Nahost Planlos mit der Flinte

Trotz der Mauer zu den Palästinensergebieten bleibt Israel verletzbar. Der Angriff auf Gaza wird die Probleme mit der Hamas nicht lösen.

Der Nervenkrieg begann erst richtig, als das Ultimatum abgelaufen war. Am Dienstag, um sechs Uhr morgens, gaben Gilat Schalits Entführer bekannt, dass »der Fall abgeschlossen« sei. Über den Zustand des 19-jährigen Soldaten ließen sie die Israelis im Dunkeln. Offen blieb auch, was das für den weiteren Verlauf des Dramas bedeutete, das bereits im vollen Gange war.

Israel war hart geblieben, hatte sich nicht auf die Entführerforderung nach Freilassung von tausend palästinensischen Gefangenen eingelassen. Nur keinen Präzedenzfall schaffen, hieß es, denn der würde bloß Schule machen. Stattdessen machte sich die Armee auf den Weg zurück nach Gaza, das sie im letzten Sommer eigentlich für immer verlassen wollte, und startete eine Großoffensive, die zu der Entführung in keinem Verhältnis zu stehen scheint.

Alle Soldaten, die nun dort mit ihren Panzern und Flugzeugen die Palästinenser unter Druck setzen sollen, wissen, dass es dabei neben dem Schicksal von Gilat Schalit und der Gelegenheit, den Hagel der Kassam-Raketen zu stoppen, um etwas viel Grundsätzlicheres geht: die Neuordnung der Kräfteverhältnisse, das Setzen anderer Spielregeln im Umgang mit der palästinensischen Hamas.

Bloß: Wie kann Israel das gelingen? Mit welchem Gegner hat es zu tun? Solange die islamistische Hamas noch nicht in der Regierungsverantwortung stand, präsentierte sie sich als straff organisierte Bewegung mit klarer Hierarchie. Es gab keine rhetorischen Querschläger, keine Doppelzüngigkeit, keine ungelösten Autoritätsfragen. Der Showdown mit Israel hat nun die internen Spannungen nach ihrem Wahlsieg offenbart. Jetzt sind da auf einmal mehrere Führungsfiguren, die untereinander zutiefst verfeindet sind.

Da gibt es einmal den gewählten Premierminister Ismail Hanijeh, der nicht Herr der Lage ist. Er wusste weder um den Aufenthaltsort der Geisel, noch konnte er Verbindungen zu den Kidnappern aufnehmen. Die Entführer, oder ein Teil von ihnen, berufen sich auf den militärischen Flügel der Hamas, der seine Befehle normalerweise direkt von der Exilführung in Damaskus erhält.

Dort sitzt Chaled Maschal, den Israel vor einigen Jahren umzubringen versucht hatte. Aber der Anschlag mit einer Spritze auf offener Straße in Amman schlug fehl, und auf Wunsch des empörten jordanischen Königs musste der Mossad sofort das Gegengift liefern. Manche Experten behaupteten damals, man hätte Maschal zu viel der Ehre erwiesen; so wichtig sei er in der Hamas-Hierachie gar nicht gewesen. Jedenfalls hat er es seither bis nach ganz oben geschafft. Maschal ist selbst ein Diener zweier Herren, Syrien und Iran, die ihn mit viel Dollars und Status versorgen, damit er sich darum kümmert, dass der Nahostkonflikt weiterlodert.

Israel hegt keinen Zweifel daran, dass Maschal hinter der Entführung von Schalit steckt. Nach Informationen der Zeitung Jedioth Achronot habe er seine Anhänger in Gaza via Internet instruiert, eine »Terrorzelle« zu rekrutieren, die sowohl aus dem militärischen Flügel der Hamas wie aus Kämpfern des Volkswiderstandskommitees bestehen sollte. Ziel war, eine israelische Reaktion zu provozieren, die beide Organisationen treffen und nicht allein auf den Schultern der Kabinettsminister landen würde. »Entführt einen Soldaten, keinen Siedler«, habe Maschal befohlen, »sodass die Israelis nicht in die Welt hinausschreien können, wir fügten einem ihrer Zivilisten Schaden zu. Unsere Operation gegen einen Besatzungssoldaten wird in der arabischen Welt als legitimer Schritt betrachtet werden.«

Offiziell will Maschal nichts mit der Geiselaffäre zu tun haben. Immerhin aber war er vorsichtshalber schon einmal untergetaucht, nachdem der israelische Generalstabschef geschworen hatte, die Hintermänner von »Kopf bis Fuß« ins Visier zu nehmen. Quasi als Warnung kreiste vor ein paar Tagen ein israelisches Flugzeug über der Sommerresidenz von Baschar al-Assad. Die Botschaft ist klar: Israel würde es gern sehen, sanft ausgedrückt, wenn der syrische Präsident Maschal endlich die Gastfreundschaft aufkündigte. Doch davon ist bis jetzt nichts zu merken.

