Konjunktur Die amerikanische Gefahr

In den USA droht ein kräftiger Wirtschaftsabschwung – mit Folgen für die ganze Welt

Beobachter der amerikanischen Konjunktur haben in den vergangenen Monaten einen interessanten Club gegründet: den der Eisenbahnfans. Die »Konjunkturlokomotive« USA habe ihren Dampf verloren, berichten die Ökonomen der Investmentbank Goldman Sachs, aber der Rest der Welt könne sich davon »abkoppeln« und fröhlich weiterrattern. Anderswo an der Wall Street sind sie auf die Metapher vom »Lokomotivwechsel« gekommen, in dem Sinne, dass Europa und Fernost sich künftig an die Spitze des Zuges der Weltkonjunktur setzen. Doch so anschaulich diese Metaphern aus der Welt des Schienenverkehrs auch klingen: Sie führen aufs falsche Gleis.

Das Thema wird deshalb so angeregt diskutiert, weil die amerikanische Konjunktur alarmierende Schwächen zeigt. Da gibt es Massenentlassungen beim Chiphersteller Intel und beim Autobauer Ford, da berichten Makler von stagnierenden und fallenden Hauspreisen, da bricht die Bautätigkeit ein. Autos verkaufen sich nicht mehr so gut wie noch vor ein paar Monaten, und in Stimmungsumfragen geben Verbraucher wie Unternehmenschefs sich trübsinnig. Schwarzseher unter den Ökonomen prophezeien schon das Schlimmste: dass die USA Anfang 2007 in eine Rezession schlittern könnten – eine wirtschaftliche Flaute, in der zwei Quartale in Folge die Wirtschaft schrumpft statt zu wachsen.

Die skeptischen Stimmen mehren sich. Die Investmentbanken Goldman Sachs und ING spekulieren bereits darauf, dass die US-Notenbank schon bald einem Abschwung gegensteuern und die Zinsen senken müsse. Der Makroökonom Bradford DeLong von der Universität Berkeley schätzt die Chancen groß ein, dass der bevorstehende Abschwung in einer besonders harten Landung endet.

Doch ganz gleich, ob harte oder weiche Landung in den Vereinigten Staaten – was ist dran an der These der Eisenbahner? Ist die Weltkonjunktur kräftig genug, ihre ehemalige Lokomotive USA aufs Abstellgleis zu schieben und künftig ohne sie weiterzurattern? Ein erster Blick auf die Konjunkturdaten aus aller Welt stützt diesen Optimismus. Deutschland oder Japan, Brasilien oder China: Überall hat die Wirtschaft in den vergangenen Jahren an Fahrt gewonnen. Die jüngste Runde der Globalisierung hat viele zusätzliche Wirtschaftsbeziehungen zwischen Ländern geschaffen, die nicht zum Kreis der klassischen Industrieländer zählen. Der europäische Wirtschaftsraum breitet sich vor allem gen Osten aus, die einzelnen Volkswirtschaften haben sich stärker vernetzt und handeln untereinander weitaus eifriger als etwa mit den USA. China kauft heute massenhaft Rohstoffe direkt in Lateinamerika ein und investiert dort in Land, Ölanlagen und Fabriken. Indien und China stecken Geld in die afrikanische Rohstoffwirtschaft. Russland ist dank seiner Petrodollars wieder zu einem wichtigen Pol für Handel und Investitionen geworden.

Und trotzdem: Schaut man genauer hin, sind die wirtschaftlichen Abhängigkeiten von der wirtschaftlichen Supermacht USA größer, als sie auf den ersten Blick scheinen mögen – die Folgen einer amerikanischen Rezession wären damit gefährlicher als gedacht. Das gilt besonders für den Hoffnungsträger China. Unternehmer in aller Welt schauen auf den entstehenden Binnenmarkt im Reich der Mitte, warten zu Recht auf das Aufwachen des chinesischen Verbrauchers – doch im Augenblick ist China eine exportgetriebene Wirtschaft, deren bei weitem wichtigster Handelspartner die USA sind. Eine amerikanische Rezession, schätzt zum Beispiel der Ökonom Nouriel Roubini von der New York University, würde die chinesische Wirtschaft allein wegen des Exportausfalls um drei bis vier Prozentpunkte pro Jahr langsamer wachsen lassen. Das wäre ein erheblicher Einbruch, der im Rest der Welt einen Schneeballeffekt auslösen würde.

