Klimawandel Darf es noch ein bisschen mehr sein?
Der Meeresspiegel steigt. An der Nordseeküste diskutieren die Deichgrafen von heute über die richtige Höhe ihrer Schutzbauten.
Das Weserstadion, das silbrig futuristische Science Center: Für die Einwohner Bremens sind das Wahrzeichen. Wer vor Wochen durch die Hansestadt fuhr, sah beide Gebäude halb ertrunken im Wasser stehen, von Schaumkronen umtost. Eine düstere Zukunftsvision, am Straßenrand plakatiert vom örtlichen Deichverband. Science oder Fiction?
Vor wenigen Jahren wäre allein die Frage als haltlos verworfen worden. Doch Hurrikane, Dürren und Überflutungen, sagen viele Klimaexperten, kündigten nun die Folgen der globalen Erwärmung an. Wissenschaftler und Politiker fordern eine radikale Minderung der CO 2 -Emissionen – aber auch schon Anpassung: an jene Effekte der Treibhausgase in der Atmosphäre, die, weil sie verzögert eintreten, nicht mehr aufzuhalten sind.
So mahnte jüngst der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) in einem Gutachten über Die Zukunft der Meere, die Bewohner niedrig liegender Küsten von Portugal über Bangladesch bis China müssten sich gegen die Folgen eines ansteigenden Meeresspiegels und gegen häufigere und wildere Sturmfluten rechtzeitig wappnen. Auch rund um die Nordsee – in Großbritannien, Belgien oder den Niederlanden – sei die Gefährdung »besonders bedrohlich«.
Und in Norddeutschland schlagen Fachleute Alarm: von der nur durch den Schutz aufgeschütteter Dünen überlebenden Insel Sylt bis hinter das endlose grüne Deichband in Dithmarschen; von der einsamen Leybucht in Friesland bis zum 600.000-Einwohner-Stadtstaat Bremen, einem hot spot der Überschwemmungsgefahr. »Ein bisher abstraktes Thema«, sagt dort der Hochschullehrer für aquatische Ökologie, Michael Schirmer, »wird nun im Alltag praktisch relevant.«
Doch wie bereitet man sich vor auf das Unumkehrbare, aber in seinen konkreten Ausmaßen noch immer Ungewisse? Wie eilig ist die Vorsorge, wie teuer, wer entscheidet, welche Risiken tragbar sind? Ja, ist die norddeutsche Küstenlinie langfristig überhaupt zu »verteidigen«, wie Deichvögte, Bauern und Beamte formulieren?
Michael Schirmer arbeitet nicht nur an der Universität, er ist zugleich Deichhauptmann in Bremen. Durch die blühenden Sträucher seines Gartens im dörflichen Stadtteil Borgfeld blickt der Professor mit Seebärenruhe über die tief liegende Marschlandschaft der Wümmeniederung. Auch er ist ein Mahner geworden, seit er an einer Studie über Klimafolgen für die Unterweserregion mitwirkte, im Rahmen des Forschungsprojektes Klimawandel und Küste.
85 Prozent der Fläche Bremens sind durch Überschwemmungen gefährdet
Dabei studierte er unter anderem, wie steigende Temperaturen und kürzere Winter in der Region Böden austrocknen, die Vegetation verändern und damit die Landwirtschaft; wie andererseits extreme Niederschläge und Überflutungen auch hier zunehmen. »Wenn die Wümme dort drüben über den Deich tritt«, sagt der Forscher, »dann habe ich hier längst nasse Füße.«
Das Binnenhochwasser der Weser und ihrer Nebenflüsse ist das eine Risiko, mit dem die Bremer seit Jahrhunderten leben – das andere ist die Nordsee. Mehr als hundert Kilometer liegt das Meer entfernt, doch seine Gezeiten dringen mit dem Strom in die Stadt. Begradigung und Vertiefung des Flusses haben es nicht nur großen Schiffen erleichtert, bis zum Hafen einzulaufen, sondern auch den Wogen ein Einfallstor eröffnet. Bei Sturm können sich die Fluten auftürmen und die Martinikirche bedrohen, das alte Schnoor-Viertel, die Vorstadtauen, wo Häuser oft nahe am Fluss liegen. 85 Prozent der gesamten Stadtfläche sind durch Überschwemmungen gefährdet. Schon die frühen Siedler wussten, warum sie Rathaus und Dom auf einen Geestrücken setzten. Heute prägt unbekümmertes Fußgängerzonengewusel diese Altstadtdüne. Doch unter dem Pflaster liegt der Strand und nach allen Seiten geht es abwärts. Weite Teile Bremens liegen unterhalb des mittleren Tidehochwasserstandes von 2,40 Metern.
