Das Geheimnis um die Entstehung des Neptun-Mondes Triton ist gelüftet. Bislang wurde vermutet, dass der Gesteinsbrocken ursprünglich als eigenständiger Planet um die Sonne kreiste. Ein Forscherteam aus Frankreich und den USA fand nun heraus, dass Triton stattdessen als Teil eines planetähnlichen Gebildes durch das frühe Sonnensystem reiste, das dem Gravitationsfeld des Neptuns zu nahe kam und auseinander brach. Die eine Hälfte umkreiste fortan als Mond Triton den Planeten, die andere Hälfte wurde ins All hinausgeschleudert (Nature, Bd. 441, S. 192). Triton umläuft im Gegensatz zu den meisten Monden des Sonnensystems seinen Planeten entgegengesetzt zu dessen Rotationsrichtung.

Wenn Autisten ausruhen, sind bei ihnen bestimmte Hirnareale weniger aktiv als bei gesunden Menschen. Das berichten Wissenschaftler der University of California und des Zentrums für Autismusforschung in La Jolla. Sie stellten ihren Probanden verschiedene Aufgaben und baten sie, in den Testpausen einfach nur ein Kreuz anzusehen. Dabei durchleuchteten die Forscher ihre Gehirne mit Hilfe der funktionellen Kernspintomografie. Sobald die Testpausen begannen, nahm bei Gesunden die Aktivität in einigen Bereichen der Hirnrinde zu im Gegensatz zu den Autisten (PNAS online, 8.Mai2006). Experten vermuten, dass Ruhephasen vom Gehirn genutzt werden, um emotionale Erlebnisse und soziale Interaktionen zu verarbeiten. Damit lassen sich womöglich typische Defizite von Autisten erklären: Je geringer die Hirnaktivität während der Testpausen, desto gestörter war das Sozialverhalten der Patienten.

Ein einfacher Zucker steuert womöglich, ob Mais normale Blüten ausbildet oder nicht (Nature, Bd.441, S. 227). Amerikanische Wissenschaftler untersuchten eine bekannte Maismutante, deren Blüten verkrüppelt sind. Sie fanden heraus, dass das fehlerhafte Gen RAMOSA3 für ein Enzym kodiert, das nur in den Wachstumszonen blühender Zweige gebildet wird. Das Enzym verändert die Trehalose, einen Zucker, der aus zwei Molekülen Glucose besteht. Die Biologen vermuten, dass der Zucker über kurze Strecken als Signalstoff fungiert und die Aktivität des wachsenden Gewebes kontrolliert.