Rechtsextremismus Das braune Deutschland
Vor einem Jahr veröffentlichte ZEIT-Autor Toralf Staud ein Buch über die NPD. Er war damit auf Lesereise in Pirna, Krefeld, Magdeburg. Und musste einiges aushalten
Man kann blonde Haare haben und blaue Augen – und trotzdem von Rechtsextremisten angefeindet werden. Man braucht nur ein Buch über die NPD zu schreiben. Gefahr von den »modernen Nazis« droht nicht in den Parlamenten, so die Hauptthese meines Buches, sondern durch eine »Faschisierung der ostdeutschen Provinz«. Dort sind die NPD und mit ihr kooperierende Neonazi-Kameradschaften dabei, sich an den Graswurzeln der Gesellschaft festzusetzen. In den letzten Monaten habe ich mehr als vierzig Lesungen veranstaltet und die Zustände hautnah erleben können.
In Stralsund bittet mich die Gastgeberin um Verständnis, dass sie in der Diskussion im Anschluss an meine Lesung die Fragesteller nicht auffordern wird, sich namentlich vorzustellen – die Leute hätten Angst, hinterher von einem örtlichen Neonazi im Internet angeprangert zu werden. In Bad Freienwalde nahe Berlin erzählen Jugendliche, sie trauten sich nicht auf das gleichzeitig stattfindende Altstadtfest, dort drohten Prügel von Rechten. In Angermünde, kurz vor der polnischen Grenze, berichtet ein Junge, die Neonazis kämen bei der biederen Bevölkerung gut an, denn sie träten stets ordentlich auf, diszipliniert und sorgfältig gekämmt.
Nirgendwo ist die NPD an der Macht. Aber längst übt sie Einfluss aus. In einigen Städten war es schwierig, einen Veranstaltungsort zu finden – man wolle die Rechten nicht provozieren, hieß es. Mehrfach erzählten Veranstalter, dass lokale Geschäftsinhaber die Plakate nur ungern aufhängen wollten. Vielerorts wird der NPD das Feld kampflos überlassen, gilt sie als ganz normale Partei.
Immer mal wieder gab es explizite Drohungen. Vor einer Lesung in Zittau wurde auf einer rechtsextremen Internet-Seite dazu aufgerufen, dieser Veranstaltung von »reaktionären Linksfaschisten« doch bitte »frischen Wind zu verleihen«. In Pirna in der Sächsischen Schweiz findet die Lesung unter Polizeischutz statt. Die Gegend ist eine NPD-Hochburg. Hier glaubt die Partei, sie müsse Terrain nicht mehr erobern, sondern bereits erkämpftes verteidigen. Auf der anderen Seite gibt es einen couragierten Bürgerverein, und der (CDU-)Bürgermeister geht offensiv mit dem Rechtsextremismus um. Eine Nacht vor der Lesung wird der Veranstaltungsort, eine Kirche, mit Farbbeuteln beworfen und mit Graffiti besprüht: »Keine Räume für Antideutsche«. Aus Angst vor einem Brandanschlag wird das Gotteshaus dann rund um die Uhr bewacht.
Eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung sammeln sich auf einem nahen Parkplatz 50 bis 60 rechtsextreme Jugendliche. Der örtliche NPD-Landtagsabgeordnete setzt sich an die Spitze und will mit ihnen in die Kirche marschieren, was Bereitschaftspolizei und privater Wachschutz verhindern. Nur der Abgeordnete und ein paar Begleiter finden schließlich Platz im überfüllten Kirchenraum – und schweigen dann zwei Stunden lang. In einem Neonazi-Internet-Forum heißt es hinterher: »Wichtig war es zu zeigen, dass man in Pirna nicht ohne Polizeischutz derartige Veranstaltungen abhalten kann.« Und den örtlichen Organisatoren wird offen gedroht: Es sei »angeraten«, den »Schutz von Sicherheitsfirmen und Polizei auch beim nächsten Male heranzuziehen. Ihr werdet ihn benötigen.«
Schnell wurden meine Lesungen Thema in der NPD-Zeitung Deutsche Stimme, die ihre Leser zur Teilnahme aufrief. »Wortergreifungsstrategie« nennt die Partei dies: »In der direkten Konfrontation mit dem Gegner soll dieser nicht mehr in der Lage sein, über Nationalisten, sondern nur noch mit ihnen zu diskutieren.« Der Pressesprecher der Bundes-NPD erscheint im brandenburgischen Beeskow, wo er auch Kreistagsabgeordneter ist, und versucht, in der Diskussion rassistische Propaganda zu verbreiten. In Riesa ist meine Lesung Teil der Gedenkwoche an den Nationalsozialismus – prompt verteilt ein NPDler Flugblätter mit dem Titel Arbeitsplätze statt Sühnerituale.