Zwei Deichverbände gibt es. Rechts und links der Weser patrouillieren die vom Senat beaufsichtigten, aber selbst verwalteten Wasserwehren. Sie halten die Grasnarbe auf den Deichen mit Hilfe von Schafen kurz und dicht, teils auch in der Stadt. »Deichgeschworene« prüfen penibel, ob die »Natur in unerwünschter Form«, wie einer die emsigen Kaninchen oder Bisamratten nennt, den Schutz untergräbt. Alle Grundbesitzer zahlen Pflichtbeiträge, ob sie am Ufer wohnen oder nicht. Über die Vorstände stimmt man demokratisch ab. Im jüngsten Wahlkampf klebte Michael Schirmers Verband – rechts der Weser – die provozierenden Untergangsplakate. Die feuchte Zukunft der Stadt sollte endlich Thema werden.
Viele Bürger machen sich Sorgen, die Bilder aus New Orleans haben sie nicht vergessen. Einzelne Hausbesitzer nah am Fluss, die vergeblich Elementarversicherungen beantragten und um ihre Vermögenswerte bangen, lassen sich zwar vom Deichverband beruhigen. Doch in der Bürgerschaft mahnen einzelne Abgeordnete aus der Regierungskoalition ein »angemessenes Problembewusstsein« an. Bisher wiegen wirtschaftliche Erwägungen in der finanziell gebeutelten Stadt meist schwerer, im Zweifelsfall will man doch weiter in Überschwemmungsgebieten und am Hafen bauen oder womöglich die Weser ein weiteres Mal vertiefen. Michael Schirmer kann nur den Kopf schütteln, wenn der Besitzer eines Restaurants beim Deichverband nachfragt, ob nicht die Sandsteinmauer an der Uferpromenade tiefer gelegt werden könne, damit die Touristen eine schönere Aussicht auf den Fluss haben? Auf solche Anträge antwortet er ungerührt: »Dann sauft ihr als Erste ab.«
Schützende Erddeiche, 7,50 Meter, ja bis zu 9 Meter hoch, und mächtige Wände aus Stein, Stahl und Zement verlaufen beidseitig parallel zur Weser bis hinab zur Mündung. Dort, in Bremerhaven, wird am Zufluss Geeste ein mächtiges Sperrwerk bei Sturmflut geschlossen; ähnliche Bauten an Ochtum, Lesum und Hunte bewahren Stadt und Hinterland vor dem Angriff des Meeres. 1994 und im Jahr darauf noch einmal hielten die Sperren dem Ansturm von Wind und Wasser Stand. Dabei stieg der Hochwasserpegel damals mit 5,05 Metern sogar noch höher als bei jener legendären Flut 1962, die allein in Hamburg 315 Menschenleben forderte. Werden die Befestigungen auch in Zukunft halten? Michael Schirmer fürchtet: »Das wird schwierig.«
Die Risiken nicht nur aufgrund vergangener Trends hochzurechnen, sondern auf der Grundlage von Analysen »probabilistisch«, als wahrscheinliche Entwicklungen, zu ermitteln ist kompliziert. Vor allem weil die Voraussagen für den Anstieg des Meeresspiegels so unsicher sind. Wie soll man mit dieser Angabe rechnen: 9 bis 88 Zentimeter bis zum Jahr 2100? So breit ist die Spanne, die das Expertengremium der Vereinten Nationen für den Klimawandel (IPCC) vor fünf Jahren gesetzt hat. Michael Schirmer entschied sich für ein »kräftiges« Klimasignal« von 80 Zentimetern bis 2100 – also 40 Zentimeter für den »beplanbaren« Zeitraum bis 2050.
