Dokumentarfilm Blühende Landschaften der NPD
Wer ist schuld an der ostdeutschen Rechtsdrift? Der Dokumentarfilm »Die nationale Front« zeigt, dass es Neonazis schon in der DDR gab.
Nun, Volk, steh auf und, Sturm, brich los! In Thüringen hat der Aufstand der Anständigen stattgefunden. Zwanzig Rechtsextreme besuchten den Zwiebelmarkt von Artern, störten das Volksfest, provozierten, traten einen Mann. Wie hundert Mann schlug die Feiergemeinde zurück. Das Volk prügelte die Störer vom Platz und durch Arterns Straßen, mit Latten und Krügen, bis sie das Erbarmen der spärlichen Polizei erflehten. Die Staatsmacht deportierte die braune Brut über die nahe Landesgrenze, dorthin, wo sie hergekommen war: ins Ausland, nach Sachsen-Anhalt.
Ansonsten bleibt es das gute Recht des Westens, aus dem Osten Schlimmes zu erwarten. Die NPD im Schweriner Landtag! Der übliche Aufschrei durcheilte die Medien. Und er verhallte, wie gewohnt. Traditionell vertraut »die Demokratie« auf die Selbstdemontage der Rechtsaußen durch Streit, Inkompetenz, Bombenholocaust-Geschwafel und gesellschaftliche Isolation. Dank Bild ist ja bekannt, dass rechte Parteikader sich ihre PartnerInnen mit Waffengewalt gefügig machen und lebende Hündchen in tote Brunnen entsorgen. So was wählt kein deutscher Tierfreund – nicht auf Dauer.
Und wenn doch? Und wenn immer mehr?
Die NPD erstrebt nicht Teilhabe an der parlamentarischen Demokratie, sondern deren Beseitigung. Bis dahin sollen ihr die Parlamente als Propaganda-Bühne dienen. Erschreckt das eine Gesellschaft, deren Einverständnis mit der bestehenden Staatsform rapide schwindet? Laut Statistischem Bundesamt stieg die Zahl der Demokratie-Verächter seit dem Jahr 2000 im Westen von neun auf 17 Prozent, im Sonderwahlgebiet Ost von 27 auf 41 Prozent. Der Trend hält an, die Ost-West-Differenz nimmt weiter zu. Als hauptschuldig am demokratischen Siechtum des Ostens gilt gern das Leichengift der SED-Diktatur. Aber stimmt das?
Ein spannender Film ist eben entstanden: Die nationale Front – Neonazis in der DDR (zu sehen am 27. November um 22.15 Uhr im rbb). Die Dokumentation von Tom Franke behandelt ein Schlüsseldatum der späten DDR-Geschichte. Am Abend des 17. Oktober 1987 versammeln sich tausend Menschen in der Ostberliner Zionskirche, um den Bands Die Firma und Element of Crime zu lauschen. Das Konzert ist fast vorbei, da kracht die Kirchentür auf. Mit SIEG HEIL!-Gebrüll tobt ein Glatzen-Mob herein. Zwei Dutzend Skinheads beginnen auf die Versammelten einzuprügeln, KOMMUNISTENSCHWEINE! grölend, JUDEN RAUS AUS DEUTSCHEN KIRCHEN! Schockstarre, dann wilde Flucht. Volkspolizei und Stasi sind vor Ort, schreiten aber nicht ein.
Fatal war, dass es den Antifaschismus gratis gab
Der Rias meldet das Unerhörte: Neonazis in der DDR! Die DDR-Medien schweigen; später bagatellisieren sie den Vorfall. Vor allem exkulpieren sie ihn westwärts, nach der üblichen Methode: Alles Übel kommt von drüben – gewiss auch die Zionskirchen-Täter. Die DDR versteht sich als nazifreier Staat. Sozialismus und Antifaschismus sind ihre Gründungspfeiler, ihr Identitäts-Reservoir, ihre deutsch-deutsche Rechtfertigungslehre. Man tue das nicht leichthin ab. Zweifellos wurde die DDR von Antifaschisten geführt, und sie sprang weit rigoroser mit Kriegsverbrechern um als Adenauers restaurative Bundesrepublik. Vor allem enteignete sie Hitlers Hauptprofiteure, die Großindustrie. Damit, lernte jedes Schulkind, sei das Übel mit der Wurzel ausgemerzt, galt doch der Nationalsozialismus – stets Faschismus genannt – nach Georgi Dimitroff als »offene terroristische Diktatur der reaktionärsten, am meisten chauvinistischen, am meisten imperialistischen Elemente des Finanzkapitals«. Hitler sei nur deren Marionette gewesen; nun war er gewissermaßen Bundesbürger. Denn die wirklichen Nazis seien 1945 gen Westen getürmt.