Natürlich, auch in Westdeutschland gibt es Neonazis. In Krefeld etwa stellen Rechtsextremisten jeden Alters und jeder Couleur die Hälfte des Publikums. Da steht ein älterer Mann auf, der bei der Wehrmacht war, und schwärmt von der Kameradschaft im Schützengraben. Eine gepflegte ältere Dame freut sich über meinen »schönen, nordischen Vornamen« und bejammert ausschweifend den Verfall der Volksgemeinschaft. Ein junger Mann mit sächsischem Dialekt klagt, zu Hause sei er nie bedroht worden, wohl aber von Ausländern in Düsseldorf. In Krefeld zeigt sich aber auch ein wichtiger Unterschied zu Ostdeutschland: Nach einer Schreckviertelstunde bietet auch das Publikum solchen Worten Paroli. Im Westen treten Behörden und Bevölkerung der NPD entschiedener und vor allem zahlreicher entgegen als in den neuen Ländern.
Zu meinen Lesungen kamen mal neun Menschen, mal 350, in der Regel sind es zwischen fünfzig und hundert. Manche sind ohnehin überzeugte NPD-Gegner, die sich mit weiteren Argumenten versorgen wollen. Die meisten aber haben noch nie das NPD-Programm gelesen, haben keine Ahnung von Strukturen und Strategien der Rechtsextremisten von heute. Wirklich überall sind Pfarrer oder engagierte Christen im Publikum. Lokalpolitiker kommen nur äußerst selten. Immer wieder treffe ich auf die kommunistische These, es müsse das Großkapital sein, das die NPD finanziere. Und: Überall meinen die Leute, man solle die NPD verbieten, dann sei das Problem gelöst.
Magdeburg, kurz vor der Landtagswahl. Fünf Minuten nach Beginn der Veranstaltung fliegt die Tür auf, ein Dutzend Jungmänner drängt hinein, sie sehen nicht aus wie Skinheads, sondern tragen Turnschuhe, Baseball-Mützen, schwarze Kapuzenpullis. Sie wollten mitdiskutieren, sagen sie, aber die Hausherren verweisen sie des Saales. Zwei Stunden lang harren sie vor der Tür aus. Am Ende der Lesung überbringt einer der lokalen Veranstalter die Bitte der Polizei, für den Heimweg Fahrgemeinschaften zu bilden, jedenfalls nicht einzeln nach Hause zu gehen, weil sie für die Sicherheit nicht garantieren könne. Vor der Tür stellen sich die jungen Männer als »Jugendinitiative« vor, aber schnell wird klar, dass sie von der NPD-Jugend sind. Das Schulungsmaterial der Partei haben sie drauf, aber nicht viel mehr. Sie starten vorlaut und aggressiv. »Ist das Demokratie, wenn wir ausgeschlossen werden?«, ruft einer. Doch schnell kommen sie ins Schlingern.Wenige Nachfragen reichen aus, und ihr Weltbild liegt offen. Sie fordern eine Behörde, die dem Rasse- und Siedlungshauptamt der SS ähnelt, und weigern sich weiterzureden.
Sicher, einen Neonazi wird man mit Argumenten nicht überzeugen. Auch kein rechtsextremer Schläger lässt sich dadurch bekehren. Aber für die forschen Kameraden, das sah man deutlich, war es ungewohnt, dass ihnen überhaupt jemand offen widersprach.
