Israel "Wir sind Opfer unserer Ängste"

Ein Krieg ohne Plan, eine Regierung ohne Moral, eine Armee ohne Führung – Israel hat Grund, an sich selbst zu verzweifeln. Der israelische Schriftsteller David Grossman hält eine Klagerede am Jahrestag des Attentats auf Premier Jitzhak Rabin

Die alljährliche Gedenkfeier für Jitzhak Rabin ist der Moment, in dem wir ein wenig innehalten, uns an Rabin als Mensch und Staatsmann erinnern und den Blick auch auf uns lenken, auf die israelische Gesellschaft, ihre Führung, auf die nationale Stimmung, den Zustand des Friedensprozesses, unsere persönliche Situation innerhalb der großen, nationalen Ereignisse.

Es ist nicht leicht, diesem vergangenen Jahr ins Gesicht zu schauen.

Es war Krieg. Israel hat militärisch seine Muskeln spielen lassen, aber gerade so kamen seine Schwäche, seine Verletzlichkeit zum Vorschein. Uns wurde klar, dass militärische Stärke allein unsere Existenz langfristig nicht sichern kann. Vor allem entdeckten wir, dass Israel in fast allen Lebensbereichen viel tiefer in der Krise steckt als angenommen.

Ich frage euch, wie kann es angehen, dass ein schöpferisches und neuerungsfreudiges Volk wie unseres, ein Volk, das es immer wieder fertig bringt, sich aus dem Staub zu erheben, gerade heute, da es große militärische Stärke besitzt, so schwach und hilflos wirkt? Dass unser Volk wieder Opfer ist, diesmal jedoch ein Opfer seiner selbst, ein Opfer seiner Ängste und seiner Verzweiflung, seiner eigenen Kurzsichtigkeit?

Der letzte Krieg hat uns schmerzlich bewusst gemacht, dass dieser Tage keiner König in Israel ist. Dass unsere Führung hohl ist, die politische wie die militärische. Die wesentlichen Inhalte, mit denen Israels Führungskräfte die Hülle ihrer Politik heute füllen, sind Ängste und Einschüchterung, Machtverliebtheit und Machenschaften, Feilschen über alles, was uns lieb und teuer ist. In dieser Hinsicht sind sie keine wahren Führer, gewiss nicht von dem Schlag, den ein Volk in einer so schwierigen und verunsicherten Lage braucht. Manchmal könnte man meinen, ihr Denken, ihre historische Erinnerung, ihre Vision, alles, was ihnen wirklich wichtig ist, fülle gerade einmal den winzigen Raum zwischen zwei Schlagzeilen. Oder die Zeit zwischen zwei Ermittlungen des Generalstaatsanwalts.

Herr Ministerpräsident, ich sage diese Worte nicht aus Wut oder Rache. Mir ist weh um dieses Land und um die Dinge, die Sie und Ihre Gefährten ihm antun. Glauben Sie mir, Ihr Erfolg ist mir wichtig, denn unser aller Zukunft hängt an Ihrer Fähigkeit und Entschlossenheit, ans Werk zu gehen.

Jitzhak Rabin hat den Weg des Friedens mit den Palästinensern nicht aus besonderer Sympathie für sie oder ihren Führer eingeschlagen. Auch damals war die vorherrschende Meinung, dass wir keinen Partner unter den Palästinensern hätten und es mit ihnen nichts zu verhandeln gäbe. Rabin schritt zur Tat, weil er in weiser Einsicht erkannte, dass die israelische Gesellschaft nicht ewig in einem ungelösten Konflikt würde existieren können. Früher als viele andere merkte er, dass das Leben in einem Dauerklima der Gewalt, der Besatzung, des Terrors, der Angst und Hoffnungslosigkeit einen Preis verlangte, den Israel langfristig nicht aufbringen konnte.