Der Schneeball würde zunächst auf Schwellenländer wie Brasilien zurollen, die sich im vergangenen Jahrzehnt durch den Export von Agrarprodukten und Rohstoffen nach China sanieren konnten. Im Fall einer Rezession in Amerika würden sowohl die USA als auch China weniger Rohstoffe bei ihnen kaufen. Vermutlich würden sie auch eine Kapitalflucht erleben, und Investoren würden zahlreiche Projekte auf Eis legen. Das war schon immer so: In schweren wirtschaftlichen Zeiten zieht man sein Geld aus Schwellenländern wie Brasilien, Russland oder Indien, weil man sie für unsicher hält. Von einer »Abkopplung« dieser Volkswirtschaften von den USA kann keine Rede sein.

Stabilere Verhältnisse sind im europäischen Wirtschaftsraum zu erwarten. Dort hat die Konjunktur in den vergangenen Jahren Tritt gefasst. Deutschland etwa feiert Exporterfolge. Doch was passiert, wenn die amerikanische Flaute kommt? Neben Rückgängen bei den Exporten über den Atlantik hinweg dürfte der Wechselkurs des Dollar weiter sinken, was die Probleme europäischer Exporteure verschärfen würde. Mag sein, dass Europa heute mehr mit sich selber handelt als früher und der Austausch mit den USA nicht mehr so wichtig ist. Doch der Handel ist nicht die einzige ökonomische Verbindung. Viele europäische Konzerne verdienen längst einen Großteil ihrer Umsätze in den Vereinigten Staaten. DaimlerChrysler oder Siemens etwa würden schwer getroffen, sollte Amerikas kaufwütigen Konsumenten der Schreck in die Glieder fahren. Für Exporteure und Konzerne in Japan, Taiwan oder Korea ist die Lage in etwa die gleiche.

Der Schneeball könnte sogar noch weiter rollen. Eine Rezession in Amerika könnte zu einem massenhaften Verkauf von Dollars führen. Eine solche Kapitalflucht weg vom Dollar hinein in andere Währungen könnte eine Panik auslösen wie am Schwarzen Montag im Oktober 1987. Nur dass manche Ökonomen glauben, dass die Gefahren diesmal noch größer sind. Verwerfungen an den Finanzmärkten könnten insbesondere viele der so spekulativen wie intransparenten Hedge-Fonds in Schwierigkeiten bringen. Und weil diese sich seit Jahren massenhaft über Kredite von Banken finanzieren, könnte – sofern die Finanzhäuser diese Kreditrisiken nicht solide kalkuliert haben – ein Bankenkollaps drohen, der das ganze Weltfinanzsystem aus den Angeln hebt.

Genug Stoff, über den sich die Finanzminister und die Creme der internationalen Finanzwirtschaft den Kopf zerbrechen können, wenn sie am kommenden Wochenende in Singapur zur Tagung der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds zusammentreffen. Freunde der Eisenbahn sollten in der Zwischenzeit auf Nummer sicher gehen – und der Konjunkturlokomotive USA weiter eine gute Fahrt wünschen.

 
Leser-Kommentare
  1. Sehr geehrter Autor dieses Artikels!

