Väter Zärtlich, aber stark

Die Elternmodelle von früher taugen nicht mehr. Männer müssen sich als Väter neu definieren. Ein Gespräch mit dem Kinderpsychiater Peter Riedesser

DIE ZEIT: Stellen Sie sich vor, das Büro des Bundespräsidenten riefe an und bäte Sie um drei Stichworte für einen Vortrag Horst Köhlers zum Thema Väter. Was würden Sie auf den Zettel schreiben?

Peter Riedesser: Erstens: Es gilt, sich von alten Vaterklischees zu lösen und Karriere neu zu definieren. Zweitens: Der Vater hat von Anbeginn eine eigenständige Beziehung zum Kind. Er soll nicht nur als Außenstehender die Beziehung zwischen Mutter und Kind unterstützen. Der Vater ist Vorbild und Identifikationsfigur für den Jungen, und für das Mädchen ist er der erste männliche Mensch, von dem es sich ermutigt oder abgewiesen fühlt. Drittens: Die gemeinsame Verantwortung für gelingende Eltern-Kind-Beziehungen ist die zentrale Zukunftsfrage unserer Gesellschaft. Wenn der Umbruch zu einer veränderten Väterlichkeit misslingt, werden wir einen weiteren Anstieg der Sozialkosten erleben und wirtschaftliche Probleme bekommen.

ZEIT: Worin liegt der folgenreichste Fehler im Vaterbild unserer Kultur?

Riedesser: Eine besonders wirksame Prägung des Vaterbildes entstammt der Bibel. In ihr findet sich nicht nur der schützende, sondern auch der brutale Gott, der auffordert, Kinder zu strafen, die nicht gehorchen, und der ihnen im Neuen Testament ewige Höllenstrafen für ihre Sünden androht. Das ist eine historisch einmalige Brutalisierung des Vaterbildes, die mit den modernen Menschenrechten nicht zu vereinbaren ist. Dieser Vatergott erwartet von seinem Sohn, dass er sich foltern lässt, obwohl der bittet: Lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Die Vorstellung, dass man Söhne für »höhere Ziele« opfern muss, hat in unserem Kulturkreis mit dazu geführt, dass die regierenden Landesväter in den Kriegen des 20. Jahrhunderts die Generation der 18- bis 25-jährigen Söhne »verheizt« haben. Hier sehe ich die Chance der neuen Väterlichkeit: Väter, die früh eine Beziehung zu ihren Söhnen entwickeln, die in den ersten Jahren der Fürsorge eine innige, auch körperliche Nähe zu ihnen gewinnen, wären nicht in der Lage, die Kinder zu opfern.

ZEIT: Sie sprechen von den Söhnen. Wie steht es mit den Töchtern?

Riedesser: Es hat hier immer auch innige und individuelle Beziehungen gegeben. Aber in der bisherigen Geschichte war der Vater generell gegenüber seinen Töchtern distanzierter, sie waren oft Kinder zweiten Ranges. Über der Zärtlichkeit zwischen Vater und Tochter liegt bis in die Gegenwart ein machtvolles Tabu. Die weibliche Sehnsucht nach Anerkennung war umso vitaler. Mädchen waren einsam in ihrem Vaterhunger. Im geschützten Als-ob-Raum der Kindheit, in der Kinder spielerisch üben, wie sie mit Menschen umgehen werden, konnten die Mädchen über Jahrhunderte nicht hinreichend erproben, wie sie mit dem anderen Geschlecht zurecht kommen können.

ZEIT: Auch die moderne Liebe ist eine Art Religion. Hat sie der Vaterschaft so geschadet, dass heute viele Männer in Deutschland nicht Väter werden?

Riedesser: Wenn wir die – besonders aus der Sicht der Kinder – dringend notwendige Trendumkehr in der Scheidungsrate schaffen wollen, müssen wir das Problem der überzogenen Glückserwartungen lösen, die mit dem Ideal der modernen Liebe einhergehen. Die Männer sind zerrissen zwischen dem Wunsch, eine Frau zu finden, die sie lieben, und eine gute Beziehung zu ihren Kindern zu haben und dem Bedürfnis, der Arbeitswelt mit ihren Karrieremustern gerecht zu werden. Den Frauen geht es nicht anders. So treffen also innerlich zerrissene Männer auf innerlich zerrissene Frauen. Und daraus soll eine gelingende Elternschaft, soll Freude an der Fortsetzung des Lebens durch eigene Kinder entstehen? Kein Wunder, dass viele zögern.

ZEIT: Nach der katastrophalen Krise der Männlichkeit durch die Kriege des 20. Jahrhunderts entstanden neue weibliche Spielräume. Viele Frauen haben dennoch den Männern die alleinige Versorgerrolle wieder überlassen. Eine vertane Chance für eine neue Väterlichkeit?