Diese Dinge gelten auch heute, und zwar in verschärftem Maße. Schon über hundert Jahre leben wir in Fehde. Wir, die Bürger dieses Konflikts, wurden in den Krieg hineingeboren, in ihm erzogen, in gewisser Hinsicht auf ihn programmiert. Vielleicht denken wir deshalb manchmal, dieser Irrsinn, in dem wir seit einem Jahrhundert leben, sei das einzig Reale, das uns einzig bestimmte Leben, und wir hätten keine Möglichkeit, ja vielleicht gar kein Recht, ein anderes Leben anzustreben: Von unserem Schwert werden wir leben und sterben, und das Schwert wird unaufhörlich um sich fressen.

Vielleicht erklärt sich daraus, wie gleichmütig wir uns mit dem völligen Erliegen des Friedensprozesses abfinden, einer Auszeit, die schon Jahre anhält und Opfer noch und noch fordert. So lässt sich auch erklären, wieso die meisten von uns überhaupt nicht reagierten, als die Demokratie einen harten Schlag erlitt – mit der Berufung Avigdor Liebermans (eines rechten Politikers, d. Red.) auf einen Kabinettsposten, gewissermaßen der Ernennung eines berüchtigten Pyromanen zum Hauptmann der Feuerwehr.

Und all das hat auch mit dazu beigetragen, dass der Staat Israel in erstaunlich kurzer Zeit in Hartherzigkeit, ja schiere Grausamkeit gegenüber den Schwachen, Armen und Leidenden verfallen ist: Diese Gleichgültigkeit gegenüber dem Schicksal hungernder, alter, kranker oder behinderter Menschen, dieser Gleichmut des Staates Israel in Sachen Frauenhandel zum Beispiel oder angesichts der Ausbeutung ausländischer Arbeitskräfte, deren Lebens- und Arbeitsbedingungen gelegentlich an Sklaverei grenzen, dieser tief verwurzelte, institutionalisierte Rassismus gegenüber der arabischen Minderheit – das alles spielt sich hier ganz natürlich ab, ohne Erschütterung oder Widerstand zu erregen. Langsam fürchte ich, selbst wenn der Frieden morgen einträfe, selbst wenn wir irgendwann zu einer gewissen Normalität zurückkehrten, könnte es für unsere vollständige Genesung schon zu spät sein.

Das Unglück, das meine Familie und mich traf, als unser Sohn Uri fiel, verleiht mir keine Extrarechte im öffentlichen Diskurs. Aber ich meine, die Konfrontation mit Tod und Verlust bringt auch eine gewisse Nüchternheit und Klarsicht mit sich, zumindest was die Unterscheidung zwischen Wichtigem und Nebensächlichem angeht. Zwischen Erreichbarem und Unerreichbarem. Zwischen Wirklichkeit und Wunschvorstellungen.

Schauen wir uns einen Moment an, wer unser Partner sein könnte. Die Palästinenser haben mehrheitlich Hamas gewählt, die sich weigert, mit uns zu verhandeln, uns auch nur anzuerkennen. Was lässt sich in einer solchen Lage tun? Was bleibt uns noch übrig? Sie immer stärker zu knebeln? Weiterhin Hunderte von Palästinensern im Gaza-Streifen zu töten, in der Mehrzahl unschuldige Zivilisten wie wir?

Wenden Sie sich an die Palästinenser, Herr Olmert. Sprechen Sie sie über die Köpfe von Hamas hinweg an. Wenden Sie sich an die Gemäßigten unter ihnen, diejenigen, die Hamas und ihre Politik ebenso ablehnen wie Sie und ich. Wenden Sie sich an das palästinensische Volk. Sprechen Sie die tiefe Verwundung dieser Menschen an, erkennen Sie ihre fortwährenden Leiden an. Künftige Verhandlungen werden Ihnen und der Position des Staates Israel keinerlei Abbruch tun. Nur die Herzen werden sich ein wenig füreinander öffnen, und das hat ungeheure Kraft. Dem schlichten menschlichen Mitgefühl wohnt die Kraft einer Naturgewalt inne, gerade bei Stillstand und Feindschaft.

