Kuba Zaubern für den Comandante

Vor zehn Jahren verbrachten Fidel Castro und der Boxer Muhammad Ali einen Abend miteinander. Ein Treffen, das viel über den heute siechen Revolutionsführer sagt.

Als diesen Sommer die Nachricht aus Havanna kam, der 80-jährige Fidel Castro sei ernsthaft erkrankt und müsse operiert werden, hofften viele seiner politischen Feinde in den USA auf ein baldiges Begräbnis – auf eine Gelegenheit, den unverwüstlichen Kommunistenführer Kubas endlich loszuwerden, der sich fast ein halbes Jahrhundert lang trotz des Unwillens zehn amerikanischer Präsidenten ganz oben an der Spitze gehalten und verschiedene, von der CIA oder der amerikanischen Mafia motivierte Mordanschläge überlebt hat.

Aber Fidel Castro überstand die Operation, und sein Eigensinn war stärker denn je. Zwar übertrug er seine präsidialen Pflichten vorübergehend seinem 75-jährigen Bruder Raul, fühlte sich jedoch fit genug, einige der ausländischen Würdenträger zu begrüßen, die Mitte September am Treffen der 118 blockfreien Staaten in Havanna teilnahmen. UN-Präsident Kofi Annan und Hugo Chávez, der Präsident von Venezuela, zum Beispiel gehörten zu denen, die Castro in seinem Krankenzimmer empfing. Auf Fotos und Fernsehbildern war Castro im Pyjama zu sehen, aber abgesehen von seiner Kleidung unterschied er sich kaum von dem Mann, neben dem ich zehn Jahre vorher gestanden hatte. Damals, im Januar 1996 war ich einer von zwölf Amerikanern, die Castro in sein Hauptquartier eingeladen hatte, um seinem ersten Treffen mit Muhammad Ali, dem einstigen Weltmeister im Schwergewicht, beizuwohnen.

Castro gab zu Alis Ehren einen Empfang, bei dem er dem Boxer dafür dankte, dass er im Rahmen einer humanitären Hilfsaktion gerade den vom US-Embargo betroffenen kubanischen Krankenhäusern eine Flugzeugladung medizinischer Güter zur Verfügung gestellt hatte. Der 54-jährige Muhammad Ali hatte sein Ansehen und seine Popularität genutzt, um Washingtons Exporteinschränkungen gegenüber Kuba wenigstens bei dieser einen Gelegenheit 1996 zu umgehen. Ali begleitete die Lieferung in einem Flugzeug, das direkt von Miami nach Havanna flog. Mit dabei war seine verschleierte vierte Frau Yolanda (die nach ihrer Hochzeit mit Ali vom Katholizismus zum Islam konvertiert war), ferner sein ältester Freund, ein farbiger Fotograf und Berater namens Howard Bingham, der alle Phasen von Alis Leben fotografisch dokumentiert hat.

Howard Bingham hatte Ali 35 Jahre vorher kennen gelernt, kurz nachdem dieser ins Profilager gewechselt war und noch bevor er seinen »Sklavennamen« Cassius Marcellus Clay abgelegt und sich den Black Muslims angeschlossen hatte. Bingham fotografierte im Lauf der Jahre Alis dreimaligen Aufstieg und Fall als Schwergewichts-Champion; seinen dreijährigen, 1967 verhängten Ausschluss vom Profiboxsport, als er sich geweigert hatte, der US-Armee während des Vietnamkriegs zu dienen (»I aint got no quarrel with them Vietcong«); seine vier Ehen; seine neun Kinder (darunter ein adoptiertes und zwei uneheliche); die unzähligen öffentlichen Auftritte überall in der Welt – Deutschland, England, Ägypten (wo er mit seinem Sohn Elijah Muhammad auf dem Nil segeln ging), Schweden, Libyen, Pakistan (wo er afghanische Flüchtlinge umarmte), Japan, Indonesien, Ghana (wo er ein Dashiki trug und mit Präsident Kwame Nkrumah posierte), Zaire (wo er George Foreman schlug), Manila (wo er Joe Frazier schlug) –, und jetzt, am letzten Abend von Alis Kuba-Reise 1996, stand Bingham neben mir (ein amerikanisches Magazin hatte mich als Reporter hingeschickt), beide standen wir hinter Ali und dessen Frau und warteten alle auf die Ankunft Fidel Castros in der überfüllten Empfangshalle des kubanischen Revolutionspalastes.

