Sucht Weg mit dem Besteck!
Seit 25 Jahren rettet er schwer Drogenabhängige. Jetzt bringt Felix Tretter Mathematiker, Hirnforscher und Ärzte zusammen, um eine Formel gegen die Sucht zu finden
Im Osten von München, zwanzig Zugminuten vom Zentrum entfernt, liegt Haar. Siebziger-Jahre-Bauten stehen hier, Häuser mit Erkern und Liegestühlen im Garten oder solche mit Stacheldrahtzäunen und meterhohen Stahlwänden. Dazwischen Bäume und ein Café. Es riecht nach frischem Gras. Vorhin hat es einen epileptischen Anfall gegeben an der Einfahrt zum Gelände, am Wochenende hat sich jemand vor die S-Bahn geworfen. Alltag. »Gehörst nach Haar«, sagt man in München, wenn einer spinnt.
Das Bezirkskrankenhaus Haar ist eine der größten Psychiatrien Deutschlands. Felix Tretter ist Nervenarzt, Psychotherapeut, Psychologe und Soziologe und leitet hier eine der größten Suchtabteilungen der Republik. Jahrzehntelang hat der Österreicher Sucht, Schizophrenien, Demenzen und Depressionen studiert – psychische Erkrankungen, die unter anderem durch gestörte Wechselwirkungen zwischen Botenstoffen in verschiedenen Hirnarealen entstehen. Diese Wechselwirkungen will Tretter jetzt in mathematischen Modellen zusammenfassen. Sie sollen helfen, psychische Erkrankungen besser zu verstehen. »Für den Job in der Psychiatrie braucht man Interesse am Menschen«, sagt er. »Und am Extremen.«
Mit Extremen kennt Tretter sich aus. Extremer Freiheitsdrang und extreme Neugierde. Als Teenager interessierte er sich fürs Zeichnen, für Autokarosserien, für die umliegenden Dörfer. Nicht unbedingt für die Schule. Die Eltern schickten ihn auf ein Benediktiner-Internat nach Kärnten. Vom Kloster ging es zum Militär, seine »existenzielle Verwunderung« war die Gleiche. Atompilz!, brüllte der Ausbilder bei einer Übung und drückte den jungen Tretter in eine Pfütze. Der stellte den Sinn der Übung infrage. Tretter wollte Antworten und bekam Arrest. Die Bevormundung im Internat, die Willkür des Militärs, die eigene Wehrlosigkeit: Wie funktioniert der Mensch?, fragte er sich. Was bestimmt er – und was bestimmt ihn?
»Das Bewusstsein«, sagt Felix Tretter. Ein Thema, bei dem Ende der sechziger Jahre alle Disziplinen mitreden wollen. Bewusstsein ist das, was du erlebst und erlebt hast, sagt die Psychologie. Biochemische Vorgänge im Gehirn, sagt die Medizin. Es ist soziokulturell geprägt, sagt die Soziologie. Felix Tretter studiert Psychologie, Medizin und Soziologie an der Universität Wien. Berauscht vom Wissen, sitzt er zwölf Stunden am Tag in Vorlesungen. Tretter ist Anfang 20, und er ist besessen: vom Gehirn. 1971 liest er im Spiegel einen Artikel über den Hirnforscher José Delgado. Delgado pflanzte eine Elektrode in das Gehirn eines Stieres und stieg mit ihm in die Arena. Als sich das Tier auf das rote Tuch stürzen wollte, aktivierte Delgado per Funkgerät die Elektrode – der Stier blieb stehen. »Per Knopfdruck einfach von Wut auf Angst umschalten«, sagt Tretter, »Das hat mich fasziniert.« Diesen Forscher will er kennen lernen.
