Israel Die Stimmen von Jerusalem
Zornig, bitter, liebevoll: Sechs Bewohner der Heiligen Stadt – Muslime, Juden, Christen – erzählen von ihrem heillosen Alltag. Ein interaktiver Rundgang
Je länger er für Jerusalem leide, sagt Ibrahim Amleh, der Fatah-Anhänger, umso mehr liebe er die Stadt. Für Igal Mazor, den Siedler, ist Jerusalem gleichbedeutend mit Familie. Der christliche Zionist Wayne Hilsden wartet hier auf die Endzeit. Für die arabische Lehrerin Leila Saad ist der Tempelberg der Ort, an dem ein Gebet 27-mal, nein 100-, nein 200-mal so viel gelte wie anderswo. Der New Yorker Jude Elliot Jager empört sich an der Klagemauer. Der deutsche Pfarrer Rüdiger Scholz erkennt in der Stadt eine bis an den Rand mit Skorpionen gefüllte goldene Schale.
Dies ist die Geschichte von sechs Menschen, die in dieser Stadt leben. Die einen sind hier geboren und aufgewachsen, andere wurden in ihr heimisch. Einer wird Jerusalem bald verlassen. Zwei Juden, zwei Muslime, zwei Christen: Man könnte sie auch in Nationalisten, Rationalisten und Fundamentalisten unterteilen oder in Gläubige, Skeptiker und Glaubenslose.

Klicken Sie auf die schwarzen Kästchen in der Grafik, um mehr über die Personen zu erfahren.
- Datum 14.06.2007 - 12:59 Uhr
- Quelle DIE ZEIT 27.04.2006 Nr.18
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