Der Kampf gegen den Terror hat auch das Handgepäck erreicht. Seit vergangener Woche reisen Passagiere an englischen Flughäfen nicht mehr mit ihren privaten Reisetaschen, in denen sie ihr Handgepäck verstauten, sondern mit transparenten Plastiktüten. Sie sollen verhindern, dass Flüssigsprengstoff unerkannt ins Flugzeug gelangt.

Doch damit sind auch alle privaten Gegenstände, Medikamente, Kuscheltiere, Bücher, also alles, was nicht mit dem Koffer aufgegeben wurde, von nun an den Blicken der Öffentlichkeit ausgesetzt.

Dem Flughafenpersonal in Heathrow ist es vergangene Woche gelungen, innerhalb von zwei Stunden genügend durchsichtige Tüten zu bestellen und auf dem Flughafen zu verteilen. In Stansted sah das anders aus: Hier waren die Tüten bald aus, es wurden Mülltüten verteilt. Den Lieferanten der Tüten, an die wir uns vielleicht auch bald in Deutschland gewöhnen müssen, gibt der Flughafensprecher in Heathrow allerdings nicht preis wenigstens einer darf seine Privatsphäre behalten, wenn auch nur aus Sicherheitsgründen.