Welt in Bewegung Einmal Westen und zurück
Nach der EU-Erweiterung zog es 400.000 Polen nach Großbritannien. Sie waren willkommen. Jetzt aber bekommen die Briten Angst – und wollen die Grenze für Bulgaren und Rumänen schließen
Zwei Drucker »für Druckerei in Portsmouth gesucht. Erfahrung im Umgang mit Heidelberger Druckmaschinen wird vorausgesetzt. Jahresgehalt: 25.000 Pfund.« Die Jobausschreibung hängt im Fenster von Angel Human Resources, einer Jobvermittlung in der Shirley Road in Southampton. Die Managerin Joannah Crawford hat sie gleich zweimal ins Fenster gehängt. Auf Augenhöhe sieht man das Angebot auf Polnisch und weit darunter dann auch noch auf Englisch.
Die Geschäfte der Jobagentin laufen gut. »Ich profitiere von den Polen«, sagt sie. Und davon gibt es in Southampton mehr als in jeder anderen britischen Stadt. Am 1. Mai 2004 wurde die EU nach Osten erweitert, und Großbritannien, Irland und Schweden öffneten als einzige sofort ihre Grenzen für die zehn neuen EU-Mitglieder. Seither brach der Strom von Immigranten auf Arbeitssuche nicht ab.
Die Regierung schätzt, dass in den vergangenen vier Jahren 1,4 Millionen Menschen nach Großbritannien eingewandert sind, davon allein rund 400.000 Menschen aus Polen. In Southampton haben sich etwa 20.000 niedergelassen, was rund zehn Prozent der dortigen Bevölkerung entspricht. Und viele von ihnen wohnen entlang der Shirley Road, einer langen, geraden Ausfallstraße im Westen der Stadt. In den kleinen Kaufmannsläden sind die Regale voll mit polnischen Delikatessen: Piroggen, Borschtsch, eingelegtes Fleisch, Gurken, Rote Beete und sechs verschiedene polnische Biersorten. Und in Anas Polski Fryzier, einem Frisörsalon, schnattern zwei Dutzend polnische Frauen fröhlich gegen den Lärm der Haarföne an.
Das alles geschieht längst nicht mehr unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Großbritannien diskutiert – über gelungene und kommende Zuwanderung, über nützliche und bedrohliche Immigranten. Es deutet sich ein politischer Klimawandel an.
Bauarbeiter, Lkw-Fahrer, Erntehelfer: Fast jeder Pole fand einen Job
Einige Kommunen haben sich bereits darüber beschwert, dass ihre öffentlichen Einrichtungen überfordert sind. John Denham, Labour-Abgeordneter für Southampton, rechnet vor, dass sich allein im vergangenen Semester 1000 Polen an der Volkshochschule für einen Englischkurs eingeschrieben hätten. »Wenn Arbeitgeber von der billigen Arbeitskraft profitieren, dann sollten sie auch etwas zu ihrer Ausbildung beisteuern«, findet er. Derweil sorgte sich Cheryl Coppell, Kommunalrätin in Slough in Berkshire, um den lokalen Immobilienmarkt. »Seit dem Zuzug von 3000 Polen haben wir keinen Platz mehr«, meint sie. »Teilweise leben sie mit 15 Leuten in einem kleinen Haus.« Es sei an der Regierung, mehr Geld für neuen Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Im Großen und Ganzen sind sich die Regierung, die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände jedoch einig: Die Einwandererwelle hat der britischen Wirtschaft bisher nicht geschadet, im Gegenteil. Denn die Neuankömmlinge auf dem Arbeitsmarkt zeichnen sich vor allem durch drei Eigenschaften aus – sie sind jung, gut ausgebildet und flexibel.