Plus 30 Zentimeter für das steigende Tidehochwasser. Plus 15 weitere, weil sich das Land an der norddeutschen Küste laufend tektonisch absenkt. Darüber hinaus fließen die maximale Springtide in die Berechnungen ein, die Wassertiefe und die den Seegang aufschaukelnden möglichen Windgeschwindigkeiten; zudem das Oberwasser der Zuflüsse und die Aufnahmefähigkeit freier Überschwemmungsflächen.
Am Ende von Schirmers Kalkulation steht dann an der Unterweser ein Anstieg des Sturmflut-Bemessungswasserstandes von rund einem Meter bis Mitte des Jahrhunderts. Um das Siebenfache steigt damit bei heutigen Deichhöhen die Wahrscheinlichkeit eines bedrohlichen »Wellenüberlaufs«. von einmal alle 1000 Jahre auf alle 130 Jahre. Beide Risikoabschätzungen schließen nicht aus, dass die Katastrophe schon im kommenden Jahr eintreten kann. Um die alte Sicherheit wiederherzustellen, müssten Deiche an der Unterweser je nach Standort um 20 Zentimeter, anderswo um mehr als zwei Meter erhöht werden, meint Schirmer. Allein das würde rund 46 Millionen Euro kosten. Mit anderen Berechnungsmethoden hat man in Schleswig-Holstein schon vor ein paar Jahren Handlungsbedarf erkannt und die Erhöhung der Deiche um bis zu 50 Zentimeter bis 2015 beschlossen.
Doch es gibt eben auch andere Bewertungen. Im benachbarten Niedersachsen, mit dem sich Bremen in der Deichsicherheit abstimmt, hält etwa Hanz Niemeyer Schirmers Kalkulation angesichts der widersprüchlichen Einschätzung der Klimaforscher für »aus dem Bauch heraus« definierte »Glaubenssätze«. Belegt sei bisher nur, dass der Meeresspiegel in den vergangenen 100 Jahren um 25 Zentimeter gestiegen sei, meint der Geschäftsbereichsleiter der Forschungsstelle Küste. Damit rechne er einstweilen weiter – »und dann haben unsere Deiche ausreichend Belastungsreserven.«
Niemeyer blickt über die Störtebeker-Küste von Krummhörn, am westlichen Ende von Ostfriesland. Der mächtige Leyhörndeich zieht seine Spur, so weit das Auge reicht, zum Meer hin begleitet von schimmernden Salzwiesen. Vögel picken sich durch das dahinter liegende Watt. Selbst bei Flut braucht man in der Sommerbrise viel Fantasie, um sich hier donnernde Riesenwellen vorzustellen.
Gewiss, auch Niemeyer treibt der drohende Anstieg der Windintensität und die mögliche Häufung von Orkanen um; die dadurch aufgepeitschte Brandung sei für den Küstenschutz gefährlicher als der Anstieg des Meeresspiegels. Vorerst allerdings sieht der Küstenschützer noch Ruhe vor den Stürmen; mit denen sei laut Prognosen über der Nordsee erst vom letzten Drittel des Jahrhunderts an zu rechnen. Ungeklärt, aber entscheidend sei überdies, wie das Watt reagiere, sollte der Meeresspiegel beschleunigt ansteigen. »Wenn es dann nicht mehr wie bisher durch Sedimentablagerungen mitwächst, dann wird der Seegang langfristig weiter zunehmen und damit der Druck auf die Deiche.«
Niedersachsen baut nur dort, wo die Probleme am größten sind
Sturmflutmauern und Sperrwerke würden schon so geplant, dass man sie relativ kurzfristig an neue Bedrohungslagen anpassen kann, sagt Niemeyer. Voreilige Erhöhungen und Verstärkungen der Erddeiche jedoch lehnt er ab, auch wegen der Kosten: »Das Geld, das Niedersachsen jedes Jahr für den Küstenschutz ausgibt, reicht ohnehin kaum aus. Da packen wir lieber konkrete Probleme an als eine eventuelle Zukunft auf unsicherer Datenbasis.« Deichabschnitte an der Unterweser und am Jadebusen etwa sind noch viel zu niedrig.