Toralf Staud: Moderne Nazis. Die neuen Rechten und der Aufstieg der NPDKiepenheuer & Witsch, 8,95 €
- Datum 06.06.2006 - 04:49 Uhr
- Quelle DIE ZEIT 01.06.2006 Nr.23
- Kommentare 50
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Ich möchte all den engagierten Kommentatoren danken, die dieses wichtige Thema mit sinnvollen Beiträgen ergänzen. Dass wir ein Rechtes Problem haben zeigt diese Forum, die Verharmlosung und Ablenkung auf andere Gruppen. Ich verfolge dieses Forum recht intensiv und stelle fest dass jede Diskussion auf Muslime umgelenkt wird. Arbeitslose in Deutschland? Muslime sind schuld; Ärztestreik, Gewalt an Schulen, Demographie, was auch immer es sind die Immigranten schuld. Man kann fast von einer art Systematik sprechen die einer Form der Organisation folgt. Diese Form ist allerdings deutlich gefährlicher als ein paar willenlose dumme Jugendliche, die sich, mit dem richtigen Mentor 3 Monate später als Märtyrer im Irak in die Luft sprengen würden.
Hier werden, auf scheinbar hohem Niveau, einfache und kurzsichtige Parolen verbreitet, die einzig und alleine die Verharmlosung der Problematik verfolgen. Wer kann schon sagen welche Personen sich hinter den Synonymen in diesem Forum verbergen? Festzustellen bleibt, dass eine handvoll Kommentatoren, eine enorme Zeit aufwenden Rechtsradikalismus zu Verharmlosen und Muslime sowie Immigranten polemisch zu kriminalisieren. Ich selbst stelle bei mir mit bedauern fest das sich eine Müdigkeit einstellt, immer wieder mit den gleichen Idioten über die gleichen banalen Vorurteile und Unterstellungen zu diskutieren. Daher fordere ich ebenfalls die Zeit auf, wenn sie ihr Niveau und ihre Leser halten will eine gewisse Kontrolle einzuführen.
Vielen Dank Flieger51, genau das meine ich! Es geht nicht um Hamas, es geht nicht um Moslems, es geht nicht um den Irak, Juden, Extremisten oder Immigranten Es geht in diesem Artikel um Rechtsradikale. Es geht darum wie wir mit dem real existierenden Problem Rechtsradikalismus umgehen. Es ist egal ob es ähnlich Erscheinungen gibt oder nicht, es ist egal ob sich andere Menschen schlimmer verhalten oder nicht, ob Frankreich mehr Probleme mit Rechten hat als Deutschland
Es geht darum das Problem des Braunen Sumpfes zu diskutieren und sich auszutauschen.
Das Problem wie es hier in Deutschland besteht, dass von Leuten wie Ihnen heruntergespielt und verharmlost wird und der Disput in eine komplett andere Richtung gelenkt, bei jeder Diskussion!
Ich sehe ebenfalls Versäumnisse und Diskussionsstoff bei der Integrationspolitik und auch bei der Sicherheitspolitik bezüglich Religiösen Extremisten, aber dies gehört hier einfach nicht hin! Ist es denn das so schwer zu begreifen? Oder aber pure Absicht???
Sie ignorieren einfach die Kritik, die wohl auch auf Sie passt. Hier wird über Rechtsradikalismus diskutiert, aber nein, jede Gelegenheit muss ergriffen werden auf die bösen, bösen Muslime (meist gleich in ihrer Gesamtheit) hinzuweisen.
Zitat:
"Ich frage Sie: Nach welchen Kriterien möchten Sie die Kontrolle/Zensur durchführen?"
Das ist eine gute Frage und wohl nicht endgültig zu beantworten. Aber wenn sie schreiben, dass eine große Gefahr
vom Nahen Osten für uns ausginge, dann frage ich mich welche Länder von wem besetzt sind.
Zitat:
"Wissen Sie, Sie verfahren nach keinem anderen Schema als meisten die Altlinken: Wer meine Meinung nicht teilt, ist rechtsradikal und somit ist der Diskurs beendet."