    Lieber Autor, Ihre Beschreibung eines möglichen Szenarios (eines von vielen) OHNE Angabe eines konkreten Zeithorizontes und aus der Vogelperspektive (nicht zu verwechseln mit der konträren Perspektive des Vogels Strauss) läßt mich Ihre nicht vorhandene Nähe zur täglichen Realität bzw. Ihre Identität als Unbeteiligter am internationalen Finanzmarkt diagnostizieren. Ähnliche bzw. identische Artikel aus der locker geführten Feder (Tastatur) ließen sich über die letzten Jahre zu einer umfangreichen Sammlung binden, die dem zeitgeist entsprechend gern gehört, gern gelesen, schnell vergessen, und vor allem: Nicht zutreffend sind. Beispielhaft möchte ich auf einige konkrete Aussage Ihres geschätzen Artikels eingehen: Sie schreiben von Schwellenländern. Sie schreiben über Schwellenländer. Sie zählen als solche Brasilien und Rußland auf. Bewundernswert für ein Schwellenland (Rußland), daß es in den letzten beiden Jahren beinahe zu 100 % seine Auslandsschulden getilgt hat und mit dem wohl zweifellos vorhandenen Rohstoffvorkommen (Weltkonjunktur-Treibstoffe Erdöl und -gas) in starkem Maß an der Preisentwicklung derselbigen und impliziert an der globalen Wirtschaftsentwicklung verantwortlich und ursächlich mitwirkt.
    Zu Ihrem Szenario einer Abwertung des (US-)Dollars erlaube ich mir die Frage, gegen welche andere Währung der Dollar denn wie von Ihnen skizziert abwerten soll? Etwa gegen die chinesische Währung, die Währung eines Landes, dess Wirtschaftsrückgang Ihrer eigenen Aussage nach den Ball zuvor ins Rollen gebracht hat? Oder gegen den Euro, dessen Hauptländer stark exportorientiert sind und deren Konjunktur dementsprechend von vorhandener Nachfrage aus dem Nicht-Euro-Ausland abhängig ist? Mit welcher Begründung soll man von Dollar in Euro wechseln, wenn doch der Euro im wirtschaftlichen Windschatten der US-amerikanischen Wirtschaft und Währung hängt?
    Zu Ihrer aufgeworfenen Frage nach dem Risiko einen Bankenkollapses aufgrund zu erwartender Zahlungsunfähigkeit einzelner Hedgefonds (oder meinten Sie gar ALLE Hedgefonds) möchte ich Ihnen gerne mit einem Exkurs in die tägliche Arbeit von Hedgefonds-Managern geben: Einer der wohl wichtigsten Aspekte eines Hedgefonds ist es, in ALLE Richtungen des Marktes mit Gewinnaussicht spekulieren zu können. Die Erklärung der TATSACHE, daß bei gestiegener Unsicherheit die an den Märkten gehandelte Volatilität steigt, was wiederum Nährboden für höhere Ertragschancen von Hedgefonds ist, behalte ich mir vor. Sie werden zu diesem Thema mit Leichtigkeit genug Literatur vorfinden. Außerdem möchte ich erwähnen, daß das Hauptbetätigungsfeld von Hedgefonds DERIVATE sind. Eine der wohl wichtigsten Eigenschaften dieser Produkte ist die in Summe konstante Menge des Wertes derselbigen. Möglicherweise für Sie verständlich ausgedrückt heißt dies: Egal, wohin der Markt geht, der Wert der gehandelten Instrumente bleibt konstant, er verschiebt sich allerdings unter den Marktteilnehmern. Wie in vielen anderen Bereichen des uns bekannten täglichen Lebens gibt es also auch Gewinner wie Verlierer. Sie werden ohne weitere Erklärung erkennen, daß ein Kollaps ALLER Banken ausgeschlossen ist, weil das vorhandene Kapital erhalten bleibt. Eine Verschiebung unter den Marktteilnehmern kann das K.O. für einzelne, nicht aber für alle Marktteilnehmer sein. In diesem Zusammenhang und in diesem Lichte sollten Sie das Deutsche gesetzliche Krankenversicherungssystem betrachten. Hier wird diese Eigenschaft eines funktionieren Marktes durch die Allherrschaft des Deutschen Staates ausgehebelt, was dazu führt bzw. geführt hat, daß auch kranke Marktteilnehmer überleben, trotz falscher Marktpositionierung. Würden die Krankenkassen von Hedgefonds verwaltet, wäre ein Verschwinden vieler (schwacher) Krankenkassen unvermeidlich. Die Kunden würden dann von den verbliebenen versorgt. Ein Kollaps der gesamten Menge der Krankenkassen ist in diesem (logischen!) Lichte betrachtet genauso nicht anzunehmen wie der von Ihnen zitierte globale Zusammenbruch des Bankensystems.

