»So schlimm wie dieses Jahr war es noch nie« BILD

In diesem Jahr kam der Frühling spät, und ebenso hat sich der Pollenflug vieler Gräser und Blumen verzögert. Dieser »synchrone« Pollenflug führt dazu, dass sich dieselbe Erreger-Menge über einen kürzeren Zeitraum verteilt, es liegt mehr in der Luft. So könnte es jedenfalls sein – Daten decken diese Vermutung jedoch noch nicht, warnt der Pharmakologe Theo Dingermann. Vielleicht ist es auch nur der bekannte Effekt, dass man die aktuellen Beschwerden immer besonders stark wahrnimmt.

»Bloß nicht mit offenem Fenster schlafen«

Die beste Maßnahme gegen Allergien ist es, die auslösende Substanz zu meiden, »Allergenkarenz« nennen das die Experten. Wer also eine Birke vor dem Schlafzimmerfenster stehen hat und gegen Birkenpollen allergisch ist, wäre dumm, wenn er das Fenster offen stehen lässt. Der Pharmakologe Manfred Schubert-Zsilavecz empfiehlt sogar: »Am besten sind Klimaanlagen, die mit einem guten Pollenfilter versehen sind.« Wer diese Investition scheut oder sich in klimatisierten Räumen nicht wohlfühlt, für den hat der Pharmakologe Theo Dingermann einen Tipp für die beste Lüftungszeit: »Lüften sollte man auf dem Land abends zwischen 19 und 24 Uhr, in der Stadt morgens zwischen 6 und 8 Uhr.«

»Alkohol und Tabakrauch machen alles noch schlimmer«

Abgesehen davon, dass wohl kein Mediziner zu übermäßigem Alkoholgenuss rät, gibt es keine Erkenntnisse darüber, dass Alkohol einen Einfluss auf den Heuschnupfen hat. Allenfalls kann er die Wirkung der Medikamente beeinträchtigen. Rauchen dagegen ist eindeutig schädlich. Der Qualm greift die Schleimhäute und Bronchien an, führt zu Entzündungen der Atemwege und erhöht die Anfälligkeit für Allergien. Raucher sollten zumindest in der gefährlichen Zeit auf die Zigarette verzichten.

»Diese Allergiker sind ja nicht wirklich krank«