Einer von ihnen ist Alec Kosniowski. Der 25-jährige Danziger steht vor dem Schaufenster von Angel Human Resources. Er hat zwar schon einen Job, aber er sucht noch einen fürs Wochenende. »Am liebsten in einer Bar oder so«, erklärt er. Nach dem Abitur hat Alec Kosniowski Ingenieurwesen studiert. »Natürlich habe ich in Polen keinen Job gefunden, also bin ich hierher gekommen.« Nach zwei Tagen hatte er einen Job als Lkw-Fahrer. Das war im Februar. Jetzt arbeitet er als Bauarbeiter und verdient 5,35 Pfund in der Stunde, das ist der Mindestlohn. Davon kann er sich ein Zimmer leisten und alle paar Monate etwas Geld nach Hause schicken. Für Alec Kosniowski ist Southampton nur ein Abstecher. »England ist schön, aber ich bin hier, um Geld zu verdienen«, erklärt er. »Karriere mache ich lieber zu Hause, sobald die Aussichten besser sind.«
Die meisten Polen denken und handeln wie Alec Kosniowski. 82 Prozent von ihnen sind zwischen 18 und 34 Jahre alt, und egal, mit welcher Ausbildung sie ankommen, sie arbeiten als Busfahrer, Erntehelfer oder Fabrikarbeiter. »Viele von meinen Kumpels sind überqualifiziert für die Jobs, die sie machen«, sagt Kosniowski in fließendem Englisch. »Aber das ist egal, Hauptsache das Geld stimmt.«
Die Zugereisten übernehmen aber nicht nur die Jobs, die schwer mit britischen Arbeitern zu besetzen sind. Hier und da können sie sogar einen Mangel an geeigneten Kräften ausgleichen. In Schottland gab es im vergangenen Herbst einen Zahnarztnotstand, der durch eine gezielte Kampagne in Polen behoben werden konnte. Und Joannah Crawford ist fest davon überzeugt, dass die beiden Jobs in der Druckerei »noch vor Mitte der Woche an zwei polnische Facharbeiter gehen. Die sind einfach besser ausgebildet als ihre englischen Kollegen.«
Von unqualifizierten Einwanderern profitieren vor allem die Reichen
Wie Kosniowski sind die meisten Polen Immigranten auf Zeit. »Innerhalb von zehn Jahren« werde sich der Strom aus Polen »wieder in die andere Richtung bewegen«, glaubt Andrew Green, der Vorsitzende des unabhängigen Forschungsinstituts Migration Watch. Bis dahin zahlen die Polen Steuern – und lange bevor sie das Alter erreicht haben, in dem sie das Gesundheitssystem oder den Sozialstaat in Anspruch nehmen, werden sie wieder in ihre Heimat zurückgekehrt sein.
Derzeit nehmen von den geschätzten 400.000 Polen, die irgendwo zwischen Aberdeen und St. Ives angekommen sind, nicht mehr als 700 Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe in Anspruch. Die Mehrheit hat also Geld zum Ausgeben, rund vier Milliarden Pfund im Jahr. So errechnete es das Londoner Centre for Economics and Business Research. Von diesem Geld wollen nun auch die großen Supermarktketten etwas haben. Ihre Regale füllen sie mit polnischen Spezialitäten.
Ist also alles in bester Ordnung? Hat sich die Politik der offenen Grenzen ausgezahlt? Eines ist sicher: Die britische Regierung hat das Ausmaß der nach der EU-Erweiterung einsetzenden Wanderung völlig unterschätzt. Im Mai 2004 ging das Innenministerium davon aus, dass »kaum mehr als 13.000 Menschen aus dem ehemaligen Ostblock nach Großbritannien kommen werden«. Als dann klar war, wie absurd niedrig diese Zahl war, dauerte es fast zwei Jahre, bis verlässliche Statistiken aufgestellt wurden – und daran schließt sich unmittelbar die Frage: Wie viele werden noch kommen?
Die Erweiterung geht in die nächste Runde. Rumänien und Bulgarien werden die nächsten Länder sein, die zur Union stoßen, und Migration Watch schätzt, dass sich in den ersten zwei Jahren nach ihrem Beitritt 620.000 Menschen aus dem Südosten des Kontinents nach Großbritannien aufmachen.
Angesichts dieser Zahl ist schon vor dem Ende der langen Sommerpause klar, dass die britische Regierung ihre Einwanderungspolitik ändern wird. »Es wird keine Politik der offenen Tür geben«, sagt Handels- und Industrieminister Alistair Darling. Die Grenzen sollen für Jahre geschlossen bleiben.