Die Führung von Hamas konzentriert sich nicht auf den Gaza-Streifen, und das beeinflusst auch die Machtverhältnisse vor Ort. In einer Zustandsbeschreibung des Präsidentenamts von Machmud Abbas heißt es, dass es bei der Hamas niemanden gäbe, der in der Lage wäre, Entscheidungen zu treffen. »Die politischen Anführer im Exil behaupten, diese Macht liege in der Hand des militärischen Flügels in Gaza, der militärische Flügel wiederum sagt, die politische Führung im Exil habe das Sagen. Ismail Hanijeh, der derzeitige Ministerpräsident der Hamas-Regierung, hat in dieser Hinsicht scheinbar gar nichts zu melden.«

Abbas hat auch gleich eine Lösung für die Zukunft parat: sich selbst. Seine Fatah-Bewegung arbeitet »Tag und Nacht« daran, sich den Palästinensern als Alternative zu präsentieren. Der Fatah-Chef im Parlament drängte Abbas vor ein paar Tagen dazu, eine Notstandsregierung zu bilden. Er argumentierte, dass die Regierung ohnehin nur mehr virtuell existiere.

Dazu hat Israel mit beigetragen. Hat die Regierung Olmert übertrieben? Sie ließ im Westjordanland 64 Mitglieder der Hamas verhaften, darunter acht Minister und 24 Abgeordnete. Sie sollen sich nun wegen »Mitgliedschaft in einer terroristischen Bewegung« vor Gericht verantworten. In den Versammlungen bleiben ihre Stühle leer. Seit in Gaza nächtens Hanijehs Amtssitz bombardiert wurde, geht bei der Hamas-Führung die Angst um. Die Minister sind in den Untergrund gegangen. Um wenigstens den Anschein von Kontrolle zu erwecken, ließ Hanijeh eine Kabinettssitzung an einem geheimen Ort filmen und im Fernsehen übertragen.

Nicht, dass es nicht schon vorher ein Machtvakuum gegeben hätte. Die Hamas war ja unter anderem gerade deshalb gewählt worden, damit es dem internen Chaos ein Ende bereitete, das Gaza so gefährlich nahe an den Rande eines Bürgerkriegs gebracht hatte. Doch nach ihrem Sieg hatten die Gefechte mit der Fatah – statt aufzuhören – sich nur noch verstärkt. Von der vielbeschworenen Disziplin blieb nicht viel übrig. Auf der Straße machten bittere Witze die Runde: »›Fragt einer: Was würde passieren, wenn die Autonomiebehörde zusammenbräche?‹ Fragt der andere: ›Woran merkt man das?‹«

Schließlich ergriff Machmud Abbas die Initiative. Er drohte mit einem nationalen Referendum, sollte sich die Hamas nicht zu einem gemeinsamen Strategiepapier oder »Dokument der nationalen Versöhnung« bekennen, das implizit den Staat Israel anerkennt. Dass die Entführung von Schalit ausgerechnet in die Schlussverhandlungen hineinplatzte, wertete Abbas als persönlichen Angriff. Er war der Erste, der die Entführung dem militärischen Arm der Hamas zuschrieb.

Jetzt aber schmiedet die Belagerung durch Israel die Palästinenser erst einmal wieder zusammen. Abbas, der ebenso im Gaza-Streifen festsitzt wie alle anderen, ließ den Zorn beiseite und begleitete seinen Rivalen Hanijeh zu dessen zerstörtem Amtssitz. Ein ungewöhnlicher Auftritt, der die Stimmung trifft. Je länger der Strom in Gaza ausfällt, je mehr Straßen und Brücken dort zerstört werden, je tiefer die Panzer vordringen, desto weniger ist es denkbar, dass auf Abbas Bestreben hin eine moderatere Regierung entsteht, wie in dem dann doch noch schnell unterschriebenen Dokument vorgesehen; denn diese würde nur wie ein Kabinett der Kollaborateure aussehen.