Ali zittert – nicht aus Nervosität, sondern als Folge seiner Parkinson-Krankheit; obwohl er ohne Hilfe läuft, sind seine Bewegungen ziemlich langsam, Alis Frau und Bingham bleiben immer dicht an seiner Seite. In dieser Nacht auf Kuba stehen noch zwei andere Menschen, beide Kubaner, neben ihm: Der eine ist Teófilo Stevenson, der für Kuba im Schwergewicht dreimal, 1972, 1976 und 1980, olympisches Gold geholt hat; die andere ist Stevensons vierte Frau Fraymari, eine mädchenhaft zierliche 23-Jährige mit olivfarbenem Teint, die ihrem Gatten gerade mal bis zur Mitte seines bestickten Guaybera reicht –das ist ein eng anliegendes, kurzärmliges Hemd, das seine breiten Schultern betont und die langen, dunkelhäutigen, muskulösen Arme, mit denen er seine Gegner einst daran hinderte, sein attraktives Latino-Äußeres zu entstellen.

Mittlerweile ist es fast 21 Uhr. Ali zittert ohne Unterlass. Keiner hat zu Abend gegessen. Beim Small Talk gehen allmählich die Themen aus. Ein paar Gäste würden gern rauchen. Das Regime hat darauf verzichtet, eine Bar einzurichten. Es handelt sich um eine Cocktailparty ohne Cocktails. Es gibt nicht einmal Kanapees oder Erfrischungsgetränke. Gesteigerte Unruhe macht sich breit – bis plötzlich ein kollektiver Seufzer der Erleichterung ertönt. Der allseits bekannte Mann mit dem Bart betritt den Raum, angetan mit seiner Guerillakluft. Mit fideler, hochtönender Stimme spricht er in seinen Bart und verkündet: »Buenas noches!«

In noch höherem Tonfall wiederholt er sein buenas noches, winkt dabei nach links und rechts, während er auf seinen Ehrengast zueilt, und plötzlich wird Alis ausdrucksloses Gesicht halb von Castros wallendem grauen Bart verdeckt, als der Comandante seinen Gast mit einer sanften Umarmung begrüßt.

»Ich freue mich, Sie zu sehen«, lässt Castro dem ehemaligen Champion über die Dolmetscherin ausrichten, eine hübsche hellhäutige Frau mit kultiviertem englischen Akzent. »Ich freue mich wirklich sehr, Sie zu sehen«, fährt Castro fort, während er einen Schritt zurücktritt, um Ali in die Augen zu sehen; dabei hält er weiter dessen zitternde Arme fest. »Ich danke Ihnen für Ihren Besuch.« Dann lässt Castro ihn los und wartet auf eine Antwort. Ali sagt nichts. Seine Miene bleibt wie üblich starr und huldvoll, und trotz des Blitzlichtgewitters um ihn herum blinzelt er nicht ein einziges Mal. Als sich sein Schweigen weiter hinzieht, wendet sich Castro an seinen alten Freund Stevenson und täuscht einen Haken vor. Der kubanische Boxchampion registriert mit großen Augen Castros Lächeln. Im selben Moment fällt dem kubanischen Staatschef die zierliche Brünette an Stevensons Seite ins Auge.

»Wer ist denn die junge Dame, Stevenson?«, fragt Castro laut in deutlich anerkennendem Tonfall. Doch bevor Stevenson darauf etwas erwidern kann, entgegnet sie, einen Anflug juristischer Verschnupftheit in der Stimme: »Wollen Sie damit sagen, dass Sie sich nicht an mich erinnern?«

Castro scheint verblüfft. Er lächelt, versucht seine Verwirrung zu überspielen. Mit fragendem Blick wendet er sich an die kubanische Boxlegende, doch Stevenson sieht bloß starr geradeaus, wohl wissend, dass Castro Fraymari bereits bei früheren Empfängen kennen gelernt hat, wenngleich sich der kubanische Staatschef nicht mehr erinnern kann. »Sie haben meinen Sohn in den Armen gehalten, noch bevor er ein Jahr alt war!«, erinnert Fraymari ihn. Die Menge merkt auf; die Fernsehkameras laufen. »Bei einem Volleyballspiel?«, fragt Castro. »Nein, nein«, mischt sich Stevenson ein, »das war meine Exfrau. Die Ärztin.« In gespielter Missbilligung schüttelt Castro den Kopf. Bevor er sich abwendet, gibt er Stevenson den Rat: »Sie sollten Namensschildchen für Ihre Frauen anfertigen lassen.«

Castro konzentriert seine Aufmerksamkeit wieder auf Muhammad Ali. Er mustert Alis Miene. »Wo ist denn Ihre Frau?«, fragt er leise. Ali antwortet nicht. Alle wenden die Köpfe, bis Howard Bingham Yolanda am anderen Ende des Raums erspäht und ihr bedeutet, sich zu Castro zu gesellen. Ehe das geschieht, tritt Bingham vor und überreicht Castro das Foto, das Ali und Malcolm X anno 63 in Harlem zeigt. Castro hebt es in Augenhöhe und betrachtet es einige Sekunden lang. Als die Aufnahme gemacht wurde, war Castro in Kuba seit fast vier Jahren an der Macht. Damals war er 37, 1959, als er den von den USA gestützten Diktator Fulgencio Batista besiegte, wobei die Chancen weitaus schlechter standen als bei Alis späterem Sieg über den vermeintlich unbesiegbaren Sonny Liston. Tatsächlich hatte Batista bereits 1956 Castros Tod verkünden lassen. Castro, der sich zu jener Zeit an einem geheimen Ort in den Bergen aufhielt, war 30 Jahre alt und trug noch keinen Bart, ein frustrierter, von Jesuiten erzogener Rechtsanwalt, der aus einer Großgrundbesitzerfamilie stammte und scharf auf Batistas Job war. Mit 32 hatte er ihn. Batista war gezwungen, in die Dominikanische Republik zu fliehen.

