Al-Dschasira Lautsprecher im Nachrichtenkrieg

Konkurrenz für CNN und BBC: Mit seinem neuen englischsprachigen Programm will der arabische Nachrichtensender al-Dschasira an der politischen Deutung der Welt teilhaben.

Eine Uhr zählt die letzten Sekunden rückwärts. … 50 … 49 … 48 … Dann setzt ein Streichorchester ein und breitet einen elegischen Klangteppich aus. … 19 … 18 … Trommeln übernehmen. Mit ihrem te tahh ta, te tahh ta treiben sie die Null herbei. Es ist Zeit. »Wir schreiben den 15. November 2006. Es ist Tag eins einer neuen Ära.« Vor einem riesigen Flammenlogo auf blauem Grund treten zwei Moderatoren vor die Weltöffentlichkeit und stellen einen neuen, globalen Nachrichtensender vor: »Al Jazeera English«.

Die beiden Männer mag in Deutschland niemand kennen, aber international haben Shiulie Ghosh und Sami Zeidan schon viele Fernsehpreise gewonnen. Und so präsentieren sie den neuen Sender von der ersten Sekunde an als Antwort auf die britische BBC und das amerikanische CNN. Al Jazeera English will es den westlichen Journalisten zeigen. Von jetzt an sollen sie die Welt nicht mehr alleine deuten dürfen.

Für den Zuschauer ist nicht zu erkennen, wie weit sich hinter den Kameras das Nachrichtenstudio ausbreitet. Es ist so groß wie eine Turnhalle und von einer Lichtinstallation bis in die letzte Ecke durchfärbt. Die Galerie im ersten Stock ist gerade in rotoranges Licht getaucht, während der Boden in tiefem Blau erstrahlt. Blau wie ein Ozean. Als hätte jemand Steine in dieses Wasser geworfen, verteilen sich die Tische der Nachrichtenchefs, Redakteure und Techniker darauf. Die Verantwortlichen haben geschlossene Kreise bekommen, während ihre Zuarbeiter an gebogenen Tischen sitzen, die sich wie Wellen um die Chefs und die Moderatoren ausbreiten.

Es ist das modernste Studio, das es auf der Welt gibt, und sein technisches Prunkstück ist eine 21 Meter lange Videowand. Am Ende einer zwei Jahre dauernden Vorbereitung haben mehr als 700 Frauen und Männer aus 45 Nationen auf diesen Moment hingearbeitet. Mehr als 300 Journalisten wurden eingestellt, Büros in fast 30 Staaten eröffnet. Bis zu eine Milliarde Dollar soll der Aufbau gekostet haben. Von seinem Hauptquartier in Doha am Persischen Golf und drei weiteren Sendezentren in Washington, London und Kuala Lumpur aus wendet sich Al Jazeera English an ein globales Publikum, und auch in Deutschland ist der Sender von der ersten Minute an über das TV-Kabel oder über Satellit zu empfangen.

+++ 22. November. 150 Menschen kommen in Bagdad durch Bombenattentat ums Leben +++ Dieses Ereignis beherrscht das ganze Abendprogramm. Tagsüber wurde stundenlang die Trauerfeier für den ermordeten libanesischen Politiker Pierre Gemayel übertragen. Deutschland kommt nicht vor.

Es ist ein gewagtes Experiment: ein West-östlicher Diwan, satellitengestützt und von einer muslimisch-westlichen Mannschaft aufgebaut. Das englische al-Dschasira will sich mit CNN und BBC messen und ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer globalen Öffentlichkeit, in der jeder an den wichtigsten Ereignissen im Moment des Geschehens teilnehmen kann. So wird der Sender Kultur und Ästhetik, Wissen und politische Werte aus allen Ecken der Welt in alle Ecken der Welt verbreiten. Er wird seine Zuschauer verändern – und damit die Gesellschaften, in denen sie leben.

In so einer Situation zählt jedes Wort. Deshalb schweigt Jamal El-Shayyal erst einmal, drückt einen Teebeutel am Rand seines Pappbechers langsam mit dem Finger aus, sucht einen Mülleimer, und auch danach blickt er noch einen Moment nach innen. Auf Sendung zu sein schlaucht ihn sichtlich. Als Redakteur des Middle East Desk muss er täglich Geschichten aus dem Nahen und Mittleren Osten auswählen und anrecherchieren. Er ist eine der großen jungen Hoffnungen im Sender.