Gründe dafür gibt es einige, mal gefühlte, mal reale. Richard Lambert, der frisch gewählte Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes CBI, sagte auf seiner ersten Pressekonferenz, die jüngste Immigrationswelle sei die größte, die Großbritannien je erlebt hätte. »Sie hat Auswirkungen auf das soziale Gefüge, auf unseren öffentlichen Dienst, auf alles. Wir brauchen eine Atempause.« Auch der innenpolitische Ausschuss des Parlaments hat die Regierung davor gewarnt, dass »eine unkontrollierte Einwanderung die öffentliche Hand über alle Maßen belasten könnte«.
Dahinter steckt eine Sorge, die auf der politischen Bühne keiner so richtig laut aussprechen mag. Die beiden neuen Beitrittsländer liegen in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung noch weit hinter Polen zurück. »Aus Rumänien und Bulgarien kämen nicht die gut ausgebildeten Arbeiter wie aus Polen, sondern eher Wirtschaftsflüchtlinge«, erklärt ein Staatssekretär aus dem Innenministerium, der lieber ungenannt bleiben möchte. »Eine solche Belastung für den Steuerzahler kann eine Regierung nur schwer rechtfertigen.« Bisher wurde Einwanderung auch deswegen so unaufgeregt diskutiert, weil es den Briten derzeit relativ gut geht. Es gibt weniger als eine Million Arbeitslose, und die Immobilienpreise steigen. Da beklagt sich keiner. »Aber die nächste Rezession kommt bestimmt«, murmelt der Staatssekretär, »und dann werden Bulgaren und Rumänen zu politischem Dynamit.«
Die sozial- und wirtschaftspolitischen Erwägungen gründen auf folgender ökonomischer Erkenntnis: Von einem Überangebot an ungeschulten Arbeitern profitieren am Ende vor allem die oberen Einkommensschichten. Banker, Rechtsanwälte und hoch dotierte Manager bezahlen dann nämlich immer weniger für ihre Putzfrauen und Handwerker. Gleichzeitig steigt aber der Druck auf das Lohnniveau. Arbeitgeber können sich auf den Mindestlohn beschränken oder ihn gar ignorieren. »Je größer das Angebot, desto weniger Spielraum haben Arbeiter, höhere Löhne für sich zu vereinbaren«, sagt Charlie Bean, Chefvolkswirt der Bank of England. Damit hätte die Regierung ein Problem, denn die Einführung des Mindestlohns wird von der Labour-Partei gerne als eine der größten Errungenschaften für ihre Stammwähler gepriesen.
Unterdessen hat Alec Kosniowski bei Joannah Crawford nachgefragt, ob sie nicht einen Wochenendjob in einem Pub für ihn hätte – er hat kein Glück. »Macht nichts«, sagt er, »dann trink ich heute Abend eben selber. Bis zum nächsten Wochenende hab ich den Job, wetten?«
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- Datum 30.09.2006 - 13:32 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 28.09.2006 Nr. 40
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Herr Pattberg, sind wir in Deutschland noch nicht, was wiederum nicht heisst, dass wir eines Tages so sein werden. Ich schaetze mal, dass wir in ca. 25 Jahren mit englischen oder amerikanischen Verhaeltnissen rechnen muessen, d.h. mit einer geistigen, moralischen und kulturellen Dekadenz, wie es sie bisher noch nicht gab. Sehen Sie sich doch bitte mal an, auf welchem geistigen und kulturellen Niveau die Amerikaner leben. Da wird alles verkauft, was Geld bringt, selbst die Religion, da zaehlt nur der Gewinn. Wenn ein Mitglied eines Golf-Klubs seinen Job verliert und keinen neuen findet, spielt mit dem keiner mehr. Und die Nachbarn laden ihn auch nicht mehr zur Grillparty ein. Da hilft einem keine Sau. Selbst erlebt.