Doch auch die erste DDR-Generation bestand aus Hitlers Deutschen, selbst wenn man sie per Massentaufe zu sowjetverbündeten »Siegern der Geschichte« weihte. Noch 1967 klang in Walter Ulbrichts Neujahrsansprache die prekäre Herkunft seines Arbeiter-und-Bauern-Volkes an, als der Erste Mann verkündete, »daß jeder Bürger, der sich von den Traditionen des preußisch-deutschen Militarismus, des Nazismus, der Hitlerarmee oder der SA-Reiterstürme abgewandt hat und durch ehrliche Arbeit einen guten Beitrag zu unserer Entwicklung leistet, geachtet und geschätzt wird«. Artikel 6 der DDR-Verfassung von 1968 dekretierte: »Die Deutsche Demokratische Republik hat (…) auf ihrem Gebiet den deutschen Militarismus und Nazismus ausgerottet.« Das glaubten nicht nur Genossen.
Zwecks Delegitimierung der DDR suchte man nach der Wende nachzuweisen, dass dort nie Antifaschismus existiert habe. Doch, durchaus – als historische Disziplin. Ein Flut von Filmen und Büchern, nicht zuletzt die Schule klärten über Hitlerdeutschlands Gräuel auf. Millionen von Ostdeutschen hat diese Aufklärung human geprägt. Fatal war nur, dass es den Antifaschismus gratis gab, dass ihn die DDR-Gesellschaft sich nicht erstreiten musste, im Generationsgespräch und als Zivilcourage. Ein unmoralisches System reklamierte den Antifaschismus für sich, als Partei-Moral, und verengte ihn zur kommunistischen Domäne. FDJler empfingen in KZ-Gedenkstätten »die Dokumente«. Pioniere erfüllten fortwährend »das Vermächtnis revolutionärer Kämpfer«. Unvergesslich die Frage von Staatsbürgerkunde-Lehrer Grenzebach an Stulle, den Klassenclown: Was ist die Hauptaufgabe der Freien Deutschen Jugend?
Stulle: Frei, deutsch und jung zu sein.
Raus!, sprach Grenzebach. Abgang Stulle, umjohlt, Held seiner Klasse.
Ausländerfeindlichkeit galt offiziell als Rowdytum
Daheim sprachen Großväter, falls sie sprachen, von der Wehrmacht, erzählten Mütter vom Vormarsch der Roten Armee, von Flucht, Vergewaltigungen… Privat- und Offizialgeschichte fielen einander ins Wort. Vergangenheit gärte. Blasen stiegen auf: Judenwitze, braune Parolen, Gaskammer-Gesänge in Fußballstadien, faschistoide Rituale bei der Nationalen Volksarmee. In den achtziger Jahren, mit nachlassender staatlicher Repression, erstarkten Neonazi-Tendenzen. Wenn Antifaschismus kommunistisch sein sollte, dann provozierte nichts die Staatsmacht so trefflich wie das Hakenkreuz. Aber was war nur antiautoritäre Zote, wo begann die Ideologie?
Weder erzog die DDR zur Toleranz noch gar, wie gepredigt, zum Internationalismus. Ausländische Arbeiter hausten kaserniert und wurden »Fidschi« und »Brikett« genannt. Polizeilich galten ausländerfeindliche und neonazistische Manifestationen als »Rowdytum«. Nach dem 17. Oktober 1987 brachen zumindest tabuisierte Fragen auf. Die Westmedien, dann auch die der DDR berichteten über den Zionskirchen-Prozess. Die »Kollektivvertreter« der Betriebe bezeugten ihren angeklagten Kollegen durchweg gute Arbeitsdisziplin. Auch zum Wehrdienst waren die Jungteutonen stramm bereit. Zunächst lauteten die Urteile recht milde; Ronny Busse, ein Anführer, bekam zwei Jahre. Nach landesweiten Protesten veranlasste Honecker die Verdoppelung der Strafen.
