Krieg im Libanon Der Wahnsinn an der Macht
Israel kämpft gegen neue Gegner. Die Radikalislamisten von heute verfolgen keine rationalen Ziele. Dagegen hilft nur ein altes Rezept: Eindämmung.
Dieser Krieg ist anders als die Nahost-»Klassiker« von Suez bis Jom Kippur. Er führt zurück an den mörderischen Anfang, der überwunden schien – zum Mai 1948, als fünf arabische Armeen in Israel einfielen, um die »Juden ins Meer zu treiben« und die Beute unter sich aufzuteilen. Seitdem haben sich die meisten Araber-Staaten mit Israel arrangiert, sogar per Friedensschluss. Und jetzt? Lassen wir Hassan Nasrallah sprechen, den Führer der Hisbollah, der diesen Krieg am 9. Juli im Auftrag von Iran angezettelt hat. »Israel ist ein Krebsgeschwür in dieser Region«, dozierte er schon 2000, kurz bevor die Israelis den Südlibanon räumten, und »wenn ein Karzinom entdeckt wird, muss es ausgemerzt werden«. Das »besetzte Palästina«, ließ er gerade wissen, sei nicht das Westjordanland, sondern Israel.
Gleichlautend der Oberste Führer Irans, Ali Chamenei: »Die Zionisten sind ein satanisches Krebsgeschwür und Israel ein infektiöser Fötus für alle Muslime der Welt.« In den Köpfen dieser »Chirurgen« von Gottes Gnaden geht es nicht um die Palästinenser, schon gar nicht um einen Deal, der ihnen einen Staat verschafft. In Wahrheit geht es gegen Palästina – gegen Abzug und Kompromiss. Das Kalkül von Hamas, Hisbollah und Teheran funktioniert blendend. Wer in Israel soll nach den Raketen auf Haifa für Verhandlungen plädieren, welcher Palästinenser nach dem Bombardement ihrer Brücken und E-Werke für Verständigung?
Worum geht es dann? Fragen wir Hossein Schariatmadari, den Chef der Chamenei-treuen Kayhan . »Der Angriff der Hisbollah«, antwortet er in der Ausgabe vom 16. Juli, »eröffnet ein neues Kapitel im Kampf gegen Israel, der das regionale Kräftegleichgewicht zugunsten der islamischen Welt verändern wird. Weitere Attacken werden sehr bald zu (Israels) Vernichtung führen.« Auslöschungs- und Großmachtsfantasien quellen aus solchen Sprüchen hervor, und doch hat der Wahnsinn Methode.
Um die zu erkennen, möge man den Blick hinter die heutige Schreckenskulisse werfen, auf die Anfänge dieses Hundertjährigen Krieges, zum Beispiel auf die Pogrome von 1929, die 133 Juden in Hebron das Leben kostete. Den »kleinen« Massakern folgten die großen Schlachten – 1948/49 der Unabhängigkeitskrieg, 1956 Suez, 1967 der Sechstagekrieg, 1973 Jom Kippur, 1982 Libanon. Waffenlärm und Gemetzel schienen das ewige Schicksal von Nahost zu sein – und dann das schier Unglaubliche: Aus der Todfeindschaft zwischen Israel und den arabischen Nachbarstaaten beginnt sich ein Frieden herauszuschälen, wenn auch ein kalter, bewaffneter.
Ägypten sagt den Krieg ab, selbst die PLO gewöhnt sich an lsrael
Als Erstes sagt Ägypten, die arabische Führungsmacht, 1977 den Krieg mit dem legendären Wort des Anwar al-Sadat ab: »No more war!« Menachem Begin, der »Groß-Israel«-Träumer, gelobt 1978 in Camp David, den ganzen Sinai zu räumen – so geschehen vier Jahre später. Der Frieden mit Jordanien kommt 1994; der ratifiziert bloß, was schon ein Vierteljahrhundert lang der Fall ist: die heimliche Allianz zwischen Amman und Jerusalem, die den Haschemiten-Staat vor Syrien und die Arafat-Palästinenser schützt.