In dieser Zeit war Muhammad Ali noch Amateurboxer. Seine große Stunde schlug 1960, als er bei den Olympischen Spielen in Rom eine Goldmedaille für die USA errang. In den späten Sechzigern agierten er und Castro auf der Weltbühne als Gegner des amerikanischen Establishments – und nun, in der Dämmerung ihres Lebens, an diesem Winterabend in Havanna, treffen sie zum ersten Mal aufeinander: der stumme Ali und der auf seiner Insel isolierte Castro.

»Que bien!«, sagt Castro zu Howard Bingham, ehe er das Foto seiner Dolmetscherin zeigt. Dann stellt Bingham ihm Alis Frau vor. Nachdem sie sich über die Dolmetscherin begrüßt haben, fragt er sie erstaunt: »Sie sprechen kein Spanisch?«

»Nein«, sagt sie leise. Sie beginnt, das linke Handgelenk ihres Mannes zu streicheln, an dem er eine 250 Dollar teure Schweizer Armeeuhr trägt, die sie ihm geschenkt hat. Es ist das einzige Schmuckstück, das er trägt.

Small Talk ist nicht Castros Stärke, er hält lieber Reden

»Aber Sie haben doch Spanisch gesprochen, als ich Sie die Woche im Fernsehen gesehen habe«, fährt Castro verwundert fort, ehe ihm aufgeht, dass ihre Stimme offenbar synchronisiert war. »Leben Sie in New York?«

»Nein, in Michigan.«

»Kalt«, sagt Castro.

»Sehr kalt«, erwidert sie.

»In Michigan sprechen bestimmt nicht viele Leute Spanisch, oder?«

»Nein, nicht viele«, sagt sie. »Aber in anderen Staaten schon. In Kalifornien, New York und« – sie hält kurz inne – »Florida.«

Castro nickt. Er braucht ein paar Sekunden, um sich eine neue Frage auszudenken. Small Talk war noch nie die Stärke dieses Mannes, dessen Reden bombastische Monologe darstellen, die Stunden dauern können. Und nun steht er hier, in einem Raum mit Dutzenden von Kameraleuten und Pressefotografen, ein Talkmaster mit einem sprachlosen Ehrengast. Doch Fidel Castro lässt nicht locker, fragt Alis Frau, was ihre Lieblingssportart ist.

»Ich spiele gelegentlich Tennis«, sagt Yolanda und fragt zurück: »Spielen Sie auch Tennis?«

»Tischtennis«, antwortet er, fügt dann aber eilig hinzu, dass er in seiner Jugend ebenfalls im Ring aktiv war. »Ich war Feuer und Flamme fürs Boxen…«, beginnt er sich zu erinnern, doch ehe er den Satz beenden kann, erspäht er die langsam hochkommende Rechte Alis, die sich direkt auf sein Kinn zubewegt! Überschwänglicher Jubel hallt durch den Raum, während Castro in Richtung Stevenson ausweicht. »Asesorame!«, ruft er. »Hilf mir!«

Stevenson packt Ali von hinten an den Schultern und drückt sie sanft; als er ihn wieder loslässt, bauen sich die beiden Exchampions voreinander auf und spielen im Zeitlupentempo Posen kämpfender Preisboxer nach – Tänzeln, Täuschen, Schlagen, Ducken –, alles, ohne einander zu berühren, begleitet von drei Minuten währendem Beifall, dem Klicken der Kameras und einer gewissen Erleichterung unter Alis Freunden, da er sich nun ganz offensichtlich entschlossen hat, mit ihnen an einem Strang zu ziehen. Ali spricht immer noch kein Wort; seine Miene ist nach wie vor unergründlich, doch wirkt er nun nicht mehr so unnahbar, so unzugänglich, und er windet sich auch nicht aus Stevensons Umarmung, als dieser Castro eilfertig von einem Schaukampf erzählt, den er und Ali vor ein paar Tagen vor Hunderten von Fans und einigen aufstrebenden Inseltalenten bestritten haben.

