Was das Waschen von Obst nützt, haben Wissenschaftler der Hochschule Albstadt-Sigmaringen in diesem Sommer gründlich untersucht. Dabei verglichen sie drei Reinigungsmethoden: abwaschen mit kaltem Wasser, Abreiben mit einem Mikrofasertuch und Reinigung mit einem speziellen Obst-Waschmittel – ja, so etwas gibt es tatsächlich.

Neben der Wirksamkeit der Verfahren gegen Dreck (alle wirkten gut) und Schimmelpilze (keines konnte Sporen wirklich entfernen) untersuchten die Forscher, ob sich Pestizide entfernen ließen, und zwar am Beispiel von Paprika, Erdbeeren und Weintrauben. Das Ergebnis war nicht ermutigend: Alle Verfahren konnten nur einen Teil der Pestizide beseitigen, bei Paprikaschoten etwa 65 Prozent, bei Trauben nur 30 Prozent. Der Rest der Pestizide war so tief in die Schale eingedrungen, dass eine oberflächliche Reinigung nichts mehr ausrichten konnte.

Fazit: Sie werden durch Abspülen etwa die Hälfte der Pflanzenschutzmittel entfernen, aber nicht mehr – wer wirklich rückstandsfreies Obst genießen will, sollte zu Bioprodukten greifen. Christoph Drösser

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