Astronomie
Nachwuchs im Sonnensystem
Die Astronomen ordnen die Gestirne neu: Nicht mehr neun, zwölf Planeten sollen es künftig sein. Schulbücher und Horoskope müssen umgeschrieben werden.
Man könnte meinen, der Astrologe Peter Schmid habe alles vorhergesehen. In seinen Horoskopen ist Pluto der Planet »des Stirb und Werde«. Er stehe für die Zerstörung des Alten, »damit Neues entstehen kann«. Dass wegen dieses Planeten allerdings gleich die ganze himmlische Ordnung infrage gestellt wird, hat der Sterndeuter wohl nicht gedacht. Ein Streit um Pluto führt dazu, dass die Wissenschaft nun kurzerhand die Hierarchie der Planeten umstürzt. Nicht nur die Schulbücher bedürften dann einer Aktualisierung. Auch manches Horoskop müsste umgeschrieben werden.
Zu dem wahrhaft planetaren Reformprojekt haben sich in diesen Tagen rund 3000 Astronomen in Prag versammelt. Die Stadt, in der einst die Sterngucker Tycho Brahe und Johannes Kepler wirkten, ist der rechte Rahmen für die Weltkonferenz der International Astronomical Union (IAU), einer Art UN der Astronomie. Seit Mittwoch liegt den Delegierten eine Resolution vor, die es in sich hat: Sie fordert nichts anderes als eine Neuordnung der Gestirne. Statt bisher neun soll es künftig zwölf Planeten geben – und zwölf weitere Kandidaten, die in den kommenden Jahren darauf hoffen dürfen, in den erweiterten Kreis unserer Sonnensystem-Union aufgenommen zu werden.
Dabei hätte man annehmen dürfen, dass die Frage nach den Planeten im Jahr 2006 geklärt sein müsste. Schon in der fünften Klasse prägen sich Schüler die Reihenfolge mit einem Satz ein: »Mein Vater Erklärt Mir Jeden Sonntag Unsere Neun Planeten« – die Anfangsbuchstaben stehen für Merkur, Venus, Erde, Mars, Jupiter, Saturn, Uranus, Neptun und Pluto.
Nach der IAU-Resolution soll Schluss sein mit diesem exklusiven Planetenzirkel. Integration neuer Himmelsbrocken ist angesagt. Zwar muss die Reform des Sonnensystems kommende Woche erst von der Vollversammlung der IAU abgesegnet werden. Und noch ist unklar, ob die Delegierten ihren Vordenkern folgen. Doch zum Schulbeginn sollten Physiklehrer sicherheitshalber auf der IAU-Website nachschauen, ob der Himmel noch derselbe ist wie vor den Sommerferien.
Als Planet soll künftig jeder Himmelskörper gelten, der um die Sonne kreist und »groß genug ist, um von der eigenen Schwerkraft in eine nahezu runde Form gezogen zu werden«. Das träfe auf jeden himmlischen Brocken zu, der eine Masse von mehr als 5x10^20 Kilogramm hat (etwa ein Zehntausendstel der Erdmasse) und einen Durchmesser von 800 Kilometern (ein Sechzehntel des irdischen). Demzufolge wäre der zwischen Mars und Jupiter kreisende Ceres, der bisher als Asteroid galt, künftig zu den Planeten zu zählen. Dieselbe Ehre käme dem Pluto-Mond Charon zu und dem Himmelskörper 2003 UB313.
»Diese Definition wird nur Wissenschaftler glücklich machen«, schimpft Michael Brown vom California Institute of Technology. Ihm ist es zu verdanken, dass die Diskussion aufgekommen ist. Vor drei Jahren entdeckte er, dass das Sonnensystem nicht mit Pluto, dem neunten Planeten, endet. Jenseits davon machte Brown 2003 UB313 aus, einen zehnten Himmelskörper, der ebenfalls die Sonne umrundet und größer ist als Pluto. Seither schwebt die Frage im Raum: Sind beide Planeten? Oder keiner von beiden? Vielleicht sind die beiden Himmelsobjekte auch nur große Brocken am Rand des Sonnensystems. Dort, im Kuiper-Gürtel, ziehen Zehntausende von Objekten aus Stein und Eis ihre Bahn, der Bauschutt des Sonnensystems. Darf man so etwas »Planet« nennen?