Nun beugt er sich unrasiert und mit tiefen Augenringen über seinen Tee. Sein Blick gleitet immer wieder durch die Kantine des Senders. Ein paar Dutzend Kollegen, vor allem Briten, sitzen auf den weiß-gelben Stühlen, auberginefarbenen Polstern, orangefarbenen Hockern. Die Cafeteria ist weitläufig wie ein Wartesaal und eingerichtet wie eine Mischung aus Ikea und Starbucks, also frei von arabischen Einflüssen.

Schließlich sagt El-Shayyal: Westliche Medien würden nie »aus der Sicht der Menschen, die dort leben«, berichten, sondern »über sie«. Er sagt es eindringlich, kontrolliert und mit festem Blick. El-Shayyal ist es ganz offensichtlich nicht gewohnt, das Opfer zu geben, und so formuliert er nicht in der Form einer Klage, sondern in der Sprache nüchterner Analyse. Der westliche Journalismus schicke eben »wohlerzogene, gut ausgebildete, weiße Mittelschicht-Reporter« nach Afrika oder in den Nahen Osten. Wer er ist und wo er steht, darüber hat El-Shayyal in den vergangenen Jahren oft gebrütet. Debattiert. Geschrieben. El-Shayyal ist Brite – und Muslim. Er ist Fan des Fußballclubs FC Chelsea und bekennt offen – was könnte durchschnittlicher für jemand in seinem Alter sein –, er entspanne sich gern bei dem Autorennen Burnout an seinem Computer.

Aber das hat ihn nicht aufgehalten. Ihn doch nicht. Nach der Schule hat El-Shayyal in London Wirtschaft, Hebräisch und Arabisch studiert, und nicht erst mit seinem Abschluss war er bereit für den Absprung in die westliche Leistungsgesellschaft. Er hatte ihn mit Anfang 20 längst geschafft.

Schon während seines Studiums war er Sprecher einer großen Muslim-Organisation, schrieb Analysen für das britische Außenministerium, gehörte zu einem Beratergremium des Londoner Bürgermeisters, war Kandidat für die Labour-Partei bei den vergangenen Kommunalwahlen und wurde als erster Muslim in den Vorstand der National Union of Students, der britischen Studentenvereinigung, gewählt. Integrierter und erfolgreicher kann ein Einwandererkind kaum sein.

Trotzdem hat El-Shayyal vor kurzem auf seiner persönlichen Seite im Internet geschrieben, er habe das Gefühl, er müsse »als Muslim in Großbritannien immerfort« seine »Existenz rechtfertigen«. Deshalb habe er begonnen, »einen guten Teil des Glaubens in die britische Gesellschaft zu verlieren«. Dann hat er seine Koffer gepackt und das Ticket nach Qatar gekauft, um es dem Westen vom Persischen Golf aus zu zeigen. Mit dessen Technik. Mit dessen Methoden. Und mit seinem Glauben, dass, wer die Welt ändern will, die Art und Weise ändern muss, wie über sie berichtet wird.

Von außen sieht sein Sender ziemlich unspektakulär, um nicht zu sagen lächerlich klein aus. Im Staub eines riesigen Geländes ist nur eine flache weiße Kiste mit vielleicht 70 Meter Kantenlänge zu sehen, die zwei Etagen hat und ein albernes blaues Mansarddach trägt. Doch wer dort drinnen anfangen wollte, musste – wie auch Heidi Thiemanns – alles hinter sich lassen. Die einzige Deutsche in Doha gehört zur Abteilung »Programs«, wo sie Reportagen und Sendungen jenseits der aktuellen Nachrichten vorbereitet.

Früher war sie Produzentin unter anderem für den deutsch-französischen Kulturkanal Arte und sowieso schon immer eine Globetrotterin. Zuletzt betrieb sie eine eigene Firma und saß in ihrem eigenen Büro. Stattdessen teilt sie sich jetzt im ersten Stock von Al Jazeera English einen Raum mit 20 Kollegen, und wie die meisten hat sie einen Arbeitsplatz, auf den gerade mal ein Bildschirm, eine Tasse Kaffee und ein paar Unterlagen passen. So üppig die Ausstattung der Studios ist, so spartanisch ist der Rest.

»Zweieinhalb Wochen nachdem ich die Zusage hatte, habe ich in Doha angefangen. In der Zeit habe ich mein Büro in Deutschland geschlossen, meine Wohnung gekündigt und meine Möbel eingelagert«, erzählt sie. Dann kam sie nach Qatar und begann sich mit ihrem Arbeitsvertrag in der Hand ein neues Leben aufzubauen. »Ohne Arbeitsvertrag bekommt man keine Aufenthaltsgenehmigung und damit auch kein Bankkonto.« Selbst private Briefe muss sie sich an die Adresse ihres Arbeitgebers schicken lassen, weil es in Qatar keine funktionierende Post gibt, die nach Hause liefern würde.

