Umwelt Die Ökologie kehrt zurück
Dürre, Fluten, Hungersnöte: Der Klimawandel hat eine neue Dimension erreicht. Langsam begreift die Welt das Ausmaß der Umweltzerstörung
Die Zukunft hat schon begonnen. Spätestens seit die Wetterbeobachter immer neue Hitzerekorde registrieren: 1983 war es auf der Erde so warm wie zuvor in hundert Jahren nicht. 1987 war es noch wärmer. 1988 gab es den nächsten Hitzerekord und 1990 den nächsten. Alles Zufall? Es sei ein »Trend«, sagt James Hansen, Direktor des Goddard Institute in New York, eines zur Weltraumbehörde Nasa gehörenden Think Tanks. 2005 war es weltweit so heiß wie nie zuvor. Und Deutschland erlebte gerade den wärmsten Juli seit Beginn der Messungen. James Hansen nennt diesen Trend eine »Bedrohung für den Planeten«.
Das Wetter, eine Bedrohung? Auf dieser Welt lauern doch ganz andere Gefahren: der Terrorismus und der Krieg im Nahen Osten. Der Ölpreis und das amerikanische Handelsdefizit. Um die Umwelt geht es bestenfalls nach einem Unglück: wenn etwa eine Pipeline leckt und Tausende Liter Öl auslaufen, wie jetzt in Alaska. Oder wenn – wie vergangene Woche in Schweden – ein Atommeiler einen Störfall meldet und die Debatte losbricht, welchen Preis sauberer Strom eigentlich hat. Aber ein bisschen mehr Wärme, ein wenig mehr Salsa an der Ostsee?
Doch die Sache mit dem Wetter ist ein echtes Problem. Inzwischen spürt den Klimawandel jeder – und er lässt kaum jemanden kalt. Als die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs jüngst 300 Spitzenmanager nach den wichtigsten Risiken der Weltwirtschaft fragte, landete die Erderwärmung unter den Top Ten der Bedrohungen. Der Blaue Planet ist im roten Bereich – und das Gespür dafür hat das Ökothema zurückkatapultiert: in die Vorstandsetagen von Weltkonzernen und in die Schlagzeilen der Zeitungen, in die Köpfe der Menschen und sogar in manche Regierungszentralen. Sir David King, wissenschaftlicher Berater des britischen Premierministers Tony Blair, hält den Klimawandel für eine Riesengefahr, größer als der internationale Terrorismus. Weltweite Schäden von »vielen Billionen Euro« fürchtet der Versicherungskonzern Münchner Rück. Und das amerikanische Magazin Time warnte: »Seien Sie besorgt. Seien Sie sehr besorgt.«
Fast zwei Drittel der US-Bevölkerung ängstigen sich mittlerweile vor der Erderwärmung, deutlich mehr als vor zwei Jahren. Udo Kuckartz, Soziologe an der Universität Marburg, der für die Bundesregierung regelmäßig das Umweltbewusstsein der Deutschen erkundet, stellt hierzulande einen ähnlichen Trend fest. »Umwelt ist wieder mehr ein Thema«, sagt er.
Die Ökologie kehrt zurück.
Es ist ein Comeback, das anders verläuft als die großen Debatten der achtziger oder neunziger Jahre. Die Umwelt zu schützen war damals auch eine Frage der politischen Haltung, der gesellschaftlichen Ideologie. Und nicht selten entzündete sich die Aufregung an Problemen, die größer geredet wurden, als sie tatsächlich waren. Am Waldsterben, das übertrieben dargestellt wurde. An Getränkedosen, einem Problem minderer Bedeutung. Zwar verschmutzten die Menschen die Luft, sie verseuchten die Gewässer und bezahlten dafür oft mit ihrer Gesundheit. Aber es waren regional begrenzte Schäden, und meist halfen Filter oder Kläranlagen.
Heute vergreift sich der Mensch am Klimasystem der Erde, des wohl einzigen bewohnbaren Planeten im Universum. Ziellos verändert er auf diese Weise die Lebensgrundlagen der gesamten Spezies. Der Schaden ist irreparabel. Das unterscheidet den Klimawandel von allen anderen Umweltproblemen.
Niemand wird von den Folgen der Erderwärmung verschont – und es häufen sich die Indizien, dass sie drastischer sein werden, als die meisten Klimaforscher bisher prophezeiten. Der Meeresspiegel etwa steigt rascher, wie Satellitenmessungen belegen. Sogar die riesigen Eismassen Grönlands und des antarktischen Kontinents sind vor dem Abschmelzen nicht sicher. Die Hitzewelle des Jahres 2003 überraschte die Klimaforscher ebenso wie die vielen und heftigen Tropenstürme des vergangenen Jahres. »Solche Ereignisse hatte man eher in 30 Jahren erwartet«, bekennt Stefan Rahmstorf, Physiker und Ozeanograf am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung.