So kurios der Streit klingt – er ist alles andere als neu. Im Lauf der Geschichte hat sich die Definition der Planeten oft verändert. Für die frühen Hochkulturen zählten dazu nur jene sieben Himmelskörper, die sie mit bloßem Auge ausmachen konnten – Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter, Venus und Saturn (eine Tatsache, der wir die Einteilung der Woche in sieben Tage verdanken). Mit dem Aufkommen der modernen Astronomie geriet alles durcheinander. Zunächst warf Nikolaus Kopernikus das geozentrische Weltbild um; Sonne und Mond wurden als Planeten eliminiert, die Erde hinzuaddiert. 1781 sichtete William Herschel den Planeten Uranus und erhöhte die Zahl wieder auf sieben. 20 Jahre später vermeldete die von Astronomen gegründete »Himmelspolizey« erneut einen Fahndungserfolg: Sie entdeckte den kleinen Ceres, der bald mit seinen Geschwistern Pallas, Juno und Vesta die Planetenzahl auf elf hochschnellen ließ.
Je besser die Teleskope wurden, umso mehr Objekte wurden gesichtet, sodass sich die Astronomen Mitte des 19. Jahrhunderts gezwungen sahen, die Planeteninflation zu stoppen: Ceres und Co. wurden zu »Asteroiden« oder minor planets (Kleinplaneten) degradiert; dafür wurde der Gasriese Neptun, der 1846 jenseits von Uranus beobachtet worden war, als achter Planet ins Sonnensystem integriert.
Dabei hätte es bleiben können. Doch dann, so sieht es der Direktor des Minor Planets Center, Brian Marsden, beging die Astronomengemeinde einen folgenschweren Fehler: Sie ließ sich verführen, auch noch Pluto anzuerkennen. Dabei beruhte schon dessen Fund auf einem Missverständnis. Um Ungereimtheiten in der Bahn des Neptuns zu erklären, hatte Percival Lowell 1909 prognostiziert, ein unentdeckter Planet müsse hinter Neptun seine Kreise ziehen. Als dann 1930 Clyde Tombaugh am Lowell Observatorium in Arizona einen solchen Himmelskörper entdeckte, pries er diesen als geniale Bestätigung der Vorhersage des Observatoriumgründers – und prompt wurde dem Objekt der Planetenstatus zuerkannt.
Dabei sei das Ganze nur ein »großartiges Beispiel für Public Relations« gewesen, lästert Brian Marsden heute. Nicht nur, dass Pluto in Wahrheit sehr viel kleiner war, als Lowell vorhergesagt hatte; es zeigte sich auch, dass der neue Planet gar nicht, wie ursprünglich angenommen, für die Bahnstörung des Neptuns verantwortlich war. Ein Witz eigentlich, dass er überhaupt gefunden wurde. Doch nachdem er einmal als Planet akzeptiert war, fand sich niemand, der es wagte, ihn – den einzigen je von Amerikanern entdeckten Planeten – zu degradieren.
Die Rolle des Planetenmörders wollte nicht einmal Michael Brown spielen. Dabei hatte er mit seinem Fund die Diskussion erst ins Rollen gebracht: »Astronomen sind in dieser Hinsicht recht sentimental.« Doch 2003 UB313, den Brown »Xena« taufte, machte Pluto zum Problem. Warum sollte man ihn als Planeten führen, Xena aber den Adelstitel verweigern?
Zwei Jahre lang brütete eine siebenköpfige Kommission der IAU über einer Lösung. Ihr Vorschlag soll nun alle Seiten zufrieden stellen. Vereinfacht gesagt, gilt demnach als Planet, was groß und rund ist; ausgeschlossen werden unförmige Klumpen, also die meisten Asteroiden, Kometen und andere Bruchstücke. Sie heißen fortan nur noch small solar system bodies, Gärtner würden sagen: Unkraut.
»Die Öffentlichkeit wird uns verstehen«, glaubt Owen Gingerich, Chef der Planetenkommission. »Die Menschen wollen vor allem wissen, ob Pluto ein Planet bleibt. Wir haben ihn degradiert, aber auch befördert.« Dieser bisher kleinste Vertreter des Sonnensystems, nur 0,002 Erdmassen schwer, gilt laut der neuen Definition nicht mehr als »klassischer« Planet wie Merkur bis Neptun, sondern als Namensgeber einer neuen Planetenklasse, der »Plutonen«. Damit werden fortan jene runden Himmelskörper bezeichnet, deren Bahn jenseits von Neptun liegt, wie Charon und 2003 UB313. Browns Name Xena will die Behörde nicht übernehmen; der sei zwar populär, heißt es spitz, aber keine »offizielle« IAU-Bezeichnung.