Das ist äußerst billig. Meinungsfreiheit heißt nicht, dass man jede Hetze dulden muss.
Und was hat die Hamas-Charta mit dem Rechtsextremismusproblem in Deutschland zu tun?
Generell kann ich das Thema zur medienhysterie " Rechtsradikale " einfach nicht mehr lesen, nicht mehr hören.
Lieber( seids eine Gruppe? :) ) "unscharf", Sie haben doch für sich selbst schon deutlich gemacht, wie wichtig Ihnen die Kommunikation rundum ist. Das war zwar recht weit ausgeholt gewesen,macht mir nischt, das nehme ich so wie viele Themenkomplexe schon längst gelassen hin, aber genau darum gehts,Kommunikation schlechthin, und nicht um Machtkämpfe, jedenfalls auch mir gehts ohnehin so,ist mir ein sehr persönliches aber hoffnungsloses Anliegen: Die Menschen sind entweder sehr bewußt nicht willens zwischen Persönlichem und Sachlichem unterscheiden zu können, oder sie wollens einfach nicht. Trotz oft zweier Titel vorm Namenszug.
Persönliches wird mit emotionalem Brei verschwampft, kommt hinten dann als Gesinnungsethik raus, psychiscch raffiniert verbrämt versteht sich.
Die so produzierte, obrigkeitlich entstandene Denkrichtungsvorgabe , die von einer vermeintlichen
" Meinungselite" aus Politik, Wirtschaft und rund 300 000 verbeamteten, schrecklich herzensguten Idividuen über Land un Leute gestülpt wird, ist dann verpflichtender Konsens für den Rest der Menschen.
Hierbei, beim so genannten " Rechtsradikalismus" ( etliche andere emotional geladene Themen auch noch ) , merkt mans wieder mal: Wenn herzenskuschelige (altherrliche )und selbstgerechte Linke und Steckengebliebene aus den Reihen der Gutmenschen PÄDAGOGISIEREND zensieren, streichen, den mißbilligenden bösen Blick auf den Kontrahenten losschießen, dann sind ihre Gebote,ihre Verbote, ihr erdrückender Sauberkeitsfimmel natürlich immer nur zu unserem BESTEN. Noch weiter: Sie wissen immer und überall, was für dich und mich und alle anderen GUT zu sein hat; wissen immer ganz genau, wos langzugehen hat. Reiner Größenwahn.
Schönen herzlichen Dank. Brauch ich nicht, will ich nicht. Muss ich nicht - mehr - haben. Schließlich bin ich nicht mehr 5 Jahre alt.
Verbieten allerdings RECHTE was, dann nennen haargenau dieselben Hohepriester der links verstandenen " Toleranz" das Spielchen " faschistisch". Jaja.
Also wenn ich mal einen Rat geben darf: lassen Sie es nicht gleich in Ihre Persönlichkeitsstruktur rein.
Mir sind Spießer von links ebenso zuwider wie die von rechts oder von oben oder von unten. Oder von der Seite.
Und Vorsicht ist weiterhin geboten bei Professorenworten, die hier zu Lande einem Gottesurteil gleich gewichtet werden.
Beim Liebesspiel sind mir Gefühle schon recht,gell, na ja, und sonst auch. ABer eben immer schön das Persönliche nicht mit der schwer zu packenden Sachlichkeit verschwampfen. Vvor allem nicht in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Amen ! ;) :)
Wenn man sich dann noch der Wucht der Egozentrik bewußt ist, na um so besser.
Zur Not und zur Abreaktion greife ich dann häufig und gerne zu Paul Watzlawik.
Ein wahrer Großmeister im Durchschauen subtlier Machtspielchen.
Schönen Tag noch und herzliche Grüße, Jürgen E. Gesang, Hamburg
Ich sehe die Probleme recht ähnlich. Ein Kreis der nur für eine hand voll Parteimitglieder profitabel ist, für das Land in seiner Gesamtheit allerdings ruinös.