Riedesser: Nach dem zweiten Weltkrieg waren tatsächlich viele Entwicklungen der Geschlechterbeziehungen möglich. Die Geschlechterrollen wurden durch die Umstände verändert, zum Teil sogar vertauscht. Doch in den ökonomischen Magnetfeldern der Wirtschaftswunderjahre wurden die hergebrachten Muster wieder hergestellt. Erst die Studenten- und die Frauenbewegung der sechziger und siebziger Jahre haben diese Konstellation erschüttert. Doch die meisten dieser jungen Leute kamen aus so gestörten Familien, dass sie keine Modelle gelingender Elternschaft in sich trugen, an die sie hätten anknüpfen können. Auch wenn der Wunsch danach vital war. Und er ist es noch. In meiner dreißigjährigen klinischen Erfahrung habe ich die Überzeugung gewonnen, dass jedes Kind den tiefen Wunsch hegt, in einer heilen Familie zu leben und dies selbst eines Tages als Vater oder Mutter fortzusetzen, in einer eigenen Familie, die im Kern aus leiblichem Vater, leiblicher Mutter und Kindern besteht. Die Entwicklung zu Patchwork-Familien, und das sage ich jenseits aller Familien-Ideologie, ist eine Katastrophe für alle Beteiligten.

ZEIT: Die heute dreißigjährigen Männer sind vielfach Söhne einer Generation höchst scheidungsfreudiger Männer, von denen viele in den 68er Jahren als neue Väter angetreten sind. Raubt diese Erfahrung den Elan, selbst Kinder zu bekommen?

Riedesser: Die heutige Kinderlosigkeit hat sehr vielschichtige Gründe, von den eben angesprochenen bis hin zur Arbeitswelt oder zum Städtebau. Wer nach einfachen Antworten sucht, hat schon verloren. Dringend notwendig wäre eine Forschung, die der Vielfalt der Faktoren durch eine Beteiligung aller Wissenschaften, die etwas dazu beitragen können, gerecht würde. Dennoch lässt sich sagen: Eine Reaktion vieler heute dreißigjähriger Männer auf ihre Erfahrungen als Sohn besteht sicher darin, die Kontinuität von Beziehungen als inneres Arbeitsmodell aufzugeben. Stattdessen tun sie als flexibler Mensch alles für die Dauer von ein paar Jahren, provisorische Vaterschaft eingeschlossen. Sie lösen sich ziemlich folgenlos aus jeder Phase, um marktkonform weiter durchs Leben zu treiben. Die andere Reaktion aber ist, sich an das eigene Leid als Patchwork-Kind zu erinnern, und aus der Angst, die Fehler der Eltern zu wiederholen, zu zögern, selbst Kinder zu bekommen. Viele wissen ja, dass Familien derart störanfällig sind, dass sie die Verantwortung nicht übernehmen wollen. Der naive Glaube, dass alles gut wird, ist dieser Männergeneration gründlich abhanden gekommen.

ZEIT: Das klingt, als wäre männliche Kinderlosigkeit fast weiser als die Courage, Vater zu werden.

Riedesser: Nein. Hier muss die Arbeit der Gesellschaft ansetzen. Kinderlosigkeit ist ja nicht einfach aus demografischen Gründen eine Katastrophe. Der Schrecken liegt in einer Zukunft der emotionalen Armut. Der sollten wir entgegenarbeiten. Die Beziehungskultur verarmt dramatisch, wenn Kinder ausbleiben. Nähe und Distanz, Urvertrauen und Enttäuschung, Glück und Vergeblichkeit sind Erfahrungen, die in den ersten gemeinsamen Jahren wurzeln. Diese frühen Erfahrungen mit eigenen Kindern bereichern Eltern und die ganze Gesellschaft. Elternschaft ist ein Politikum. Wir haben sie viel zu lange als Privatsache betrachtet.

ZEIT: Wie sieht gelingende Vaterschaft aus?

Riedesser: Sie beginnt mit dem zärtlichen Miteinander von Vater und Kind, das man bisher vor allem der Beziehung zwischen Mutter und Kind zugeschrieben hat. Wir sollten die hergebrachten Begriffe von Mütterlichkeit und Väterlichkeit neu definieren. Es geht um Elternschaft, die Männer und Frauen am besten je zur Hälfte ausfüllen, im Bemühen um gelingende Beziehungen zu ihren Kindern. Entscheidend ist es zu sehen, dass die Natur diese doppelgeschlechtliche Elternschaft vorgesehen hat. Nach allem, was wir wissen, sind Mütter wie Väter von der Natur für die frühe innige Elternschaft sensitiv gleichermaßen vorbereitet.