Die Natur kollabiert unter dem Klimastress regelrecht, wie mehr und mehr Hinweise befürchten lassen – und das verleiht der globalen Erwärmung zusätzlichen Schub. Wissenschaftler halten es nicht mehr für ausgeschlossen, dass der Temperaturanstieg die Fähigkeit der Meere schwächt, die Erderwärmung zu dämpfen. Auch die Permafrostböden Sibiriens könnten schneller auftauen; große Mengen des Treibhausgases Methan stiegen dann auf. Hans Joachim Schellnhuber, Direktor des Potsdam-Instituts, kennt eine Reihe dieser tipping points: Kippschalter, die Prozesse auslösen, welche dann nicht mehr zu stoppen sind. »Kleine Ursache, große Wirkung«, so beschreibt Schellnhuber die unkontrollierbare Dynamik, die der Mensch mit geringfügigen Temperaturänderungen heraufbeschwört.
Selbst der Amazonaswald könnte der Erwärmung zum Opfer fallen, weil es ihm an Wasser mangelt, haben Forscher des britischen Hadley Centre herausgefunden. Sollte der Regenwald mangels Regen eingehen, würde massenweise Kohlenstoff frei. Jener Stoff, der die Erwärmung anheizt. Der sterbende Regenwald würde zum Klimaturbo.
Gut möglich, dass in Zukunft öfter Hitzenotstand ausgerufen werden muss – wie es New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg dieser Tage erstmals tat. In Europa fielen der Gluthitze des Sommers 2003 rund 35.000 Menschen zum Opfer. Wie viele Tote der heiße Juli 2006 forderte, steht noch nicht fest. Günter Pfaff, Mediziner beim Landesgesundheitsamt in Stuttgart, erwartet, dass wir »im Nachhinein einen Mortalitätsgipfel feststellen werden«.
Aber nicht nur den Menschen setzt die Hitze zu. Der tropische Juli ließ den Asphalt mancher Autobahn kochen. Wegen Fugenrissen an den Betonplatten wurde eine Landebahn des Flugplatzes Hannover gesperrt. Auf der Oder kam der Schiffsverkehr zum Erliegen. Die Stromkonzerne E.on und Vattenfall mussten die Leistung einiger Kernkraftwerke drosseln, weil das Kühlwasser zu warm war. Und in den Badeseen vermehrte sich der Saugwurm – die Larve des Parasiten bohrt sich in die Haut der Menschen und erzeugt Pusteln und Blasen.
Unangenehm ist das alles, aber gemessen am drohenden Ungemach noch harmlos. In den vergangenen hundert Jahren ist es auf der Erde um gerade einmal 0,8 Grad wärmer geworden. In den kommenden hundert Jahren könnten es sechs Grad und mehr werden. Das wäre selbst über Jahrmillionen einzigartig, schreiben die Potsdamer Forscher Schellnhuber und Rahmstorf in ihrem Buch Der Klimawandel. Und es ist der Mensch, der den Thermostat der Erde manipuliert.
Im vergangenen Jahr richteten sich die nationalen Wissenschaftsakademien von elf Ländern – darunter die der USA, Chinas, Indiens, Russland und Brasiliens – mit dem Appell an die Staats- und Regierungschefs der G8-Nationen, endlich den Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) zu reduzieren, der beim Verbrennen von Kohle, Öl und Gas entsteht. Tatsächlich regulieren winzige Konzentrationen des Gases in der Atmosphäre – Bruchteile eines Prozents – den Strahlungshaushalt der Erde. CO2 lässt die ankommende Sonnenstrahlung passieren, aber nicht die von der Erdoberfläche abgestrahlte Wärme. Erst so konnten auf der Erde erträgliche Temperaturen entstehen. Doch seit der industriellen Revolution pumpt der Mensch immer mehr CO2 in die Luft. Der Kohlendioxid-Gehalt liegt heute um gut ein Drittel höher als in der vorindustriellen Zeit. Das ist der »zusätzliche Treibhauseffekt«. Er lässt die Erde schwitzen – und die Angst wachsen.
Hungersnöte, Seuchen, Sintfluten: Der Treibhauseffekt könnte den Menschen Katastrophen geradezu biblischen Ausmaßes bescheren.
Die Gletscher schmelzen und haben als Wasserspeicher ausgedient. Millionen Menschen sind daher von Wassermangel bedroht. Gleichzeitig steigt der Meeresspiegel – drei Meter in den kommenden zwei- bis dreihundert Jahren sind möglich. Nicht nur Megastädte wie Dhaka oder Kalkutta sind vom Untergang bedroht, sondern auch Hamburg und Bremen. »Wer nicht deichen will, muss weichen«, warnen Experten. Möglicherweise schützt aber nicht einmal der beste Deich vor den Fluten. Dann nämlich, wenn die riesigen kontinentalen Eisschilde Grönlands und der Antarktis schmelzen oder abrutschen. Land unter, hieße es dann, das Meer stiege um mehr als 50 Meter, allerdings erst in einigen Jahrtausenden.