Er schlägt sich per Anhalter durch die Vereinigten Staaten. Besucht Delgado in New Haven, den Neurowissenschaftler Horace Barlow in Berkeley, den Verhaltensforscher Frederic Skinner in Harvard. Er knüpft Kontakte zum Münchner Max-Planck-Institut für Psychiatrie. Zehn Jahre lang studiert er dort unter anderem das Sehsystem in Katzengehirnen, er schließt in München und in Wien sein Soziologie- und Medizinstudium ab.
Vor einem Kurs verirrt sich Tretter im Keller eines Wiener Krankenhauses. Eine verwirrte Frau geistert durch die Gänge, bis sie von Schwestern wieder eingefangen wird. Die Szene berührt ihn. Was bringt diese Patienten nur so durcheinander? Tretter will helfen. Das ist sein Einstieg in die Psychiatrie. Als Psychologe, Mediziner und Soziologe ist er prädestiniert für die Arbeit mit Suchtkranken: 1981 übernimmt er die Leitung einer Station für heroinabhängige Jugendliche im oberpfälzischen Parsberg, ein Jahr später wechselt er nach Haar.
1971, auf seinem Trip durch die USA, hat Felix Tretter nicht nur Hirnforscher kennen gelernt. Auch Hippie-Partys in San Francisco, »das war für mich alles nur bunt und lustig«. Dann sah er Menschen, die in einer Drogenpsychose übers Wasser gehen wollten und fast ertranken. Menschen mit Nadeln im Arm. 35 Jahre später, Bezirkskrankenhaus Haar, Akutstation. Hier landen die Neuen. Mal werden sie vom Rettungswagen hergebracht, mal von der Polizei. Sie hören Stimmen oder wissen ihren Namen nicht mehr, haben Medikamente, Alkohol oder Drogen oder alles durcheinander genommen. Im Wachraum steht Bett an Bett vor einem Kontrollfenster. Manchmal kommt es zu lebensgefährlichen Komplikationen wie Krampfanfällen oder Delirien, da müssen die Ärzte sofort eingreifen. Eine Frau rennt, eingewickelt in ihre Decke, vor dem Fenster hin und her. Schüttelfrost, Gliederschmerzen, Übelkeit. »Heroinentzug fühlt sich an wie eine asiatische Magen-Darm-Grippe«, sagt Tretter. Drei bis vier Wochen lang.
An diesen Symptomen kommt kein Patient vorbei, auch wenn sich die Entzugsphilosophie in den vergangenen Jahrzehnten stark verändert hat. Der so genannte kalte Entzug aus den siebziger und achtziger Jahren – abruptes Absetzen des Heroins, ohne medikamentöse Behandlung von Schmerzen, Schlafstörungen und Verlangen – wurde von der Substitutionstherapie mit Methadon, später auch Buprenorphin, abgelöst. Beides sind künstliche Opiate, die länger wirken als Heroin, seltener eingenommen werden müssen und dadurch immer geringer dosiert werden können, über mehrere Wochen hinweg. Genauso lang dauern allerdings die Entzugssymptome an. Weil die Hälfte der Patienten die Methadon-Therapie abbrach, bot Tretter Mitte der Neunziger den Turboentzug an. Unter Vollnarkose bekamen die Süchtigen Opiatrezeptor-Antagonisten, litten einen Tag (in Narkose) unter schwersten Entzugserscheinungen und waren ihre körperliche Sucht innerhalb von einer Woche los. Vor drei Jahren wurde der Turboentzug in Haar allerdings wieder eingestellt: Der Aufwand war zu hoch, die Nachfrage zu gering.
Medikamente sollen heute den gestuften Entzug erträglicher machen – und die Rückfallquote, derzeit immer noch 40 Prozent, verringern. Die Medikamententherapie sei noch lange nicht ausgereift, sagt Tretter. »Wir greifen da mit Substanzen in eine neurochemische Schieflage des Gehirns ein, ohne das Ergebnis beim Einzelnen zu kennen.«
144 Betten gibt es für Suchtpatienten in Haar; diejenigen, die von harten Drogen abhängen, sind meist gerade mal Anfang 20. An der Wand hängt der Tagesplan, 8.30 Uhr Spaziergang, 13 Uhr Medikamentenausgabe, 23 Uhr Nachtruhe. Dazwischen Gruppen-, Bewegungs-, Gestaltungstherapien. Auf jeder Station schließt Felix Tretter die Türen sorgfältig hinter sich zu, »damit keiner Drogen reinschmuggelt«. Und damit keiner ein Plätzchen findet, um sich umzubringen.