Stevenson lässt nicht durchblicken, dass es sich letztlich bloß um eine weitere Fotosession für die Presse handelte, bei der sie in Straßenkleidung ein bisschen Hobby-Sparring ohne erheblichen Körperkontakt betrieben hatten. Dann aber war Stevenson aus dem Ring geklettert, auf dass sich Ali einer doch etwas größeren Herausforderung stelle: zwei verkürzten Runden gegen zwei junge Kampfhähne im Grundschulalter, die eindeutig nicht gekommen waren, um sich bei einer Kindervorstellung vorführen zu lassen. Sie waren gekommen, um den Champ auf die Bretter zu schicken. Ihre kriegerischen kleinen Körper, die heißen Fäuste und behelmten Köpfe waren beseelt von Kampfeslust und Ehrgeiz; und während sie vehement loslegten, wilde Schwinger austeilten und zum frenetischen Gegröle ihrer Freunde und Verwandten großspurig hin und her tänzelten, konnte man sich nur allzu gut vorstellen, wie sie sich einst gegenüber ihren Enkelkindern brüsten würden: Eines schönen Tages im Winter 96 habe ich Muhammad Ali ausgeknockt!

Allerdings war Ali, jedenfalls an diesem Tag, immer noch zu schnell für sie. Er wich ihnen aus, verlagerte sein Gewicht, tänzelte auf seinen spitzen schwarzen Lederschuhen und bewies einmal mehr, dass sein Körper pure Bewegung war – die Krankheit verlor sich in seinem Shuffle, in den Haken seines Butterfly-Sting, die einen halben Meter über den Köpfen der hitzigen Angreifer hinwegpfiffen, den wieselflinken Dips seines Rope-a-Dope, mit dem er George Foreman in Zaire zermürbt hatte, in seinem für alle Zeiten unvergesslichen Stil, der seinem anwesenden Freund und Fotografen Freudentränen in die Augen steigen ließ und den übergewichtigen Drehbuchautor dazu veranlasste, einen Schlachtruf auszustoßen, der sich im Johlen der spanischsprachigen Menge verlor: »Ali ist topfit! Ali ist topfit!«

Teófilo Stevenson hebt Alis rechten Arm hoch über Castros Kopf; mehrere Minuten lang posiert das Trio im Blitzlichtgewitter, während die Pressefotografen ihre Bilder schießen. Dann bemerkt Castro, dass Fraymari ein paar Meter abseits steht und sie beobachtet. Sie lächelt nicht. Castro nickt ihr zu. Er bedeutet einem der Fotografen, ein Bild von Fraymari und ihm zu machen. Die Spannung löst sich aber erst, nachdem sich auch ihr Gatte dazugesellt hat und Castro rasch nachfragt, wie es ihrem gemeinsamen Sohn geht, der noch nicht ganz zwei Jahre alt ist. »Lässt sich schon absehen, ob er mal so groß und stark wird wie sein Vater?«, fragt Castro. »Ich schätze schon«, sagt Fraymari und sieht dabei zu ihrem Gatten auf.

Wenn sie mit Castro redet, muss sie ebenfalls den Kopf recken, da der kubanische Staatschef über 1,80 Meter groß ist und fast so kerzengerade dasteht wie ihr Ehemann. Nur der 1,88 Meter große Ali, der mit Bingham rechts von ihrem Gatten steht, wirkt kleiner, als er ist, was – krankheitsbedingt – an seinen hängenden Schultern liegt.

»Was wiegt der Kleine denn?«, fährt Castro fort. »Mit einem Jahr hat er schon sechsundzwanzig Pfund gewogen«, sagt Fraymari. »Drei Pfund mehr als andere Kinder seines Alters. Mit neun Monaten konnte er laufen.« – »Muttermilch ist eben ausgesprochen nahrhaft«, stimmt Castro zu. Während sich ein CBS-Richtmikro zu ihnen herabsenkt, zeigt Castro auf Stevensons Bauch und sagt: »Und was bringen Sie auf die Waage?« – »Ungefähr 107 Kilo.« – »Siebzehn mehr als ich«, sagt Castro und fährt missmutig fort: »Ich esse sehr wenig. Sehr, sehr wenig. Meine Diät wird nie genau bemessen. Ich nehme in etwa fünfzehnhundert Kalorien zu mir – weniger als dreißig Gramm Protein am Tag.«

Der Staatschef sieht gesund aus, sein Blick ist lebhaft und wach

Castro klopft sich mit der Hand auf den relativ flachen Bauch. Sollte er einen Spitzbauch haben, wird dieser von seiner maßgeschneiderten Uniform bestens kaschiert. Für einen 70-Jährigen scheint er in bester Verfassung zu sein. Sein Teint ist gesund und straff, sein Blick lebhaft und wachsam und sein glänzendes graues Haupthaar voll wie eh und je. Wie sehr er auf sein Erscheinungsbild Acht gibt, zeigt sich von seinen manikürten Fingernägeln bis zu seinen gepflegten Stiefeln, deren Politur ganz bestimmt nicht von der Spucke eines seiner Lakaien stammt. Nur sein Bart scheint zu einem anderen Mann, zu einer anderen Ära zu gehören. Der Bart ist auffällig lang und struppig. Strähnige weiße Haare verflechten sich mit ausgeblichenen schwarzen Zotteln, hängen vor seiner Uniform wie ein verschlissenes Sterbehemd. Castro streicht sich pausenlos darüber, als wolle er so den früheren Glanz seiner Barttracht wiederbeleben.