Ich sehe als Lösung nur den Bildungssektor. Der auf der Straße gelebte Rechtsradikalismus ist für mich eine pure Entladung der Perspektivenlosigkeit. Und wie schon in vorherigen Kommentaren beschrieben, richtet sich die Gewalt willkürlich gegen Einzelpersonen.
Ebenso sehe ich hier ein Versagen des Sozialstaates. Durch zuviel Fürsorge verlernen die Menschen Verantwortung zu übernehmen. Ein Mensch mit dem Bildungsniveau eines aufmarschierenden Skinheads, der stolz seine Fahne schwängt oder besoffen in der Öffentlichkeit Leute anpöbelt sollte meiner Meinung nach stattdessen viel zu sehr mit körperlicher Arbeit ausgelastet sein, um dadurch sein täglich Brot zu verdienen.
Natürlich würde sich anfangs jeder darüber beschweren für 3 die Stunde zu arbeiten, ich denke aber das es im Endeffekt eine größere Befriedigung bringt als Nichts zu tun und sich selbst als überflüssigen Schmarotzer der Gesellschaft anzusehen. Was wiederum dazu führt, das man seinen Hass und seine Unzufriedenheit gegen sich selbst auf andere Überträgt.
Ich würde sicherlich für 3 die Stunde einen Gärtner und eine Putzfrau einstellen.
Angebot und Nachfrage
Ferner denke ich, dass sich dadurch der Hass gegen die Ausländer relativieren würde. Die meisten Rechtsextremisten sehen in dem gemeinen Ausländer einen Menschen, der kein Recht hat sich in Ihrem Land aufzuhalten, aber die gleiche staatliche Zuwendung erhält wie sie selbst. Entledigt man sich nun des Ausländers, bleibt folglich mehr vom Kuchen für einen selbst übrig. Gäbe es genug Jobs, und die gäbe es, wenn die Lohnkosten sänken, wäre das größte Argument beseitigt.
Der Argumentation von unscharf kann ich mich nur anschliessen, da ich heute abend erneut von Ihnen zensiert wurde, betreffs meinem ersten Kommentar an Colon, deren Kommentar eindeutig an mich gerichtet war.
Meinen zweiten Kommentar an Colon haben Sie ja, wie von mir vermutet, eingestellt.
Damit haben Sie bewiesen, dass Ihnen das Fehlen jeden Inhaltes wichtiger ist als die Freigabe einer vermeintlich verwerflichen Meinung.
Es gibt den Satz:"Wo geredet wird, wird nicht geschossen".
Anders herum werden Menschen, die kein Gehör finden, durch die Missachtung ihrer Meinung erst in die Radikalisierung getrieben.
Bei mir mag diese Gefahr geringer sein als bei Menschen in Ostdeutschland, die sich kollektiv stigmatisiert fühlen.
Aber auch ich habe keine Lust mehr, mir von Ihnen Pflaster auf den Mund kleben zu lassen.
Meine Kommentare sind manchmal etwas "spicey" -
vor allem dann, wenn ich mich ärgere - aber sie sind selten stillos oder persönlich beleidigend, und unter einem Mangel an Unterhaltungswert leiden sie meist auch nicht, wie doch einige Resonanzen gezeigt haben.
Zumal der rege Austausch konträrer Meinungen sicher kreativer ist als ein allabendliches Dahindösen vor der Glotze.
Sollte es Ihr Anspruch sein, einen blog zu führen, der LEBT, dann sollten Sie andere Massstäbe anlegen.
Die Alternative dazu wäre nämlich ein anämisches Forum ohne Kontraste, das sich in den Grautönen eines sich gegenseitig auf die Schulter klopfenden linken mainstreams verliert - politisch gefährlich und kulturell öde.
"nur scheinbar harmlosen Asylbewerber", so schreiben sie mir!
Was wollen sie mir damit sagen?
Ist ihnen entschluepft, dass sie Asylbewerber insgeheim fuer gefaehrlich halten!
Ich halte das Asylrecht fuer wesentlich, fuer ein Menschenrecht!
Sind Sie vielleicht selber ein wenig Neonazi?
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