Welche Optionen also hat Israel? Warnende Stimmen erinnern an die Erfahrungen im Libanon in den achtziger Jahren. Die Israelis mussten damals erfahren, dass es sich nicht auszahlt, zu eigenen Gunsten in die Machtverhältnisse anderer einzugreifen. Zudem ist gar nicht klar, ob ein gewaltsamer Sturz der Hamas-Regierung wirklich in ihrem Interesse läge. Zwar würde der Abgang der Islamisten vielen ins Konzept passen, angefangen von der Fatah bis zur moderaten arabischen Welt, die sich durch den Wahlerfolg der Islamisten selbst bedroht fühlt. Problematisch aber bliebe das Prozedere. Denn war die Hamas nicht auf ausdrücklichen Wunsch von George Bush bei den Wahlen im Januar zugelassen und demokratisch gewählt worden?

Solange das Schicksal des Soldaten unklar bleibt, lautet Israels Strategie: Druck, aber nicht zu viel. Die Hoffnung: Solange die Hamas-Führung die Flugzeuge über sich im Himmel kreisen sieht und um ihr Leben bangen muss, lässt sie Gilat Schalit in Ruhe. Unklar ist, was passiert, wenn die Rechnung nicht aufgeht. Käme es dann zur endgültigen Konfrontation mit der Hamas? Möglich, aber nicht sicher. Denn die Alternativen sind problematisch. Machmud Abbas hätte nur wenig Legitimität, um eine Notstandsregierung zu bilden. Israel hat kein Interesse, Gaza wieder voll zu besetzen und Verantwortung für die Zivilbevölkerung zu übernehmen. Auch wäre die Bereitschaft der Staatengemeinschaft, einzuschreiten und die Verhältnisse zu stabilisieren, begrenzt.

Wenige Stunden nach Ablauf des Ultimatums am Dienstag trat Ehud Olmert vor die Kameras und rief die Israelis dazu auf, die Zähne zusammenzubeißen. Man tue alles, um Gilat Schilat wieder nach Hause zu bringen; alle, die in die Affäre verwickelt seien, würden bestraft werden. Verhandlungen mit den Entführern schloss er aus.

Für Olmert steht viel auf dem Spiel. Er weiß, dass das internationale Verständnis für die Militäraktion mit jedem Tag erodieren wird, in dem sich die Verhältnisse in Gaza verschlechtern. Er muss aber auch beweisen, dass seine bisherige Politik richtig war. Er hatte schließlich den einseitigen Abzug aus Gaza im vorigen Sommer vorangetrieben; unter anderem aus Sicherheitsgründen. Seine Partei war im März mit einem Programm gewählt worden, das weitere einseitige Rückzüge aus dem Westjordanland vorsieht. Kritiker halten Olmert heute vor, dass der Abzug aus Gaza in Abstimmung mit Machmud Abbas hätte erfolgen sollen, was den Präsidenten gestärkt und vielleicht den Wahlsieg der Hamas verhindert hätte.

 
Leser-Kommentare
  1. Die Lage im Nahen Osten ist besser als vor einem Jahr, als Israel den Palaestinensern die Gelegenheit gab, sich damit zu bruesten, sie haetten "die Zionisten aus Aza vertrieben".
    Es gab einen Abzug ohne Gegenleistung.
    Solange Palaestinenser keinen Frieden wollen, und solange sie das tun, was sie am besten koennen: Alle fuer ihre Situation verantwortlich machen. Alle ausser sich selbst - solange wird Israel keine Schwaeche zeigen.
    Ich lebe im Nahen Osten.
    Unterscheidet mich das von den Herren Kommentatoren?
    Tut nicht viel zur Sache. Oder vielleicht doch?