Weil die Zerstörungskraft von Stürmen von der Temperatur des Meerwassers abhängt, wird es in Zukunft mehr Unwetter geben, auch in Regionen, die bisher verschont blieben. Noch nie seit mehr als 150 Jahren gab es im Atlantik so viele Tropenstürme wie 2005. Katrina zerstörte Ölplattformen, Delta verwüstete Teile der Kanarischen Inseln – erstmals seit Beginn der Aufzeichnungen.
Da warme Luft mehr Wasser speichern kann, wächst die Gefahr von Starkregen. Die Elbeflut 2002 war die Folge so einer Anomalie, die in Zukunft ziemlich normal werden dürfte.
Gleichzeitig wird es Dürrezeiten geben; die Waldbrandgefahr steigt, besonders in Südeuropa, wo Lösch- und Trinkwasser knapp werden. Noch weiter im Süden, vor allem in Afrika, werden Hitze und Wassermangel den Bauern zu schaffen machen. Manche Szenarien schätzen die Ernteverluste auf 20 bis 30 Prozent. So gehört nicht viel Fantasie zu der Prognose, dass der Klimawandel einen Treck von Flüchtlingen hervorrufen wird. Schon 2010, so ein Bericht der United Nations University in Bonn, werde es 50 Millionen Menschen geben, die vor den unwirtlichen Verhältnissen Reißaus nehmen.
Derweil werden von der Natur eigentlich begünstigte Regionen von Plagen heimgesucht, die dort bisher unbekannt waren. Das wärmere Klima lockt gefährliche Pflanzen und Tiere an. Zecken etwa, die lebensgefährliche Krankheiten übertragen, sind bereits auf dem Vormarsch. Während die Menschen schwitzen, gedeihen die Schädlinge im Treibhausklima. Willkommen im Brutkasten Erde, im Jahrhundert der garstig werdenden Natur.
Erstaunlich, dass es so weit kommen konnte. Denn anders als die meisten anderen Umweltprobleme erkannten Forscher die mit der Erwärmung verbundenen Gefahren schon, als sie noch gar nicht wahrnehmbar waren. In den siebziger Jahren warnte erstmals eine große Wissenschaftsorganisation, die amerikanische National Academy of Science. 1988 gründeten zwei UN-Organisationen ein Gremium, das den Wissensstand über die Erderwärmung seither systematisch zusammenträgt. 1991 begann eine Diplomatengruppe, ein Vertragswerk zum Schutz der Erdatmosphäre auszuarbeiten. Im Jahr darauf traf sich die Völkergemeinschaft in Rio de Janeiro und einigte sich auf die Klimakonvention. Deren »Endziel« ist die Stabilisierung der Treibhausgasemissionen auf einem Niveau, »auf dem eine gefährliche Störung des Klimasystems verhindert wird«. 1997 einigte man sich auf das Kyoto-Protokoll, das den Treibhausgasausstoß – und damit auch den Energieverbrauch – von drei Dutzend Industrienationen deckelt.
Erstaunlich, was alles versprochen wurde.
Doch ebenso erstaunlich ist, wie sich die nationalen Regierungen über ihre Versprechen hinwegsetzten. Laut Klimakonvention wollten die Industrieländer ihre Emissionen bis zum Jahr 2000 auf das Niveau von 1990 zurückführen. Stattdessen emittierten die USA 16 Prozent mehr CO2, Japan 17 Prozent mehr. Nur die 15 Mitgliedsstaaten der EU konnten ihre Zusage in etwa einhalten – allerdings fast ausschließlich, weil inzwischen die ostdeutsche Wirtschaft zusammengebrochen war.
So wird kaum eine Nation ihre Verpflichtung aus dem Kyoto-Protokoll erfüllen. Die USA ratifizierten den Vertrag erst gar nicht; die Europäer sind dermaßen im Rückstand, dass ein Wunder geschehen müsste, damit sie 2012 vertragstreu sind. Der »Geist von Rio«, sagt Klaus Töpfer, Exchef der UN-Umweltbehörde, habe sich »sehr schnell verflüchtigt«.
Es ist schon paradox. Da veranstaltet der Mensch das größte Grillfest in der Geschichte des Planeten, während sich gleichzeitig, politisch korrekt, Heerscharen von Diplomaten jährlich zur Klimakonferenz versammeln. 27 Milliarden Tonnen CO2 pumpen Schornsteine, Autos und Heizungen weltweit in die Luft, ein Viertel mehr als vor 15 Jahren, als der Kampf gegen den Treibhauseffekt begann.
Dass dieser Kampf der Menschheit bislang nur Niederlagen bescherte, kommt indes nicht von ungefähr. Just als die Völkergemeinschaft sich in puncto Klimaschutz aufmachte, rasselte der Ölpreis in den Keller. Bis auf zwölf Dollar je Barrel sank die Notierung im Durchschnitt des Jahres 1998. Öl ist der wichtigste Energierohstoff der Welt; seine Verbrennung ist aber auch die bedeutendste Quelle von CO2. Prompt heizte das billige Öl die Atmosphäre auf.
