Fernsehen
Wo guckst du?
Fernsehen überall und jederzeit: Mobilfunkfirmen und Internet-Anbieter fordern die Massensender heraus. Die digitale Vielfalt nutzt den gebildeten Zuschauern und schadet den anderen
Rechts steht der ZDF-Thron für »König Fußball«, links das Tor der ARD. Waldemar Hartmann flüstert Günter Netzer voll. Reinhold Beckmann und Monica Lierhaus posieren für die Fotografen und lächeln wie beim Synchronschwimmen. Gerhard Delling und Johannes B. Kerner sind als Nächste an der Reihe. Sie witzeln, albern und schubsen einander gar nicht altersgemäß. Zwischendrin stürmt ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender aufs Podium, um einen Ball zu klauen.
In Vorfreude auf die Fußballweltmeisterschaft feiern ARD und ZDF eine Party im Hamburger Hotel Le Royal Meridien, die so ausgelassen ist wie lange keine mehr. WDR-Sportchef Heribert Faßbender betrachtet die Szene mit dem zufriedenen Gesicht eines Paterfamilias, und in jeder Geste ist das Titanic -Gefühl zu spüren: Sie genießen es – noch dieses eine Mal.
Zur WM kehrt das Fernsehen zum letzten Mal in seine Steinzeit zurück, als »Rundfunk« noch bedeutete: ARD und ZDF senden, alle gucken zu, das Leben stockt, die Arbeit ruht, und in der Halbzeitpause geht Deutschland aufs Klo.
Doch im Schatten der Weltmeisterschaft verwandelt sich die Fernsehwelt fundamental. Wo bisher die etablierten Sender herrschten, macht sich das digitale Fernsehen breit. Diese Entwicklung trifft die Privatsender genauso wie die in diesem Sommer dominierenden ARD und ZDF. Die Reichweiten der Großen werden sinken, während sich neue Sender ihr Publikum erobern.
Mit einem spektakulären Coup hat sich gerade die Deutsche Telekom mit dem Bezahlsender Premiere zusammengetan – dem Symbol für den Beginn eines anderen Fernsehzeitalters. Mit dabei: Franz Beckenbauer. Er wird von August an drei Jahre lang die Spiele der Ersten Fußballbundesliga im Internet kommentieren. Und damit Internet-Fernsehen die gleiche Qualität haben wird wie Bilder aus der TV-Kabeldose, will die Telekom in den kommenden Monaten in zehn deutschen Städten ein superschnelles Internet-Angebot aufbauen. Und das ist erst der Anfang.
Innerhalb weniger Jahre wird die alte Fernsehwelt einem Total-TV weichen. Neben der Telekom drängen Dutzende von Unternehmen in den Markt, von Mobilfunkanbietern bis zu Internet-Start-ups. Ausgelöst wird dieser Wandel durch eine technische Zeitenwende: den Durchbruch der Digitalisierung. Sie ermöglicht die fast unbegrenzte Übertragung von bewegten Bildern über jedes Kommunikationsnetz. Die Grenzen zwischen bisher getrennten Märkten verschwinden.
Künftig wird es »Bilder auf Abruf und on the run auf dem Handy geben«, sagt Willms Buhse. Er ist Manager der Firma CoreMedia, die ein anerkanntes Programm für Kopierschutz und Abrechnung in der digitalen Welt entwickelt hat. »Überall und zu jeder Zeit fernsehen, so sieht die nahe Zukunft aus.« Nicht mehr das Programm bestimmt unseren Alltag, sondern der Alltag das Programm. Zuschauer werden in digitalen Fernsehbibliotheken stöbern können. Und Nischenprogramme senden in Dauerwiederholungsschleifen.
