DIE ZEIT: Sie sind Zwillinge und tragen unterschiedliche Frisuren. Ist das Absicht, damit Ihre Mitspieler Sie unterscheiden können? BILD

Halil Altintop: Nein, Hamit hat seinen Stil, ich habe meinen. Er gelt seine Haare zurück, ich trage sie lieber offen. Ich komme, was meine Kleider betrifft, viel provokanter rüber als Hamit.

ZEIT: Lederjacken, Cowboystiefel und so?

Halil: (lacht) Nein, bloß nicht. Ich mag Ketten, lässige Armreifen oder Jeans mit Löchern. Hamit ist da konservativer.

ZEIT: Was unterscheidet Sie denn charakterlich?

Halil: Ich habe, im Gegensatz zu Hamit, immer noch ein Riesenproblem damit, in der türkischen Nationalmannschaft immer »der Deutsche« genannt zu werden. Ich höre dort ständig, dass ich anders sei als meine Landsleute. Ich sei so ruhig, so emotionslos, sagen sie. Meinem Bruder werfen sie das nie vor.

ZEIT: Hamit ist also der Türke, Sie sind der Deutsche?