  2. Warum ablehnen was offensichtlich ist, es wird doch hier nur mit fingierten Karten gespielt und nur Neuankömmlinge in der Presseberichterstattung dürfen sich als Blind outen.
    Wir sind Antisemiten, und Rassisten, wir haben die Juden dorthin exportiert wo sie uns nicht mehr störten und jetzt lassen wir zu dass Israel Indianer Reservate veranstalten will.
    Nur dass die Palästineser vielleicht müde sind zu warten auf den Good Will vom Westen darf nicht erstaunen, hat doch unser Freund GW die Palästinser geleimt indem er zur Roadmap sagte der Palästina Staat sollte zusammenhängend sein.
    Wie wenig frei die Presse ist, und das spürt auch das Volk sieht man an den gestrichenen Kommentaren, alles in fester Hand. Doch wird es gegen Gottes Wille kaum nützen.
    Dass die Palästineser zerstritten sind ist sehr einfach zu erklären, es gab da auch Blauäugige, dem Westen Genehme, welche der Propaganda Bush's glaubte. Jetzt hat sich alles geklärt!
    Wie soll Olmert auch anders sein als Sharon? Hat er doch Jerusalem praktisch Araberfrei gestaltet.
    Wenn ich mir einen Vergleich erlauben dürfte würde ich sagen dass am Anfang jeder Feldherr als Sieger da steht.
    Doch die Zeit ist der Unendlichkeit angepasst, sie ist zäh wie Leder und unachgiebig wie Stahl.
    Ich habe genug mit Juden und Israelis gesprochen um zu wissen was läuft, und die in Israel leben sind die welche wissen dass sie hier unerwünscht sind. Das haben hohe Verantwortliche und Intellektuelle mir zu verstehen gegeben, und weil Sharon dies auch wusste wollte er Erez Israel, um die Juden alle nach Hause zu holen. Nur sind die hinderlischen Palästineser da...
    Wollte Israel wirklich hinter die Grenzen von 1967 wäre es 2002 geschehen nach dem Vorschlag der arabischen Liga. das war ja mal ein tolles Angebot.
    Mit Waffen hat noch nie einer Frieden gestiftet, nur Hass.
    Wir sind nicht imstande uns in den Spiegel zu schauen, wir denken als Ethnozenztristen wie Chirac sich ausdrückte, aber wir sind eine schwindenede Minderheit...mit Waffen aber trotzdem eine Minderheit!

  3. ist es mal klar, dass solange wir die Palästineser sühnen lassen für unseren Antisemitismus, jetzt und seit 100 Jahren, wird sich nichts ändern.
    Die Frage lautet also: Was sind wir bereit zu geben, damit Frieden herrschen kann.
    Es hat keinen Zweck den Einen zu beschuldigen dass er Antisemit war, wir in Europa sind absolute Champions, aber weil wir feige sind lassen wir durch psycho transfer die Palästinenser bluten.
    Durch einen Federstrich wurden denn in den Europäischen Länder nach dem Krieg einfach den Umzug des Problems nach Palästina befohlen...und bedingungslos unterstützt.
    Es wurde keine Emphatie gezeigt für das Leid der Palästinenser und es wird auch keine Emphatie gezeigt für das Viertel der Israel Bevölkerung welche unter der Armutsgrenze lebt...wegen wenigen quadratmeter Erde.
    Wir sind schuldig und nicht die Palästinenser, wir haben dies verursacht. Die Israelis können aus psychologischen Ursachen nicht aus dem Weh ausbrechen, und fördern daher die Lösund Indianer Reservate wie die USA es taten.
    Dass die Palästineser sich dagegen wehren müsste ja jedem einleuchten, zumal wem die Beobachtung der Indianer-Reservate wichtig erscheint.
    Die Parrallelen aufzuzeichnen brächten nur Polemik der übelsten Sorte, die darf jeder für sich erdenken.

  4. Es stellt sich doch die Frage, wer hier dumm ist. Die Autorin des Artikels, oder doch gewisse Zeit-Leser? Die Israelis sind wohl kaum als Besatzer zu qualifizieren. Sie haben sich das Recht in Israel zu leben in drei Kriegen blutig erkämpft. Das ist ein in der Weltgeschichte alltäglicher Vorgang. Das einzig neue war, dass die Palästinenser 1948 die Chance hatten, einen eigenen Staat neben Israel zu erhalten - zum ersten Mal seit ca 600 Jahren übrigens. Aber wie üblich war ihnen das nicht genug. Sie haben davon geträumt, die Juden ins Meer zu treiben und mussten den Preis für diese Hybris bezahlen (interessante Parallele zur Situation der Deutschen). Deshalb stimmt es auch nicht, dass es sich bei dem Entführten um einen Besatzungssoldaten handelt, der dort wo er sich befand nichts zu suchen hatte. Es handelt sich um einen Soldaten, der sein eigenes Land und seine Familie gegen den nicht endenden arabischen Terror verteidigt.

    Aber nehmen wir einmal an, Sie hätten recht und die Palästinenser - verfolgt, vertrieben und unterdrückt - hätten das Recht ihr "angestammtes Territorium" zurückzufordern (und das ist es, was Hamas und Hizb Allah tun). Warum sollte dieses Recht nur für Palästinenser gelten? Wann marschiert die Bundeswehr in Polen und Rumänien ein und erobert "angestammtes Gebiet" zurück? Gebiet, aus dem Deutsche unter schwerem Leid vertrieben wurden. Melden Sie sich freiwillig? Die BRD hat den Lauf der Welt akzeptiert und den Preis für einen verlorenen Krieg bezahlt. Es ist an der Zeit, dass die Palästinenser das gleiche tun.