ZEIT: Natur hin oder her, in Deutschland sind die Rollenverteilungen historisch verschieden. Die ökonomische Sorge für die Familie trägt der Vater, die Mutter ist für Innigkeit und die Innenwelt zuständig. Der siebte Familienbericht sagt, dieses Familienmodell sei nicht zukunftsfähig. Es sind nun mal im europäischen Vergleich besonders die deutschen Männer, die auf Kinder verzichten.

Riedesser: Wir sollten uns von einer Terminologie lösen, die im Ansatz falsch ist. Im Chromosomensatz des Kindes steckt ebenso eine primäre Mütterlichkeit wie eine primäre Väterlichkeit, in jeder Körperzelle sind Vater und Mutter anwesend. Väter sollten nicht Mütter, sondern Väter sein. Der Hausmann der siebziger Jahre, der in Latzhosen versuchte, die bessere Mutter abzugeben, war doch eine belächelte Figur. Das wäre die kopernikanische Wende, dass die Eltern sich die Betreuung der Kinder teilen, jeder aber auch gleichermaßen sein Recht verwirklichen kann, in der Außenwelt beruflich und kommunikativ tätig zu sein. Wenn wir in dem alten System verhaftet bleiben, dass die Mütter für die Primärbeziehung zuständig sind und die Väter erst später gebraucht werden, geht es uns wie Goethe, der feststellte, wer den ersten Knopf der Jacke falsch zuknöpfe, käme mit dem Zuknöpfen bis zum untersten Knopf nicht zurecht.

ZEIT: In den Niederungen der Wirklichkeit ist es noch so, dass Männer ihren Kinderwunsch aufschieben, weil es ihnen an beruflicher Planungssicherheit fehlt. Männer, deren Erwerbsbiografie brüchig ist, verzichten eher auf Kinder. Frauen, die arbeitslos sind, werden eher Mütter.

Riedesser: Es ist doch legitim und ehrenwert, dass ein Mann mit der Vaterschaft zögert, wenn er kein Nest für viele Jahre anbieten kann. Das ist allemal eine verantwortungsbewusstere Haltung, als einfach Samenspender zu sein. Das Zögern, ob nun von Männern oder Frauen, könnte auch als Zeichen für die Bereitschaft gesehen werden, langfristig Verantwortung zu übernehmen. Eine kinderfeindliche Außenwelt aus Zivilisationsartefakten, die Beziehungen zerstören, tut das ihrige dazu, die jungen Menschen daran zu hindern, Elternschaft zu wagen. Wer etwa in einem Haus ohne schützenden Innenhof wohnt, weiß, dass er sein Kind permanent beaufsichtigen muss und dass solche ängstliche Fürsorglichkeit Kindern nicht gut tut. Architektur kann so oft aggressionsfördernd und familienzerstörend wirken.

ZEIT: Fürchten die heutigen jungen Männer die Verantwortung, ihre Frauen als Mütter in ökonomischer Abhängigkeit zu wissen?

Riedesser: Das glaube ich nicht. Frauen sind ja inzwischen in ihrer großen Mehrheit berufsorientiert. Aber wir müssen männliche Karrieren überdenken. Hier stehen wir vor Denktabus, die zu brechen sind. Wir werden heilige Stiere schlachten müssen. Neben den Frauenbeauftragten, die sich um benachteiligte Frauen kümmern, sollte es künftig auch »Symmetriebeauftragte« geben, die behilflich sind, eine gleichberechtigte Elternschaft beider zu ermöglichen. Vaterschaft muss gefördert, Elternschaft muss geschützt werden. Männliche Karrieren verursachen oft Kollateralschäden, sie gefährden Familien, die Gesundheit, Freundschaften, das Verhältnis zum eigenen Körper. Viele Männer, die eine glanzvolle Karriere gemacht haben, sind innerlich ausgebrannt, in ihren Familien gescheitert, und sie stehen mit leeren Händen da.

ZEIT: Bisher ist aber die Zeit, die Mütter im Unterschied zu den Vätern mit ihren Kindern verbringen, angestiegen. Auf diese Weise scheinen sich junge Familien auch an den verschärften Wettbewerb am Arbeitsmarkt anzupassen.

Riedesser: Es kommt weniger auf die Quantität, als auf die Qualität der gemeinsamen Zeit an. Doch es stimmt, die Familienforschung zeigt, dass Paare trotz ihrer Wünsche nach partnerschaftlichen Beziehungen bald nach der Geburt der Kinder wieder ihre tradierten Rollen übernehmen, worin oft der Keim des späteren Zerwürfnisses liegt. Berufswege und die Betreuung der Kinder müssen, etwa durch die konsequente Förderung von männlicher Teilzeitarbeit, vereinbar werden. Entscheidend ist, dass Vater und Mutter für die Kinder emotional erreichbar und hinreichend präsent sind und sich nicht unter Druck fühlen, die Kinder entgegen ihren Beziehungswünschen wegorganisieren zu müssen.