Selbst die PLO gewöhnt sich nach einer langen Terror-Karriere, die vor der Besetzung des Westjordanlands beginnt, langsam an den Gedanken zweier Staaten zwischen »Meer und Fluss«, statt ihre Auslöschungsfantasien zu pflegen. Wir kennen die Stationen: die Direktgespräche im Osloer Wald, den Rabin-Arafat- handshake, die Gründung eines Quasi-Staates in Gaza und in Teilen des Westufers unter dem Rubrum »Palestinian Authority«.
Es kommt zu mörderischen Rückschlägen.Schon einen Monat nach dem Handschlag im Weißen Haus entfacht Jassir Arafat den Terror, derweil die Israelis Siedlungen ausbauen. Camp David 2000 scheitert; nach seiner Rückkehr setzt Arafat auf die »Zweite Intifada«, um einen besseren Deal herbeizuzwingen. Trotzdem: Die Israelis ringen sich zur Erkenntnis durch, dass sie die Palästinenser nicht unterwerfen können, diese, dass sie den Judenstaat, die kleine Supermacht, nicht von der Landkarte tilgen können. Derweil proben die »Gulfies« wie Qatar und Oman gar den Wirtschaftsaustausch mit dem »Kleinen Satan«.
Nach Hunderten von Gefallenen räumen die ernüchterten Israelis 2000 ihre Sicherheitszone im Libanon, fünf Jahre später Gaza. Verbittert bereiten sie hinter dem Zaun den Abzug aus dem Westjordanland vor – längst verwelkt ist der Traum von »Judäa und Samaria«. Nein, Frieden scheint hier nicht auf, höchstens die Trennung, die beide Völker aus der gegenseitigen Umklammerung befreit, die den Hass befeuert. Gewiss enthält diese Geschichte tausend blutige Fußnoten, aber wer die 77 Jahre seit dem Hebron-Massaker ins Auge fasst, erkennt, dass sich der Realismus zumindest in homöopathischen Dosen durchgesetzt hat.
»Ihr könnt einander nicht bezwingen«, flüstert diese Geschichte – bis zum 25. Juni, als die Hamas nach wochenlangem Tunnelbau und monatelangem Raketenbeschuss einen israelischen Posten jenseits der Gaza-Grenze angreift und einen Soldaten entführt. Vergangene Woche legt Hisbollah nach, indem sie acht israelische Soldaten tötet und zwei weitere entführte. Erwartungsgemäß schlägt Israel zurück – massiv, dauerhaft und brutal.
Doch irrt, wer glaubt, dass es sich hier nur um eine weitere Drehung in der »Spirale der Gewalt« handle, wie eine beliebte Floskel lautet – als wären die Akteure blind und blöd, gefangen eben in jener »Spirale«, die sie zu willenlosen Marionetten des Schicksals macht. Im Juni beginnt ein gänzlich neues Drama auf viel größerer Bühne, die bis nach Teheran reicht. Nennen wir es »Vorherrschaft und Vernichtung«. Regie führt das Regime Achmadineschad. Ausführende sind Hisbollah im Libanon und Hamas in Gaza. Halb im Schatten der Kulisse steht Baschar al-Assad, der syrische Diktator von Vater Hafis’ Gnaden.
Man kann das Neue auch so beschreiben. Im »klassischen« Nahost-Konflikt wurde die Bühne beherrscht von Potentaten wie Nasser, al-Sadat, al-Assad senior und König Hussein; die haben zwar gegenüber Israel häufig fehlkalkuliert, aber doch halbwegs rationale Interessen verfolgt, die irgendwann zum Ausgleich führten. Die Verweigerer und Terroristen – Fatah, Muslimbrüder, Hamas, Hisbollah – blieben draußen, wo sie das Foyer unsicher machten oder gnadenlos von den Regimen verfolgt wurden. Heute aber hält Hisbollah (»Partei Gottes«) 25 von 128 Sitzen im Beiruter Parlament, stellt Hamas die Regierung in Gaza. Die Extremisten stehen also plötzlich in der Mitte der Bühne – wie seit 1979 die Chomeinisten in Teheran. Und dort sind Revolutionäre, nicht bloß Revisionisten am Werk.
