Ölpest Schwarzes Meer
Israels Armee führt nicht nur Krieg gegen die Hisbollah. Sie verseucht auch Libanons Küsten
»Unsere wunderschönen Strände – auch sie tragen Schwarz!«, so klagen dieser Tage Libanesen, die einen Blick aufs Meer wagen. Der Krieg im Zedernstaat richtet ein gigantisches Umweltdesaster im Mittelmeer an. Libanons Küsten werden von einer Ölpest heimgesucht, Fische verenden im schwarzen, klebrigen Schlamm. Der Tourismus wird auch nach dem Ende der Kämpfe darniederliegen, Fischerdörfer verlieren ihre Existenzgrundlage. Alles deutet darauf hin, dass der tödliche Ölteppich von Israel zumindest billigend in Kauf genommen wurde. Libanesische Behörden und israelische Medien berichten, rund 15.000 Tonnen Öl seien nach der gezielten Bombardierung der Tanks eines Kraftwerks in Dschije südlich von Beirut ins Mittelmeer geflossen. Ein weiterer getroffener Kessel mit 15.000 Tonnen Öl werde wohl demnächst platzen.
Die Folgen, so warnt die libanesische Umweltorganisation Green Line, seien für den gesamten Mittelmeerraum »unabsehbar«, weil sich vergleichbare Katastrophen bislang nur in offenen Meeren ereignet hätten. Zum Vergleich: Beim Untergang der Exxon Valdez vor Alaska verseuchten 40.000 Tonnen Öl rund 1700 Kilometer Küste. Der libanesische Ölteppich, so fürchtet Green Line, könnte Richtung Zypern, Griechenland und Türkei schwappen und auch die Strände dort verseuchen.
Im Gegensatz zu anderen Katastrophen wird es diesmal keine rasche Schadensbegrenzung geben. Helfer – etwa aus Kuwait – stehen zwar mit chemischen Hilfsmitteln bereit, sie dürfen und können aber wegen der Kampfhandlungen nicht ans Werk.
Und so wird Libanons Bevölkerung vermutlich noch monatelang an diesen schmutzigen Krieg erinnert werden – und zwar ausgerechnet dann, wenn sie auf ihr geliebtes weites Meer hinausblickt.
Florian Klenk
- Datum 02.08.2006 - 13:59 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 03.08.2006
- Kommentare 18
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Schliesslich hat die Hizb-Allah den Konflikt angefangen. Und hinter der Hizb-Allah steckt der Iran, also sollen die zahlen. J.S.
Angenommen die ETA würde zur 'Befreiung' der Basken in FRankereich ein paar Bomben zuenden und Frankreich würde Spanien derart angreifen, wie es Israel derzeit tut, indem es nicht(!) nur die ETA angreift, sondern die Infrastruktur zerstört und der Natur irreparablen Schaden zufuegt. Dann würde man ohne Hemmungen Feststellen, dass Frankreich nicht die ETA bekaemft, sondern der Region nachhaltigen Schaden zufügen möchte.
Dieses Szenerario ist nicht mit Sinn behaftet. Jedoch ist Israels brutale Zerstoerung von Lebensraum von makabrer Taktik gepraegt. Durch nachhaltige Zerstoerung von Infrastruktur, wie das Elektrizitaetswerk von Gaza (welchen Sinn das bei der Bekaemfung militanter Palaestinenser haben soll werden nur irre Rassisten, Araberhasser, erklaeren koennen), sollen die Militanten Kraefte der sogenannten Feinde Israels gestaerkt werden, sodass keine Ruhe und Frieden in die Region einkehren kann. Solange keine Ruhe da ist, werden die Araberhasser, bzw Rassisten, verhindern koennen, dass die Palaestinenser einen Funktionierenden Staat bekommen, sodass sich Israel im Westjordanland weiter ausdehnen kann und weiter Völkerrecht brechen kann und die Palaestinenser mit Füssen treten kann.
Haben Sie den Sinn denn nicht erkannt? Endlich soll Syrien in den Krieg eingreifen und endlich der Iran, dass endlich die Bombenteppiche fallen können.
Diese Aktion von Israel gilt nur der eigenen Machtinterressen und den Überlegenheitsgefühlen der weissen Rasse, die sich hier ihr Grab selbst gräbt.
