht ist, dennoch ist dies für den Iran der einzige Weg, sich vor der real existierenden globalen Gefahr (USA/GB hat den Irakkrieg völkerrechtswidrig begonnen, Israel hält das Westjordanland völkerrechtswidrig besetzt) in Ruhe gelassen zu werden.
Das sind nunmal die Fakten, auch wenn es viele krampfhaft anders sehen möchten.
Ich schaetze ihre Versuche sehr, einen Krieg zu verhindern!
Inwieweit ihre Artikel in den USA gelesen werden, ist eine sich anschliessende Frage!
Aber wenn der Iran so weiter macht, wird es Bomben hageln, ja muss es!
Die Provokationen dieses Regierungschefs, der keine Bedenken zu kennen scheint, getreu seinem Vorbild, dem Kriegsherrn Mohammed, ganz ohne Erbarmen, laessen nicht viel Wahl!
Die Weltöffentlichkeit erlebt, in bedenkenswertem deja vu, eine erneute stufenweise Annäherungen an kriegerische Zustände.
Obwohl der Iran nach den gültigen Regeln des Atomwaffensperrvertrags ein Recht auf den eigenen geschlossenen Brennstoffkreislauf hat, werden Versprechen der radikalen Staatsführung und selbst stufenweise verschärfte ständige Kontrollen des IAEA, der einzigen verbliebenen Supermacht auf Dauer nicht reichen.
Im Gegenteil, das derzeitige diplomatische Procedere, mit Forderungen, die das Selbstbestimmungsrecht des Staates Iran und die vertragliche Garantie von internationalen Abschlüssen klar unterlaufen, erinnert stark an die Situation vor dem dritten Golfkrieg, als das Hin-und her um Kontrollmechanismen, die Flugverbotszonen, das Wirtschaftsembago und einzelne taktische Angriffe der US-Luftwaffe und der willigen Koalitionäre aus GB, letztlich im Krieg mündete.
Wir sollten uns auf einen lange angekündigten, dann jedoch stattfindenden kriegerischen Konflikt, zumindest geistig, schon einmal einstellen, unabhängig welche Regierung in Washington
im Amte ist. - Schon die von Frau Rice vorgetragenen Drohungen mit präventiven Schlägen sind natürlich ein Bruch des Völkerrechts. Was das internationale Recht noch wert ist, konnten wir seit 2003 erleben.
Einigermaßen wahrscheinlich ist ein Szenario, wie es Herfried Münkler in seinem überaus klaren Buch, "Der neue Golfkrieg" schon vor drei Jahren entwickelte.
Die Taktik ist relativ simpel. Auf internationaler Ebene und vor der Weltöfentlichkeit muss der Circulus vitiosus
aus beständigen Vorwürfen, Anschuldigungen und Drohungen
solange anhalten, bis die, wie Saddam Husseins Baath-Regime, relativ unflexible und offen antisemitische iranische Staatsführung aus "gekränkter Ehre", selbst der Papst hat das verstanden, einen einigermaßen akzeptablen Kriegsgrund liefert.
Indirekt haben die Vereinigten Staaten auch schon eingestanden, dass sie über neu entwickelte nukleare Präzisionswaffen verfügen, die im Ernstfall zum Einsatz bereit stehen. Natürlich kann sich ein Militärschlag nicht nur gegen
die "harten" Ziele richten, sondern wird sich auch gegen die Menschen mit angeblichen oder tatsächlichen nuklearen Waffenkenntnissen richten müssen.
Schade, dass wir Deutsche bei solchen Vorbereitungen
diplomatisch mitziehen.
Ihre Kommentare in allen Ehren: hier geht es nicht um Scherze, hier geht es um Menschenleben und zwar zunaechst um Menschenleben im Iran!
Aber das scheint die iranische Fuehrung nur wenig zu interessieren!
Diese Provokationen sind zu unterlassen!
Seit dieses Land US Senatoren einlud und die A Bomben zeigte, ist es verdammt ruhig geworden bei dem sonst nicht Wortkargen GW.
Eine klare Erkenntnis ist ja dass Nordkorea die Bombe nicht abwarf oder Südkorea damit bedrohte. Das einzige land was bisweilen eine A Bombe abwarf, oder sogar zwei auf eine Zivilbevölkerung waren die USA.
Einmal war in der FAZ eine Debatte wo ein US Lehrer sich meldete mit dem Hinweis er hätte von Hiroschima und Nagasaki gesprochen und dem Bombenabwurf, dann hat eine Studentin gesagt, ja da wären die Leute ja vorher evakuiert worden....
Das mutet schon genug von der kontinuirlichen Desinformation oder Totschweigen in den USA, damit das Land ja nur nach Innen keinen Kratzer abbekommen sollte, weshalb die Bevölkerung der USA noch immer meint wie brav dieses Soldaten doch wären.
Das hängt freilich vom Standpunkt des Lädiertem ab, nicht jeder der sich Gut nennt ist das Gute.
Fazit der Geschichte: Beschaffe dir egal wie eine A Bombe an.
Und dann kam lange nichts und dann kam GW nach Indien und die ganze Welt lachte sich tot über internationale Verträge usw.
Vielleicht werden auch US Senatoren einmal in den siebten Keller gelassen im Iran, dann dürfte sowieso der Spuk vorüber sein, denn mit 130.000 Soldaten im Irak stationniert, scheint die US Army doch eine weiche Flanke vorzuzeigen mit oder ohne A Bomben.
Denn immerhin beim letzten Seemanöver der Iraner wurde ja die Genauigkeit unter Beweis gestellt, und die grünen Zonen im Irak sind leichte Ziele mit oder ohne Nuklear Technick.
Mit einem Schlag wären dann eventuell 60.000 tote GI's zu beklagen und GW dürfte auch solch eine Vietnam Mauer bauen und hätte dabei Johnson und Nixon mit Vietnam in Grund ond Boden gestampft.
Haben sie verstanden was ich schrieb? Wäre ja mal interressant das zu lesen. Überall wo Herr Bush auftrumpft geht es um Menschenleben, nur nicht um seins und seiner Bande, die versteckt sich ja mal schön hinter Body Guards!
Fragen sie mal Kerry und Mc Quain was die von Bush und Cheney halten?
Bush hat sich wieder selbst ausmaneuvriert, er hat die Ölpreise hochputschen lassen mit seinem Gehabe, das hat dann seinen Ölfreunden geholfen, aber auch all den Anderen wie Shell, BP, Total usw.
Aber die Heimatfront murrt wegen des hohen Benzinpreises, und jetzt muss er zurückrudern.
Greift er Iran an wird das Öl über 100 $ klettern und die Basis in den USA wird endlich rebellieren.
Seit 1999, sind die Öl Exporte von 50 Milliarden $ letztes jahr auf ein Volumen von 800 Milliarden $ gestiegen.
Exxon machte 36 Milliarden $ Boni im letzten Jahr.
Royal Dutch Shell (22,94 Milliarden $). Der Barrelpreis stieg von 41,44 $ im Jahre 2004 um mindenstens 56,49 $ 2005.
Merkel und Schröder meinten mindenstens 30% des Preises entfielen auf Spekulation.
121 Milliraden $ ist der Reingewinn aller Ölfirmen 2005.
Nun wer sind Bush und Rice, sowie Cheney. Es ist ein tolles Spiel was sagenhaft einbringt, nur wir zahlen, und nur wir!
So ein Präsident zu wählen und zu unterstützen ist ein wahres Geschäft, und das Theater geht weiter, und die Leute glauben noch immer an den Nikolaus, aber der beschenkt nur Ölaktionnäre im Moment!
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