DIE ZEIT: Herr Lehmann, neulich war in einer Boulevardzeitung ein grobkörniges Paparazzo-Foto abgedruckt: der neue deutsche Nationaltorwart mit Familie und Kinderwagen beim Einkaufen in London. Gehört so ein Bild nun zu den höchsten Weihen? BILD

Jens Lehmann: Mir kam es sehr ungelegen.

ZEIT: Weil Sie jetzt zur obersten deutschen Prominenzkaste um Boris Becker, Verona Pooth und, ja, Oliver Kahn gehören?

Lehmann: Jetzt, wo Sie es sagen… Mein Unbehagen bezog sich bislang eher auf das Motiv. Ich telefoniere, ist Ihnen das aufgefallen? Mir ist es schon so immer peinlich, wenn ich mit meiner Frau durch die Stadt gehe und dann mal telefonieren muss. Das sieht schlecht aus.

ZEIT: Ignorant?

Lehmann: Ignorant. Machomäßig. Nach Chefgehabe innerhalb einer Beziehung, einer Familie.

ZEIT: Genau dies soll unser Thema sein: inwieweit Ihre Rolle als Fußballspieler, als Nationaltorwart, Ihre eigene Persönlichkeit prägt.