Die Rechnung wird sehr teuer sein, Deutschland hat sich entpuppt als das es ist, und jetzt versteht man umso besser dass der BND tatsächlich auf Orden von Oben agierte.
Und was soll sein wenn Israel jeden mit in den Krieg zieht?
Geht es dann endlich los?
Was ist das eine Nullmenschheit!
Aber danach dürfen wieder die Trümmerfrauen her, denn wenn es los geht, geht es richtig los, jeder gegen jeden, und Europa wird nicht verschont bleiben.
Die Chinesen und die Russen lassen die USA sich nicht im Iran etablieren, beide können die Iraner besiegen, aber die USA an ihrer Haustür, Nö, das wäre zuviel.
So wird es denn wohl werden, am Tage X dürfen dann die UNO Inspektoren vorbei schauen und es wird îhnen gezeigt wie in Nordkorea, was tatsächlich unter der Erde lagern tut, auch wenn sie zwei Tage vorher von den Russen geliefert wurden.
Am meisten erstaunt mich, wie blöde die Zeit-Journalisten sind, dass die es nicht schaffen, von Anfang an die Kommentarfunktion abzuschalten, sondern immer erst ein paar Stündchen später der Zeitsche Freigeist den Schalter umlegt.
Oder guckt die Redaktion so mal aus der "Panzerluke" um zu sehen, ob ihr immer noch die Meinungen um die Ohren fliegen?
wieder ist ein Kommentar gestrichen worden, weil Wahrheiten unerwünscht sind?
Meinen Urlaub werde ich im Libanon tätigen, und das aufrichten was die Befürworter des Krieges und der Zerstörung des Libanons bewirkten.
Der Libanon wird wieder so erblühen wie früher, und noch schöner.
Ich hätte das nicht gedacht dass ich das jemals täte, aber die " Nicht Demokratie" in Europa hat mich dazu verpflichtet.
Der das Gut heisst was hier abläuft, der den nicht Rückzung aus der Beeka Ebene befürwortete, die Nichteinhaltung der Grenze von 1967, den Nicht Rückzug aus den Golanhöhen, ist Mitschuldig und wird mit dem berühmt berüchtigten Spruch: mitgegangen, mitgefangen, mitgehangen enden.
Beim lieben Gott wird ihm dann erklärt "Wer das Recht auf Auge um Auge zu vergelten hat.
Wie schön dass es doch in Europa noch einige freie Medien gibt mit freier Meinungsäusserung, ulkigerweise nicht in Deutschland...
Habe den Beitarga von 03.08.2006 13:30:41 korrigiert, indem ich "dar al-harb" mit "dar al-islam" ersetzt habe.
Der alte Beitrag kann gelöscht werden. Sorry und danke!
Der korrigierte Text:
Mir ist bekannt, dass die Hisbollah eine schiitische und die Hamas eine sunnitische Terrororganistion ist, und sich beide Glaubensrichtungen der Schia und der Sunna seit der Zeit der vier rechtgeleiteten Kalifen bis aufs Messer bekämpfen.
Allerdings hielt ich im Kontext meiner Argumentation eine Differenzierung diesbezüglich nicht für erforderlich. Denn in der undifferenzierten Ablehnund des Westens, der völlig inadäquaten Beurteilung des westlichen Wertesystems und dem Willen zur Errichtung eines globalen "dar al-islam" sind sich nicht nur diese beiden Bewegungen der Hamas und der Hisbollah, sondern alle Islamisten im Wesentlichen einig. Will sagen, die Islamistenbewegung ist eine totalitäre globale Angelegenheit der Schia- und der Sunna-Islamisten mit dem Ziel der Weltherrschaft.
Warum sind die Kommentare zu dieser Wahnsinnstat so zahm?
Ich wünsche dem jüdischen Volk von Herzen Frieden und endlich Ruhe, wenn ich mich auch mit Antworten schwer tue, wie es auf den Hass und die Angriffe von rundherum angemessen reagieren kann. Mir fällt da nur der als naiv geltende Vorschlag ein, daß irgendwann mal einer aufhören muss mit dieser militanten Spirale. Im Moment sieht es nicht danach aus, erst recht nicht danach, daß alle Seiten zur Besinnung kommen und gewalttätiges Vorgehen einfach sein lassen (es ist ja nicht so, daß es nicht Beispiele für Konfliktlösung ohne Gewalt gibt).