Nach vier Wochen Entzug kommen die meisten – heute wie in den achtziger Jahren – in betreute Entwöhnungseinrichtungen auf dem Land. Sechs bis neun Monate dauert es, bis sich ihr Gehirn ohne Drogen reorganisiert hat. Länger, bis die Patienten gelernt haben, wieder zu leben.
25 Jahre Psychiatrie liegen hinter Tretter. Er hat Patienten mit Gesprächen und Medikamenten, mit Kunst und Literatur therapiert. Er hat das Bild von psychisch Kranken in der Öffentlichkeit und die Effizienz des Opiatentzugs unter Narkose untersucht. Seit 1981 lehrt er Psychologie an der Universität München, seit 1992 ist er Chefarzt des Suchtbereichs in Haar. Seine Station gilt in Fachkreisen als vorbildlich. Tretter hat 12-Jährige im Alkoholdelirium erlebt und 19-Jährige, die den Heroinentzug geschafft haben, aber an einer Überdosis Schlaftabletten starben. Er hat sich wütend und hilflos gefühlt »bei solchen Katastrophen«. Und er hat Daten über das Gehirn gesammelt.
Die will er jetzt verknüpfen – mit Hilfe der mathematischen Systemtheorie. »Das Gehirn ist ein komplexes Netzwerk«, sagt er: 100 Milliarden Nervenzellen, die über 1015 Schaltstellen (die Synapsen) verbunden sind. Zwischen den Synapsen bestimmen vor allem sechs Neurotransmitter – Glutamat, Noradrenalin, Dopamin, Serotonin, Gamma-Aminobuttersäure (Gaba) und Acetylcholin –, welcher Reiz über welche Nervenzelle in welche Hirnregion weitergeleitet wird. Oder nicht.
Die Wechselwirkungen der Botenstoffe im Gehirn lassen sich mathematisch in sechs Differenzialgleichungen ausdrücken. Gemacht hat das noch keiner. »Allein kann ich das nicht«, sagt Tretter. Deshalb lud er im vergangenen Herbst Systemwissenschaftler, Psychiater und Pharmakologen nach Haar ein. Mit dabei war auch der schwedische Medizin-Nobelpreisträger Arvid Carlsson, der bereits Schaltkreismodelle vom Hirn entworfen hat. Zusammen entwickelten sie die ersten Schritte zur so genannten systemwissenschaftlichen Modellierung der Schizophrenie. Die Resultate sind publiziert, bald treffen die Forscher sich wieder.
Einen akademischen Dinosaurier nennt sich Felix Tretter mit seinen drei Promotionen und einer Habilitation. Heute seien Spezialisten gefragt. »Umso wichtiger, dass die sich einmal im Jahr treffen, ihre Ergebnisse zusammentragen und wissenschaftliches Neuland begehen«, sagt er.
Dass er den Weg zurück in die Forschung nicht ganz geschafft hat, bereut Tretter heute ein bisschen. Forschen kann er nur in seiner Freizeit, die klinische Arbeit steht im Vordergrund. Es wird immer etwas zum Schnüffeln, Rauchen, Schlucken und Spritzen geben und Menschen, die der Welt im Rausch entfliehen. Das könne man nicht verhindern, sagt Tretter. Aber man könne Entzüge erträglicher machen, bessere Drogenersatzstoffe finden. Daran wird Felix Tretter in der Klinik weiter arbeiten – als Manager: »Ich wäre lieber wieder näher am Patienten dran.« Doch als Chefarzt beschäftigt er sich in erster Linie mit Verwaltungsvorgängen. Zu den schweren Fällen wird er herangezogen. Und er ist auch ein bisschen die letzte Rettung auf der Suchtstation, »weil der Chef der Einzige ist, der immer sofort kommen kann«.