Bis hahin wehren sich die Deutschen noch dagegen, wollen ihre Kultur, ihre Sitten und Gebraeuche, ihre Religion, ihre Sprache, ihre Tugenden und Prinzipien, ihre Geschaefte, Fabriken und Firmen nicht kampflos aufgeben und sich von fremden Voelkern vereinnehmen lassen. Aber sie wissen, dass sie nicht mehr die Kraft haben. Der neuen Genenration um 2050 wird es dann alles egal sein, wenn Bibliotheken und christliche Kirchen geschlossen sind, man aber an jeder Ecke eine Moschee hat, und ein Herr Mittal in Essen eine Stahkocherei betreibt, die voher mal einem Herrn Krupp gehoerte.
Der Artikel gibt die deutsche Sicht her, nicht die britische. Britannien lebt vom Austausch der Kulturen und profitiert davon immens. Auf der Insel geht es zu wie Kraut und rueben, Chinesen, Araber, Pakistani, Polen, Russen bilden ihre eigenen Kommunen. Ein Pole erzaehlt mir: "Die Briten haben nicht genug Kinder, die sterben aus, da kommen wir halt!" Ein Chinese sagte: "Die Briten saufen nur und sind nicht sehr intelligent, in den Hochschulen haben die Asiaten mittlerweile das Sagen". Und wir Deutschen koennen nur staunen, das Britannien nicht auseinanderfaellt, so bunt und schrill geht es dort zu. Es bleiben nicht alle Polen, aber Polen sind 'weiss' und passen sich besser an als Asiaten. In zwei Generationen sind sie assimiliert. Auch kommen viel mehr Frauen, was viele Kinder bedeutet. In Britannien kein Problem, die Schulen sind heute schon buntgemischt. Die britische Regierung und die meisten Medien unterstuetzen die Migration, weil es in den USA, Kanada, Australien ja auch geklappt hatte, mit der Multikultur. Praktisch jede Nationalitaet kann sich in England eine Estistenz aufbauen, eine Firma MUSS so viele Hautfarben wie moeglich einstellen, sonst hat sie im internationalen Wettbewerb einen Nachteil. Downing Street 10 wird sich weiterhin oeffnen nach Rumanien und Bulgarien und erwartet hunderttausende Migranten, denn der Arbeitsmarkt (wie auf der ganzen Welt auch) kann gar nicht genug Kraefte anziehen. Ehrlich gesagt, ich wuerde mich riesig freuen, wenn Deutschland ueber 6 Jahre 1,4 Millionen Menschen willkommen heissen wuerde. Das waere eine unglaubliche Leistung, auf die wir stolz sein koennten. Aber wir koennen das nicht, der Saft ist raus, wir haben keine Ambitionen mehr gross und maechtig zu werden. Vor 60 Jahren wollten wir noch ganz Europa, heute schlagen wir die Tueren zu vor denen die freiwillig kommen wollen. In 50 Jahren werden Geschichtsbuecher darueber lachen, und Deutschland als klassischen Fall beschreiben, wo eine Kultur gescheitert ist (wir werden von Platz 3 der Welt (GDP) auf Platz 23 zurueckfallen). Immigration ist hervorragend, siehe USA und GB. Es passiert aber in einem anderen Land als Deutschland, und daher wird alles schlecht geredet, natuerlich. Das ist peinlich. In den USA, Indien, China, Japan, UK und der anglophonen Welt hat man das Gefuehl Deutschland hat ein zwei evolutionstechnische Entwicklungen deutlich verpasst, und redet sich selbst in den Bart, was eigentlich gar keine Relevanz mehr hat. Britannien macht es richtig, nicht etwa Deutschland. Wir wurden durch die Anglesachsen Industrienation, Kapitalisten, Kriegsverlierer, und Pazifisten, jetzt werden wir englischsprachig und multikulturell. Das nenne ich Macht der Kultur. Alles was wir koennen ist kleffen und bellen. Am Ende haben wir keinen eigenen Plan und machen es dem Westen (USA/GB) nach. Wie immer schon.