Nun richtet Castro den Blick auf Ali.

»Haben Sie Hunger?« Er hat völlig vergessen, dass Ali bislang keinen Ton von sich gegeben hat.

»Wo ist denn Ihre Frau?«, fragt Castro laut. Howard Bingham ruft nach ihr, da Yolanda sich erneut entfernt hat. Als sie sich zu ihnen gesellt, zögert Castro einen Augenblick. Er ist sich nicht ganz sicher, mit wem er es zu tun hat. Ihm wurden Dutzende von Gästen vorgestellt, ganz abgesehen davon, dass diese sich wegen des Gedrängels der Fotografen dauernd neu im Raum verteilen. Nachdem er sich bei der Ehefrau eines der Exchampions bereits einen Fauxpas erlaubt hat, wartet Castro auf einen Fingerzeig seiner Dolmetscherin. Bloß kommt keiner. Glücklicherweise muss er sich über weibliche Wählerstimmen keine Gedanken machen – überhaupt nicht um Wählerstimmen –, doch gibt er trotzdem einen erleichterten Seufzer von sich, als Yolanda sich noch einmal als Alis Gattin vorstellt.

»Ah, Yolanda«, wiederholt Castro. »Ein Name, wie er einer Königin gebührt.«

»Bei uns zu Hause bin ich das ja auch.«

»Und ist Ihr Gatte ein guter Esser?«

»Ja. Vor allem mag er gern Süßes.«

»Ich lasse Ihnen gern ein wenig von unserer guten kubanischen Eiscreme nach Michigan schicken«, sagt Castro. Ohne eine Antwort ihrerseits abzuwarten, fährt er fort: »In Michigan ist es sehr kalt, nicht wahr?«

»Ja«, erwidert sie, ohne sich anmerken zu lassen, dass sie bereits über das Winterwetter in Michigan geplaudert haben.

»Und wie hoch liegt der Schnee dort?«

»Unsere Gegend ist vom Blizzard verschont geblieben.« Yolanda spricht von einem Sturm, der im Januar über Michigan hinweggefegt ist. »Aber ein bis anderthalb Meter Schnee sind keine Seltenheit.« Teófilo Stevenson unterbricht und erzählt, dass er im vergangenen Oktober in Michigan war.

»Oh.« Castro zieht eine Augenbraue hoch. Er erwähnt, dass er zur selben Zeit ebenfalls in den USA war, beim 50. Jahrestag der UN. Er fragt, wie lange Stevenson drüben war.

»Neunzehn Tage war ich dort«, so Stevenson.

»Neunzehn Tage!«, wiederholt Castro. »Länger als ich.« Er murrt, dass seine Aufenthaltsgenehmigung auf fünf Tage beschränkt war und er New York nicht verlassen durfte.

»Nun ja, Comandante«, erbietet sich Stevenson spontan, auch wenn er dabei ein wenig herablassend klingt, »wenn Sie wollen, zeige ich Ihnen gelegentlich mal die Videos, die ich dort gemacht habe.« Stevenson scheint sich in Gegenwart des kubanischen Staatschefs ausgesprochen wohl zu fühlen. Diesem ist der Umgangston der Boxlegende doch offenbar eine Spur zu jovial, weshalb er ihm kurzerhand einen Dämpfer verpasst.

»Haben Sie Ihre Frau«, fragt Castro kühl, »eigentlich mit in die USA genommen? Die Anwältin?« Stevenson erstarrt. Sein Blick schweift zu seiner Gattin, die wegsieht.

»Nein«, sagt Stevenson. »Ich bin allein geflogen.« Abrupt wendet sich Castro der anderen Seite des Raums zu, wo sich die CBS-Kameracrew in Stellung gebracht hat. Er fragt Bradley: »Und was machen Sie so?« – »Wir drehen einen Film über Ali«, erklärt Bradley. »Wir sind mit nach Kuba geflogen, um ihn auf seiner Reise zu begleiten…« Bradleys Stimme verliert sich in plötzlich aufbrandendem Gelächter und Applaus.

Als sie sich umdrehen, stellen sie fest, dass Muhammad Ali erneut jedermanns Aufmerksamkeit auf sich gelenkt hat. Er reckt die zitternde linke Faust in die Luft; doch statt eine Boxerpose einzunehmen, zieht er mit einem Mal langsam, ja, geradezu dramatisch aufreizend den Zipfel eines roten Seidentaschentuchs zwischen Zeigefinger und Daumen hervor. Als er das Taschentuch komplett zutage gefördert hat, lässt er es ein paar Augenblicke lang in der Luft baumeln, kommt immer näher, wedelt damit vor der Stirn des schreckerstarrten Castro herum. Ali scheint wie von Dämonen besessen. Starren Blickes fixiert er Castro und die anderen, während nicht das geringste Anzeichen darauf hindeutet, dass der donnernde Applaus überhaupt an seine Ohren dringt. Dann stopft er das Taschentuch mit den spitzen Fingern seiner Rechten zurück in die geballte Faust, um seinem Publikum im selben Moment auch schon die offene Handfläche zu präsentieren – und siehe da, das rote Taschentuch ist verschwunden.