Neulich kam ein Anruf von der Station. Ein Patient war abgehauen. Der Chef setzte sich in seinen Golf und fand ihn am S-Bahnhof Haar. Kommen S’, steigen S’ ein, sagte Felix Tretter. Der Mann stieg ein.
Felix Tretter wurde 1949 in Villach (Österreich) geboren. Als Kind wollte er Autodesigner werden, sein Studium finanzierte er sich bei Volvo in Göteborg als Lackierer. Tretter ist Wissenschaftler und Maler, er bewundert Pythagoras, Leonardo da Vinci und Goethe. Im Stau liest er zurzeit am liebsten Mathematik-Aufsätze – die seien »spannender als Kreuzworträtsel«.
Die Komplexität des Gehirns und der psychischen Erkrankungen – auch der Suchterkrankungen – lässt sich mit Hilfe der Mathematik leichter darstellen. Felix Tretter träumt davon, dass verschiedenste Disziplinen wie Mathematik und Medizin besser vernetzt und »Mutanten« mehr gefördert werden – junge Wissenschaftler mit schrägen Ideen.
- Datum 17.05.2006 - 05:37 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 18.05.2006
- Kommentare 3
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das der Artikel etwas einseitig geraten ist. Er bezieht sich auf schwerst Kranke, nimmt plakativ das Wort Drogen, und vermittelt den Eindruck, man müßte das nur in den Griff bekommen, und schon hätte man die seligmachende Formel.
Aber die Realität sieht anders aus, diese Botenstoffe, die man als Drogendeklassiviziert sind die "Motivation" des Menschen für Handeln.
Kein Sportler würde Höchstleistungen ohne sie bringen, kein Wissenschaftler würde sich in Probleme verbeißen, wenn wir Sex haben werden diese Botenstoffe ausgeschickt, und wenn wir uns mit dem Hammer auf den Daumen hauen, auch - damit wir den Schmerz nicht so sehr spüren ("Wie schön wenn der Schmerz nachläßt").
Es ist leider wieder mal so eine Theorie, die davon ausgeht das der Mensch ja eigentlich ein Vernunfsgesteuertes Wesen wäre, und diese "Drogen" ihn nur behindern. Aber so einfach ist es nicht.
Wenn wir "vernunftsgesteuert" handeln würden, dann würde uns gleichzeitig die Motivation für Erfindung, Höchstleistung, die Suche nach Neuem, aber auch die "Heilige Wut" gegen Ungerechtigkeit, das Mitleid mit den Armen und fast jede Menschliche Gefühlsregung fehlen.
Jeder der da eingreift manipuliert Menschen, das sollte klar sein, und jeder der das als Allheilmittel sieht sollte sich auch klar machen das er danach vielleicht nur noch einen dumpfen, kaum Lebenswerten Menschen vor sich hat.
Das soll nicht heißen, das man nicht menschen, die mit der Realität nicht zurechtkommen nicht helfen sollte, aber man sollte es kritisch nicht nur beobachten, sondern auch überwachen - wenn es dann mal so eine Formel gibt.
Der Auslöser für diese Sucht ist oft gesellschaftlich geprägt, Armut zum Beispiel, das Gehirn fängt an auch in der letzten verzweifelten Situation noch etwas an Glückgefühlen zu produzieren, nehmen wir das auch den Menschen, werden sie einfach sterben.
Und nehmen wir die Gesellschaftliche Realität, Sex wird immernoch als "verwerflich" gebrandmarkt, Krieg als tolerierbar. Wie soll das dann aussehen, alle eine Pille gegen Sex .. damit sie umsoaggressiver Krieg spielen. Bei beiden spielen diese Botenstoffe nämlich eine massive Rolle.