Wenn Thiemanns das Büro dann doch mal zum Schlafen verlassen will, ruft sie einen Fahrer an, der sie in ihre Mietwohnung in einem umzäunten und bewachten Wohngebiet bringt. In diesen so genannten Compounds wohnen die meisten Ausländer, die frisch nach Doha kommen, aber wer sich einmal eingewöhnt hat, zieht oft weiter in andere, normale Viertel, wie ein Mitarbeiter der deutschen Botschaft erzählt. So weit ist Thiemanns allerdings noch nicht. Immerhin überlegt sie inzwischen, ob sie sich ein eigenes Auto zulegen sollte. Zum Beispiel einen Porsche Cayenne, wie ihn manche Kollegen schon vor dem Sender stehen haben.

+++ 23. November. Zwischen den Nachrichten läuft ein Werbespot von Omega, einem Hersteller von Luxusuhren. +++ Generell ist Reklame rar, und wenn, dann preisen internationale Konzerne ihre Wolkenkratzer, Flugreisen und Luxusgüter an.

Kein Auto könnte die ökonomische Lage in Qatar besser erklären als ein Porsche Cayenne. Qatar ist der größte Gasexporteur der Welt, noch vor Norwegen und Russland, und die herrschende Al-Thani-Familie hat es verstanden, diesen Reichtum breit unter den gerade einmal 250000 Qatarern zu verteilen. Zur Hochzeit bekommt jeder ein Grundstück geschenkt, und weil der Alltag in dem weitläufigen Wüstenstaat ohne Auto nicht würdevoll zu bewältigen ist, sorgt der Emir dafür, dass die Preise für Neuwagen ein Drittel oder mehr unter den Preisen in Europa liegen. Auch Ausländer profitieren davon, und so wurde Thiemanns ein Angebot gemacht, ob sie einen gut ausgestatteten Porsche Cayenne für umgerechnet 36.000 Euro kaufen wolle. In Deutschland steht der Wagen für Preise zwischen 50.000 und 120.000 Euro beim Händler.

Den überwiegenden Teil der Gasmilliarden nutzt der Emir von Qatar allerdings, um die bis vor wenigen Jahren verschlafene Hauptstadt in irrer Geschwindigkeit in eine Metropole am Persischen Golf zu verwandeln. Allein in den vergangenen drei bis vier Jahren sind nördlich der alten Innenstadt mehr als 30 Wolkenkratzer entstanden. Während an jedem zweiten noch die Baukräne stehen, sind Dutzende weitere längst genehmigt, und dass in dieser Eile ein paar Rohbauten abgebrannt sind, hält in Qatar niemanden auf. So gesehen fällt eine geschätzte Milliarde Dollar für den Aufbau des Senders Al Jazeera English finanziell nicht ins Gewicht. Politisch dafür aber umso mehr.

»Al Jazeera English könnte eine der wichtigsten Nachrichtenquellen der Welt werden und tatsächlich den weltweiten Informationsfluss verändern«, meint Rudolf Stichweh. Er ist Soziologieprofessor in Luzern und hat viele Aufsätze sowie ein viel beachtetes Buch über die Zukunft der Weltgesellschaft geschrieben. Auch der Medienwissenschaftler Kai Hafez glaubt, dass der neue Sender »ein Brückenmedium zwischen dem Mittleren Osten und dem Westen werden kann«. Hafez forscht seit Jahren in Erfurt über den kulturellen Austausch durch Medien und beriet lange Zeit auch das Auswärtige Amt. Eine seiner Erfahrungen ist, dass »die bis jetzt etablierten Medien, die eine internationale Reichweite haben, am Ende doch auf ihr Heimatpublikum, also national, ausgerichtet sind. Hier hat das englische al-Dschasira einen wirklich neuen Ansatz.«

Wer die Zuschauer des Senders auf einem Globus sucht, muss sich mit einer neuen Landkarte vertraut machen. Einer Landkarte, die sich nicht an Staatsgrenzen orientiert (siehe Grafik Seite 20). »Der Sender wendet sich an den globalen Süden und an die Info-Elite«, sagt Hafez. Vor einigen Jahren haben die britischen Autoren John Micklethwait und Adrian Wooldrige versucht, diese Info-Elite näher zu beschreiben. In ihrem Buch A Future Perfect: The Challenge and Hidden Promise of Globalization zählten Unternehmer, Computerexperten, Wissenschaftler, Politiker, Journalisten, Intellektuelle und Künstler zu dieser Elite und gaben ihr den Namen: »Kosmokraten«. Ihre Zahl schätzten sie auf bald 40 Millionen Menschen. Dazu kommen die englischsprachigen Muslime, Inder und Chinesen in den großen Küstenstädten, die zusammen ein Milliardenpublikum ergeben. Und nicht zuletzt wendet sich der Sender auch an jene politisch Interessierten in Europa und den USA, denen die Auslandsberichterstattung ihrer nationalen Sender zu gering oder zu einseitig ist.