»Wo ist es?«, ruft Castro erstaunt. Er tritt auf Ali zu, inspiziert dessen Hände und wiederholt: »Wo ist es? Wo haben Sie es versteckt?«

Alle, die die Woche über mit Ali unterwegs waren, wissen genau, wo er das Taschentuch versteckt hat. Sie haben ihn Dutzende von Malen dabei beobachtet, wie er seinen Trick vor Patienten und Ärzten zum Besten gegeben hat, ebenso wie vor unzähligen Touristen in der Hotellobby oder während seiner Spaziergänge durch die Stadt. Bei jeder Vorführung enthüllte er anschließend, was dahintersteckte. In seiner Faust verbirgt er einen fleischfarbenen Gummidaumen, in dem das Taschentuch steckt, das er schließlich mit den Fingern der anderen Hand zutage fördert; und wenn er es zurückschiebt, stopft er es tatsächlich wieder in den Gummidaumen, den er schließlich über seinen rechten Daumen stülpt. Wenn er dann die Faust öffnet, erblicken die Uneingeweihten unter seinen Zuschauern nur die bloßen Handflächen. Das Geheimnis seiner Magie bringt ihm stets zusätzlichen Beifall von den Wissenden ein.

Nachdem Ali auch Castro den Trick erklärt hat, reicht er Castro den Gummidaumen, worauf dieser so begeistert reagiert wie den ganzen Abend noch nicht: »Lassen Sie es mich auch mal versuchen – das ist ja eine außergewöhnliche Nummer!« Nachdem Howard Bingham – der den Trick ebenfalls von Ali gelernt hat – ein paar Minuten mit Castro geübt hat, führt dieser das Kunststück mit Geschick und Schwung vor, womit er nicht nur seinen Ehrgeiz als Zauberer unter Beweis stellt, sondern obendrein die Gäste zu neuerlichen Beifallsstürmen hinreißt.

Seit Alis kleiner Einlage sind zehn Minuten verstrichen. Es ist bereits 21.30 Uhr, und Ed Bradley, dessen Unterhaltung mit Castro vorhin unterbrochen wurde, macht sich Sorgen, dass der kubanische Staatschef womöglich den Raum verlassen wird, ehe Bradley ihm die vorbereiteten Fragen stellen kann. Bradley tritt zu Castros Dolmetscherin und sagt mit betont deutlicher Stimme: »Würden Sie ihn bitte fragen, ob er… Alis Karriere aktiv verfolgt hat?«

Die Gäste bekommen nichts zu essen, nur einige etwas zu trinken

Die Dolmetscherin wiederholt die Frage. Castro wendet sich den Kameras zu und erwidert: »Ja, ich erinnere mich, wie damals über einen möglichen Kampf zwischen den beiden« – er nickt in Richtung von Stevenson und Ali – »gesprochen wurde. Ich erinnere mich auch an seinen Fight in Afrika.«

»In Zaire«, hebt Bradley den Schauplatz von Alis Sieg über George Foreman hervor. Dann fährt er fort: »Wie groß war sein Einfluss hier auf Kuba? Immerhin war er ja auf seine Weise ebenso revolutionär wie…« – »Sein Einfluss war immens«, sagt Castro. »Er wurde bewundert und verehrt – als Sportler, als Boxer, als Mensch. Wir haben immer große Stücke auf ihn gehalten. Obwohl ich nie geglaubt hätte, ihn eines Tages persönlich treffen zu dürfen – was für eine edle Geste von ihm, uns mit Medikamenten zu versorgen und unsere Polikliniken zu besuchen. Es ist mir eine große Freude, ihn endlich kennen zu lernen, seine Gesellschaft genießen zu dürfen. Aus seiner Persönlichkeit sprechen Kraft und Warmherzigkeit.«

Castro redet, als befände sich Ali gar nicht im Raum, obwohl er nur ein paar Schritte entfernt steht. Ali hält seine starre Fassade weiter aufrecht, selbst als Stevenson ihm auf Englisch ins Ohr flüstert: »Muhammad, Muhammad, warum du nicht sprechen?« Dann dreht sich Stevenson zu dem hinter ihm stehenden Journalisten um: »Aber er sprechen. Mit mir er sprechen.« Stevenson verstummt, als Castro einen Blick zu ihm hinüberwirft, während er sein Gespräch mit Bradley fortsetzt: »Wie schön, dass er und Stevenson sich bereits kennen gelernt haben.« Nach einer Pause fügt Castro hinzu: »Gut, dass sie nie gegeneinander angetreten sind.«

»Er ist sich da nicht so sicher«, sagt Bradley lächelnd mit Blick auf Stevenson.