Nach der neuen Definition könnten zu den nunmehr zwölf Planeten bald mehr hinzukommen. Die IAU rechnet mit einem Dutzend Kandidaten. Darin ähnelt die Reform der deutschen Rechtschreibreform: Im Kleingedruckten mutet sie kompliziert und willkürlich an. Warum etwa zählt der Pluto-Mond Charon zu den drei neuen Planeten, andere Monde jedoch nicht? Begründung: Charon ist so schwer, dass er mit Pluto um einen gemeinsamen Drehpunkt kreist, der zwischen beiden liegt. (Der Drehpunkt unseres irdischen Mondes liegt dagegen in der Erde.)
Und wer bestimmt, ob ein Kandidat rund ist? »Um zu zeigen, dass ein Himmelskörper keiner Kartoffel ähnelt, muss man ihn jahrelang beobachten«, sagt Günther Hasinger vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching. Leichte Abweichungen wie die abgeplatteten Pole der Erde sind erlaubt. Aber was ist mit dem 500 Kilometer langen Bewerber Vesta, dem drittgrößten Brocken im Asteroidengürtel? Ein Zusammenstoß hat ihn am Südpol arg verbeult. So mag die neue Definition wissenschaftlich präzise sein, elegant ist sie nicht. Ob die Delegierten ihr zustimmen, ist offen. Günther Hasinger, der als Vertreter der deutschen Astronomen angereist ist, hat den deutschen Sternwarten sicherheitshalber eine E-Mail geschickt, um deren Votum einzuholen. »Das ist eine heiße Kiste«, sagt er.
Würde die Vollversammlung ihre Zustimmung verweigern, bliebe es bei den neun bekannten Planeten, und die IAU hätte ein Problem. Gingerich befürchtet für diesen Fall »ein großes Durcheinander« bei der Namensgebung, denn neue Asteroiden, Kometen und Planeten werden von unterschiedlichen Kommissionen benannt. Vor allem aber müsste die IAU eine alternative Planetendefinition erarbeiten.
Michael Brown stellt sich schon einmal auf das Schlimmste ein. »Im August 2005 habe ich gesagt, die IAU werde erst 2006 eine Entscheidung fällen«, sagt der Planetensucher. »Das war als Scherz gemeint. Heute hoffe ich, dass wir eine Entscheidung haben, bis meine Tochter in der Schule die Planeten lernt.« Browns Jüngste ist jetzt neun Monate alt.
Mehr Informationen:
Website von Michael Brown:
Alles über den neuen Planeten
Das Minor Planets Center in Harvard:
Mehr über das Sonnensystem
Amazing Space:
Hubble-Bilder zu Xena
- Datum 17.8.2006 - 01:36 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 17.08.2006 Nr. 34
- Kommentare 6
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Mein Vater Erklärt Meinem Cousin Jeden Sonntag Unser Neues Planeten-Chaos Xmal.
>Das träfe auf jeden himmlischen Brocken zu, der eine Masse
>von mehr als 5 x 1020 Kilogramm hat (etwa ein
>Zehntausendstel der Erdmasse)
wenn keine formaln gedruckt werden können, würde das üblicherweise als 5x10^20 geschrieben werden, oder 5e+20. gemeint ist 5 mal (10 hoch 20) kg = 500000000000000000000 kg, nicht etwa 5 tonnen.
Eine menschliche Verwaltungsreform im Himmel! - Mittlerweile sind es mindestens 25 Himmelskörper - mit den allgemein bekannten - die teilweise noch einen Namen bekommen müssen üblicherweise - um dann auch eingeordnet zu werden. Eigentlich haben wir uns doch an den Planeten Pluto gewöhnt (alte Rechtschreibung [RS][DO]). Ob Pluto als einstiger Mond von Saturn seinen Status behalten kann sein Mond ev. sogar Planet wird (dann Doppelplanet) wir werden es erleben.