Die billige Energie hätte sich verteuern lassen, Entschlossenheit zur Bekämpfung des Treibhauseffektes vorausgesetzt. Zum Beispiel mittels Steuern. Doch leider klappte das fast nirgendwo – schließlich sahen sich die Industrieländer in den Neunzigern auch neuer Konkurrenz ausgesetzt: erst der aus den asiatischen Tigerstaaten, dann der aus China, Osteuropa und Indien. Globalisierung hieß die Herausforderung, und Energie zwecks Klimaschutz teurer zu machen galt als aberwitzige Idee. Der Umweltschutz war »unten durch«, sagt Ernst Ulrich von Weizsäcker, bis vor einem Jahr Mitglied des Bundestages und jetzt Professor an der University of California in Santa Barbara. Leute wie von Weizsäcker, die trotzdem für mehr Klimaschutz plädierten, galten als »Weichei«, wie der Professor selbst sagt.
Die Angst vor der Konkurrenz der Schwellenländer veranlasste die Amerikaner, das Kyoto-Protokoll abzulehnen. Al Gore, 1997 US-Vizepräsident, reiste zwar zu den Verhandlungen nach Japan. Tatsächlich kam er ohne Mandat – weil der US-Kongress schon vorher beschlossen hatte, keine Abmachung ohne »angemessene Beteiligung« der Entwicklungsländer zu ratifizieren. Genau das aber lehnten China & Co. kategorisch ab, mit dem Hinweis, für das Gros der bisher emittierten Treibhausgase seien schließlich die Industrieländer verantwortlich. Am Ende wurde das Kyoto-Protokoll zum wirkungslosen Protoköllchen – ganz so, als sei die Erderwärmung ein vages Problem, dessen Lösung getrost vertagt werden könnte.
Nun drohen die Temperaturen und der Kohlendioxid-Ausstoß historisch einmalige Werte zu erklimmen. Laut Internationaler Energie-Agentur werden die CO2-Emissionen bis 2030 auf mehr als 38 Milliarden Tonnen steigen. Keine Prognose dokumentiert eindrucksvoller das Scheitern der Klimapolitik.
Die meisten Klimaforscher sind sich einig, wo der Schwellenwert für eine gerade noch hinnehmbare Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre liegt: bei 0,045 Prozent Kohlendioxid. Die Erde würde zwar wärmer; Mensch, Natur und Infrastruktur würden ungeahnten Belastungen ausgesetzt sein. Aber wenigstens würde die Erwärmung auf zwei Grad begrenzt, würde das Schlimmste noch verhindert. Selbst dies setzt aber eine neue industrielle Revolution voraus: eine weltweite Energiewende, und zwar »sehr schnell, innerhalb von 10 bis 20 Jahren«, wie es in einem Gutachten des von der Bundesregierung berufenen Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen heißt.
Auf den Markt ist dabei kein Verlass. Zwar drosseln die gegenwärtig hohen Ölpreise die Nachfrage – und wirken deshalb klimaschonend. Doch das muss nicht so bleiben. In der Erdkruste lagern noch immense Mengen Öl, Gas und Kohle. Würden sie gehoben und verbrannt, dann stiege die schier unvorstellbare Menge von 18000 Milliarden Tonnen CO2 gen Himmel – und die globale Mitteltemperatur »um weit mehr als vier Grad«, heißt es in einer Untersuchung des Potsdam-Instituts.
So führt kein Weg daran vorbei: Die Politik muss dafür sorgen, dass der Ausstoß von Treibhausgasen sinkt. Mit Steuern und Vorschriften, mit Förderprogrammen und Aufklärungskampagnen. Vor allem aber mit dem Willen, die Erderwärmung endlich ernsthaft zu bekämpfen.
Die Herausforderung ist groß, aber sie ist zu stemmen. Sie kostet womöglich nicht einmal ein Prozent des weltweiten Sozialprodukts, wie kürzlich bei einer internationalen Konferenz festgestellt wurde. Eine Forschergruppe der Princeton-Universität hat bereits einen detaillierten Schlachtplan für den Kampf gegen den Treibhauseffekt entworfen: sparsamere Autos und besser isolierte Häuser, effiziente Stromfabriken, Wind- und Solaranlagen, Bioenergie und eine Technik, mit der das Treibhausgas schadlos gebunkert wird, statt es in die Erdatmosphäre zu blasen. Die CO2-Bunkerung, etwa in ausgedienten Erdgasspeichern, wird gerade auch hierzulande erforscht. Es sind viele kleine Schritte, die Rettung verheißen.
Allerdings müsste sich die Völkergemeinschaft auch einigen, was im Kampf gegen die Erwärmung gerecht ist. Die Antwort kann nur lauten: Jedem das gleiche Recht geben, CO2 auszustoßen. Der Potsdamer Forscher Schellnhuber hat ausgerechnet, was das bedeutet. Soll die Zwei-Grad-Wärmegrenze nicht gerissen werden, dürfte jeder Mensch jährlich nur noch 2000 Kilogramm Kohlendioxid emittieren. Für die Deutschen hieße das: Jeder müsste sich mit einem Fünftel des bisherigen Klimafrevels begnügen.