Vor ein paar Wochen machten Zoll und Polizei eine Razzia in einem kleinen Dorf in Georgia wo viele Huehnerfarmer ihre Gechaefte betreiben.Von 700 Arbeitern die dort beschaeftigt waren wurden 600 verhaftet da sie illegal und mit gefaelschten Papieren dort arbeiteten.Nun wurden 600 neue Arbeiter gesucht- und der Lohn schnellt $2.00 pro Stunde in die Hoehe damit die Firma neue Arbeiter finden konnte.Nur ein Beispiel wie illegale Migranten,die jeden Job annehmen fuer jeden Lohn, die Loehne druecken.Danach sind die Preise fuer Huehner im Supermarkt nicht in die Hoehe geschnellt.Die Arbeitgeber muessen auch mit Strafen rechnen wenn man beweisen kann dass sie wissentlich diese illegalen Migranten einstellten.
was isn das fürn kommentar. WENN hier einer alles schlechtredet bist das du mit deinem misch-masch aus gemoser, verschwörungstheorie, pessimismus und stammtisch.
die mehrheit der "weißen" amerikaner hat deutsche vorfahren, die angelsachsen (schön das du dieses wort gebraucht hast) sind ebenfalls deutsch-stämmig. und jetzt? ich seh die logik hinter solcherlei verallgemeinerungen nicht. es ist schlicht naiv zu sagen hier ist alles scheiße und den rest der welt zu romantisieren. ich bin halb amerikaner und halb deutscher, könnte auch drüben leben. aber ich tus nich, warum? weil ich die sache etwas realistischer sehe. ich kann dieses gemoser nicht mehr hören! sind ja auch nicht die ganz alten und die jungen sondern das ist diese generation 68 und drumrum die immer sowas von sich lässt..
Zuwanderung ist nach Darstellung dieses Artikels hauptsächlich eine Frage von Arbeitsplätzen, Löhnen, Wohnungen, Sozialleistungen usw.. Dass die Zuwanderungsgesellschaften die Einwanderung mit dem Verlust ihrer Kultur bezahlen ist egal. Durch Immigration in solchen Ausmaßen entsteht keine Multikultur sondern sie bedeutet im Gegenteil den Verlust jeglicher Kultur. Die Innenstädte westeuropäischer Großstädte werden trübe Aneinanderreihungen von Imbissbuden und Discountläden, die Aussenstädte werden im wesentlichen nur noch aus gesichtslosen Wohnsilos bestehen.
Schlimm wird es allerdings auch für die Herkunftsländer dieser Leute. Die Fachkräfte wandern ab, die kleinen eigenständigen Betriebe werden von westeuropäischen Konzernen geschluckt. Zurück bleiben die Alten und die Schwachen.
Auch dort stirbt dann die alte Kultur und die alten Traditionen.
Sich gegen diese Entwicklungen und gegen Technokraten zu Wehr zu setzen, hat nichts mit Ausländer- oder Europafeindlichkeit zu tun.
Erst gestern hab ich einen Bericht der DW_Tv gesehen in dem gezeigt wurde wie viele Polen,oft schlecht prepariert und ohne Ausbildung nach GB kommen und dann keine Arbeit finden oder nur fuer weit unter dem Normal-Tarif.Sie ueberschwemmen die sozialen Einrichtungen und sind auf Suppenkuechen angewiesen um ueberhaupt ueberleben zu koennen.Schlechte Sprachkenntnisse sind nur ein Problem.Eine polnische staemmige Frau,die dort aushalf um ihre Landsleute zu bewirten meinte es kaemen zuviele die es nicht schaffen und dass man nur noch gut ausgebildete ins Land lassen sollte denn sie Probleme der vielen arbeitslosen Polen wuerden immer schlimmer.Es wurde gezeigt in was fuer abgehalterten,abbruchreifen Haeusern die Leute wohnen muessen-oder wie sie einfach leere Wohnungen besetzen mit 7-8 Mann da sie sonst kein Dach ueber dem Kopf haetten.Es ist doch wohl nicht alles 'gold' mit den Einwanderern in GB.