  5. Was soll dieser dumme Artikel, der allein die israelische Betrachtungsweise goutiert? Klar, die Autorin hat noch nie davon gehört, daß Israel Besatzungsmacht ist - und das seit 1967 (Westjordanland, Gaza) bzw. 1948, ja seit 1947, und durch all die Einwanderer schon seit den 1920-er Jahren. Einwanderung und Eroberung - auf Kosten der seit vielen Jahrhunderten hier lebenden einheimischen Bevölkerung. Mit 800.000 grausam und unter großen menschlichen Opfern vertriebenen Arabern, für uns heute Palästinenser. Aber bei der grundgütigen Autorin kommt das nicht vor - bei den herrschenden und regierenden Israelis auch nicht. Welche eine fulminante Verdrängung... und Übereinstimmung.
    Was soll ein solcher Artikel, der nur verschleiert, alle Realitäten vernebelt, sich voll auf die Seite der Unterdrücker stellt?
    Ein Jude/Israeli wurde entführt? Das darf es doch wirklich nicht geben - das war doch ein Soldat, der aufgerufen war, seine Pflicht zu erfüllen. Und was ist diese Pflicht? Teil des Unterdrückungsapparates des Staates Israel zu sein in einem Land, das Israel nicht gehört, wo Israel auch nicht das kleinste Bißchen verloren hat. Richtig ist, daß ein Kriegsgefangener gemacht worden ist - ein einziger: aber dafür zerstört die "einzige Demokratie des Nahen Ostens", wie sich Israel selbstmitleidig nennt, mal wieder die Infrastruktur Palästinas. Und tötet, ermordet Palästinenser aller Altersgruppen ohne Zahl. 10.000 Palästinenser sitzen in israelischen Gefängnissen ein - aus politischen Gründen.
    Die sollte Israel kurzfristig freilassen. Und seinen Siedlern dann 10.000 Möbelwagen zur Verfügung stellen für den baldigen Umzug nach Israel, ins Kernland. Dabei sollte die Bundesregierung helfen, kostenlos, aber nicht mit Mungos.
    Frieden für Israel? Aber gewiß doch, aber ebenso auch für Palästina. In Frieden und Freiheit. Mit gesicherten grenzen.

  6. 7.7.2006

    ....am 7.7. 1944 hatten Sie, Ihre Eltern/Grosseltern wohl einen guten/einfachen Plan? Mit oder ohne Flinte?

    Was fuer dummes Zeug, um hoeflich zu sein! ..... und dazu brauchte man all diese Worte, Saetze und Seiten?

    Haben Sie einen Editor bei der ZEIT? Ist sie/er zufrieden?

  7. 7. Nahost

    wenn man die Entwicklung im gesamten Nahenosten betrachtet dann wird einem klar dass es im Gaza-Streifen auch ohne die Israelis nicht friedlich zugehen wuerde,es waere keine Oase der Friedfertig-oder und ziviler Geschaeftigkeit.Religioeses In-fighting macht Frieden eine Schimaere fuer diese Gegend.Ich lehne die Behauptung ab dass es die Schuld Deutschlands dass dort soviel Unfrieden herrscht,die Leute dort sind auch ohne 'unsere' Hilfe in der Lage genuegend Gewalt auszuueben.

  8. Welcher Krieg haben die Palästinser denn geführt? Sie hatten noch nie ein Land. Die Araber haben Kriege gefüht in deren Namen, aber nicht die Palästinser aber wessen Land wurde gekapert?
    Und wer ist an allem Schuld: Hitlerdeutschland!
    Aber wurde denn in Deutschland Raum geschaffen für die Juden? Nein, in Palästina, in einer Gegend wo kaum Gegenwehr zu erwarten war.
    Genau diese perfidie im Denken wird missbraucht den Palästineser ein Land zu verwehren.
    Aber die Geschichte ist die Zeit, und das Auge um Auge Zahn um Zahn liegt in Gottes Hand. So lassen wir mal alles gewähren, in 20 Jahren werden wir wohl schlauer sein!
    Und wenn sie wirklich wissen wollen wem das Land gehörte, lesen sie The Bible Unearthed von Finkelstein und Silbermann.
    Ich verwehre keinem ein Land, doch schaffe ich mir auch kein Grund zur Erforschung des Lebensraumes, denn wäre ja nicht diese idiotischen 12 Kinderfamilien im 19 Jahrhundert gewesen ( im Namen der Kirche) dann wäre es nie zu all dem Schlammassel gekommen und auch nicht zu einer Kolonialepoche...

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