Betrachten Sie die Palästinenser einmal nicht durch Kimme und Korn oder eine geschlossene Straßensperre. Sie werden ein Volk erblicken, das nicht weniger gepeinigt ist als wir. Ein besetztes, deprimiertes Volk ohne Hoffnung. Gewiss sind die Palästinenser mit schuld, dass wir in der Sackgasse gelandet sind. Gewiss haben auch sie erheblichen Anteil am Fehlschlagen des Friedensprozesses. Aber betrachten Sie sie einen Moment anders. Nicht nur die Extremisten unter ihnen. Nicht nur diejenigen, die ein Interessenbündnis mit unseren Extremisten haben. Schauen Sie auf die entscheidende Mehrheit dieses bedauernswerten Volkes, dessen Schicksal mit unserem verknüpft ist, ob wir wollen oder nicht.

Gehen Sie zu den Palästinensern, Herr Olmert. Suchen Sie nicht immerfort Gründe, nicht mit ihnen zu reden. Den einseitigen Rückzug haben Sie aufgegeben. Und das ist gut so. Aber hinterlassen Sie kein Vakuum. Es wird sich augenblicklich mit Gewalt und Zerstörung füllen.

Sprechen Sie sie an. Machen Sie ihnen ein Angebot, das die Gemäßigten unter ihnen akzeptieren können (sie sind zahlreicher, als die Medien uns vorführen). Legen Sie ihnen ein Angebot vor, das sie vor die Entscheidung stellt, ob sie es annehmen oder weiterhin Geiseln des fanatischen Islams bleiben wollen. Kommen Sie zu ihnen mit dem kühnsten und ehrlichsten Programm, das Israel offerieren kann. Einem Angebot, bei dem jeder Israeli und jeder Palästinenser, der Augen im Kopf hat, weiß, dass es die Grenze durchsetzbarer Zugeständnisse absteckt, bei uns und bei ihnen. Wenn Sie zögern, werden wir uns bald in die Zeiten zurücksehnen, in denen der palästinensische Terror noch dilettantisch war. Werden uns an die Stirn schlagen und rufen: Wieso haben wir nicht unser ganzes kreatives Denkvermögen, den gesamten israelischen Einfallsreichtum eingesetzt, um unsere Feinde aus ihrer Selbstblockierung zu reißen?

Und vielleicht sollte ich Ihnen, Herr Ministerpräsident, als allgemeine Regel in Erinnerung rufen: Wenn irgendein arabischer Führer Friedenssignale aussendet, und seien sie noch so schwach und zögerlich – müssen Sie darauf eingehen, sie augenblicklich auf ihre Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit prüfen. Sie sind moralisch nicht berechtigt, sie unbeantwortet zu lassen. Sie müssen es für diejenigen tun, die Sie im Fall eines erneuten Kriegsausbruchs auffordern werden, ihr Leben zu opfern. Wenn Präsident Baschar al-Assad also sagt, Syrien wolle Frieden, dann müssen Sie, auch wenn Sie ihm nicht glauben – und wir alle trauen ihm ja nicht recht –, ihm noch am selben Tag ein Treffen anbieten.

Warten Sie keinen einzigen Tag. Als Sie in den letzten Krieg zogen, haben Sie keine Stunde gewartet. Sind mit aller Macht vorgestürmt. Mit allen Waffen. Mit voller Zerstörungsgewalt. Warum wehren Sie jeden winzigen Friedensschimmer auf der Stelle ab, bringen ihn zum Verlöschen? Was haben Sie zu verlieren? Sie misstrauen dem syrischen Präsidenten? Bieten Sie ihm Bedingungen an, die seine Pläne aufdecken. Schlagen Sie ihm einen Friedensprozess mit mehrjähriger Laufzeit vor, bei dem er erst am Ende – so er sich an alle Bedingungen und Einschränkungen hält – die Golanhöhen zurückbekommt. Verpflichten Sie ihn zu einem langen Dialog. Handeln Sie so, dass diese Möglichkeit ins Bewusstsein seines Volkes einsickert, helfen Sie den Gemäßigten, die es sicher auch dort gibt. Versuchen Sie, die Wirklichkeit zu gestalten, nicht nur mit ihr zu kollaborieren. Dazu hat man Sie gewählt. Genau dazu.