- Datum 31.12.1899 - 01:00 Uhr
- Serie -
- Quelle DIE ZEIT, 10.08.2006
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Das WETTER können wir nicht ändern.
Das KLIMA aber schon!
Dieses Gesülze über die Klimaänderung kotzt mich an, auch (nein besonders) wenn es ganz "unideologisch" daher kommt. Menschen wacht auf! Wir müßten nicht unseren CO2-Ausstoß auf ein fünftel verringern. Nein, wir MÜSSEN es!
Aber solange eine ZEIT Werbung für ein deutsches Wertprodukt mit über 300PS (Hallo! das sind 300(!) Pferde oder umgerechnet 3000 (!!)Menschen) machen muss (?), wird sich nichts ändern. Hier stellt sich nun die Frage Henne oder Ei muß zuerst die (Auto)Industrie ihre Vorgaben ändern oder die, die diese Sauriere kaufen. Wenn Menschen ihre Wenigkeit mit 2-3 Tonnen durch die Gegend führen oder in ihren Urlaub in der Ferne mit Zimmer, Küche, Kabinett, zwei Fahrrädern und Satelittenschüssel, um ja die heimatliche Fernsehscheiße nicht zu versäumen, tausende Kilometer, stundenlange Staus inkaufnehmend 2-5 Tonnen mitschleppen oder mit den Touristenbombern direkt in die Massenquartiere inclusive eigensprachlichem Animator geflogen werden (was allerdings die Flughafenaktien steigen lässt) - und dann noch damit zur Rettung der Weltwirtschaft beitragen dann kann es mit einer Veränderung der Umweltbedingungen (ganz unideologisch) nicht weit sein. Steigen wir also in unsere Pferdekutsche mit 300 vorgespannten Pferden und rasen dem Abgrund entgegen. Nein, Halt. Soweit wird es nicht kommen. Ca 2050 (dann lebe ich ganz sicher nicht mehr) werden unsere Kinder, dann ca 70 80 Jahre alt sagen können (müssen) ja, wir haben es gewusst, aber nichts GETAN, aber..., wenn..., aber, so ein Porsche war schon was geiles, ja nur haben sie dann keine Kinder, denen sie das sagen könnten. Aber vielleicht ist dann Alzheimer eine ganz angenehmer Zustand.
Von Storch hatte vor nicht allzu langer Zeit gewarnt, dass übertriebene Darstellungen des Klimaproblems lediglich zur Folge haben werden, dass die Bevölkerung immer weniger von den Gefahren überzeugt ist. Offensichtlich haben weder der Autor noch die von ihm genannten Quellen etwas davon mitbekommen.
Alle Prognosen über zukünftige Temperaturentwicklungen basieren auf Berechnungen durch Computer, die zwar angeben, die Temperaturen bis zum Jahre 2100 relativ genau berechnen zu können, jedoch nicht in der Lage sind, das Klima und seine Temperaturen der letzten 1000 Jahre glaubhaft darstellen zu können. Denn die Programme für die Berechnung der Zukunft müssten zumindest mit der Vergangenheit abgeglichen werden., was nicht getan wird. So ergeben dann verschiedene Computer auch unterschiedliche Ergebnisse.
Viel schlimmer sind aber offenbar Manipulationen, die bis in die Spitzen der internationalen Behörde IPCC reichen.
So hat sich die Rekonstruktion der Temperaturen der letzten 1000 Jahre (dargestellt auf Seite 34 der Vorschläge für die Politiker) als statistische Manipulation durch den Autor, Prof. Mann herausgestellt.
Bestätigt wurde dies erneut vor 2 Wochen während der Anhörung des Chairman des Ausschusses für angewandte Statistik der US National Academy of Science, Wegman. Bereits ein anderer Ausschuss der NAS hatte vorher schwere Fehler Manns entdeckt, aus Rücksicht auf die Vorbereitungen des IPCC für ihren 4. Bericht nur zaghaft ausgesprochen.
Von daher sind Angaben Vorholzs, 2005 war es weltweit so heiß wie nie zuvor, nicht nur eine journalistische Übertreibung, sondern schlicht falsch. Es gibt viele Dokumente, die belegen, dass die Temperaturen im Mittelalterlichen Klimaoptimum vor ca. 1000 Jahren mindestens so hoch waren wie heute, und dies durch ganz natürliche Ursachen, ohne den Menschen.
Wie komplex das Klima ist, zeigt sich gerade in den letzten Tagen. Hatte sich die Temperatur in den Meeren zwischen 1993 und 2003 noch erhöht, so sind sie 2003 bis 2005 plötzlich wieder erheblich gesunken. Kein Rechenprogramm hat dies berücksichtig.
Nur kann man davon nichts im Zeit-Bericht lesen. Im Gegenteil, da werden die Hurricanes und die Schäden der globalen Erwärmung zugeschrieben, obwohl die führenden Hurrican-Forscher keinen Zusammenhang sehen und die erheblichen Schäden den unterschiedlichen Siedlungsgewohnheiten der Bewohner zuzuschreiben sind: 90 Prozent der Schäden fallen in den Küstenbereichen an, wo früher kaum jemand gewohnt hat.