Tom Frankes Film behandelt den Zionskirchen-Überfall weniger als Story denn als Exempel dafür, wie enghirnig borniert der SED-Staat war und blieb, wie unfähig zum öffentlichen Diskurs seiner Probleme. Auch Ronny Busse kommt drastisch zu Wort: Nach der Verhaftung erfand er einen Westberliner Rädelsführer, einen Super-Skin namens Bomber, nach dem die DDR-Organe dann so sehnsüchtig wie vergeblich fahndeten. Der Film lässt viele Stimmen hören. Anhand der urbanen Jugendszenen erhellt er die zynische Spätphase der DDR. Aussteiger wurden Punks, manche Punks zu Skins, Faschos, Hooligans… Einig waren alle im Nein zur DDR.
Am 8. Mai 1989 sprach SED-Chefideologe Kurt Hager zum 44. Jahrestag der Befreiung das übliche Mantra: »In der DDR wurde der Faschismus mit Stumpf und Stiel ausgerottet.«
Und dann wurde es Herbst. In Leipzig demonstrierte das Heldenvolk.
Und dann kurvten die Montagsdemonstrationen nach rechts. Kohls Mantel der Geschichte hat da vieles überdeckt. Unüberhörbar wurde HELMUT! HELMUT! als messianischer Wohlstandsführer gerufen und gewählt. Viele Ostdeutsche verstanden die »soziale Marktwirtschaft« als persönliches Prosperitätsversprechen und sehen nun mit ihren Illusionen auch »die Demokratie« gescheitert. Aber, wie Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung zum Tag der Einheit schrieb: Die deutsch-deutsche Teilung verläuft heute durch den Osten. Dort die Leuchtturmregionen und Erfolgsgeschichten, hier Gegenden und Menschen, die eine auseinander blätternde Gesellschaft ins Abseits entsorgt.
Hier blühen die Landschaften – die der NPD. Hier profilieren sich die Antidemokraten als Sozialfürsorger kleiner Leute. Hier wachsen die Rechten und wachsen. Sie besetzen öffentliche Räume, organisieren Volksfeste, sickern in den Alltag ein. Sie schreiben völkische Ortschronik. Sie rekrutieren die Jugend, Jahrgang um Jahrgang, und diktieren deren kulturelle Codes. Sie bieten den Ihren eine geschlossene Lebenswelt und darin einen Platz. Sie liefern Stolz, gratis, auf Rasse, Heimat, (ost)deutsche Biografie. Sie kanalisieren Ressentiments und antikapitalistische Wut. Sie legitimieren Gewalt. Sie sind, auch im Osten, bislang in der Minderzahl.
Noch ermannt sich mitunter ein planloser Mehrheitszorn wie auf dem Zwiebelmarkt in Artern. Noch duftet die Rechte zehn Meilen gegen den Wind nach Geschichtsrevision, Heß-Umzug und Auschwitzlüge. Und wenn sie Hitler verschrottet? Wenn sie, frei von unleugbaren Geschichtsverbrechen, einen modernen National-Sozialismus designt? Es genügt nicht, dass »die Demokratie« festtäglich ihre immergrünen Werte zitiert. Wir müssen sie reproduzieren.
Rechtsextremismus lässt sich so gut verbieten wie Hagel und Nebel. Abzuschieben ist er auch nicht, weder nach Sachsen-Anhalt noch in die DDR. Der Rückblick auf den SED-Staat lehrt einiges über ostdeutsche Wurzelböden der NPD. Wer aber für deren heutige Erfolge immer noch die DDR verhaften möchte, denkt genauso infantil wie jene, die damals den Neonazismus nach Westen auszubürgern suchten. Der Goldesel der Rechten ist die soziale Frage. Die juckte keinen in der DDR.
Die nationale Front – Neonazis in der DDR
Montag, 27. November, 22.15Uhr, rbb
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- Datum 13.10.2006 - 10:04 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 12.10.2006 Nr. 42
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in das Leid zog wie es die Nazis taten mit dem eigenen Volk, und wer noch drei Tage vor Kriegsende Familienväter erschiessen liess, wer 50.000.000 Tote auf dem Kerholz hat, aus Leichen Seife herstellen liess, der gehört für immer und ewig in den Bann der Geschichte. das ist meine Meinung.
Es hätte nach dem 2 WK so sein müssen, dass alle Zweifelsfälle von Untaten von Parteibonzen und SS Schergen vom Deutschen Volk hätten geahndet werden müssen. Das heisst eine Meldestelle hätte eingerichtet werden müssen und Fahndungsbilder erstellt werden sollen, dass auch der letzte Kriminelle ausfindig gemacht werden könnte.