Das Gespräch führte Elisabeth von Thadden

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Leser-Kommentare
  1. Vater sein kann neben allem schönen auch stress beteuten, vorallem wenn man allem versucht zu genügen, sprich ein guter Vater zu sein, ein guter Ehemann, Liebhaber und dann auch noch im beruflichen die Leistungen erbringen soll. Vorallem aber ist es eine Herausforderung die das eigene Leben prägt und natürlich das Leben der Kinder, man muss sich immer bewusst sein dass man nun die Verantwortung für die Kinder hat, dies meine ich nicht eigentlich im finanziellen Sinne sondern vieleher im moralischen und erzieherischen Sinne. Für mich als Vater war es wahnsinnig wichtig von der ersten Sekunde an mit dabei gewesen zu sein und auch jetzt soviel Zeit wie möglich mit meinen Kindern zu verbringen um einerseits für sie da zu sein und andererseits um all das aufzunehmen was in den ersten Jahren geschieht, weil das Kostbarste die Zeit ist die man mit den Kleinen verbringt und es sind die schönsten Momente meiens Lebens.
    Leider hat es die Politik und auch die Wirtschaft versäumt, nebst dem Gejammer um den Geburtenrückgang, nützliche Schritte einzuleiten. Zumindest in der Schweiz ist es so dass der Vater lediglich einen Tag frei kriegt was praktisch nichts nützt, die restliche Zeit die er in den ersten wichtigen Wochen mit der Familie verbringen will gehen auf sein Ferienkonto. Zudem ist man schnell einmal in Geldnot, wenn man nicht dem Druck der Gesellschaft nachgeben will und einen Zwei-Verdiener Haushalt führt, sondern man sich dazu entscheidet das die Mutter im ersten Jahr bei den Kindern bleibt. Was wiederum dazuführt dass die Mutter oft schräg angeschaut wird, wenn sie auf dem Spielplatz den anderen Mütter mitteilt dass sie "nicht" arbeite. Ich glaube dass der Beruf Mutter sein leider sehr unterschätzt ist. Vater sein dagegen, zumindest wenn man es ernst nimmt wird immer sehr hoch gehalten, ich finde es muss selbstverständlich werden das der Mann seine Rolle als Vater auch wahr nimmt.

  2. Herr Riedesser spricht von einer besonders wirksamen Prägung des Vaterbildes durch die Bibel. Dazu 2 Fragen:

    1. Gibt es Studien, die den Zusammenhang zwischen Gott und Vater stützen oder handelt es sich hierbei um eine "emotionale Ansicht"?

    2. Die Palette des biblischen Vaterbildes ist viel breiter (=> Gen. 38-50; Lk.15). Liegt dieses Mißverständnis in unserer Kultur begründet oder ist es die private Ansicht des Autoren?