Wie großzügig mit Tatsachen umgegangen wird zeigt z. B. die Situation in Grönland und der Antarktis. Während vor einem beschleunigten Abschmelzen gewarnt wird, bauen sich dort neue Eismassen wieder auf, und zwar nicht durch höhere Niederschläge. In der Antarktis wird es sogar im größeren Teil kälter.
Und dann werden im Bericht alle Plagen der Bibel zitiert : Dürre, Hitze, Krankheiten, Überschwemmungen in nicht gekanntem Ausmaß, usw. usw.
Mit mehr Realismus hat man aber inzwischen erkannt, dass das hochgepriesene Kyoto-Abkommen eine stumpfe Waffe ist. War die Temperaturreduzierung bei vollständiger Erfüllung der Reduktionsziele bis zum Jahre 2050 auf lediglich 0,07 °C berechnet worden, so ist jetzt von einer Verringerung der Temperaturen ddurch das Abkommen schon gar nicht mehr die Rede. Bis auf England, Deutschland und Luxemburg halten keine Länder ihre Verpflichtungen ein.
China, Indien, Süd-Korea, Australien, die USA und Japan habe daraus die Konsequenzen gezogen. Sie haben eine Pazifische Partnerschaft gegründet, die neue Techniken entwickeln und anwenden sollen ohne Auflagen für konkrete CO2-Reduzierungen.
Die Schilderung einer möglicherweise bevorstehenden Weltkatastrophe, wie sie im Artikel von Vorholz beschrieben wird, ist solange nicht überzeugend, solang nicht konkretere Tatsachen vorgebracht werden anstelle von Formulierungen wie sollte, müsste, könnte.
Andere qualifizierte Gremien, wie z. B. der Copenhagen Consensus, sehen ganz andere Priorität für die Menschheit. Dort rangiert der Kampf gegen Aids und Krankheiten ganz vorne, Maßnahmen gegen eine globale Erwärmung erst an Stelle 10.
Wenn man Maßnahmen gegen eine von Menschen verursachte Klimaerwärmung für möglich und sinnvoll hält, dann sollte man über das Thema auch umfassend berichten. Dazu gehört auch eine genaue Schilderung der Unsicherheiten, die in der Klimaforschung bestehen.
Denn als solche wurden wir tituliert, verlacht, verfolgt seitdem wir immer und immer wieder auf diese Fakten hinweisen. Ein Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, das ganz auf Narzissmus, Asozialität und blinder Ressourcenplünderung ausgelegt ist, kann gar nicht anders: Wer aufhört, seine eigene Lebensgrundlage zu zerstören, verliert das Rattenrennen.
Was aber tun? Gewärtigen wir zweierlei: Die drei reichsten Menschen dieser Welt kontrollieren mehr Vermögen als die 60 ärmsten Länder. Die 500 grössten Unternehmen des Planeten kontrollieren 51% des Weltbruttosozialprodukts. Unsere Regierungen, demokratisch oder nicht, sind nur mehr Kasperletheater, die diese Plutokraten aufführen lassen. Wir befinden uns nicht in Opposition zu Merkel, Chirac oder Bush. Erkennen wir die Realität. Es sind die Ackermänner dieser Welt, es sind Nestlé und Procter&Gamble, es ist die Ölindustrie, die sparsamer Antriebe boykottiert, zu denen sind wir in Opposition.
Und weil wir sie nicht abwählen können,bleibt zur Rettung der Welt nur ein - zumindest europaweites - neues 1789. Das geht sicher auch ohne Guillotine.