Und zum Abschluss: Selbstverständlich hängt nicht alles von unserem Handeln ab, es gibt große und starke Mächte, die in der Region und auf der Welt tätig sind, darunter einige – wie Iran, wie der extreme Islam –, die uns böse wollen. Und dennoch kommt es sehr darauf an, was wir tun und sein werden. Die Meinungsunterschiede zwischen rechts und links sind heute nicht mehr sehr erheblich. Die entscheidende Mehrheit der israelischen Bürger begreift längst – wenn auch teils nicht sehr begeistert –, wie die Lösung des Konflikts in Umrissen aussehen wird. Die meisten von uns sehen ein, dass das Land geteilt werden und ein palästinensischer Staat entstehen wird. Warum führen wir also weiterhin ermüdende innerisraelische Grabenkämpfe, die nun schon bald vierzig Jahre andauern? Warum vertritt die politische Führung weiterhin die Position der Extremisten und nicht die der Mehrheit? Unsere Lage wäre doch ungleich besser, wenn wir so einen nationalen Konsens selbst erreichen könnten, ehe die Umstände – Druck von außen oder eine neue Intifada oder ein weiterer Krieg – uns dazu zwingen. Wenn wir das schaffen, ersparen wir uns Jahre des Blutvergießens und der nutzlosen Verschwendung. Jahre des Befangenseins in einem furchtbaren Irrtum.

Von dem Ort, an dem ich jetzt stehe, rufe ich alle auf, die mich hören – die jungen Leute, die aus dem Krieg heimgekehrt sind und wissen, dass sie den Preis des nächsten Kriegs zahlen müssten, die jüdischen und die arabischen Bürger, die Anhänger der Rechten und der Linken: Haltet einen Moment inne! Blickt über den Rand des Abgrunds, bedenkt, wie nahe wir daran sind, alles zu verlieren, was wir hier geschaffen haben. Fragt euch, ob es nicht an der Zeit ist, uns aufzuraffen, aus der Lähmung zu erwachen, endlich das Leben einzufordern, das wir zu führen verdient haben.

Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama

 
Leser-Kommentare
  1. luigilamoroso hat völlig Recht, das Problem liegt in der kontinuierlich ansteigenden Angst und parallel dazu dem ansteigenden Hass auf beiden Seiten. Die Ursache hiefür war die weltweite Verfolgung der Juden, die aber auch wieder ihre Anfänge findet im jüdischen Glauben. Wenn sich ein Volk für das von Gott auserwählte Volk hält, dann sind alle anderen Völker die Deppen. Bitte, das nenne ich Ur-Rassismus oder was auch immer. Und diesen Urgedanken der Kriege unter den Völkern findet man auch in nahezu jeder anderen großen Religion.

    Wir leben heute im Zeitalter des Globalismus, also einer Zeit, in der die Menschheit anfängt endlich "zusammen zu wachsen". Es ist daher hoch an der Zeit, dass der Mensch sich Gedanken macht über eine gemeinsame Religion. Wenn wir Menschen schon nicht darum herum kommen und an ein übermenschliches Wesen glauben wollen, dann sollte dies eine uns nahe stehende Göttin sein und kein ferner Gott. Viele Urvölker haben ja an Göttin Erde geglaubt. Diese der Natur noch verbundenen Menschen haben gewusst, wieso.

    Die Welt steht heute mitten drin im "Krach der Kulturen" (man könnte auch "Krach der unterschiedlichen Interessen und Gedanken" hiezu sagen). Die heutigen Generationen werden keine Lösung hiezu finden, dessen bin ich mir heute schon sicher - der Kasten von Angst und Hass ist schon viel zu sehr verfahren. Ich sehe weltweit keinen einzigen Politiker, der auch nur einen Ansatz von Ahnung hat, wie man diesen Knoten des Schlamassels lösen könnte, außer mit dem Schwert. Doch die kommende Nachkriegsgeneration könnte endlich den Schritt hin zu einer einzigen Weltkultur wagen. Natürlich wird auch dies nicht friedlich abgehen. Aber die Menschen, die den nun heran eilenden Umwelt-Holocaust überleben, werden sich wahrscheinlich zu diesem Schritt entschließen (müssen), so im Sinne von "Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende!" Und nach 3 bis 4 Milliarden Toten in den kommenden 40-50 Jahren wird es auf ein paar Millionen Tote mehr oder weniger nicht mehr ankommen. Auch die Weltrevolution wird ihre eigenen Kinder fressen.