Wenn die Briten nun Angst hinsichtlich ihrer Einwanderungspolitik bekommen, dann sicher nicht wegen der Polen und auch kaum wegen zu erwartender Rumänen und Bulgaren. Die Polen jedenfalls, wie richtig berichtet, sind kulturell und auf dem Arbeitsmarkt völlig unproblematisch.
Ganz anders verhält es sich mit den Pakistanern und anderen muslimischen Einwanderen (Stichwort: Londonistan).
Man ahnt wohl, was kommen wird. Schon die nächste Rezession dürfte dafür sorgen, dass aus Wohlfahrtsmitteln nicht mehr alle so üppig bedient werden können. Was werden die Muslime dann schreien, wenn jetzt doch schon u.a. auf Transparenten zu lesen ist: Nieder mit dem Königreich!
Man hat sicher auch registriert, was passiert wenn wie in Frankreich die im Abseits lebenden Massen der Muslime in Bewegung geraten.
an @ThorstenPattberg gerichtet:
"..weil es (die Einwanderung) in den USA, Kanada,Australien ja auch geklappt hatte..."
Wer in diese Länder einwandert kann nicht davon ausgehen, von den offenen Armen eines sozialen Netzes empfangen zu werden.
"...der Arbeitsmarkt (wie auf der ganzen Welt auch) kann gar nicht genug Kraefte anziehen."
"...wuerde mich riesig freuen, wenn Deutschland ueber 6 Jahre 1,4 Millionen Menschen willkommen heissen wuerde.
Was für ein Schwachsinn! Fragen Sie doch mal` die BenQ Mitarbeiter, die neben den anderen 4,5 Mio bald wahrscheinlich ebenfalls arbeitslos sein werden, wie die dazu stehen.
"...der Saft ist raus, wir haben keine Ambitionen mehr gross und maechtig zu werden."
Ich lebe lieber in einem kleinen aber gesunden Land.
Mich erinnert Ihre Äußerung an die von Kommsissar Verheugen, dass er sich eine starke EU vom Nordkap bis an die Iranische Grenze wünscht.
Manchmal glaube ich auch "der Saft ist raus", aber eher aus den Gehirnen mancher Politiker.
mindestens einen.
Sie implizieren , dass mehr Einwohner mehr wirtschaftliche Prosperität bedeuten würde, vereinfacht ausgedrückt: doppelte Einwohnerzahl durch Zuwanderung bringt doppelten Wohlstand, denn die brauchen ja alle Wohnung, Essen, Auto etc.. Dann müssten aber kleine Gesellschaften wie in Dänemark oder Schweden ganz arme Schlucker sein, das Gegenteil ist aber der Fall.
Die altruistisch angehauchten Befürworter tun so, als ob es darum ginge, auf uns vom Himmel gefallenes Manna zu verteilen, von dem in den Herkunftsländern - leider- zu wenig heruntergefallen ist, und will deshalb die Zuwanderung aus diesen Ländern nicht verwehren.
Was tatsächlich stattfindet ist nichts anderes, als dass die Zuwanderer an einem funktionierenden wirtschaftlichen System teilhaben wollen, also ihre Arbeitskraft gegen andere Wirtschaftsgüter eintauschen wollen, weil das dort wo sie herkommen nicht funktioniert. Spätestens dann, wenn die Zuwanderer auch "alles" haben, ist es für die Einheimischen wirtschaftlich ein Nullsummen-Spiel.
Zu den kulturellen Folgen bzw. Umwälzungen ist ja bereits vieles gesagt worden. Dazu noch eine Bemerkung: Der wirtschaftliche Wohlstand (oder Unwohlstand) einer Gesellschaft ist immer eine Folge des "gesamtgesellschaftlichen" Denkens (der Gedanke geht immer voraus), also der gemeinsamen Lebensart, und nicht umgekehrt. Je stärker die Zuwanderung von anderer Lebensart geprägt ist,umso größer wird zwangsläufig die Auswirkung in der aufnehmenden Gesellschaft - es bleibt nichts wie es einmal war.
Im Grunde ist das ja eine triviale Erkenntnis, trotzdem ist sie in ihrer Tragweite selbst bei vielen ZEIT-Autoren nicht präsent.
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