  3. Die “zentrale Zukunftsfrage unserer Gesellschaft” sei “die gemeinsame Verantwortung für
    gelingende Eltern-Kind-Beziehungen”! Wenn dem so ist, kann eine Gesellschaft, der die“emotionale Verarmung”, “ein weiterer Anstieg der Sozialkosten und wirtschaftliche
    Probleme”drohen, wenn der “Umbruch zu einer veränderten Väterlichkeit mißlingt”, tatsächlich auf Erfahrungen und Erkenntnisse aus der eigenen Geschichte verzichten ?
    Schon vergessen, verdrängt oder nur konsequent totgeschwiegen, bewußt ausgeblendet bzw.besserWESSerIsch ignoriert, nicht daran interessiert oder am Ende von nichts gewußt ?
    Wovon die Rede ist ? Ein nicht unbeträchtlicher Teil der deutschen Männer -Väter und Söhne -
    wurden 40 Jahre lang durch sozialistische Lebensbedingungen geprägt !
    Das als “krisengeschüttelt” verortete “Vaterbild”, das in Ihrem Beitrag bis in biblische Zeiten zurückverfolgt wird, hätte wenigstens einen differenzierenden Nebensatz zum hierzulande verinnerlichten Sozialisationsmodell aus der jüngsten gesamtdeutschen Kulturgeschichte erwarten
    lassen.
    Natürlich war die DDR NICHT der “Garten Eden”, wie auch dem letzten DDR-Bürger durch 16 Jahre bundesrepublikanische Wirklichkeit, ihre politische Deutungshoheit und Freiheit der Medienberichterstattung längst bewußtseinserweiternd klargeworden ist.
    Natürlich gab es im real existierenden Sozialismus keine ideologisierte soziale Bewegung emanzipationshungriger Frauen und auch der belächelte Typ “latzbehoster Mann, der die bessere Mutter sein wollte”, war bestenfalls ein Außenseiter.
    Welche Alltagsrealität fand er im Allgemeinen vor, der in der DDR sozialisierte Mann und Vater ?
    Welche Faktoren beeinflußten sein Selbst- und familiäres Rollenverständnis nicht unwesentlich ?
    Ohne jedes ideologische Kalkül sei an ein paar Fakten erinnert:
    Vollbeschäftigung war Lebenswirklichkeit für alle Männer und Frauen;
    eine Selbstverständlichkeit die in der Regel gut ausgebildete berufstätige Frau und Mutter, mit der
    er sich die Hausarbeit weitgehend teilte, die kostenlos die Pille schluckte und ein gesetzliches Recht auf Schwangerschaftsabbruch (eigen)verantwortlich (!) wahrnahm.
    Zur Normalität gehörten unbürokratische Ehescheidungen innerhalb zumutbarer Zeiträume, die weder Männer noch Frauen in den wirtschaftlichen Ruin trieben und Unterhaltszahlungen in angemessenem Verhältnis zum Verdienst.
    Gesellschaftliche Realität waren Einrichtungen zur Kinderbetreuung von Sonneberg bis Glowe (Rügen). Das Erzieherpersonal für Kinderkrippe, Kindergarten und Schulhort war pädagogisch/didaktisch solide qualifiziert. Es gab kostengünstiges Mittagessen (Schulspeisung) und
    Milch für alle Kinder in den Schulen und Betreuungseinrichtungen. In den Ferien konnten alle
    Eltern zu erschwinglichen Preisen ihre Kinder ins Betriebsferienlager zur Erholung schicken, wobei Sport, Spaß und Spiel für alle Altersgruppen nicht zu kurz kamen.
    Sozialpolitische Programme u.a. für junge Familien (wenn auch auf Pump) sorgten für günstige Ehekredite, ausreichend Wohnraum und Kinderspielplätze im städtischen Raum. Zukunftsangst war ein Fremdwort. Die Kriminalität hielt sich in Grenzen.
    Die Geschlechter- und Familienbeziehungen gründeten sich nicht auf bürgerliches Besitzstandsdenken und eigentumsbasierte Wertvorstellungen. Abgesehen von längerfristig wirksamen kulturellen Mustern und biologischen Gegebenheiten, gestalteten sich erotische und
    sexuelle Kommunikation im Prinzip unverkrampft, in der Regel lustbetont und wenig streßgestört.
    Die Abwesenheit von Bordellen und Prostitution (Ausnahme Leipziger Messe) sowie pornografischer Medieninhalte bildete, wenngleich als eine wesentliche Einschränkung der
    individuellen Freiheitsrechte zu werten, doch immerhin eine nicht zu unterschätzende Voraussetzung für die selbstbestimmte, von ökonomischen Zwängen und bürgerlicher Doppelmoral befreite Sexualität von Mann und Frau, die auch ihren sozialen Umgang miteinander und den Respekt voreinander nicht unbedeutend beinflußte.
    Die DDR konnte sich bekanntlich als eines der geburtenstärksten und kinderfreundlichsten Länder
    im Weltmaßstab rühmen.
    Was wurde aus den hier aufgewachsenen Männern, Vätern und Söhnen, die sich ihrer Verantwortung in Partnerschaft und Familie mehrheitlich stellten, bevor ihnen die Wende alle
    bürgerlichen Freiheitsrechte bescherte und sie “zurückwarf” in längst überwunden geglaubte antiquierte Moral- und Wertvorstellungen und existenzbedrohende wirtschaftliche Zwänge ?
    Was geben Frauen, Mütter und Töchter, die ihre Partnerinnen waren und sind, zu Protokoll ?
    Interessiert das wirklich niemanden mehr ?

    Dr. Ursula Hermsdorf (57), Baden-Baden

  4. Zitat: "Eltern zu erschwinglichen Preisen ihre Kinder ins Betriebsferienlager zur Erholung schicken, wobei Sport, Spaß und Spiel für alle Altersgruppen nicht zu kurz kamen.
    Sozialpolitische Programme u.a. für junge Familien (wenn auch auf Pump) sorgten für günstige Ehekredite, ausreichend Wohnraum und Kinderspielplätze im städtischen Raum. Zukunftsangst war ein Fremdwort. Die Kriminalität hielt sich in Grenzen.
    Die Geschlechter- und Familienbeziehungen gründeten sich nicht auf bürgerliches Besitzstandsdenken und eigentumsbasierte Wertvorstellungen."

    und was wurde aus der DDR?? es gibt dieses sozialistische "idealmodell" nicht mehr und die menschen hatten es satt
    finanziell kamen die nie über die runden, den menschen ging es schlecht und dem staat sowieso, weil vater staat ja alles gemacht hat und sich die menschen darauf verlassen haben, was dazu führte, dass die produkte immer schlechter wurden, die menschen immer weniger antrieb zeigten und eigenverantwortung

    eine solches system idealisieren, ist schlichtweg ein wahnsinn, an dem die brd heute noch finanziell kaut