Morgen gehört uns Deutschland...und dann die ganze Welt, zumal mit dem Reichtum der ganzen Welt, denn nachweisslich haben Hitler und seine Clique sich die Taschen mal zuerst vollgesteckt, inklusive der Generalität.
Nur klug wie diese Leute alt mal waren haben sie als die Windrichtung drehte, sich den Amis als Kämpfer gegen den Sozialismus angebiedert und die USA sind darauf hereingefallen, so dass schon 1945 der Meinungsumschwung stattfand.
Wurden doch noch scheinheilig Typen wie Fürthwängler verfolgt und verboten, wobei Nazi-Ärtzte sowie von Braun involviert wurde im Kampf gegen den Kommunismus.
Nun zu Indien, Indien ist ein land wo der Monotheismus nicht existiert, und deshalb haben diese Leute hgelernt miteinander klar zu kommen weil eben die Götter auch klar kommen mussten sowie ihre Priester. Tja und die Inder sind meist Veggie und trinken kaum Bier, haben also keine Biertheken Gespräche der tierischen Sorte.
Diesbezüglich des Vielgötterstaates war dies im alten Ägypten auch der Fall, und diese hatten mit den heutigen Inder eine klare Parralele, es waren sehr freundliche Leute denen das Lächeln des Buddhas immer auf den Lippen lag.
Ostdeutschland war schon vor dem Krieg braun angehaucht, das sieht man klar an den Resultaten der NPD in den Jahren von Hitlers Machtübernahme, das ist nicht pauschal, aber es ist eben eine Konstante.
Was Frankreich und Le Pen angeht, würde es drollig werden wenn er an die Macht käme, denn die gallischen Stämme sind in contrario zu Germania kaum miteinander zu verbünden was natürlich den Widerstand förderte. Frankreich und Le Pen sind kein Vergleich.
Nun wundert mich in dieser Debatte nur etwas, wieso sind die Islamophoben noch nicht erwacht und haben Öl ins Feuer geworfen, der Fremdenhass ist doch die Spezialität dieses Klubs. Die Ängste der Bevölkerung ausnützen um Politik zu machen.
Um schlussendlich sich im Hinterhof zu verstecken, wenn die Frau vergewaltigt wird um ihren Mann zu beschützen, der sich aber nicht genierte im Ausland Kinder zu machen.
Ich kann nicht verstehn dass Frauen diese partei noch nicht erkannt haben für das was sie wirklich ist, ein schäbiger Haufen Feiglinge der sich hinter Schlägertrupps versteckt um an die Macht zu kommen, an das Geld der anderen zu kommen die dafür schufteten, Morgens aufstanden und Arbeit fanden und sie auch taten.
rechtsextreme Ideologien haben in ganz Europa überlebt und sind auch ausserhalb unsereres Kontinentes hôchst lebendig (USA z.B.).
Jetzt tauchen die Gespenster von gestern wieder aus der Versenkung - in beiden Deutschlands wurden sie nicht ausgetrieben.
Wie hoch war die Zahl der hier beschworenen Neo-Nazis im Osten ? Sicher (relativ) nicht höher als im Westen. Durch sie allein erklärt sich aber kaum das heutige Phänomen in Ostdeutschland. Identitätsverlust und vor allem die soziale Komponente sollten nicht aus den Augen verloren werden. Und immer wieder die Fragen : warum wenden sich viele totalitären Ideologien zu (der Schwenk vom Kommunismus nach Rechtsaussen ist so weit nicht : in Frankreich z.B. haben sich viele kommunistische Wähler den Rechtsextremen zugewandt) und wie kann man der Argumentation der Neo-Nazis entgegentreten.
Wenn die Vergangenheitsbewältigung im Westen so gut gelaufen ist, wie hier unterschwellig suggeriert wird, mûsste der Westen zumindest in der zweiten Frage problemlos dastehen - dem ist aber nicht so. Es reicht eben nicht, gebetsmühlenartig Schuld und Verurteilung auszusprechen, und den Gegner öffentlich zu verachten, sondern man muss sich auch öffentlich mit den Fakten und Ideen auseinandersetzen, die die Argumentation der Neonazis ausmachen, revisionnistische Lektüre, Hitlers "Mein Kampf", Filme wie "Jud Süss" und die ständig in Frage gestellten Aussagen im Nürnberger Prozess zum Holocaust. Hier fehlen den meisten Deutschen die Ansatzpunkte zur Widerrede, von Kindern und Schülern ganz zu schweigen, die die Idee eine Verschwörungstheorie häufig noch als Abenteuer empfinden. Aussteiger von den Neo-Nazis sagen es selbst : Ihr seid auf die Argumentation nicht vorbereitet, denn ihr kennt die verbotenen Bücher und Ideen gar nicht....