Der Unterschied ist kritisch. Revisionisten gab’s zuhauf in der Weltpolitik, zum Beispiel Weimar, das die verlorenen Gebiete im Osten wiederhaben wollte, oder Frankreich, das den Verlust von Elsaß-Lothringen nicht akzeptieren konnte. Revisionisten wollen einen größeren Teil des Kuchens, Revolutionäre aber die ganze Backstube zertrümmern, um sie hernach im Namen einer allein selig machenden Ideologie wieder aufzubauen – siehe Napoleon, den frühen Stalin oder Hitler. Solche Besessenen können sehr wohl taktische Kompromisse eingehen, doch nur im Dienste des apokalyptischen »Endsiegs« über die jeweiligen »Kinder der Finsternis« (Aristokraten, Kapitalisten, Juden).
Wenn auch viel kleiner dimensioniert, gehören die Achmadineschads und Nasrallahs in dieselbe Reihe. Die Dschihadisten des 21. Jahrhunderts kümmern sich nicht um »Road Maps« und »Nahost-Quartette« – auch nicht um die eigene Bevölkerung. Denn deren Leiden – Bomben und Blockaden – ist ihr Gewinn, schweißt doch der Druck von außen Herrscher und Beherrschte zusammen. Pragmatismus, gar Verständigung ist Verrat, wenn auf dem Programm die historische Neuordnung des Nahen Ostens unter der grünen Flagge des Propheten steht. Und die gehört in die Hand der iranischen Vormacht.
Hamas und Hisbollah sagen: Israel muss von der Landkarte getilgt werden
In diesem Drama sind sich Sunniten (Hamas) und Schiiten (Hisbollah und Iran) absolut einig: Israel muss von der Landkarte getilgt werden. Das war die Botschaft des monatelangen Raketenbeschusses im Norden und Süden Israels: Ihr habt zwar Gaza und Südlibanon geräumt, wollt euch auch aus dem Westjordanland zurückziehen, aber wir wollen das »besetzte Palästina« von Galiläa bis zum Negev. Wir akzeptieren nicht, was Sadat, König Hussein und auch Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas dem »zionistischen Krebsgeschwür« gewährt haben – das Existenzrecht, gar die Anerkennung.
Aber die Sache geht weit über den klassischen Konflikt hinaus, und das macht sie so gefährlich. Unter iranischer Regie sind verschiedene Handlungsfäden in einer einzigen Krise vereint worden. Beginnen wir mit Teheran, das sich neuerdings wegen seiner Atomrüstung, die seine regionale Vorherrschaft befördern soll, dem gemeinsamen Druck Amerikas und Europas ausgesetzt sieht, sich aber nicht mehr auf Russland und China verlassen kann. Was lag da näher, als Hamas und Hisbollah zu mobilisieren, um Israel in die Falle eines Krieges zu locken. Fazit: Der Druck auf das Atomprogramm schwindet, die Nachgiebigkeit wächst, auf dass Iran seine Helfer wieder an die Leine lege. Das Signal: »Ihr braucht uns? Was wollt ihr zahlen?«
In der Kulisse hat Damaskus ebenfalls seine Chance ergriffen. Washington, Paris und die UN sitzen al-Assad junior im Nacken wegen des Mordes an dem libanesischen Premier Hariri. Al-Assad fehlt das Öl, um Gegendruck aufzubauen, also spielt er die Hamas-Hisbollah-Karte aus. Der Sohn folgt dem Lehrbuch des Vaters: Erhöhe dein Störpotenzial, und fordere einen Preis für dein Wohlverhalten.
Hamas? Die will verhindern, dass Präsident Abbas sein Referendum über die Zweistaatlichkeit abhält und mit den Israelis ins Geschäft kommt. Ihr Geschäft ist die totale Machtübernahme in Gaza; da sind israelische Bomben wie Manna vom Himmel. Gut ins Konzept des Terrors (»Je schlimmer, desto besser«) würde auch das Ende aller Abzugspläne vom Westufer passen. Krieg ist auch gut für den Machtanspruch der Hisbollah – im Regen der Bomben und Raketen kann sie sich zum wahren Beschützer des Libanons aufblähen und gleichzeitig reichlich Kriegsgerät von Iran kassieren.