Die globale Umwelt aber ächzt vielerorts unter den Belastungen, selbst wenn man den Krieg für richtig hält, wie ist diese destruktive Handlung zu erklären? Israel hätte bestimmt keine wesentlichen strategischen Nachteile erlitten, wenn man diesen Beschuß und mit den von vornherein abschätzbaren Folgen unterlassen hätte.
Oder planen Militärstrategen solche Dinge bewußt mit ein, um
demoralisierende Effekte zu erziehlen?
MfG
Ich zitiere Sie:
So schwer es ist, und so unterschiedlich der Prozess für jeden subjektiv verläuft, müssen wir dazu kommen, Relationen im Auge zu haben. In Deutschland sterben jedes Jahr mehr als 5000 Menschen bei Autounfällen.
Meine Antwort:
Wenn nun jedes Jahr mehr als 5000 Menschen durch Bombenangriffe und Selbstmordattentate aus dem Elsass (die Elsässer mögen mir verzeihen) in Deutschland umkämen, dann müsste die BRD doch aktiv werden bis hin zur Gewaltanwendung, wenn andere Mittel nicht wirken.
Ich zitiere Sie:
Wo ist da die Panik und das Bedrohungsgefühl?
Meine Antwort:
Hisbollah und Hamas sind Mosaiksteine im Globalkonzept der Islamisten.
Ich zitiere Sie:
Der Westen und Israel sind militärisch in jedem einzelnen Punkt mindestens haushoch überlegen
Meine Antwort:
In der asymetrischen Kriegsführung trifft Ihre Aussage nicht zu.
Ich zitiere Sie:
Muslime haben die Erfahrung gemacht, daß westliche Staaten und Israel mit ihrer Riesen-Militärmacht Krieg gegen islamische Länder führen und geführt haben (Atomwaffen potentiell in der Hinterhand). Sie wissen um ihre militärische Unterlegenheit. Desweiteren beobachten sie, wie der Westen auf unterschiedliche Art massiv in die Politik der Region eingreift, weil da der Treibstoff für sein teils dekadentes, amoralisches Wirtschaftssystem liegt.
Meine Antwort:
Die Geschichte zeigt, dass seit Mohammeds Zeiten Kriege zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen stattfinden.
Militärische Unterlegenheit ist kein Naturgesetz.
Alle Regionen greifen in allen Regionen seit Menschengedenken in Politik ein.
Ich denke, das westliche Wirtschaftssystem ist um Längen weniger dekadent als das islamische, aber um Längen effizienter. Kapitalakkumulation ist nun mal Voraussetzung für das Gedeihen von Wissenschaften und Künsten.
Ich frage mich, warum so viele Menschen an den Früchten des amoralischen (unmoralischen?) westlichen Wirtschaftssystem partizipieren wollen.
Ich zitiere Sie:
Da Muslime zu Stolz neigen, sind diese Fakten für die Situation psychologisch nicht unerheblich.
Meine Antwort:
Gegen Stolz kann man tun.
Ich zitiere Sie:
Sie gehen bei der Verteidigung des moralisch überlegenen Westens (ich halte westliche Menschenrechts- und Freiheitsvorstellungen, die bei uns Rechte sind auch für einen Fortschritt gegenüber dem Recht in der islamischen Welt, aber viele Muslime sehen das nunmal nicht so - können wir ihnen vorschreiben, wie sie die Welt zu sehen haben?) an den historischen Fakten vorbei, daß westliche Länder grauenvolle Kriege geführt haben, Diktaturen unterstützt haben und vergessen, daß teile der Welt dies wissen und sich vor diesem gewalttätigen Potential des Westens fürchten.
Meine Antwort:
Ich halte den Westen moralisch nicht für überlegen.
Die Menschenrechts- und Freiheitsvorstellungen kann man universell oder nicht-universell sehen. Wenn ich sie universell sehe, dann muss ich von allen verlangen, dass sie sie einhalten. Wenn ich sie nicht universell sehe, dann bin ich diesbezüglich Relativist und muss zulassen, dass alle Vorstellungen das gleiche Durchsetzungsrecht haben, vom beispielsweise Kapitalismus, Kommunismus, Faschismus bis zum Islamismus usw. Also der Krieg aller gegen alle wäre somit gerechtfertigt.
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