    • zozo
    • 17.09.2006 um 10:40 Uhr

    In 1997 gabs es eine Wirtschaftliche Krise, in Asien, Sudaperika und Russland. In den USA hat es auch angefangen, mit der Pleite von LTCM (Longt Term Credit Management glaube ich) eine der wildesten "Hedg-funds". Herr Greenspan ist persönlich eingetreten um private Finanzen zu finden die diese Pleite aufkaufen würde. Die Französische Bank "Societe Generale" war mit dabei.

    Seither geht es von Blase zu Blase in den USA. Herr Greenspan hat es sogar selbst gesagt dass man in der "new economy" nicht mehr von Finanzblasen reden soll sondern von Schaum.

    Die kommende Kriese ist schon geschrieben:
    - die Geldreserven der ganzen Welt sind grossenteils US-Dollars: die Nationalbanken werden logischerweise diese ausgleichen wollen, und dazu veile Dollar verkaufen
    - gleichzeitig müssen die USA 500 Milliarden Dollar pro Jahr finden (das ist 1.5 milliarden pro Tag !!!) und das machen sie einfach in dem sie diese summe neuen Dollars druken. Die zu-vielen Dollars werden es also immer mehr
    - gleichzeitug wird das Erdöl immer seltener
    - dieses Erdöl wird überall in Dollar bezahlt
    - die US-Wirtschaft und Gesellschaft is viel mehr von diesem Erdöl abhängig als der Rest der Welt
    - wenn der Dollar weniger Wert hat können der Rest der Welt (die sowieso viel zu viel von diesen Dollar haben) mehr für dieses Erdöl in Dollar bezahlen ohne das es ihnen mehr kostet
    - aber gleichzeitig kostet das in den USA der Wirtschaft tatsächlich mehr das Erdöl zu kaufen, und genau das gleiche für andere Rohstoffe
    - Wenn der Dollar sinkt sind dann die US-Wahren billiger, aber die Rohstoffe für die US-Produzierer teuerer, also alles zusammen wenn der Dollar sinkt werden US-Wahren im Ausland kaum (wenn überhaupt) billiger
    - was wiederum nicht die US-Wirtschafft hilft, und auch nicht die Exporteure
    - dieses beschleunigt den Kreis in dem der Rest der Welt ihre US-Dollars loswerden will, was die Rohstoffpreise in Dollar noch mehr erhöht
    - bis der Rest der Welt keine Dollar mehr hat und will, und der Rest der Welt von den USA entkoppelt ist
    - und hier haben wir nicht mal von der US-Aussenpolitik gesprochen das von dem Kauf von US-Wahren abstösst

    Es stimmt das dieses schon seit langer Zeit vorhergesagt war. Was die USA bischer gerettet hat war das der Rest der Welt nicht genau weiss wie stark die Krise sein wird, und die USA lieber unter Perfusion (1.5 Mrd $ /Tag Perfusion immerhin) hielt als die Kriese riskierte. Und einige Leute haben wahrscheinlich auch gehofft das eine Vernünftige US-Regierung irgendawann die Gefahr erkennt und tatsächlich was dagegen tut. Leider kam Dick Cheney. Und was auch die USA in den letzten 5 Jehren grettet hat war der neugefundne Patriotismus wegen 11. september.

    Aber das wird nicht ewig dauern, und in der Zwischenzeit wird die Situation nur kritischer.