Niemeyer ist zudem zuversichtlich, dass »kommende Generationen ganz andere technische Mittel haben werden. Wir wissen heute schließlich auch mehr als bei der Sturmflut 1962.«
Giesbert Wiltfang, Oberdeichrichter in Krummhörn, nickt. »Heute sind unsere Deiche bis auf 9,50 Meter gewachsen«, sagt der kantige Landwirt, der so gerade und unerschütterlich neben Niemeyer steht wie der alte Pilsumer Leuchtturm. »Ihre kräftigen Deckwerke am Fuß sperren dem Meer jetzt die Angriffsfläche und eine genau berechnete Neigung der Außenseite lässt die Wellen totlaufen; sie können den Deich nicht mehr von hinten unterspülen wie in Hamburg 1962.«
Wiltfang hat die Sturmflut damals in der Leybucht selbst erlebt. Er war bei einem Pferdeturnier, als man per Lautsprecher alle Deichwächter zum Einsatz rief. Erregt folgte er ihnen Richtung Meer, doch als ihm die Wellen mit Wucht über die Windschutzscheibe entgegenkrachten, »da legte ich schnell den Rückwärtsgang ein«.
Die ganze eiskalte Nacht lang hat er Sandsäcke geschleppt, weil einer der Deiche wie in Hamburg zu bersten drohte. Seit jener Nacht hat sich Giesbert Wiltfang ohne Pause in der Deichacht engagiert. »Die Leute wählen immer den, der am nächsten dran wohnt. Der passt am besten auf.«
Der ostfriesische Oberdeichrichter sieht sich als Teil einer Geschichte, die im frühen Mittelalter begann. Damals war Landbesitz an der Küste mit dem »Spatenrecht« unerbittlich an die Verpflichtung gekoppelt, einen Abschnitt des Deiches zu pflegen. Hatte ein Bauer dazu nicht die Mittel, stach er die Schaufel in die Deichkrone – das Zeichen, dass ein anderer seinen Grund übernehmen konnte. Drakonische Strafen – bis zum Eindeichen bei lebendigem Leibe! –, wenn Bauern dieser Verpflichtung nicht nachkamen, zeigen, wie ungebrochen die existenzielle Dimension der Natur damals empfunden wurde.
In seinem Wagen fährt Giesbert Wiltfang vor, um das Paradeprojekt der Region zu zeigen: die Leybucht, deren Küstenschutzanlagen eigentlich schon nach der Flut von 62 nachgerüstet werden sollten. Dort hat man versucht, die widerstreitenden Interessen unter einen Hut zu bringen. Allen voran jenes der Naturschützer, die sich eine letzte, ungestörte Bucht an der Nordsee wünschten und Raum für Wildgänse und Säbelschnäbler. Krabbenfischer wollten aber eine Durchfahrt zum Meer behalten und das Tourismusgewerbe in Greetsiel den romantischen Hafen. Die Bauern brauchten ein Entwässerungssystem fürs Binnenland, die Küstenschützer Salzwiesen als Überschwemmungsgebiet und einen höheren Deich.
