DIE ZEIT : Können Sie einem jungen Menschen noch guten Gewissens empfehlen, Arzt zu werden? Mediziner bei der Arbeit: Besonders geeignet fürs Management BILD

Andreas Tecklenburg : Na klar, allein die Ausbildung ist einmalig. Wo sonst bekommen Sie ein Studium generale der Naturwissenschaften geboten und lernen so hautnah den Menschen kennen. Mit dieser Vielfalt an Kenntnissen und Fähigkeiten stehen einem hinterher viele Türen offen. Das Studium ist zwar anstrengend, aber es gibt einem viel.

DIE ZEIT : Und der Beruf?

Tecklenburg : Ist einer der interessantesten überhaupt. Man wird gebraucht, nicht selten geht es um Leben und Tod, Entscheidungen von großer Tragweite sind gefragt – oft innerhalb von Sekunden. Da kommt keine Langeweile auf.

DIE ZEIT : Dennoch haben Sie den Arztberuf an den Nagel gehängt und sind Klinikmanager geworden. Weshalb?

Tecklenburg : Das war eher Zufall. Schon als Assistenzarzt in der Anästhesie habe ich gern organisiert, damit die Arbeit besser und reibungsloser abläuft. Als Referent eines Ärztlichen Direktors habe ich dann intensiv über das Management von Krankenhäusern nachgedacht.

DIE ZEIT : Mit welchem Ergebnis?