Revolutionäre Außenpolitik tendiert zum Überziehen
Eine revolutionäre Außenpolitik, die Gott, Geschichte oder Vorsehung hinter sich wähnt, tendiert zum Überziehen. Aus dem Munde des Hassan Nasrallah, der sich wohlweislich im Bunker versteckt, klingt das per Telefon so: »Ich werde kein einziges Wort an die internationale Gemeinschaft richten, weil ich noch nie an eine solche geglaubt habe.« Also sprach auch Lew Trotzkij, als er Außenkomissar wurde: »Ich gebe ein paar revolutionäre Proklamationen heraus, dann mach ich die Bude zu.«
Bloß lässt sich die »internationale Gemeinschaft« nicht wegschließen. Die hat sehr wohl erkannt, dass Iran eine »feindliche Übernahme« des Nahost-Konflikts inszeniert hat. Jenseits der Ministerin Wieczorek-Zeul, die reflexhaft den Israelis »völkerrechtlich inakzeptables« Verhalten vorwirft, vergießt der Rest der Welt kaum Tränen über die israelischen Gegenschläge. Noch interessanter ist die Reaktion der islamischen Brüder in Arabien.
Die Saudis waren die Ersten, die gegen Hisbollah, indirekt also gegen Teheran, Position bezogen. Ein anonym bleibender Offizieller dozierte, dass unterschieden werden müsse zwischen »legitimem Widerstand« und »gefährlichem Abenteuertum«. Das hat Nasrallah überhaupt nicht gefallen: »Ihr sagt also, dass wir Abenteurer sind und Verrückte. Wir aber haben bewiesen, dass wir die Vernünftigen sind.« Libanons Premier Siniora sagte dem iranischen Außenminister ins Gesicht, dass er die »iranische Einmischung« in die Innenpolitik nicht schätze, auch nicht glaube, dass Iran »atomare Fähigkeiten« besitzen sollte. Der Kommentator Aschraf Adschami resümiert in der Palästinenser-Zeitung Ayyam: » Die arabischen Länder, insbesondere Saudi-Arabien, Ägypten und Jordanien glauben nicht, dass irgendjemand das Recht habe, die ganze Region in eine gewaltsame Konfrontation mit Israel zu treiben.«
In diesem Krieg der Stellvertreter gegen Israel könnte ein »Zwischenhändler«, nämlich der Syrer al-Assad, zum ersten strategischen Opfer werden – nachdem Hisbollah schwer zu fassen und Iran, weil weitab vom Schlachtfeld, schwer zu treffen ist. Syrien ist das entscheidende, zugleich verwundbarste Glied in der Kette der iranischen Waffenlieferungen an Hisbollah, die am Damaszener Flughafen endet. Inzwischen haben die Israelis auch Raketen mit syrischer Aufschrift gefunden. Die israelische Luftwaffe hat bereis die Landebahnen des Beiruter Ausweichflughafens durchlöchert und die Straßen nach Syrien gekappt, um den Nachschub abzuschneiden. Nächstes Ziel könnte der Airport von Damaskus sein, mitsamt der syrischen Luftwaffe – Ende aller al-Assadschen Träume vom Wiedereinstieg in die große Nahost-Politik.
Wie wird die Partie ausgehen? Nur eines ist sicher: Auch die Gotteskrieger zwischen Gaza und Teheran werden an Israel scheitern – wie ihre arabischen Brüder in den Kriegen seit 1948/49. Genauso sicher aber ist auch das Ende des Friedensprozesses, solange die Revolutionäre in Teheran an der Macht sind. Und die Bombe wird auch niemand verhindern, weil die Iraner gerade bewiesen haben, wie einfach sie westliche Druck-und-Zug-Pläne durchkreuzen können. Vergangene Woche traf sich Chefunterhändler Larijani in Brüssel mit Vertretern Deutschlands, Englands, Frankreichs und Russlands. Ergebnis: null. Dann flogen die Iraner nach Damaskus. Tags darauf entfesselte Hisbollah den Krieg gegen Israel.
Gegen revolutionäre Regime hilft nur eine entschlossene, geduldige Eindämmungspolitik mit langem Atem. Die hat gegenüber den Sowjets schließlich Früchte getragen. Aber als George F. Kennan die
containment policy
1946 erfand, lag der Ölpreis (inflationsbereinigt) bei etwa zehn Dollar. Heute kostet das Fass knapp achtzig.
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Eine kleine Geschichte des Nahost-Konfliktes
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- Datum 21.07.2006 - 07:26 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 20.07.2006
- Kommentare 45
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Wo nimmt Herr Joffe sein Geschichtsverständnis her?