    Zitat: "Abgesehen von längerfristig wirksamen kulturellen Mustern und biologischen Gegebenheiten, gestalteten sich erotische und sexuelle Kommunikation im Prinzip unverkrampft, in der Regel lustbetont und wenig streßgestört.
    Die Abwesenheit von Bordellen und Prostitution (Ausnahme Leipziger Messe) sowie pornografischer Medieninhalte bildete, wenngleich als eine wesentliche Einschränkung der
    individuellen Freiheitsrechte zu werten, doch immerhin eine nicht zu unterschätzende Voraussetzung für die selbstbestimmte, von ökonomischen Zwängen und bürgerlicher Doppelmoral befreite Sexualität von Mann und Frau, die auch ihren sozialen Umgang miteinander und den Respekt voreinander nicht unbedeutend beinflußte."

    und der staat setzte prostituierte zur informationsbeschaffung auf ausländische politiker und manager an
    die menschen wurden laufend überwacht und waren sicherlich frei in ihren entscheidungen

    so was habe ich noch selten gehört, so eine rosarote brille haben noch wenige menschen aufgehabt

    es war einfach soviel an dem system schlecht, dass man es nicht gut heißen kann, was da passiert ist

    im dritten reich gab es auch wesentlich mehr kinder als jetzt, trotzdem hoffe ich, dass sie dieses system von damals nicht gut heißen, ich mache es jedenfalls nicht, obwohl es ein mutterkreuz gab

    Zitat: "Die DDR konnte sich bekanntlich als eines der geburtenstärksten und kinderfreundlichsten Länder
    im Weltmaßstab rühmen.
    Was wurde aus den hier aufgewachsenen Männern, Vätern und Söhnen, die sich ihrer Verantwortung in Partnerschaft und Familie mehrheitlich stellten, bevor ihnen die Wende alle
    bürgerlichen Freiheitsrechte bescherte und sie “zurückwarf” in längst überwunden geglaubte antiquierte Moral- und Wertvorstellungen und existenzbedrohende wirtschaftliche Zwänge?"

    falsch: die wiedervereinigung nahm ihnen alle bürgerlichen freiheitsrechte, eine vaterschaft bedeutet heute für jeden mann knechtschaft bis zum lenbensende, und jemandem geld überweisen, den man nicht mehr sehen möchte mit dem man auch nichts mehr zu tun haben will ist ein wahnsinn
    das kind darf man nicht mehr sehen und man muss froh sein, wenn einem nicht auch noch sexueller missbrauch vorgeworfen wird, schließlich passiert einer frau nach den unterstellungen nichts und des sorgerecht und die damit verbundenen geldzuwendungen des verhassten ex sind ihr auch sicher

    wachen sie frau doktor, sie leben in einer traumwelt, wie alice im wunderland schwarzer

    es will unter diesen bedingungen kein mann mehr verantwortung übernehmen, warum auch, die entscheidung treffen andere, also ist es eine böse unterstellung von männern verantwortung zu verlangen, weil sie die entscheidungen nichzt treffen

    frauen haben die entscheidungsvollmacht, daher sollten sie auch alleine die verantwortung zu tragen haben

  5. 5. \N

    Sehr geehrte Frau von Thadden,
    Sehr geehrter Herr Riedesser,

    Auf welcher Welt lebt eigentlich Herr Riedesser?

    Erstens:
    Wie mir eine Reiseleiterin in Norwegen mitteilte, wird eine Besprechung in einer Firma sofort unterbrochen wenn ein Vater seine Kinder um 14h vom Kindergarten abholen muss. Diese Besprechung wird in Norwegen am nächsten Tag weitergeführt. Nicht aber in Deutschland.

    Bei der Neudefinition der Vaterrolle muss sich auch Herr Riedesser an der Nase packen und sich fragen lassen, wo zum Teufel er denn steckte als die Wirtschaft die Wochenarbeitszeit - bei 5 Mio. Arbeitslose - erneut über 40h die Woche verlängerte. Nun haben sicherlich noch mehr Väter die ganze Woche Zeit für ihre Kinder, weil sie nämlich arbeitslos sind. Ist das die Neudefinition der Karriere Herr Riedesser?

    Zweitens:
    "Der Vater hat von Anbeginn eine eigenständige Beziehung zum Kind." Dieser Satz ist eine Feststellung und insofern nicht angreifbar.

    "Er soll nicht nur als Außenstehender die Beziehung zwischen Mutter und Kind unterstützen.". Angesichts Tausender Umgangs-Verbots-Urteile landauf-landab kann ich dies nur als eine Aufforderung an die Justiz auffassen, die Vaterrolle neu zu überdenken. Bei den vorhandenen "alten Vaterklischees" der Richter und Richterinnen bleibt dies reines Wunschdenken.