    • lef
    • 16.09.2006 um 10:06 Uhr

    Wenn genau solche düsteren Prognosen nicht schon seit mindestens 10 Jahren immer wieder aus der Balladenkiste der Medien herausgeleiert worden wären - übrigens auch in der "Zeit" -, dann könnte man es fast glauben.

    Und wenn irgend wann mal tatsächlich ein Wirtschaftsabschwung in den USA passieren sollte (Schätzfrage: Wie oft müssen wir uns diese Ballade bis dahin noch anhören?), dann gilt der/diejenige als qualifizierte/r Seher/in, der/die zufällig tatsächlich kurz davor die gleiche Leier wiederholt hat.

    Einzige Hoffnung dieser Zunft: Man muss nur oft genug alles Mögliche prophezeien, irgend wann wird rein statistisch mal ein Zufallstreffer gelandet.

  2. Vielleicht ist hier wieder mal nur der Wunsch der Vater des Gedankens. Erst vor kurzem wurde das Platzen der Immobilienblase als Anfang vom Ende prophezeit. Nun, die Immobilien haben sich beruhigt, und es geht lustig weiter im Trott. Noch hat Amerika im Gegensatz zu Deutschland keine nennenswerte Arbeitslosigkeit. Selbst die iranischen Drohungen bringen es nicht mehr fertig, den Petroleumpreis nicht mehr; im Gegenteil, er ist im Fallen, was die amerikanische Wirtschaft positiv beeinflusst. Das langsame Absinken des Dollars hilft dem amerikanischen Export und erschwert den Euroland-Export noch weiter.

  3. Haben die chinesischen Staatswirtschaftler nicht schon bei er Asienkrise bewiesen, das sie sich erfolgreich gegen einen Trend der Finanzmärkte stemmen können? Damals hätte es China auch kurzfristig geholfen seine Währung abzuwerten, was aber zu einem katastrophalen Abwertungswettlauf in Asien geführt hätte. Hat es aber nicht. Zusammmen mit Greenspans Geldmengenausweitung war die Asienkrise in kürzester Zeit ausgestanden. Die übereifrigen Heuschrecken, die in der Panik alles verkauft hatten waren wie immer die Dummen.

    Als Nicht-Demokratie muss sich China auch nicht wie der Westen prozyklisch verhalten. Bei uns werden schon bei minimalem Wachstum Wahlgeschenke ohne Ende (und letztlich auf Pump) verteilt, dafür sorgt schon die jeweilige Opposition mit noch grösseren Geschenkversprechen, während dann in der Rezesssion auf Teufel komm raus gespart und gestrichen wird.

    • colca
    • 19.09.2006 um 11:13 Uhr

    Früher hieß es immer, die Prognosen der Ökonomen seien so realistisch wie die Wettervorhersage - inzwischen sind die Meteorologen wesentlich präziser geworden.
    Wie auch immer, das Ende der Dollarisierung der Weltwirtschaft mangels ökonomischer Masse der USA scheint eher früher als später zu kommen.
    Das ist auch nicht schlimm, sondern normal. Bretton Wood hatte auch nach knapp 30 Jahren ausgedient, nun neigt sich die nächste Etappe der Geldentwicklung ihrem Ende zu.
    Selbstredend wird es heftige Anpassungskrisen geben, die auch kaum zu verhindern sein werden, wohl aber zu handhaben und zu dämpfen.
    Die rechtzeitige Etablierung der Eurozone, die vorsichtige Entdollarisierung der russischen und chinesischen Volkswirtschaft sind absolut richtige Schritte.
    Die schlimmsten Schweißausbrüche dürfte das heraufdämmernde Ende der Dollarära in Japan und Südkorea auslösen.
    Ländern, die aus politischer Opportunität heraus ihre riesigen Dollarguthaben kaum ablösen können.
    Für uns Europäer ist die kommende Umwälzung auch eine große Chance, wegzukommen von der transatlantischen Vorherrschaft der USA.
    Unsere besten Zukunftschancen liegen m.E. im Ausbau der eurasischen Integration - dafür ist der Dollar absolut unnötig.

    colca

  4. Die schwerste Wirtschaftskrise seit über 75 Jahren könnte in den USA tatsächlich zu schwersten sozialen Spannungen führen. Denn der nur noch virtuelle amerikanische Traum macht aus Tellerwäschern längst keine Millionäre mehr.