Das ist ja wohl Geschichtsverfälschung und Verdrehung von Tatsachen pur! Seit seinem Bestehen hat der Staat Israel mit seinem zionistischen Regime eine Politik der Kriegstreiberei, Landraub, Landinbesitznahme, Vertreibung der Bevölkerung verfolgt. Eine einzige Blutspur durch Nahost. Die Leidtragenden sind die Menschen, vor allem die Kinder. Viele von ihnen haben Zeit ihres Lebens noch nie friedlichen Zeiten erlebt. So handeln keine Opfer der Geschichte, indem sie zu Tätern werden! Viele jüdische Menschen, die von den Nazis ermordet, verfolgt, gefoltert wurden, würden sich im Angesicht einer solchen Politik und unmenschlichen Handlungsweise im Grabe umdrehen und nicht weniger erschüttert sein.
Dear dgbert,
reading your contribution again, I think, I did not answer all of your points.
USA vs. Europe
Why and how are we discussing here matters of Israel and Lebanon?
Something you would hardly find, at least in such an intension, in America (quoting you).
I am discussion here, to adjust my thinking about a complicated matter and to reconsider and refine my own thinking and not to destroy or put somebody down.
Why?
Just because debating and learning matters with friends and family is my natural way of living. Europe's life style. It resembles the old Greek concept of politics. It is a real "way of living" and its end is to educate oneself ("Bildung") - to percept oneself as a product of one's own actions and belief in a social environment. Sounds more boring than it actually is, because it often creates the feeling of "Heureka" ("Now I got it") which is pure happiness.
There was also another concept of politics in ancient Europe: the concept in which conformity, power, law and order and "do ut des" ("I give you to get a return") are means with a different aim: consump-tion - the Rome empire style.
As we all know, Greek became insignificant and Rome the big superpower. It's not astonishing that there was a lot of mutual hate and contempt at that time. But, interestingly, also mutual respect and admiration. Roman families and academies hired Greek teachers, it became a fashion to travel to Greek. On the other side, Greek profited from Roman's infrastructure, law system and stability.
Some people believe, that this might also be a good description of the relationship between Europe and America today.
Where to live
The decision where to live - which is also my concern - should be made according to the
question:
In which society can I participate best with the life style I have chosen?
(Actually, the real situation is not as discernable as I put it above.)
But one thing is sure - this is my deep believe - if I would opt for America I would have to face and suffer from world's reaction to America's politics of the last 50 years. Not a nice perspective. Especially, because America is increasing its debts (not only monetary wise) day by day in trying to avoid any repayment.
Opting for Europe would have the advantage, that dues are almost paid. And Europe seems to rise again as the center of culture and wisdom.
Europe should not follow America into a downward circle rather than, as a good friend, convince America, that we should pay our dues, and stop making it worse and worse.
It is like a family where the father gets addicted to gambling. The whole family has to pay the price anyway, but we should limit the amount.
With best regards
Guido Lüchters
wollte nur mal sehen, wir lange ihr mitspielt - hat mir auch Spaß gemacht.