War das Fernsehen anfangs ein Tor zur Welt, lockt es jetzt in die Nische
Immer noch werden einige Sendungen ein Millionenpublikum begeistern, aber ihre Zahl wird abnehmen. Denn jeder, der will, kann sich ausufernd, wenn nicht sogar ausschließlich mit Stars und Fernsehwelten umgeben, die ihn bestätigen. Und viele werden diese Option wohl wahrnehmen. »Damit wird man seltener entdecken, was man nicht kennt«, erwartet Peter Winterhoff-Spurk, Professor für Medienpsychologie in Saarbrücken. »Und das führt zu einem Horizontverlust.«
War das Fernsehen in seinen Anfängen ein Tor zur Welt, lockt das Medium nun in die Nische. Bei der Unterhaltung genauso wie bei der Information. »Die Digitalisierung bringt mehr Freiheit für den Konsumenten. Aber gleichzeitig ist es ein Rückzug, mit dem ein Stück Demokratiekultur verloren geht«, sagt der Philosoph und frühere Kulturstaatssekretär Julian Nida-Rümelin. »Respekt und Fairness vor der Leistung des Andersdenkenden wird uns im deutschen Leitmedium immer seltener abverlangt werden.«
Es ist, als hätte Nida-Rümelin das Programm des neuen Senders Arena vor Augen. Arena gehört zum TV-Kabelnetzbetreiber Unity Media und besitzt für die kommenden drei Jahre die Übertragungsrechte der Fußballbundesliga im Bezahlfernsehen über TV-Kabel und Satellit. Um es den Fans besonders recht zu machen, will arena jedes Spiel in zwei Kanälen übertragen und von parteiischen Reportern kommentieren lassen. Dem Bayern-Fan den Bayern-Kommentator auf dem Bayern-Kanal, dem Bremen-Fan den Bremen-Kommentator auf dem Bremen-Kanal. Jeder bekommt die Weltsicht, die ihm passt.
Finanziert wird der Wandel von den Zuschauern selbst. Allein die Umsätze im Bezahlfernsehen könnten nach einer Studie der Unternehmensberatung Price Waterhouse Coopers bis 2009 um jeweils zwölf Prozent wachsen. Wenn zudem auch nur zehn Prozent aller Handybesitzer mobil fernsehen, werde ein weiterer Milliardenmarkt entstehen, schätzen die Marktforscher von Frost & Sullivan. Prognosen fürs Internet-Fernsehen wagt noch niemand, nur so viel scheint insgesamt sicher: Die Zuschauer werden mehr fernsehen und mehr dafür bezahlen.
Trotzdem brechen für Netzbetreiber und TV-Sender keine einfachen Zeiten an. Die Übertragungskapazitäten wachsen sprunghaft, und die Zahl der TV-Sender wächst aller Voraussicht nach schneller als die Nachfrage. »Deshalb verstärkt sich der Wettbewerb im Fernsehen, einem doch über lange Zeit stabilen Markt«, sagt der Medienökonom Horst Röper.
Um Satelliten- und Kabelnetzbetreibern die Kunden abzujagen, verbreitet der Hamburger Telefon- und Internet-Anbieter Hansenet seit Mitte Mai 100Fernsehkanäle über seine Leitungen. Neben den bekannten Sendern von ARD bis RTL gibt es al-Dschasira, Astro TV, den Sailing Channel oder das Wetter-Fernsehen, Für monatlich 9,99 Euro kann jeder Haushalt in Hamburg den Zugang und einen digitalen Decoder kaufen, der auf das Hansenet-Modem abgestimmt ist. Die Deutsche Telekom will nachziehen.
Alle großen Mobilfunkanbieter drängen ins Handyfernsehen. Allein Vodafone bietet 30 Sender über UMTS. Das Angebot reicht vom Nachrichtenkanal n-tv über die tägliche Episode von Verliebt in Berlin bis zu einem Kurzfilmkanal der Hamburger Firma Bitfilm. Auch an den ersten so genannten Mobisodes wird gearbeitet – eigens fürs Handy produzierte TV-Serien, die anfangs 20 bis 30 Folgen haben. Unter anderem bereitet die Firma Micromovie gerade eine Mobisode über zwei Kletterer vor, und die entscheidende Frage für den Drehbuchautor lautet: Wie kann er alle dreißig Sekunden einen Cliffhanger einbauen, damit die Zuschauer am nächsten Tag wieder einschalten?
Hunderte neuer TV-Kanäle starten im Internet, sie heißen Chirurgen TV oder Autotest TV, und mehr als 200 verbreitet allein der Münchner Unternehmer Ingo Wolf mit seiner Firma ArtVoice, »300 werden bis zum Jahresende noch dazukommen«, sagt er. Mit jedem schnellen Internet-Anschluss steigt die technische Reichweite, kommt ein potenzieller Zuschauer hinzu.