Wer gegen diese Ideen antreten und sie entkräften will, muss sie zuerst kennenlernen und damit umgehen lernen - aber wie, wenn keiner mehr darüber sprechen darf und alles verboten ist. Ächten allein ist unsinnig, den Deutschen ständig ihre Kollektivschuld vorzuhalten führt in der Tat zu Abstumpfung, wenn nicht sogar zu innerer Auflehnung...Ideen tötet man nicht durch vorgegebenes Denken und Ignoranz.
Und als letzte Bemerkung : der neu auflebende Rechtsextremismus ist auch europaweit zu betrachten. Hier muss man sich Fragen : als Reaktion worauf....Politiker, die am Volk vorbeiregieren, Globalisierung, aus den Fugen geratene Immigration.... was treibt den braven Durchschnittsbürger mehr und mehr nach rechtsaussen. Auch hier reicht es nicht, mit Verächtung zu reagieren. Denn hinter allem stehen konkrete Probleme und Anliegen.
Der Boden für Rechtsextremismuß ist und bleibt soziale Ungerechtigkeit, sowie geistige und finanzielle Armut, gekoppelt mit fehlender Zukunftsaussicht. Seit der Wende gibt es von dem einen nicht mehr, von dem anderen dafür aber mehr als reichlich im Osten. Kein Wunder, dass der nächste Schritt in eine dastische Opposition ist, die um so schlimmer ist, da viele Menschen nicht einmal verstehen, was sie da eigentlich machen. Ein hilfreiches Mittel gegen Rechts wäre eine Führung in diesem Land, die endlich das Volk führt, die für das Volk arbeiten und das Wohl des Volkes im Sinn haben und nicht vergessen, wem sie dienen. Leider sind wir von so einer Regierung fast so weit entfernt, wie damals zur Feudalzeit. Aber keiner macht was dagegen.... :-)
Bisher ist mir nicht bekannt, wie man ohne Gehirn eine Tastatur bedienen kann!
Haben Sie da irgendwelche Erkenntnisse?
Desweiteren: ich bin energisch fuer die Pressefreiheit, dass also auch Menschen wie Sie, sich frei aeussern duerfen!
Um diese Freiheit zu verteidigen bin ich zum Bund gegangen, habe nicht gelernt zu schiessen - so einer der unfaehigsten Schuetzen, die ihm in seinem Leben vorgekommen seien, laut Auskunft meines Ausbilders, (das beinhaltete grosse Schmerzen, da mir die Patronenhuelsen des Maschinengewehrs beim Auswurf auf meine Fingerkuppen geknallt sind) - konnte dann aber doch zufriedenstellend meine Aufgaben bei einer Koordinationsstelle der Luftabwehr erfuellen!
Herr Germanow: ich bin Deutscher und trete fuer die Grundrechte Deutschlands ein!
Ueber sechs Milliarden Menschen auf der Erde auf einem Niveau zu versorgen, wie es in Deutschland zu haben ist, wird ein Problem werden!
Das aber wollen die Menschen: leben wie in Deutschland, wenn moeglich mehr Sonne!
Angesichts knapper werdender Ressourcen kann es da auch schon einmal Konflikte geben!
Das soll ja hier nicht zu einer direkten Gesprächsrunde verkommen. Aber soviel zu Ihnen: Ich will Ihnen gar nichts vorschreiben, aber Sie doch bitten, vor Inbetriebnahme der Tastatur das Gehirn einzuschalten.
Interessanterweise sind gerade die, die laufend Toleranz und anderen irgendwelchen Schwachsinn predigen, realiter die Intolerantesten , Arrogantesten , Unbelehrbaren .
Mal Horkheimer lesen, wenn ich bitten darf.
@GStenkamp2 - '... ich haette Saddam Hussein den "Arsch geleckt"!'