Es ist interessant zu beobachten wie einfach die Welt wird, wenn das Geschehen tausende Kilometer entfernt ist. Aus den einander überlappenden Graubereichen der Wirklichkeit werden klar getrennte schwarz/weiss Sturkturen. Hier die Guten, die armen Opfer dort der Feind, das personifizierte Böse. Problematisch wird es nur, dass die Positionen beliebig austauschbar sind. Die Milizen der Hisbollah feuern wahllos in israelische Städte und die israelische Armee nimmt billigend den Tod von Zivilisten in Kauf. Wenn man Menschenleben nicht gegeinander aufrechnet kann es keine Guten in diesem Konflikt geben. Nebenbei bemerkt, stört sich auch die Hisbollah nicht am Tod ihrer eigenen Bevölkerung, denn wenn der Gegner aus Wohngebieten heraus angegriffen wird nimmt man denn Tod von Zivilisten ebenso billigend in Kauf. Mittel bei denen Zivilisten getötet werden sollte daher generell nicht als legitim und verhältnismäßig angesehen werden. Was bleibt sind gegensätzliche Interessen, die mitlerweile wohl auf beiden Seiten nicht mehr als ausschließlich rational anzusehen sind. Man will den Anderen vernichten. Das will die Hisbollah und hat es, der Artikel beschreibt dies sehr genau, mehrfach und öffentlich wiederholt. Das Ziel der Hisbollah ist keine Befreiung des eigenen Territoriums sondern eine Vernichtung Israels. Die bisherige israelische Politik ist da zumindest weniger Eindeutig aber die vergangenen Jahrzehnte haben gezeigt, das israelische Politiker nicht an ein friedliches Zusammenleben glauben. Als Zeichen dafür sehe ich die defacto Trennung/Einschränkung des plästinesischen Territoriums an, die einen überlebensfähigen Staat verhindert. Keine der direkt oder indirekt an diesem Krieg beteiligten Parteinen kann die eigenen Ziele, die Vernichtung des Gegeners, erreichen. Diese Erkenntnis braucht wohl noch ein paar Opfer mehr. Niemand kann zur Zeit die Parteien zu einem Waffenstillstand und dem darauffolgenden mühseligen Friedensprozess zwingen. Ein Waffenstillstand mag möglich sein, aber der Friedensprozess verlangt nach anerkannten Autoritäten und der Krieg gegen die Hisbollah ist kein Krieg gegen einen Staat, sondern eine Untergrundarmee, die, im Prinzip auch nach ihrer Zerschlagung kämpfen kann. Ohne eine klare Position für einen israelischen Staat von den muslimischen Staaten im nahen Osten auf der einen und der Verpflichtung Israels einen lebensfähigen Palästinenserstaat zu ermöglichen, wird es wohl auch in Zukunft keinen Frieden geben. Gewalttätigen oder territorialen Provokationen muss die Weltgemeinschaft entgegentreten und ahnden. Sollten die derzeitigen Kontrahenten dies tun wird nichts gewonnen sein.
Manchmal träume ich auch ganz gern, das macht optimistisch in einer Sch...
Ob du mit deinen Nachbarn friedlich und gleichberechtigt leben willst, oder ob du sie straflos unterdrücken und schikanieren willst?
Hier gehts um Selbstverständliches und Notwendiges das ein Zusammenleben ermöglicht, und nicht um etwas das jemand rechtmässig einfach so aussuchen können darf.
Ein Mörder ist immer ein Mörder, ganz gleich welcher Nationalität. Da sind wir uns ganz einig. Ob es allerdings ein gutes oder ein schlechtes Timing für´s Totschlagen geben kann, bezweifle ich. Krieg ist in meinen Augen allerdings etwas anderes. Das Wichtigste für mich ist die Vermeidung eines solchen. Dazu gehört die Vermeidung von Hass oder Hassparolen, besonders wenn diese auf eine ganze Nation oder eine bestimmte Glaubensrichtung zielen.Und dazu gehört u.a., dass man sich mit der Geschichte auseinandersetzt und daraus lernt und sich übt im Privaten Frieden zu halten bzw. zu schaffen. Denn was nicht im Kleinen gelingt, kann auch im Großen nicht gelingen. Leider fällt einem der Frieden nicht umsonst in den Schloß. Er ist nicht immer kostenlos zu bekommen. Es kann sein, dass ich Kompromisse eingehen muss. Es kann sein, dass ich ohne Sanktionen nicht auskomme und vielleicht muss ich sogar handgreiflich werden, wenn ich selbst körperlich angegriffen werde.
Wir Menschen sind keine agressionsfreien Wesen. Es geht nicht ohne Konflikte. Wie es so aussieht, geht es nicht mal ohne Kriege.
"Libanons Premier Siniora sagte dem iranischen Außenminister ins Gesicht, dass er die »iranische Einmischung« in die Innenpolitik nicht schätze, auch nicht glaube, dass Iran »atomare Fähigkeiten« besitzen sollte"!
Ich schliesse mich der Meinung des libanesischen Praesidenten an und glaube sogar, dass auch im Falle Irans Intervention noetig wird, sollte die iranische Regierung weiter an Atomwaffen basteln!
und selbst nach mehrmaligem Lesen Ihres Screenshots (Bildschirmphotos) erhellt sich nicht Ihre Botschaft. Ich kann bisher keinerlei Zensur erkennen hier, auch Links (Verweise) meinerseits wurden online gestellt.
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