+++ 23. November. Wichtiger als die Wahlen in den Niederlanden sind bei Al Jazeera English eine Flut in Kenia und die Kämpfe auf Sri Lanka zwischen Regierungstruppen und den Tamilen-Rebellen. Sport kommt in den Nachrichten fast gar nicht vor. +++

Die Vorgeschichte von Al Jazeera English reicht eigentlich volle zehn Jahre zurück, als der Emir von Qatar, Sheikh Hamad Bin Khalifa Al-Thani, den arabischsprachigen Sender al-Dschasira gründen ließ. Dieser Kanal hat wie kein zweiter die Weltöffentlichkeit je nach Standpunkt erbost oder euphorisiert, sodass es al-Dschasira auf einer Welle der Erregung mittlerweile zur fünftbekanntesten Marke der Welt geschafft hat. Hinter Apple, Google, Ikea und Starbucks. Dabei hatten die Redakteure im Jahr 1996 nicht einmal den Anspruch, über die Region hinaus zu wirken. Es wäre wohl auch zu vermessen gewesen. Stattdessen sagte Vorstandschef Hamad Bin Thamar einmal, er hoffe, der Sender werde »wie ein Virus sein, das sich ausbreitet«, um die Pressefreiheit in den arabischen Raum zu tragen. Und selbst das erschien Mitte der neunziger Jahre wie ein Versuch, nach den Sternen zu greifen.

Denn in der arabischen Welt gab es bis vor zehn Jahren so gut wie keine unabhängigen Journalisten. In Abu Dhabi ist der Chef der staatlichen Nachrichtenagentur bis heute so etwas wie ein Regierungssprecher, und wer die Polizisten vor arabischen Medienhäusern sieht, weiß nicht so recht, ob sie die Journalisten beschützen oder bewachen.

»Ob al-Dschasira am Ende ein staatliches oder ein privates Medium ist, ist schwer einzuordnen«, sagt der Medienwissenschaftler Hafez. Einerseits übernehme der Emir von Qatar einen großen Teil der Kosten. Andererseits habe er sich bislang noch bei keiner Gelegenheit in redaktionelle Belange eingemischt. Es genüge ihm offensichtlich, durch al-Dschasira an politischem Einfluss zu gewinnen. Denn der Sender habe Qatar auf die weltpolitische Bühne gehievt. So trat der Emir von Qatar erst vor zwei Wochen als Stimme der arabischen Welt im Europaparlament auf. Und einer seiner Verwandten führte kürzlich die Verhandlungen für die ganze Arabische Liga über eine UN-Resolution zum israelisch-palästinensischen Konflikt. Das ist für Qatar eine stattliche Dividende im Gegenzug für die Pressefreiheit bei al-Dschasira.

Der Sender konnte seinerseits zu einer vernehmlichen Stimme in der arabischen Welt heranwachsen, auch im Westen ist er mittlerweile einem Millionenpublikum bekannt. Zwar schaltet hier kaum jemand ein – aber die zum Teil unglaublichen Vorwürfe gegen al-Dschasira machten schnell die Runde: Manipulation, Beihilfe zum Terror, Spionage. Sechs arabische Staaten wiesen seine Korrespondenten aus. US-Präsident George W. Bush bezeichnete al-Dschasira als »Sprachrohr von bin Laden«, weil der Terrorist seine Botschaften immer wieder an die Korrespondenten des Senders übermittelt habe. Auch wenn der amerikanische Präsident kaum als neutraler Kritiker des Sendebetriebs durchgeht, fest steht: Bei al-Dschasira kommen die Zuschauer so ungefiltert zu Wort, dass auch wohlmeinende Beobachter in dem Sender gelegentlich einen »Wutverstärker« sehen.