Von Ihnen war nicht die Rede, aber wenn Sie sich jenen Kreisen zurechnen die ich damit meinte ist das nun wirklich nicht meine Schuld.
"wer die Abschaffung dieser Freiheit fordert gehoert verboten"
Nun, mit der Freiheit ist das so eine Sache. Wer einen gut bezahlten Job hat, einen Porsche vor der Tür und eine Datsche auf den Malediven, für den hat der Begriff Freiheit eine andere Bedeutung, als für den Sozialhilfeempfänger.
Der letztere nämlich hat von der "Freiheit" nicht viel. Von rund 200,- Euro im Monat zur "freien" Verfügung kann man nicht viel anfangen mit der Freiheit, und deshalb kann man dem auch keine großartige "Freiheit" wegnehmen. Der sieht nur das diese Demokratie nicht einmal in der Lage ist ihn vor einem möglichen Absturz in die Obdachlosigkeit zu bewahren. Und da ist die "Freiheit" dann nun wirklich im Arsch, pardon, im Eimer.
Also, mit der Freiheit ist das so eine Sache! Wer keine hat, dem kann man auch keine wegnehmen.
13. Oktober 2006
Mein lieber Christoph,
Ja, was Sie in Ihrem ersten Paragraphen beschreiben, ist was in der Weimaer Republik passiert ist. In ganz Deutschland. Entschuldigt von den geistlich Ueberlegenden (zu denen sich doch die meisten Deutschen zaehl(t)en), als Ausdruck der Hoffnungslosigkeit [etwas "Versailles Unrecht" reingemischt].
Typisch deutsch, etwas das anderswo nicht passiert.
Warum kommt es mir vor, als waere ich in den Anfang der dreissiger Jahre zurueckversetzt? Nicht nur in Ost-Berlin und Cottbus, aber auch in Konstanz und Hannover?
Herr Dieckman, es faellt mir schwer zu verstehen, wie Sie Ihre eigene Frage beantwortet haben. Oder wollen.
Waere es moeglich, dass
a. es in einer/dieser Ecke des Landes mehr Arbeitslose gibt als in den anderen?,
b. die Arbeitslosigkeit in dem ganzen Land zu hoch ist (was die anderen, nicht die Ossies!) geschafft haben?,
c. die Wessies nicht viel von den Ossies denken und es ihnen gern klar machen?,
d. es gar nicht klar ist, ob Deutschland kapiert, dass die Marktwirtschaft in dem ehemaligen Westen den Wohlstand brachte, bis heute noch (kein VAT fuer Exporte!) unterstuezt und unterschrieben von den Laendern, die es heute als den Westen beschreibt?
Weder Ost-, noch Westdeutschland waechst wirtschaftlich heutezutage so schnell wie Indien oder China. Noch Nordamerika. Und nicht mal schneller als der Rest von Europa, der Kontinent, den dieses Land "fuehrt" (was in Bruessel vielleicht sich ausdrueckt auch als typisch Paragraphen Hochheit, auch typisch Deutsch!)?
Wer ist Schuld an ostdeutschen Rechtsdrift? [Oder ungesagt, was-immer-die Richtung des "drifts" ist der allgemeinen deutschen Bevoelkerung, einschliesslich aber nicht nur der "Friedensbewegung".]
Die "drifts', die ich sehe: "Ami-go-home!" (ueber das man einst schnunzelte) hat sich verwandelt an: Die ("unsere"?) Welt waere schoen, waere es nicht fuer die boesen "Kapitalisten" [Juden?] auf der Wall St....; nun dass es nicht mehr heisst: "Israel, Amerika und Bush - nicht notwendig in dieser Reihenfolge" was man so rundum 9/11 sagte (vorher und hinterher, mit Unterbrechung von nur ein paar Montaten, vielleicht Wochen).
Was auch klingt wie "damals", nicht nur von 1939 bis 1945, sondern auch in den Weimaern Jahren, vor allem damals als die Wall St Kapitalisten ihre Loehne an Deutschland nicht erneuerten. Und wie kamen die zu Stande, diese Loehne von der Wall St? Zum grossen Teil nuetzte man sie, die "Reparationen" zu bezahlen, die man schuldete. Ob sie so gemeint waren oder nicht.
Vielleicht waere es besser, man schaut ab und zu in den Spiegel. Wie man bei der Medizien sagt: "Ueber Genes zu denken, das ist auch wichtig."
Christoph, ich wuensche Ihnen alles Gute............
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