Da sind sie wieder, unsere lieben Freunde, Nulli, der Hase, und der Frosch Priesemut! Der Hannoveraner Matthias Sodtke, Jahrgang 1962, hat sie erfunden, und das hier ist bereits das dutzende Abenteuer, das er sie bestehen lässt. Herbe Lektionen allesamt: Meistens geht es darum, dass jeder irgendwie anders ist (dass zum Beispiel ein Hase im Gegensatz zu einem Frosch keine Fliegen mag) und dass man es doch zusammen aushalten muss und, ja, dass man auch gerne zusammen ist, von einander lernt und miteinander lacht. BILD

Hase ist vielleicht nicht der hellste, Priesemut eher so ein Frosch mit pf, also Pfrosch, forsch und frech, priesemütig eben. Natürlich kann er schwimmen, und natürlich kann Hase Nulli das nicht.

»Bringst du mir das Schwimmen bei?«, fragt deshalb Nulli den Priesemut.

Am See wird geübt, mit Spaß und Streit und allem, was dazu gehört. Als plötzlich Nullis Schwimmreifen die Luft verliert und Nulli den Mut, muss Priesemut retten. Doch dann kommt des (Angst-)Hasen großer Augenblick, als er Freund Frosch, der weit hinausgeschwommen ist, in Seenot wähnt. Da legt er los, stürzt sich ins Wasser und merkt es nicht – dass er längst schwimmen kann!

Eine heiter erzählte Lektion über das Vertrauen, das Freundschaft gibt. Und wie das Vertrauen in den anderen das Vertrauen zu sich selber stärkt.

Mit Nulli und Priesemut ist Matthias Sodtke ein nahezu ewiges Paar gelungen. Drum herum hat sich auch schon eine richtige Nulli-&-Priesemut-Industrie entwickelt, mit Gigs im Fernsehen und so weiter; da ist der Lappan Verlag in Oldenburg nicht timide. Doch sei dem, wie dem sei: Die handlichen kleinen Bände, die in ihrer Anmutung ein wenig an Pixiebüchlein erinnern, gehören längst zu den Klassikern der Lebenshilfe. Für alle Menschen, alte wie junge, und für die jungen so etwa ab 3.