Es gibt aber weitere "Probleme": Rückläufige Monde im Sonnensystem und Besonderheiten mit verschobenen Planetenachsen, wie entstand unser Mond (die Simulation soll es lösen) die Sumerer haben es uns überliefert. Dabei bleibt als größtes Problem ein Großplanet (Neptungröße) außen vor: Nibiru kommt in etwa 1400 Jahren in unsere Nähe. Er wurde von den Sumerern überliefert, weil von ihm ihre Lehrmeister kamen. Sie sind als Götter Anu, Ea/Enki/Ptah, Enlil, Ninharsag/Hathor, Inanna/Ischtar (Ischtar-Tor, Pergamon Museum Berlin)... in unsere Geschichte eingegangen. König Anu flog im Jahr 3760 v. Chr. das letzte Mal von der Erde aus Nasca (!) zum Nibiru [SE].
Es ist wohl etwas zu viel Optimismus [RS]: "...dass die Frage nach den Planeten im Jahr 2006 geklärt sein müsste." Die letzten Jahre waren doch recht entdeckungsreich. Man kürte auch einen Planeten X (X unbekannt und römisch 10 nach Percival Lowell) [TD] - aber es gibt seit Jahrtausenden überliefert: den 10. Planeten Nibiru [SP][DX]. Die Sumer haben es uns in Keilschrifttafeln hinterlassen (Bibliothek des Asurbanipal in Ninive), Veröffentlichungen gibt es von Z. Sitchin. Von den über 35.000 Tafeln sind offiziell nur 12 als Gilgamesch Epos seit über 100 Jahren bekannt! Zu den anderen sagte der Assyriologe Prof. Marvin A. Powell [Er]: "Die Keilschrifttafeln enthalten eine unzählige Anzahl von Informationen über Astronomie, fremde Planetensysteme, Sternenbesucher und Angaben über die Entstehungsgeschichte des Menschen, die unser Weltbild auf den Kopf stellen würden..." Ist das der Grund, warum sowenig darüber bekannt gemacht wird? Aber immerhin befasst sich die UNI Essen mit "ihrem" Teil [UE].
Prof. Powell weiter: Mit der Bekanntgabe dieser Informationen würden wir nur Futter für die >Däniken-Jünger< geben.... Wie sich doch von revolutionären Veröffentlichungen die Wissenschaft negativ beeinflussen lässt!? Wäre es nicht sinnvoll, die Zusammenhänge einmal zu untersuchen? Eigentlich müsste das ein Thema so einer Konferenz sein! Ein paar weitere Fakten sind in [DW] enthalten. Das Enuma Elisch [Zi] ist das sumerisch-babylonische Schöpfungsepos (7 Tafeln) und enthält die Geschichte in Kurzform [DK].
Prof. Lesch stellte fest [ZH]: "Wir leben bedauerlicherweise nicht mehr im Zeitalter der Aufklärung." Dem kann ich mich leider nur anschließen. Woher die Sumerer das wussten? Wir sind nicht allein im All nicht einmal in unserem Sonnensystem [DK], vgl. Prof. Powell.
Und mit neuen Erkenntnissen muss man eben manchmal auch Begrifflichkeiten neu setzen oder über Bord werfen [DO]. Der Forscher Joe Kirshving fasste das so zusammen [WW]: "Stimmt die Theorie nicht mit den Daten überein, dann ändere die Theorie!" Das fiel mir besonders bei der Mondentstehung auf die Fragen, die sich aus den Darstellungen der letzten 5 Jahre ergaben, konnte mir keiner (mehrere Zeitschriften, die darüber berichtet hatten) beantworten.
Und - was schon alles umgeschrieben werden sollte? - Ein altes Sprichwort sagt aus praktischen Gründen: So schnell schießen die alten Preußen nicht! Aber nicht nur sie!
Literatur
[RS] Rauner, M.; Schnabel, U.: Nachwuchs im Sonnensystem. DIE ZEIT, 17.08.2006 Nr. 34
http://www.zeit.de/2006/3...
[DO] Dreissigacker, O.: Was davon zu halten ist. wissenschaft-online, Forum Astronomie vom 16.08.2006 http://www.wissenschaft-o...