MessieurDames, a la bastille
schwarzbart
Der Mensch bzw. die Menschheit hört nur auf die Peitsche. Das war schon immer so. Leider wird die Umweltpeitsche die Menschen ausrotten, das läst sich leider nicht verhindern. Solange unsere Politiker kleinkariert um ihre Macht buhlen und sich in kindischen Streitereien verstricken wird sich sich nichts daran ändern. Aber es wäre ungerecht dies alles eben jener Kaste anzulasten. Denn wir müssen uns fragen wer sind denn unsere Politker? Es sind eben auch nur Menschen, unzulänglich und kleinkariert wie wir alle, denn sie werden schließlich aus unseren Reihen gewählt. Wenn wir etwas ändern wollen müssen wir das System ändern. Das heist eigentlich: Abschaffung des Kapitalismus, Enteignung des Großkapitals (allem voran die Banken, Versicherungen und Großporuzenten z.b. Autobauer usw.), das wäre nicht Alles aber zumindest ein Anfang. Doch zurzeit kennen wir keine Alternative zum Kapitalismus, solange der Egoismus des Einzelnen, der sich im Glauben an das Märchen "vom Tellerwäscher zum Millionär" ausdrückt Bestand hat und die Menschheit nicht vernetzt denkt. Warum eigentlich ehren wir Leute die angeblich "erfolgreich" sind nur weil sie am meisten produzieren und damit die Umwelt am meisten zerstören? Unser Grundgesetz garantiert Eigentum, das ist auch gut so! Das ist eine Errungenschaft der modernen Gesellschaft. Aber jedes System ist verbesserungswürdig. Warum wird z.b. diese Eigentumsgarantie nicht begrenzt? Wer mehr zusammenrafft als diese Grenze, deren Höhe ja ruhig großzügig ausgelegt werden kann, müste dann ALLES abgeben. Verlängerung der Steuertabelle bis auf 100%! Die Natur macht es uns doch vor wie man ein selbstregulierendes System aufbaut. Man gucke sich nur die Wälder an: Wer schneller wächst mit dem vorhandenen Licht als die anderen, wird mit mehr Licht belohnt. Der Baum der aber am höchsten herausragt, ja zum Monster wird, fällt beim nächsten Sturm weil er keinen Schutz mehr durch seine Artgenossen (der anderen Bäume nämlich) hat. Wir müssen endlich aufhören dem Kapital als neuen Gott zu huldigen. Die Wirtschaft und das Kapital sind für die Menschen da und nicht umgekehrt. Die Rohstoffe dieser Welt gehören allen Menschen und nicht einer Handvoll Konzerne die wiederum einer handvoll Menschen gehören. In einer Fensehdiskussion sagte jemand: 10% der Steuerzahler zahlen 50% der Steuern. Alle waren entsetzt! Ja es stimmt, aber ist das denn so verkehrt?....diese 10% müsten 90% der Steuern zahlen! Warum? Ganz einfach weil eben diese 10% Oberschicht ja auch 90% des Kapitals hält. Das sagte jedoch niemand. Angst vor Kommunismus? Ja genau das ist es! Diese Hysterie! Schade das ich nicht eingeladen war. Ich hätte den Mut gehabt es zu sagen. Genauso wie ich es hier sage. Und ich bin mir sicher das die Zeit, die leider immer mehr zur konservativen Hofgazette der CDU verkommt, diesen Kommentar ganz schnell entfernen wird. Man will nämlich nicht daß das Volk anfängt darüber nachzudenken. Man wird mit aller Gewalt das System aufrechterhalten und damit den Untergang der Menschheit besiegeln. Aber selbst diesem Szenario kann ich eine positive Seite abgewinnen, schließlich lebe ich auch nicht ewig und sterbe in dem Vertrauen das wenn die Menschheit sich endlich selbst ausgerottet hat, die Erde wieder eine Chance bekommt auf neues Leben. Hoffen wir das die Natur aus der "fehlkonstruktion Mensch" lernt und andere Wege sucht, wirklich intelligentes Leben zu schaffen. Ich halte ihr beide Daumen bei ihrem nächsten Projekt.
"Heute vergreift sich der Mensch am Klimasystem der Erde, des wohl einzigen bewohnbaren Planeten im Universum."
Das es im Universum von Leben nur so wimmelt ist laengst keine gewagte These mehr. Gewagt finde ich im Kontext die Behauptung --> dass die Welt langsam begreift !? Wundern wuerde ich mich nicht, wenn sich in ein paar Jahren die halbe Welt fuer die (vermeintlich) letzten (Oel- Gas- Uran-) Ressourcen den Schaedel einschlaegt. Wir sind soweit von der Steinzeit nicht entfernt. Der Mensch ist IMO ein - zugegebenermassen interessanter - Fehlschlag der Natur.
Gruss,
Klaus
Denn als solche wurden wir tituliert, verlacht, verfolgt seitdem wir immer und immer wieder auf diese Fakten hinweisen. Ein Gesellschafts- und Wirtschaftssystem, das ganz auf Narzissmus, Asozialität und blinder Ressourcenplünderung ausgelegt ist, kann gar nicht anders: Wer aufhört, seine eigene Lebensgrundlage zu zerstören, verliert das Rattenrennen.
Was aber tun? Gewärtigen wir zweierlei: Die drei reichsten Menschen dieser Welt kontrollieren mehr Vermögen als die 60 ärmsten Länder. Die 500 grössten Unternehmen des Planeten kontrollieren 51% des Weltbruttosozialprodukts. Unsere Regierungen, demokratisch oder nicht, sind nur mehr Kasperletheater, die diese Plutokraten aufführen lassen. Wir befinden uns nicht in Opposition zu Merkel, Chirac oder Bush. Erkennen wir die Realität. Es sind die Ackermänner dieser Welt, es sind Nestlé und Procter&Gamble, es ist die Ölindustrie, die sparsamer Antriebe boykottiert, zu denen sind wir in Opposition.
Und weil wir sie nicht abwählen können,bleibt zur Rettung der Welt nur ein - zumindest europaweites - neues 1789. Das geht sicher auch ohne Guillotine.
MessieurDames, a la bastille
schwarzbart
"Sie kostet womöglich nicht einmal ein Prozent des weltweiten Sozialprodukts, wie kürzlich bei einer internationalen Konferenz festgestellt wurde."