    "Der Vater ist Vorbild und Identifikationsfigur für den Jungen, ...." Das ist mal wieder eine Binsenweisheit, die von den Familiengerichten so nicht geteilt wird. Spätestens wenn es um Unterhalt geht, wird der Vater kriminalisiert und damit ist seine Vorbildfunktion im Eimer.

    Drittens:
    Richtig:
    "Die gemeinsame Verantwortung für gelingende Eltern-Kind-Beziehungen ist die zentrale Zukunftsfrage unserer Gesellschaft." Denn davon hängt nicht zuletzt die Frage nach der wirtschaftlichen Stärke des Standorts Deutschland.
    Falsch:
    "Wenn der Umbruch zu einer veränderten Väterlichkeit misslingt, werden wir einen weiteren Anstieg der Sozialkosten erleben und wirtschaftliche Probleme bekommen."

    Was soll bitte eine veränderte Väterlichkeit bedeuten? Der Schmarrn von vorhin?

    Da immer mehr potentielle Väter von potentiellen Kindern absehen, können kaum mehr soziale Kosten entstehen. (Konrad-Adenauer-Stiftung, Familienreport 2005, 1992 unter 11%, 2004 26% der Männer wollen keine Kinder mehr.

    Da wir immer mehr Rentner und immer weniger Kinder haben, werden wir wirtschaftliche Probleme bekommen.

    Da Sie aber eingangs Herr Köhler erwähnten, fragen Sie ihn bitte wie er als Politiker gedenkt, die neue Vaterrolle zu unterstützen, wenn er selbst eine Männer- und Väterhasserin par excellence, Frau Schwarzer das Bundesverdienstkreuz für ihre berühmte Aussage "Nur ein toter Mann ist ein guter Mann" verleiht?

    Oder fragen Sie Herrn Bürgermeister der Stadt München, Ude, warum er den väterfeindlichen Verein KOFRA unterstützt?:

    "Die Auffassung, ein Kind brauche in jedem Fall einen Vaters, gleichgültig welchen, ist nachweislich falsch. Zahllose Kinder in der Bundesrepublik müssen Gewalt, Missbrauch, Demütigung und Missachtung durch Väter erleben, vor denen Mütter mit ihren Kindern flüchten."
    (von http://www.lobby-fuer-men...)

    Also Herr Riedesser, wenn Sie mit "alten Vaterklischees" aufräumen wollen, fangen Sie doch bitte zunächst mal bei Ihnen an und als sogenannte Horizonterweiterung empfehle ich Ihnen die Änderung der Vorurteile innerhalb der Justiz. Dann sollten Sie vielleicht auch mal der Wirtschaft Ihre Ideen erklären. Nachdem Sie auf den Boden der Wirklichkeit gelandet sind, glaube ich kann, ein konstruktives Dialog beginnen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Michael Baleanu
    85356 Freising

  6. Zitat: "Leider sind Sie für einen sachlichen Gedankenaustausch zu frustriert. Warum eigentlich?"

    schon wieder eine falsche schlussfolgerung, ich lasse mir nur nicht gerne die schuld für etwas zuschreiben, für das ich nichts kann

    Zitat: "Außerdem sollte man unterscheiden können zwischen der Politikebene und der konkreten Alltagsrealität DDR, die zwar nicht voneinander losgelöst analysiert werden können, da sie wechselseitig aufeinander einwirkten, die aber auch jeweils eine relative eigenständige Praxis darstellten."

    na das ist aber ein widerspruch in sich, man kann es eben nicht trennen und etwas idealisieren, das einfach nur schlecht war, ist nicht sehr seriös

    Zitat: "Bisher wurde hauptsächlich nur die politisch-ideologische Ebene der DDR Realität in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Sie outen sich leider als einer jener bornierten Westdeutschen, die das Leben in der DDR nicht gelebt haben, trotzdem "bis ins letzte darüber informiert" sind und ganz im Sinne der von Politik und Medien verbreiteten Sichtweisen, das Leben dort auf die negativen Seiten (die ich keineswegs leugne !)(Stasi, Diktatur, Überwachung etc.) reduzieren wollen."

    das stimmt doch gar nicht, außerdem wer sagt, dass ich westdeutscher bin??