    Sicher, eine paar neue "Garagenfirmengurus" könnten das amerikanische Wirtschaftsdrama abfedern helfen, doch wird dann allerdings auch endgültig Schluss sein müssen, mit der rechtsradikalen Wende in der amerikanischen Politik, die es den Superreichen ermöglicht hat, vor den verarmten Massen im Helikopter zu fliehen und die es global gesehen gern darauf ankommen liesse, sich mit den fanatisierten Islamisten den Kampf aller Kämpfe zu liefern.

    Dass auch wir in Europa darunter zu leiden haben werden, das steht sowieso schon fest, doch darf aus diesem gemeinsamen Leid keine falsche Waffenbrüderschaft mehr abgeleitet werden.

    Deutschland sollte sich endlich auf seinen eigenen Weg machen, der u.a. darin bestehen könnte, das vor einem Jahr abgewählte Rot-Grüne Projekt wiederzubeleben anstatt sich den völlig falschen Verheissungen einer Schicksalgemeinschaft mit einem Amerika hinzugeben, dass völlig die Orientierung verloren hat.

    Natürlich müssen wir hoffen, dass sich in den USA die Kräfte durchsetzen können, die Europa nicht verdammen, weil Europa einmal zum Auswandern zwang. Die Rolle des ewigen Lehrmeisters nützt den USA jedenfalls gar nichts mehr, da sich die Menschen mit ihrem gesammelten Wissen nicht mehr automatisch in den Westen aufmachen.

  5. .... traeme weiter, Herr Fischermann. Mehr Zitate usw zu finden, um Unsinn zusammenzubasteln, ist nicht einfach.

    All diese Ankuendigungen der neuen "Recession" oder sogar "Depression".... man kann Sie, Herr Fischermann, nur daran erinnern, dass Leute wie Sie, fuenf der vergangen zwei recession prophezeit haben.

    Wo sind die Arbeitslosen in den US? Es ist jetzt dort oft/meistens einfacher, Kunden zu finden als Angestellte. Das kann nicht so immer bleiben, auch wenn man es sich wuenscht. Das ist auch die Marktwirtschaft.

    Aber warum beschaeftigen Sie sich nicht mit Ihren Arbeitslosen. Ja, GottseiDank, es wird etwas besser jetzt in Deutschland. Aber wann werden die Zahlen endlich unter 5% fallen? Bald? Warum? Wieso?

    Was ist mit Ihnen immer los? Ist das nicht ein wichtigeres Thema, als sich mit einer kleinen Chance zu beschaeftigen, die die Arbeitslosigkeit wie in den 20igern Jahren aud 30% aufschrauben koennte? Das ist doch die Gefahr (mindestens), sollte alles so falsch gehen, wie Sie es gern voransagen wollen.

    Ihre "Meinungen".... vielleicht waere es besser, Sie beschaeftigen sich, einen besseren Bericht zu schreiben, so dass sich Leser ihre eigenen Meinungen schaffen koennen. Meinungen, die mit ganz grosser Wahrscheinlichkeit nicht nur genauere sondern auch bessere Aussichten voraussagen wuerden.

    PS. "Ihr" Boersecrash von '87.... wie vergleichen sich die Aktien Preise an dem Yag dahinter, mit denen 1 Jahr spaeter, 10 Jahre spaeter, jetzt? Gucken Sie mal nach. Sie werden staunen! [Oder wollen sich Leute, wie Sie, nur aergern und fuerchten? Ist das das Ziel Ihres Leben?]

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