    Und dieser Wahnsinn findet seinen Ausgangspunkt in unserem Gestern und Heute. Letztendlich werden wieder die Linken Panzer gegen die Rechten Panzer aufmarschieren, weil Linke Ideologen die Rechten Ideologen so sehr hassen und umgekehrt, so dass sie nicht mehr miteinander reden wollen oder können, .... und dann werden beide Heere in der von beiden Seiten angerichteten Umweltkatastrophe ersaufen. Und wieso? Weil jeder Partei die Vernichtung der anderen Ideologie oder meinetwegen des Glaubens wichtiger war, als der vorsorgliche Umgang mit den Schätzen von Mutter Erde.

  2. 2. Und

    den Hass immer weiter steigert, kaum, das war nicht der Sinn des Satzes.
    Daniel Carmon, beigeordneter UNO Vetreter Israels meinte wenn die Palästinenser keine Raketen benützen würden, wenn...
    Es gab auch Zeiten wo die Palästinenser keine Raketen benutzten, was hat es gebracht.
    Ich meine wir haben uns des Problems nach dem Krieg entledigt indem wir einfach die Rachegelüste der Juden transferierten...nach Palästina.
    Wir haben bei der Nabka, den Palästineser die Hand nicht gereicht, wir haben deren Familien im Sand stehen lassen, ohne Hilfe und ...ohne Entschädigung.
    Das Problem sind nicht die Palästineser, das Problem sind wir gewesen...und das Unrecht was wir taten.
    Die Juden trauen keinem mehr auf der Welt, das kann ich gut nachvollziehen nachdem wissentlich kein KZ Zufahrtsgleis zerbombt wurde, trotz besseres Wissens.
    Da müssen wir eben Vetrauen schaffen und Ängste abbauen. GW Bush hat das Gegenteil mit seiner Politik getan, das meint eben auch Tony Judt, Israel hat jetzt mehr Angst als Vorher!
    Weil eine Identifîkation stattfand zwischen den USA und Israel, der Extremdogmatischen Rechten in Israel und der Extremdogmatischen Rechten in den USA.
    Dogmatismus ist Fanatismus, ein Schwert. Aus dem Teufelskreis muss der nahen Osten raus...bitte ohne Waffen.
    Der Hass nimmt im Moment immer nur zu, bei jeder Splitterbombe im Libanon welche hochgeht, bei jedem umgebrachten Zîvilist in Afghanistan, bei jedem Unrecht was geschiet.
    Wir haben den Muslim eine Identität gegeben weil wir unser Herz verschlossen, früher waren unsere Armen unter der roten Fahne vereint, jetzt sind die armen Muslims unter der grünnen Fahne des Islams vereint.
    Die Karte liegt bei uns, den Urhebern des Problems. Der Spieltisch ist bereit für die nächste Runde, aber bitte kein Indianerpoker mit Glasperlen als Einsatz, Danke!

  3. 3. Rabin?

    Rabin war von 1992 bis 1995 Ministerpräsident. Das war eine besondere Situation.

    Den Palästinensern mangelte es zu dieser Zeit an Unterstützung. Der Ost-Bock war gerade zusammen gebrochen (1990) und Saddam Hussein war durch die Niederlage im Golfkrieg (1991) stark geschwächt. Zudem waren die Palästinenser in der arabischen Welt weitgehend isoliert, da sie Verbündete von Saddam Hussein waren. Palästinenser wurden damals aus vielen arabischen Staaten ausgewiesen.

    In dieser Situation hatten die Palästinenser gar keine andere Wahl, als eine weichere Linie gegenüber Israel zu fahren. Rabin hat versucht diese Gelegenheit zu nutzen.