Aggressiv bricht auch der amerikanische Disney-Konzern in die digitale Fernsehwelt auf – mit Folgen für den deutschen Markt. Disney testet seit Monaten den Verkauf von Fernsehserien für den iPod des Computerherstellers Apple. Der iPod ist das meistverkaufte tragbare Abspielgerät überhaupt, und Serien wie Desperate Houswives laufen auf den neuesten Geräten problemlos. Außerdem hat Disney vor wenigen Wochen begonnen, einzelne Episoden von Alias und Lost im Internet auszustrahlen – sogar mit Werbeunterbrechung. »Es ist eine Zeit, in der wir alles ausprobieren«, sagt Rich Ross, Chef aller Disney-Sender. Sein neuester Coup: »Wir übersetzen unser Programm in sechs Sprachen, unter anderem Französisch, Deutsch und Spanisch.« Was als Versuch daherkommt, um Immigranten in den USA zu erreichen, kann Disney im zweiten Schritt nach Deutschland führen.
Um in diesem Total-TV nicht unterzugehen, will Anke Schäferkordt, Chefin des Marktführers RTL, bis zu drei »neue Spartenkanäle« gründen. Beim Vertrieb einzelner Sendungen im Internet sei »ein kurzfristiger Start denkbar«. Dahinter steht ein Eingeständnis: Die Stellung von RTL ist bedroht. Der unter 14- bis 49-jährigen Zuschauern beliebteste Kanal rechnet damit, Reichweite und Einnahmen zu verlieren. Und um dabei nicht tatenlos zuzusehen, jagt sich der Privatsender die Zuschauer mit neuen Kanälen lieber selber ab.
Das Erstaunliche an den Mechanismen des Total-TV ist – auf Kosten von RTL dürfte unter anderem eine der populärsten Serien von RTL gewinnen. Gemeint ist Gute Zeiten, Schlechte Zeiten, das sich in eine eigene, multimediale Fernsehwelt verwandeln könnte.
Ulrike Frank sitzt an einem der ersten Maitage in der Sonne von Babelsberg und trinkt eine Orangina. Sie lehnt sich zurück, sie ist erst nach der Mittagspause wieder dran, und dabei strahlt sie die Gelassenheit von mehr als 200Drehtagen im Jahr aus. Sie sagt: »Digitales Fernsehen? Darüber habe ich mir bisher, ehrlich gesagt, keine Gedanken gemacht.« Warum auch? Seit rund zwei Jahren, genauer gesagt: seit Folge 2948 hat Frank eine feste Rolle bei Gute Zeiten, Schlechte Zeiten, Deutschlands erfolgreichster industrieller TV-Produktion. Auch nach 14 Jahren erreicht die Serie einen Marktanteil von täglich 25 Prozent aller Zuschauer zwischen Pubertät und Midlife-Crisis.
Obwohl sie in ihrer Rolle als Katrin Flemming »eher etwas Biestiges hat und sich oft durchsetzt«, wie sie selbst erzählt, bekommt sie kistenweise Fanpost. Ihre Fans lieben sie. »Soweit ich kann, beantworte ich jeden Brief und jede Mail selbst, oft zwar nur kurz, aber ich nehme mir dafür viel Zeit«, sagt Frank. Sie versieht ihren Dienst am Fan mit Sorgfalt, denn sie weiß: Fans nehmen Stars wie Ulrike Frank so wichtig wie Freunde und gute Nachbarn. Für viele ist es so, als sei der Bildschirm ein erweiterter Teil der eigenen Wohnung. Deshalb kommen, wenn GZSZ in der Kulisse auch nur ein Bild umhängt oder eine Tür umbaut, mehrere hundert Mails und Briefe.
Diese Bindung hört an der Studiotür natürlich nicht auf. So bekam Ulrike Frank, als sie laut Drehbuch schwer krank wurde, auf der Straße mehrfach ein »Na, leben Sie noch?« zu hören, und im Internet wurde diskutiert, ob sie sterben solle. So makaber das klingen mag. Genau an diesem Punkt beginnen viele Hoffnungen rund um das digitale Fernsehen – und Ängste.