Wissenschaftler, die "intelligenten" Vernunftsgesteuerten - mitnichten, wer sich "öffentliche" Diskussionen durchliest oder anhört, der bemerkt den Neid, die Misgunst, manchmal den unterschwelligen Hass auf den anderen. Und seltsam, das alles führt wieder dazu das neue Erkenntnisse gewonnen werden, trotz der "negativen" Drogen - oder grad wegen der Motivierenden Botenstoffe.
Man kann das ellenlang ausführen, aber ich denke da ist mehr als eine Warnung angesagt unbedacht damit rumzuspielen.
Wer eine Solche Pille kontrolliert, der hat die Macht die Natur des Menschen zu verändern, die Gesellschaft in genau seine Richtung zu verschieben, ähnlich wie Religionen nur noch eine Sicht zulassen, und auch da spielt die "religiöse" Verzückung auf Basis von Botenstoffen (Drogen) eine massive Rolle.
Solange Gesellschaftliche Toleranz noch immer auf dem Niveau unserer Vorfahren vorherrscht (in gönne dem das nicht, und da muß ich der größte sein, der kann von mir aus sterben, und der verdient die unsterblichkeit), sollten wir eher die Finger davon lassen, wir könnten sonst schneller als uns lieb ist das Ende der zig Arten von Motivation der Menschen erleben als uns lieb ist.
Mfg
Silverhair
Mal wieder die falsche Taste. Den Beitrag meines Vorredners finde ich so bemerkenswert, wie die des Autors.
Das eine tun, das andere nicht lassen. Die Dumpfheit habe ich auch immer abgelehnt, aber sei mal an einem Punkt,wo alles nur noch weh tut. Da ist Dumpfheit eine Erholung! Deine Sensibilität geht auch nicht verloren, wie ich immer meinte, aber meine Zufriedenheit wächst von Tag zu Tag.
Ja, die Experten unter Euch wissen, wovon ich rede, von Serotoninbeeinflussenden Mitteln - vom Fachmann verschrieben.
Trotzdem bin ich der Meinung, dass man auf anthroposophisches Wissen zurückgreifen sollte.
Zuviel Salz, vor allem in der Ernährung der Kinder greift stark, zu stark in die Bewußtseinsprozesse ein. Die Kinder werden zu schnell erwachsen, aber sie haben nichts, womit sie wachsen könnten. Dazu bräuchten sie Zucker, in der einen oder anderen Form.
Nur wenn man Zucker zum Lösen einer zuvor angestauten psychischen Entwicklung - durch Salz - nimmt, wird man dick.
Beginnt man das Frühstück mit lösendem "Zucker" und ißt abends Salziges wird man nicht dick.
Weil wir durch Salz unsere Lebenschancen optimiert haben, ohne sie zu vervollkommnen, ist das Hauptmittel in der Homööpathie Natrium Muriaticum.
Gerade weil der Salzstoffwechsel so wichtig, wie banal ist, liegt dort m.E. der Hauptschlüssel zur Lösung aller Krankheiten.
Dazu sind aber Homöopathen aufgerufen zu forschen, am besten mit Anthroposophen und Schulmedizinern zusammen.
wie Paracelsius schon sagte, die Dosis macht das Gift.
Ich persönlich habe Multiple Sklerose und das einzige Symptom das ich schon seit Jahren habe ist Fatigue. Krebspatiente kenne dies auch. Mir persönlich hilft Cannbis bei der bewältigung meines Alltages. Zugelassen ist jedoch nur Virgil (in der Szene als Speed, Pep bekannt), wobei ich mich weigere dies zu nehmen.