[SE] Sitchin, Z.: Das verschollene Buch Enki. Kopp, Rottenburg 2006
[TD] Tytell, D.: Planet X - Der neue König des Kuiper-Gürtels. ASTRONOMIE HEUTE, OKTOBER 2005, S. 20-23 http://www.wissenschaft-o...
[SP] Sitchin, Z.: Der zwölfte Planet. Knaur, München 1995 http://www.sitchin.com/bo...
[DX] Deistung, K.: Hat Nibiru (Planet X) Zeit? Magazin 2000plus, 4/2006, S. 88 - 95
[Er] Ercivan, E.: Verbotene Ägyptologie. Kopp, Rottendorf 2001
[UE] Enuma Elisch: Marduk schafft den Menschen.
http://www.uni-essen.de/E...
[DW] Deistung, K.: Woher kam der Mond? wissenschaft-online, Forum Astronomie vom 07.07.2003 http://www.wissenschaft-o...
[Zi] Zimmermann, H.: Enuma Elisch - der mesopotamisch-altbabylonische Schöpfungsmythos.
http://www.earlyworld.de/...
[DK] Deistung, K.: Kontakt Anunnaki, Lehrmeister der Menschen. wissenschaft-online, Forum Astronomie vom 31.05.2006 http://www.wissenschaft-o...
[ZH] Zaun, H.: Professor Dr. Harald Lesch im Gespräch. 2001
http://www.astronomie.de/...
[WW] Pro7: Welt der Wunder. Sendung am 27.07.2003
Man versteht, dass es 12 Planete gibt aus Koran. Für mehr Kenntins über das sie können erforschen Bediuzzaman Said Nursi. Er ist der grösste weiser des zwanzigsten Jahrhundert. Ja, es gibt zwölf Planete im Sonnensystem.
Herzlichen Glückwunsch zur Geburt der neuen Planeten. Etwas genauer hinschauen schadet aber nicht. Ceres und Vesta (mit der das Sonnensystem noch schwanger geht) sind zwei propere Mädels. Der Planet Venus wird ja auch allgemein DIE Venus genannt. Dann sollten wir die beiden Kleinen auch die Ceres und die Vesta nennen. Nur schon mal zum Gewöhnen.
Eine menschliche Verwaltungsreform im Himmel! Mittlerweile sind es mindestens 25 Himmelskörper - mit den allgemein bekannten - die teilweise noch einen Namen bekommen müssen üblicherweise - um dann auch eingeordnet zu werden. Eigentlich haben wir uns doch an den Planeten Pluto gewöhnt (alte Rechtschreibung [RS][DO]). Ob Pluto als einstiger Mond von Saturn seinen Status behalten kann sein Mond ev. sogar Planet wird (dann Doppelplanet) wir werden es erleben.
Es gibt aber weitere "Probleme": Rückläufige Monde im Sonnensystem und Besonderheiten mit verschobenen Planetenachsen, wie entstand unser Mond (die Simulation soll es lösen) die Sumerer haben es uns überliefert. Dabei bleibt als größtes Problem ein Großplanet (Neptungröße) außen vor: Nibiru kommt in etwa 1400 Jahren in unsere Nähe. Er wurde von den Sumerern überliefert, weil von ihm ihre Lehrmeister kamen. Sie sind als Götter Anu, Ea/Enki/Ptah, Enlil, Ninharsag/Hathor, Inanna/Ischtar (Ischtar-Tor, Pergamon Museum Berlin)... in unsere Geschichte eingegangen. König Anu flog im Jahr 3760 v. Chr. das letzte Mal von der Erde aus Nasca (!) zum Nibiru [SE].
Es ist wohl etwas zu viel Optimismus [RS]: "...dass die Frage nach den Planeten im Jahr 2006 geklärt sein müsste." Die letzten Jahre waren doch recht entdeckungsreich. Man kürte auch einen Planeten X (X unbekannt und römisch 10 nach Percival Lowell) [TD] - aber es gibt seit Jahrtausenden überliefert: den 10. Planeten Nibiru [SP][DX]. Die Sumer haben es uns in Keilschrifttafeln hinterlassen (Bibliothek des Asurbanipal in Ninive), Veröffentlichungen gibt es von Z. Sitchin. Von den über 35.000 Tafeln sind offiziell nur 12 als Gilgamesch Epos seit über 100 Jahren bekannt! Zu den anderen sagte der Assyriologe Prof. Marvin A. Powell [Er]: "Die Keilschrifttafeln enthalten eine unzählige Anzahl von Informationen über Astronomie, fremde Planetensysteme, Sternenbesucher und Angaben über die Entstehungsgeschichte des Menschen, die unser Weltbild auf den Kopf stellen würden..." Ist das der Grund, warum sowenig darüber bekannt gemacht wird? Aber immerhin befasst sich die UNI Essen mit "ihrem" Teil [UE].