Wer heute eine Sendung verpasst, muss mit einer anderen vorlieb nehmen. So stolpern oder zappen Millionen Zuschauer in Programme, die sie nicht unbedingt sehen wollten und dann doch schauen. Oft stundenlang. Um niemanden am Ende einer Sendung aufzuschrecken, versuchen Programmdirektoren daher mit aller Raffinesse, ihre Serien, Nachrichten und Shows sanft ineinander übergehen zu lassen. Doch in der digitalen Fernsehwelt werden sie damit nicht weit kommen.
Wenn Fernsehen nicht mehr an Sendezeiten gebunden ist, steige die Reichweite von Serien und Sendern mit leidenschaftlicher Community, erwartet der Medienpsychologe Peter Winterhoff-Spurk. Gut für GZSZ, das so viel Leidenschaft weckt. Fernsehstars und Serien könnten zu einer jederzeit verfügbaren Gefühls- und Unterhaltungsware aufgebaut werden.
In Frankreich chatten Zuschauer schon mit Serienstars gegen Geld
Gerrit Wahle sieht dieses Potenzial. Er ist der Chef der Unternehmensentwicklung bei der Ufa, die GZSZ produziert. Natürlich hat Wahle schon über zusätzliche Angebote für UFA-Sendungen nachgedacht, zum Beispiel »eigene SMS-Dienste«. In Frankreich gebe es bereits kostenpflichtige Angebote, bei denen die Zuschauer übers Handy in Kontakt mit den Stars treten, um mit ihnen zu diskutieren, was sie in der TV-Serie als Nächstes machen sollen.
Aufmerksam beobachtet man bei der Ufa auch Experimente von TV-Komiker Stefan Raab. Bei einem Autorennen mit anderen Prominenten hatte Raab in seinem eigenen Wagen eine Kamera installieren lassen, die das Renngeschehen hinter ihm zeigte. Diese Bilder waren ausschließlich auf dem Handy zu sehen – parallel zur Sendung. Allerdinngs ist GZSZ auch ohne Zusatzmaterial im mobilen Fernsehen erfolgreich. Bei Vodafone gehört die tägliche Episode bereits zu den drei am meisten nachgefragten Sendungen. Die Zeit, die Fans mit der Serie verbringen, steigt also schon merklich.
In seinen Extremen wird das digitale Fernsehen allerdings nicht nur die Anbieter in Gewinner und Verlierer trennen. Auch unter den Zuschauern setze eine stärkere Selektion ein, glaubt Medienpsychologe Winterhoff-Spurk. Auf der einen Seite kehren Angebote auf den Bildschirm zurück, die eigentlich zu den Höhlenmalereien des Fernsehens gehören: Fernsehen wird – wie einst das Telekolleg – wieder zur Lehrveranstaltung. So dreht der Münchner Unternehmer Ingo Wolf derzeit die ersten Einheiten für ein Studium der Volkswirtschaft; auch Betriebswirtschaftslehre will er im Internet-Fernsehen verbreiten. »Mein Traum ist es, Fernsehunterricht für 40 Musikinstrumente zu verfilmen. Das wird noch Jahre dauern, aber ich freue mich schon wahnsinnig darauf«, sagt Wolf. Andere zeigen im Internet die Gitarrenläufe der Heavy-Metal-Band Iron Maiden, in Superzeitlupe, zum Nachspielen. Und beim Kulturkanal Arte denkt man darüber nach, einzelne Sendungen in Frankreich zu einer Art digitaler TV-Bibliothek aufzubauen.
Nur – nicht jeder Zuschauer wird die große Freiheit nutzen, um sich zu bilden. Die andere Seite des Extrems sind Unterhaltungsdauerschauer. Von einer »Beeinträchtigung der kognitiven Fähigkeiten« bei heranwachsenden Vielsehern spricht Manfred Spitzer, Professor für Psychiatrie der Universitätsklinik in Ulm. Zwei neue Langzeitstudien aus den USA und Neuseeland haben eine große Gruppe von Kindern und Jugendlichen über Jahre begleitet. Zu den »Vielsehern« gehörte dabei, wer mehr als drei Stunden täglich fernschaute. In Deutschland liegt der durchschnittliche Wert derzeit bei anderteinhalb Stunden, und insofern geht es fraglos um eine Minderheit. Aber diese Minderheit wächst, wenn insgesamt mehr TV konsumiert wird.