Cannabis ist schon seit Jahrtausenden bekannt und wird selbst heute noch in der sogenannten "Junkieszene" als Meidikament benutzt (Medizinische Praxen und Medikamente stehen ihnene selten zu Verfügung ). Wenn man sich über den Nutzen dieses Krautes bewusst wird so sollte man alle Hebel in Bewegung setzen um es wieder in die Gesellschaft zurückzubringen. Ich meine damit das reine Cannabis, nicht das Hennagestreckte Hasch das auf den Straßen verkauft wird (je unreiner und schädlicher, desto geringer die Strafe)
Es ist ein Antidepressivum, ein Schmerzmittel, ein Upper, ein Downer ein kreativer Boost (Künstler und Kreative wissen was ich meine) und die Liste ist bis ins unendliche fortzusetzen. Selbst als schnell nachwachsender Rohstoff (wächst wie Unkraut in kürzester Zeit) versetzt es die Ölindustrie in Angst und Schrecken.
Wovor hat die Gesellschaft Angst? Dass Deutschland wieder zum Land der Dichter und Denker werden könnte, dass Sex wieder Spass macht? Denn es ist auch ein Aphrodisiakum. Es steigert die Lust und selbst das Problem des Ejaculatio Precox (frauen aufgepasst!)ist damit geheilt.
Schaut Euch die Studien an, und im Gegenzug die von Mächtigen beeinflusste Aussage der FDO.
P.S:Ein Kompliment an den Mut der Initiative www.hanfapotheke.org, auch wenn sich niemand getraut diese zu unterstützen. Presse? naja es gab schon mal irgendwo einen kleinen Bericht darüber.....
Zum Thema Abhängigkeit, es macht im Gegensatz zu anderen Drogen wie z.B Alkohol nicht abhängig. Ein gefestigte Psyche und ein Bewusstsein ist zu empfehlen. Kinder sollten keinen Zugang bekommen.
Wenn schon keine Legalisierung dann zumidest Entkriminalisierung. Aber unbedingt als Medikament zur Verfügung stellen......
Harald Schmidt sagte: Cannabis kann nur das Bewusstsein bei Menschen erweitern die auch ein Bewusstsein haben. Bewusstsein=Seele
Bei Ignoranten ist eh alle Hoffnung vergebens
http://www.acmed.org/germ...
http://www.hanfapotheke.org
USA: Arzneimittelbehörde verliert Glaubwürdigkeit nach einer Stellungnahme zum medizinischen Wert von Cannabis
Zitat:
Die britische Zeitschrift Economist schrieb: "Wenn Cannabis unbekannt wäre und Sucher nach pflanzlichen Wirkstoffen ihn plötzlich in einer abgelegenen Felsspalte finden würden, so würde seine Entdeckung ohne Zweifel als ein medizinischer Durchbruch gefeiert. Wissenschaftler würden sein Potenzial für die Behandlung von allem zwischen Schmerz und Krebs preisen und über seine reichhaltigen arzneilichen Möglichkeiten staunen
Die New York Times berichtete über das Thema wie folgt: "Die Gewohnheit der Bush-Administration, wissenschaftliche Einrichtungen zu politisieren, war in dieser Woche wieder auf dem Bildschirm, als die Food and Drug Administration ohne zwingenden Grund unerwartet eine kurze, schlecht begründete Stellungnahme veröffentlichte, die den therapeutischen Wert von Marihuana verneinte. Die Stellungnahme wurde als Antwort auf vielfältige Anfragen aus dem Weißen Haus beschrieben, ihre wahrscheinliche Absicht besteht jedoch in der Unterstützung von Razzien gegen Personen, die Marihuana aus medizinischen Gründen rauchen, und in dem Widerstand gegen Bemühungen von Bundesstaaten, dieses Verhalten zu legalisieren. ( )
Quelle:http://www.acmed.org/german/bulletin/ww_de_db_cannabis_artikel.php?id=220#1
http://www.zeit.de/2006/2...
Mindestens 1,5 Millionen Deutsche medikamentenabhängig http://www.spiegel.de/wis...
Eine Zigarette verdoppelt das Suchtrisiko
http://www.spiegel.de/wis...
usw.....
Wünsche uns allen ein BelMondo
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