»Ich finde, zwischen den beiden besteht eine wunderbare Freundschaft«, beharrt Castro. »Und wo wird der Film gezeigt?«, fragt er Bradley.

»In meiner Sendung, Sixty Minutes.«

»Wann?«

»In circa vier Wochen«, sagt Bradley und informiert Castros Dolmetscherin: »Das ist die Sendung, in der der Comandante schon mehrmals von Dan Rather interviewt worden ist. Damals, als es noch seine Sendung war.«

»Und wer macht sie jetzt?«, will Castro wissen.

»Ich«, erwidert Bradley.

»Sie«, sagt Castro, während er einen verstohlenen Blick auf Bradleys Ohrring wirft. »Also sind Sie jetzt… der Boss?«

Bradley zeigt sich als Medienstar ohne Illusionen. »Ich bin bloß Arbeitnehmer.«

Schließlich werden doch noch Tabletts mit Kaffee, Tee und Orangensaft herbeigeschafft, wenngleich die Getränke gerade mal für Ali, Yolanda, Howard Bingham, Greg Howard, die Stevensons und Castro ausreichen – obwohl Castro den Kellner wissen lässt, dass er nichts trinken möchte.

Castro bedeutet Ali und den anderen, mit ihm auf die andere Seite des Raums zu wechseln und sich um den runden Tisch zu versammeln. Die Kameracrews und die restlichen Gäste folgen, rücken so nahe wie möglich an die Hauptdarsteller des Abends heran. Dennoch macht sich allmählich Unruhe breit. Die Gäste stehen sich nun schon seit anderthalb Stunden die Beine in den Bauch.

Es ist fast 22 Uhr. Es hat nichts zu essen gegeben, und den meisten ist sonnenklar, dass sie auch nicht mit Getränken zu rechnen brauchen. Selbst den Ehrengästen, die Platz genommen haben und an eisgekühlten Gläsern oder warmen Tassen nippen, ist sichtlich der Spaß vergangen. Muhammad Ali hat die Augen geschlossen. Er ist eingeschlafen.

Yolanda sitzt neben ihm auf dem Sofa, tut aber so, als würde sie nichts bemerken, so wie Castro, obwohl er Ali direkt gegenübersitzt, flankiert von seiner Dolmetscherin und den Stevensons. »Wie groß ist Michigan eigentlich?«, eröffnet Castro die nächste Fragerunde mit Yolanda, womit er sich zum dritten Mal einem Thema widmet, das sie bereits bis zur Erschöpfung erörtert haben. Allein Castro scheint sich noch dafür zu interessieren.

»Genau weiß ich es gar nicht«, sagt Yolanda. »Wir wohnen in einem winzigen Dorf mit etwa zweitausend Einwohnern.« – »Fliegen Sie morgen zurück nach Michigan?« – »Ja.« – »Um wie viel Uhr?« – »Um halb drei.« – »Über Miami?« – »Ja.« – »Und wohin fliegen Sie dann von Miami aus?« – »Nach Michigan.« – »Wie lange dauert der Flug?« – »In Cincinnati müssen wir umsteigen – ungefähr anderthalb Stunden.« – »Flugzeit?«, fragt Castro.

Muhammad Ali öffnet die Augen und schließt sie wieder.

Alis Frau Yolanda lädt Castro ein – falls er mal in den USA ist

»Flugzeit«, wiederholt Yolanda. »Von Miami nach Michigan?«, fährt Castro fort. »Nein«, erklärt sie abermals geduldig. »Erst müssen wir nach Cincinnati. Es gibt keine direkte Verbindung.« – »Sie müssen die Maschine wechseln?«, fragt Castro. »Ja«, sagt sie. »Von Miami nach Cincinnati, dann von Cincinnati nach South Bend, Indiana.« – »Von Cincinnati nach…« – »South Bend. Das ist der nächste Flugplatz.« – »Und«, fährt Fidel fort, »der liegt am Stadtrand?« – »Ja.« – »Haben Sie eine Farm?« – »Nein«, sagt Yolanda. »Nur ein paar Felder. Die haben wir aber verpachtet.«

Castro fragt, wo sie geboren wurde, welche Schulen sie besucht, wann sie geheiratet hat und um wie viele Jahre sie jünger ist als ihr Ehemann. Nachdem er erfahren hat, dass Yolanda sechzehn Jahre jünger als Ali ist, wendet sich Castro Fraymari zu und flachst mit gespielt mitleidiger Miene, dass sie ja mit einem zwanzig Jahre älteren Mann verheiratet sei.