Ein ganz neuer, nasenförmiger Schardeich ragt nun ins Meer und trennt so das wilde Watt von den Nutzgewässern. Über mehr als vierzig Jahre hat sich die Suche nach dem politischen und technischen Kompromiss hingezogen. Zeigt das nicht, dass, wer vorbeugend Schutz vor dem höher steigenden Meer planen will, damit doch schon heute beginnen muss? Hanz Niemeyer bleibt gelassen. »Selbst wenn die Bedrohung in zehn Jahren genauer belegt wird, bleibt noch ausreichend Zeit, zu reagieren.«
Platz für das Meer: 300 Meter Vorland ersparen einen Meter Deichhöhe
»Leichtsinnig« findet Michael Schirmer diese Haltung. »Unzählige Leute« müssten auch in Bremen bei einer Aufstockung der Schlachte mitreden, der denkmalgeschützten 450 Jahre alten Kaimauer. Auf vielen Deichen verlaufen Straßen; zudem hieße, sie zu erhöhen, zugleich, ihren Fuß um der Stabilität willen zu verbreitern – und das kostete Platz, also mancherorts langwierige Auseinandersetzungen mit Grundbesitzern und städtischer Infrastruktur. Einen gehörigen Planungsvorlauf würde erst recht ein neues, Weser-Sperrwerk in Bremerhaven erfordern; eine rund 350 Millionen Euro teure, bisher noch ausgeschlossene Option. Und Konflikte mit Bauern und Naturschützern stünden ins Haus, wenn womöglich auf Dauer ein Teil des Überschwemmungsdrucks von der Weser an die Nebenflüsse weitergegeben werden müsste und damit »die Solidarität der Bewohner des Hinterlands gefordert« sei.
Auch an der Küste müssten Flächen freigehalten, Deiche womöglich versetzt, das Vorland als Überschwemmungsgebiet erweitert werden: »300 Meter Vorland sparen einen Meter Deichhöhe.« Und noch ein Verzögerungsfaktor: Kleiboden, der das wichtigste Baumaterial für Deiche liefert, wird knapp.
Schirmer drängelt jedoch vor allem, weil neue Erkenntnisse der Klimaforschung in Richtung Beschleunigung weisen. So kommt das Gutachten des WBGU zu dem Schluss, dass die bisherigen IPCC-Szenarien den globalen Anstieg des Meeresspiegels »wahrscheinlich unterschätzen«. Auch aus dem Entwurf des neuen, für Anfang 2007 geplanten IPCC-Berichts drangen alarmierende Zahlen nach außen. Das Abschmelzen des Grönlandeises wird zwar vermutlich erst in kommenden Jahrhunderten spürbar – aber genau weiß das keiner. Extreme und noch längerfristige Szenarien sprechen sogar von einem globalen Anstieg des Meeresspiegels bis zum Ende des nächsten Jahrhunderts um 20 Meter. Dann dürfte auch an der Nordsee nur noch der Rückzug möglich sein. Es liege ihm fern, Panik zu machen, sagt Michael Schirner. »Die kommt gerade dann auf, wenn man über Probleme nicht redet.« Die Aufgaben des gegenwärtigen Jahrhunderts seien insgesamt zu bewältigen. »Aber nur, wenn ein langfristiger Planungsprozess, der alle Bürger einbezieht, jetzt beginnt.«
Nach der Sommerpause wollen die zuständigen Behörden in Bremen und Niedersachsen einen gemeinsamen »Generalplan Küstenschutz« vorlegen, einschließlich Vorschlägen für die Erhöhung der Deiche. Wenn dann die Haushaltsdebatten begännen, meint die grüne Bürgerschaftsabgeordnete Karin Mathes in Bremen, »dann kommt es zum Schwur«.
Der Fachbereichsleiter beim Senator für Bau, Umwelt und Verkehr Edo Lübbing von Gaertner erinnert vorsorglich schon mal daran, dass der Küstenschutz auch in Zukunft eine nationale Aufgabe bleiben müsse. Immerhin lebe man in einem wohlhabenden Land, meint Lübbing. »Aber wie sollen eigentlich die Menschen an den Küsten Indiens oder Bangladeschs die Vorsorge finanzieren? Die haben doch noch ganz andere Sorgen…«
Das Gutachten des WBGU fordert, das Völkerrecht brauche nun auch eine internationale Konvention für Meeresflüchtlinge.
Bollwerke gegen den Klimawandel:
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- Datum 26.07.2006 - 04:12 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 27.07.2006 Nr. 31
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