Prof. Powell weiter: Mit der Bekanntgabe dieser Informationen würden wir nur Futter für die >Däniken-Jünger< geben.... Wie sich doch von revolutionären Veröffentlichungen die Wissenschaft negativ beeinflussen lässt!? Wäre es nicht sinnvoll, die Zusammenhänge einmal zu untersuchen? Eigentlich müsste das ein Thema so einer Konferenz sein! Ein paar weitere Fakten sind in [DW] enthalten. Das Enuma Elisch [Zi] ist das sumerisch-babylonische Schöpfungsepos (7 Tafeln) und enthält die Geschichte in Kurzform [DK].
Prof. Lesch stellte fest [ZH]: "Wir leben bedauerlicherweise nicht mehr im Zeitalter der Aufklärung." Dem kann ich mich leider nur anschließen. Woher die Sumerer das wussten? Wir sind nicht allein im All nicht einmal in unserem Sonnensystem [DK], vgl. Prof. Powell.
Und mit neuen Erkenntnissen muss man eben manchmal auch Begrifflichkeiten neu setzen oder über Bord werfen [DO]. Der Forscher Joe Kirshving fasste das so zusammen [WW]: "Stimmt die Theorie nicht mit den Daten überein, dann ändere die Theorie!" Das fiel mir besonders bei der Mondentstehung auf die Fragen, die sich aus den Darstellungen der letzten 5 Jahre ergaben, konnte mir keiner (mehrere Zeitschriften, die darüber berichtet hatten) beantworten.
Und - was schon alles umgeschrieben werden sollte? - Ein altes Sprichwort sagt aus praktischen Gründen: So schnell schießen die alten Preußen nicht! Aber nicht nur sie!
Literatur
[RS] Rauner, M.; Schnabel, U.: Nachwuchs im Sonnensystem. DIE ZEIT, 17.08.2006 Nr. 34
http://www.zeit.de/2006/3...
[DO] Dreissigacker, O.: Was davon zu halten ist. wissenschaft-online, Forum Astronomie vom 16.08.2006 http://www.wissenschaft-o...
[SE] Sitchin, Z.: Das verschollene Buch Enki. Kopp, Rottenburg 2006
[TD] Tytell, D.: Planet X - Der neue König des Kuiper-Gürtels. ASTRONOMIE HEUTE, OKTOBER 2005, S. 20-23 http://www.wissenschaft-o...
[SP] Sitchin, Z.: Der zwölfte Planet. Knaur, München 1995 [Wir können leider nicht alle Verweise auf andere Internetseiten prüfen. Bitte haben Sie Verständnis, dass Links gelöscht werden. gez. Die Redaktion][DX] Deistung, K.: Hat Nibiru (Planet X) Zeit? Magazin 2000plus, 4/2006, S. 88 - 95
[Er] Ercivan, E.: Verbotene Ägyptologie. Kopp, Rottendorf 2001
[UE] Enuma Elisch: Marduk schafft den Menschen.
http://www.uni-essen.de/E...
[DW] Deistung, K.: Woher kam der Mond? wissenschaft-online, Forum Astronomie vom 07.07.2003 http://www.wissenschaft-o...
[Zi] Zimmermann, H.: Enuma Elisch - der mesopotamisch-altbabylonische Schöpfungsmythos.
[Wir können leider nicht alle Verweise auf andere Internetseiten prüfen. Bitte haben Sie Verständnis, dass Links gelöscht werden. gez. Die Redaktion]
[DK] Deistung, K.: Kontakt Anunnaki, Lehrmeister der Menschen. wissenschaft-online, Forum Astronomie vom 31.05.2006 http://www.wissenschaft-o...
[ZH] Zaun, H.: Professor Dr. Harald Lesch im Gespräch. 2001
http://www.astronomie.de/...
[WW] Pro7: Welt der Wunder. Sendung am 27.07.2003
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