»Comandante!«, fällt ihm Stevenson ins Wort. »Ich bin in Topform. Sport hält einen fit bis ins hohe Alter. Mit Sport lebt man nicht nur länger, sondern bleibt immer auf der Höhe.«

»Oh, da schlagen wohl zwei Seelen in Ihrer Brust«, fährt Castro fort und richtet den Blick auf Fraymari – sowie auf den CBS-Kameramann, der vortritt, um Castro näher ins Visier zu nehmen. Fraymari ist alles andere als begeistert über die allgemeine Aufmerksamkeit, Castro umso mehr; eben noch war ihm das Interesse des Publikums entglitten, doch nun ist es ihm wieder sicher, und er scheint nicht lockerlassen zu wollen, egal, ob das auf Kosten der Harmonie zwischen Stevenson und Fraymari gehen sollte. Ja, fährt Castro fort, leider hatte Fraymari das Pech, einen Mann zu ehelichen, »der einfach nicht sesshaft werden kann???… Im Gefängnis wäre er wohl am besten aufgehoben.«

»Comandante«, unterbricht ihn Stevenson. »Ja, lassen Sie mich einsperren!« Wenngleich, wie er sofort hinzufügt, seine Frau schon dafür sorgen wird, dass er die eheliche Treue einhält, »da sie mich bestimmt in einen Knast stecken lässt, in dem nur sie Besuchserlaubnis erhält«.

Alle Umstehenden lachen. Ali erwacht erneut. Castro und Stevenson scherzen weiter, bis Yolanda sich aufrichtet. »Wir müssen aufbrechen«, sagt sie.

»Ach ja«, sagt Castro. »Sie wollen sicher noch zu Abend essen.« – »Ja, Sir«, sagt sie. Ali und Howard Bingham erheben sich. Yolanda bedankt sich bei Castros Dolmetscherin und fügt hinzu: »Sagen Sie ihm bitte, dass er jederzeit willkommen bei uns ist.« Die Dolmetscherin zitiert Castro, er müsse sich bei seinen US-Besuchen leider stets auf New York beschränken. »Aber die Zeiten ändern sich.« Die anderen Geladenen sehen zu, wie Yolanda und Ali sich ihren Weg durch die Menge bahnen; Castro folgt den beiden auf den Korridor. Als der Aufzug kommt, hält einer der Sicherheitsmänner die Tür auf. Castro streckt die Hand aus, um Lebewohl zu sagen – und erst jetzt bemerkt er, dass er Alis Gummidaumen in der Hand hält. Er zieht eine bedauernde Miene und will ihn Ali zurückgeben, doch Howard Bingham weist ihn höflich zurück. »Nein, nein«, sagt er. »Ali möchte, dass Sie ihn behalten.«

Castros Dolmetscherin versteht Binghams Worte nicht sofort. »Er möchte, dass Sie ihn behalten«, wiederholt Bingham.

Bingham folgt Ali und Yolanda in den Aufzug. Bevor sich die Tür schließt, lächelt Castro, winkt noch einmal zum Abschied und starrt verblüfft auf den Gummidaumen in seiner Hand. Dann steckt er ihn in die Tasche.

Der Autor

Der amerikanische Reporter Gay Talese, 74, ist neben Tom Wolfe und Norman Mailer einer der prägenden Autoren des New Journalism, der den Journalismus mit literarischen Elementen verband. Seine Geschichte »Frank Sinatra ist erkältet« wurde vom Magazin »Esquire« zur besten Reportage des 20.Jahrhunderts gekürt. Nach einigen Jahren als Reporter bei der »New York Times« verließ Gay Talese die Zeitung und schrieb fortan große Magazin-Reportagen und Bücher. 1969 erschien sein erster Bestseller »The Kingdom and the Power«, ein Porträt seines ehemaligen Arbeitgebers, der »New York Times«. Später verfasste er Bücher über die Mafia oder das Sexualverhalten der Amerikaner. Im vergangenen Jahr veröffentlichte er in den USA seine Memoiren »A Writer’s Life«, die in Deutschland bei Knaus erscheinen werden.

Die hier abgedruckte Reportage ist in seinem Buch »Frank Sinatra ist erkältet – Spektakuläre Storys aus vier Jahrzehnten« erschienen, übersetzt von Sky Nonhoff. Für die ZEIT hat Talese die Reportage überarbeitet und aktualisiert. Sie wurde leicht gekürzt. Gay Talese lebt mit seiner Frau Nan, einer Lektorin, in New York.

© 1996 by Gay Talese, © der deutschen Ausgabe 2005 by Rogner & Bernhard Verlag, Berlin


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Leser-Kommentare
  1. 1. tja

    Diesen Artikel zu lesen, hat mir das gleiche Prickeln und in etwa den gleichen Genuss bereitet, wie wenn sagen wir mal, vor meinem Dachfenster ein Auto vorbeifaehrt:

    das ist schon toll, diese Technik und die Autos!

    Interessant, so

    jetzt aber wieder Wichtiges,

    und so ein kleines Nachwehen bleibt:

    wieder mal Deine Zeit verschwendet!

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