    Zitat: "die vielen Kinder in der DDR wurden übrigens trotz mangelnder persönlicher Freiheit und politischer Beschränktheit bzw. Ungerechtigkeit gezeugt, in der Regel geliebt, erzogen und mit staatlicher Unterstützung betreut."

    in jedem staat, in dem es den menschen schlecht geht werden viele kinder gezeugt (siehe fast der gesamte afrikanische raum und der asiatische)

    Zitat: "Das Gründe für das Scheitern der DDR sind wohl etwas komplexer, als Sie es sich vorstellen können."

    genau aus dem grund habe ich ja auf die anderen probleme hingewiesen und nichts beschönigt, es hält sie ja niemand auf in ein land mit diktatur und staatssciherheitspolizei und permaneneter überwachung zu ziehen (vielleicht nordkorea wäre ganz nett)

    Zitat: "Aber das wäre ein anderes Thema. Hier ging es ja wohl um die Befindlichkeit der Männer/Väter und ihre wachsende Verweigerungshaltung gegenüber stabilen Eltern-Kind-Beziehungen in dieser Gesellschaft, was hier(!)zum Politikum zu werden droht, oder?"

    teilzeitarbeit für männer, verpflichtender pflegeurlaub und die schuld männern zuzuschreiben ist einfach falsch

    männer zeugen ja genug kinder nur frauen treiben pro jahr 200.000 kinder oder noch mehr in deutschland ab;
    daher ist das hauptproblem der egotrip der frau und nicht der der männer

    erst kürzlich wurde eine meinungsumfrage veröffentlicht, wonach vor allem junge frauen wollen, dass der mann arbeiten geht und geld verdient und sie zu hause bleiben und auf das kind scheuen wollen

  7. Als Lehrer an einer Gesamtschule bin ich geradezu täglich mit der Problematik der sich wandelnden Rollenbilder und der Patchwork-Familien konfrontiert. Interessiert las ich daher das Gespräch mit Herrn Riedesser. Ausgesprochen unangemessen finde ich aber, dass Riedesser glaubt hier seine Religionskritik und Kritik am vermeintlich christlichen Vaterbild unterbringen zu müssen. Nach biblischen Verständnis sollte auch die Strenge und der Tadel immer der Liebe zu dem Kind entspringen (vgl. Spr 3, 12). Als Erziehungsmittel sind Strafe und Tadel allerdings unverzichtbar, und sie ergänzen die Erziehungsmittel Lob und Belohung sowie das des Vorbilds.

    Der von Riedesser erwähnte Gehorsam ist aus biblischer Perspektive ein zentrales Erziehungsziel (wobei hier nicht die Rede von Kadavergehorsam ist). Nach biblischem Verständnis ist die Menschheit durch Ungehorsam ins Unglück gestürzt worden (vgl. Gen 3), und der Weg zurück zu Gott ist eng verbunden mit Gehorsam. So sagte Paulus auf dem Areopag den Athenern, dass Gott den Menschen gebietet, Buße zu tun (vgl. Apg 17, 30).

    Die Ausführungen Riedessers über das Verhältnis von Vatergott und Sohn ziehen bewusst das in den Schmutz, was dem Christen das Wichtigste und Teuerste ist: Jesus wurde von Gott meiner Sünden wegen gestraft und starb, damit ich der Höllenstrafe entkomme. Wäre Riedesser mein Schüler, würde ich ihm einige kostenlose Nachhilfestunden in Soteriologie anbieten ...

  8. Leider sind Sie für einen sachlichen Gedankenaustausch zu frustriert. Warum eigentlich ?
    Außerdem sollte man unterscheiden können zwischen der Politikebene und der konkreten Alltagsrealität DDR, die zwar nicht voneinander losgelöst analysiert werden können, da sie wechselseitig aufeinander einwirkten, die aber auch jeweils eine relative eigenständige Praxis darstellten. Bisher wurde hauptsächlich nur die politisch-ideologische Ebene der DDR Realität in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Sie outen sich leider als einer jener bornierten Westdeutschen, die das Leben in der DDR nicht gelebt haben, trotzdem "bis ins letzte darüber informiert" sind und ganz im Sinne der von Politik und Medien verbreiteten Sichtweisen, das Leben dort auf die negativen Seiten (die ich keineswegs leugne !)(Stasi, Diktatur, Überwachung etc.) reduzieren wollen.
    Die vielen Kinder in der DDR wurden übrigens trotz mangelnder persönlicher Freiheit und politischer Beschränktheit bzw. Ungerechtigkeit gezeugt, in der Regel geliebt, erzogen und mit staatlicher Unterstützung betreut.
    Das Gründe für das Scheitern der DDR sind wohl etwas komplexer, als Sie es sich vorstellen können.
    Aber das wäre ein anderes Thema. Hier ging es ja wohl um die Befindlichkeit der Männer/Väter und ihre wachsende Verweigerungshaltung gegenüber stabilen Eltern-Kind-Beziehungen in dieser Gesellschaft, was hier(!)zum Politikum zu werden droht, oder ?

    Ursula Hermsdorf

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  • Quelle DIE ZEIT, 06.07.2006
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