Auch wenn der Artikel recht gut war, das hier ist doch gerade der Grund für diese Probleme. Der BIP listet Geld auf - Spiegelt letztlich das Wirtschaftsystem wieder, und das heißt Wachstum der Wirtschaft durch immer neue Produkte! Und wo es keine neuen Produkte gibt, da werden alte Produkte kurzlebiger Gemacht um sie nochmals und immer wieder verkaufen zu können.
Theoretisch könnte man das Problem sicherlich angehen, man müßte nur weniger Energieverbrauchen - und Produkte wieder langlebiger machen. Nur daran hat keiner Interesse, weil so ein Weg würde das gesamte Wirtschaftsystem in Frage stellen.
Sogar wenn die Lösungen kostenlos wären würde keiner das auch nur anpacken. Man schaue doch auf das Credo der dt. Politik, "Leute kauft, verbraucht, konsumiert" am besten alles gleich doppelt und dreifach - damit wir Steuereinnahmen haben und die Wirtschaft wächst. Sogar der Arbeit-habende schaut auf den Arbeitslosen runter und wirft ihm vor er würde sich nicht bemühen seine "Arbeitskraft" zur Produktion von immer neuem einzusetzen!
Solange irgendjemand noch irgendeine Chance sieht, wird er versuchen durch "Produktion" etwas herzustellen zu verkaufen - gewinn zu machen. Und solange das "Glück" der Welt darin besteht durch Arbeit zu Geld zu kommen um dann wieder Produziertes "Konsumieren" können, wird es da kein Ende geben!
Man wird eher Millionen Boote als "neuen Markt" sehen, statt auf die Bremse zu drücken!
Und, wenn wir auch wenig wissen , Klima und Ökologische Vorgänge bauen sich "unbemerkt" auf, sobald sie sichtbar und erkennbar werden ist eigentlich das nicht mehr zu ändern, und der Berg an Problemen ist vielviel grösser als wir ihn dann sehen!
Pflanzen und Tiere haben schon längst angefangen zu wandern, sprich sich an neue Verhältnisse und gegebenheiten anzupassen, nur der Mensch verharrt immer noch - teilweise aus einem blinden Technikvertrauen, das aber vor den Ausmaßen der Klima - Änderungen einfach kapitulieren muß!
In den Niederlanden hat man enorm viel Erfahrung im Deichbau, und man weiß dort das man "höhere" stabilere Deiche einfach nicht mehr bauen kann - nicht in dem notwendigen Umfange der nötig wäre um den Status quo zu erhalten. Lösung - man ändert sich selber - und hat das konzept der schwimmenden Häuser entwickelt. Möglicherweise wird man sogar den Rest der Infrastruktur "mitnehmen" - keiner weiß heute genau welche Änderungen uns eben erwarten.
Man wird lernen müssen auf einem "kleineren" Level zu leben - von Konsum und Produkten - sonst wird man es kaum schaffen diese Welt zu erhalten.
Und, das kommt nicht in Jahren, oder Jahrzenten, es kann morgen schon passieren das der Golfstrom - diese Maschine die uns unser Klima erhält einfach versiegt. Wie dann das Wetter mit den Menschen Europas fangen spielt kann sich keiner wohl vorstellen, vielleicht Katrinas entlang dem Rhein ? Tornados mitten in Berlin? Oder Tropische Wasserlose Wüste?
Es kommt übrigens auch nicht so genau darauf an ob wir "alles" an diesem Klimawandel selber verursacht haben (worauf ja die Kritiker immer rumreiten) es kommt letztlich nur darauf an das wir da nicht unwesentlich mit daran beteiligt sind - und der nächste Wagen der vom Band läuft, die nächste Musikmaschine irgendwo das übervolle Fass zum überlaufen bringt!
Werden wir daran etwas ändern - keine Chance - weil wir den Gott Geld doch nicht so einfach aufgeben wollen!
dass dieses thema nicht erst seit den "achtzigern" ein "thema" ist, kann in dem buch "TUZUB 37" des nahezu unbekannten berliner schriftstellers "paul gurk" siehe:
nachgelesen werden.
es sollte sämtlichen politikern und nicht nur denen, als pflichtlektüre auf den nachttisch gelegt werden.
bereits in den frühen dreissiger jahren des letzten jahrhunderts werden dort die heutigen umweltszenarien minutiös und wie es eindrücklicher nicht sein kann beschrieben. danach erübrigt sich die weitere lektüre von aktuellen katastrophenmeldungen.
in einer projektion der geschichte der menschheit auf die zukunft werden dort alle unsere aktuellen bemühungen, den planeten erde zu vernichten, inklusive "grosser knall", vorausgesehen und in einem existentialistischen sprachstil beschrieben, der auch die biblische beschreibung der apokalypse in den schatten stellt.
vorsicht, nichts für leichte gemüter.
meine empfehlung: "TUZUB 37" als fortsetzungsroman in der zeit.
bm
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