DIE ZEIT: Mit 75 Jahren hat es Medien-Tycoon Rupert Murdoch kürzlich auf das Titelbild des Trendmagazins Wired geschafft. Darunter stand: Teen Idol. Müsste Ihnen das nicht auch gelingen, als Internet-Guru unter den deutschen Verlegern? Der Verleger im neuen Druckzentrum in Offenburg BILD

Hubert Burda: Murdoch hat vor allen anderen US-amerikanischen Konzernchefs verstanden, wie wertvoll die Internet-Gemeinschaft MySpace ist.

ZEIT: Deshalb kam er auf den Titel. Mehr als 100 Millionen vor allem junger Mitglieder stellen bei MySpace ihre Fotos, Tagebücher und Videos aus. Murdoch hat einfach zugegriffen und es gekauft.

Burda: Sehen Sie, wir wussten auch sehr früh um Flickr

ZEIT: …die erfolgreichste Foto-Community.

Burda: Wir hatten die Gründerin Catarina Fake zu unserer Konferenz Digital Lifestyle Day eingeladen, wo sie uns das damals unbekannte Unternehmen vorgestellt hat. Wir wären gern eingestiegen, aber als deutscher Verleger kommen Sie nicht zum Zug, wenn Sie mit einem amerikanischen Unternehmen wie Yahoo! wetteifern müssen.

ZEIT: Die deutschen Verlage sind bei solchen Verhandlungen abgehängt?