    Als Saddam Hussein langsam wieder auf die Beine kam haben die Palästinenser natürlich wieder mehr auf Konfrontation geschaltet. Zudem wurde die Verbindung zwischen Saddam und den Palästinensern nicht mehr so kritisch gesehen und die Unterstützung kam auch wieder aus den anderen arabischen Staaten.

    Im Irak sind die Palästinenser aber bis heute sehr unbeliebt, weil sie Verbündete des Unterdrückers Saddam Hussein waren und dieser die Palästinenser stark bevorzugte. Als die Iraker noch unter schwerem Mangel in Folge des Golfkrieges litten, hat Saddam die Palästinensern schon wieder massiv unterstützt. z.B. mit 25000 US-Dollar für Selbstmordattentate, kostenloser Krankenversorgung usw..

    Einiges von dem "Oil for Food" Geld das eigentlich der irakischen Bevölkerung zu Gute kommen sollte, landete bei den Palästinensern. Das haben die Iraker nicht vergessen.

    Daraus könnte man schon lernen, das die Palästinenser zu einer weicheren Linie bereit sind, wenn man sie gründlich isoliert. Der dramatische Rückgang bei den Selbstmordattentaten in Israel seit Saddams Sturz deutet auch in diese Richtung. J.S.

  4. Dafuer kaempfe ich, ihre Ansichten des ewigen Krieges zu bekaempfen!

    Sie sagen es ja offen: sie wollen immer wieder Krieg, Krieg, Krieg!

    Ihnen geht es dabei dann wunderbar, als Kriegsprofiteur!

    Schande, Schande ueber Sie!

  5. Helfen wird es ihnen nicht sie zu verstehen, lieber luigilamoroso.

    Sie müssen sich trotzdem keine Sorgen machen, Israel und die freie Welt wird nicht untergehen und sie auch weiter beschützen und verteidigen.

    [ Wir können leider nicht alle Verweise auf andere Internetseiten prüfen. Bitte haben Sie Verständnis, dass Links gelöscht werden. gez. Die Redaktion ]

  6. Zur Zeit glaubt die islamische Welt sie könne Israel mittelfristig vernichten. Dieser Grössenwahn macht leider einen grossen Krieg in naher Zukunft sehr wahrscheinlich.

    Vielleicht wollen Israels "Nachbarländer" nach diesem Krieg aufhören Irans Spielball zu sein.

    • plamen
    • 11.11.2006 um 23:58 Uhr

    Neulich Deradiokultur eigeschaltet (sinngemäß): TROTZ INTERNATIONALER PROTESTE, setzt die die Israelilische Armee [sie heißt IDF ihr Kulturis, so wie Hamas Hamas heißt und Hisbola Hisbola, aber auch das ist ein Teil der Manipulation] ihre Operation [....]

    Und neulich bei der Tagesschau (sinngemäß): im Lebanon protestierten [...] gegen das MASSAKER [...]

    Ich habe mir erlaubt, die Propagandastellen hervorzuheben.

    Selbst die ZEIT schreibt kein Wort über die Hintergründe der Tragödie, die auch viele Grundsatzfragen aufwerfen, insbesonders in einem Staat, das per Gesetz jedes Passagierflugzeug bei Terrorverdacht abschießen darf.

    Schalom,
    P, der mit Doitschern nur auf jiddisch kommunizieren würde

  7. 8. Rabin

    wurde nicht von Palästinser umgebracht, es wäre langsam an der Zeit dass Fanatiker das annehmen täten.
    Fanatiker gibt es auf beiden Seiten und Guy Bedos, ein französicher Kabarettist meinte: Oh lieber Gott, befreie uns bitte von den Religionen!
    Vielleicht gar nicht so falsch, und es wäre gut mal den Ausführungen von Finkelstein und Silbermann zu folgen welche die Archelogie der Bibel nachgestellt haben, sehr instruktiv!

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  • Quelle DIE ZEIT, 09.11.2006 Nr. 46
  • Kommentare 53
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  • Schlagworte Israel | Opfer | Avigdor Lieberman | David Grossman | Palästinenser | Syrien | Iran
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