Die Studien zeigen auf frappierende Weise den Zusammenhang zwischen ausuferndem Fernsehen und dem später erreichten Bildungsniveau der Zuschauer. Sie weisen statistisch nach, dass »die Zahl der Hochschulabsolventen unter denen, die wenig fernschauen, viermal so hoch ist wie unter den Vielsehern«, sagt Spitzer. Der Fernseheffekt treffe alle Gruppen, doch den größten negativen Einfluss erreiche das Medium bei Kindern »mit mittlerem Intelligenzniveau«. Mit anderen Worten: Hoher Fernsehkonsum kann Dumme dumm halten – und mittelmäßig Begabte dumm machen.
- Datum 1.6.2006 - 11:23 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 24.05.2006
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Die bisherige Entwicklung mit dem Medium Fernsehen zeigt deutlich, dass statt hochwertiger Information und gesellschaftlich wünschenswertem Entertainment vor allem Formate produziert werden, die eine hohe Quote also einen starken Konsumdurchsatz bieten.
Das führt zwangslaufig dazu, dass die Inhalte derart mit Knalleffekten und geringer Informationsdichte versehen werden, dass eine überwiegend simpel strukturierte Mehrheit sich darin wiederfindet.
Da auch keine oder wenige Interaktionsmöglichkeiten bestehen, um das jeweilige Format durch reale Lebensäußerungen zu bereichern, kann man sagen, dass Fernsehkonsum tendenziell blöd macht.
Davon würde ich nur bis zu einem gewissen Grad das Erste und seine Derivate ausnehmen, weil man da aus alter Tradition noch Reste an Qualitätsbewusstsein bewahrt hat, die in Sendungen nach 22 Uhr wiederzufinden sind.
Zur Prime Time herrscht auf allen Kanälen Schwachsinn hoch drei.
Das Fernsehen im Internet ist aber eine akzeptable Entwicklung, da ich als Konsument jedem Unsinn sofort den Stream abdrehen und mich autonom anderen Beschäftigungsformen zuwenden kann.
Es wäre eine prima Entwicklung, wenn das bisher bestehende Berieselungsverfahren in dem eine Sendung zwangsläufig und mit der Fernbedienung nur rudimentär steuerbar
auf die andere folgt, total abgeschafft wird.
Auch der Konsum von Fernsehen durch Kinder, wäre leichter steuerbar.
Insgesam bin ich aber der Meinung, dass man seine Zeit lieber in realer Interaktion mit anderen Menschen verbringen sollte oder sich solchem Kunstkonsum zuwendet, der eine gewisse Authentizität des Erlebens hat (Theater, Live-Konzerte etc). Eine weitgehende Abschaffung des Mediums wäre aus meiner Sicht wünschenswert.
... sind seit jeher geschätzt. Es hat sich nicht viel geändert in all den Jahren. Nur die technischen Mittel haben sich verbessert. Die Naivität hat zeitgemäßes Niveau erreicht und erscheint wahrscheinlich erst in ca. 20 Jahren wieder lächerlich.
Es habt überhaupt keinen Sinn, dass Fernsehen abzuschaffen. Denn der Inhalt verschwindet dadurch nicht sondern weicht nur auf alternative Medien aus. Wahrscheinlich würde der Springer Verlag auch wieder höhere Bild Verkaufszahlen melden nachdem es kein Fernsehen mehr gibt.
Für so ein Grundbedürfnis wird es immer einen Markt geben solange die Nachfrage besteht.
Auf fast jeder Zigarettenpackung, Alkoholflasche und Medikamentenschachtel wird vor den Folgen des übermäßigen Konsums gewarnt. Warum führt man nicht eine ähnliche Konsumbremse auch im Fernsehen ein?
Wie wär's mit:
"Wenn Sie mehr Zeit vor dem Fernseher als mit Ihrer Familie verbringen, erhöht sich die statistische Wahrscheinlichkeit Ihrer wirtschaftlichen und sozialen Marginalisierung."
oder, je nach Zielgruppe auch:
"Glotz nich so, Du Opfer!"
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