Angesichts dieser Vorgeschichte ist das weltweite Interesse an den neuen Programmmachern immens. Im Falle des englischen al-Dschasira sorgt der arabische Muttersender für größtmögliche Starthilfe und stellt doch zugleich auch eine sehr ernst zu nehmende Belastung dar. Würde die gesendete Wut der arabischen Straße einfach ins Englische übersetzt, könnte dies die Weltöffentlichkeit vielleicht einen Moment lang irritieren, aber danach bliebe wohl nur Langeweile. Deshalb knüpft der Soziologe Rudolf Stichweh seine optimistische Prognose für Al Jazeera English an mehrere Voraussetzungen: »Ein Erfolg wird der Sender nur, wenn er organisatorisch stabil bleibt. Und wenn es ihm gelingt, selbstbestimmt, verlässlich und glaubwürdig zu arbeiten.« Verlässlich und glaubwürdig nennt es Stichweh – die Mitarbeiter von Al Jazeera English benutzen meistens das Wort »fair«, um ihre journalistische Grundhaltung zu beschreiben. Doch was heißt das genau? Das englische al-Dschasira muss sich von seinem »Mutterkanal« absetzen, um im Westen akzeptiert zu werden – aber ohne aus genau diesem Grund von der arabischen Welt als Verräter angesehen zu werden. Ob beides gelingt, wird über den Erfolg entscheiden.

+++ 24. November. Josh Rushing, der Militärexperte des Senders, schätzt im Gespräch mit Moderator David Marasch die Lage im Irak ein. +++ Hochrangige US-Politiker sprechen nicht mit dem englischen al-Dschasira. Rushing war früher U.S. Marine und Pressesprecher der US-Armee im Irak-Krieg.

Der neue Sender muss sich in einer Zeit beweisen, in der erbittert um die Rolle der Medien in der Globalisierung gestritten, teilweise sogar gekämpft wird. Sind Medien im »Krieg gegen den Terror« die Lautsprecher des nationalen Interesses? Gibt es sogar den information warfare, eine Kriegführung mit Hilfe der Medien, bei der Reporter letztlich selbst zu militärischen Zielen werden? In dem preisgekrönten Dokumentarfilm Control Room über den Beginn des Irak-Kriegs sagt ein Reporter des arabischen al-Dschasira sichtlich bewegt, er sei zwar Journalist, aber in diesem Konflikt auch Muslim, und deshalb könne er nicht neutral sein. Noch tiefer in den Krieg gezogen wurde der Sender, als sein Büro in Bagdad bei einem US-Luftangriff zerstört wurde und ein Reporter ums Leben kam. Nie ließ sich der Eindruck ausräumen, das sei mit Absicht geschehen. Denn al-Dschasira hatte die Koordinaten zuvor an das US-Militär übermittelt, um sich zu schützen.

Auch wenn der information warfare nicht so weit geht, dass Medien heute generell einer kriegführenden Partei zugeordnet werden, ist doch nicht zu übersehen, dass eine wachsende Zahl von Regierungen ein strategisches Interesse daran hat, Medien in ihrem Sinne einzufärben (siehe Infografik Seite 20). Es muss gar nicht so weit gehen wie jene Mischung aus Patriotismus und Hysterie, die viele US-Journalisten nach den Anschlägen vom 11. September 2001 zeigten. Sie hefteten sich Anstecknadeln ans Jackett, die eine US-Flagge zeigten, jemand hielt vor laufender Kamera ein Gewehr hoch und kündigte an, er werde Al-Qaida-Führer Osama bin Laden töten, wenn er ihm begegne.

Jenseits dieser sichtbaren Preisgabe journalistischer Standards räumten führende Journalisten der New York Times und der Washington Post im Rückblick auf die Zeit vor dem Irak-Krieg ein, »einseitig«, »leichtgläubig« und »unangemessen« berichtet zu haben. Man sei »ehrerbietig« gegenüber George W. Bush gewesen und habe »in ernsten Zeiten keine Auseinandersetzung mit dem Präsidenten« führen wollen. Auch Todd Gitlin, ein bekannter Medienkritiker und Professor an der Columbia-Universität in New York, sagt: Natürlich habe sich die US-Regierung »bemüht, die Nachrichten in ihrem Sinne zu beeinflussen. Wichtiger aber war, dass viele Reporter unter allen Umständen vermeiden wollten, als unpatriotisch zu gelten. Dem Journalismus hat das einen schweren Schlag versetzt.«

Zudem ist es keineswegs nur die US-Regierung, die Journalisten für ihre Außenpolitik einspannt. Die russische Regierung startete den englischsprachigen TV-Sender Russia Today, und die deutsche Bundesregierung finanziert seit Jahrzehnten die Deutsche Welle.

Unterdessen glaubt der französische Außenminister Dominique de Villepin, er müsse medial noch weiter aufrüsten. Er klagt, britische und US-amerikanische Medien seien damit beschäftigt, »Lügen und Verleumdungen« über sein Land zu verbreiten. Zur Abwehr solcher Angriffe schlägt Staatspräsident Jacques Chirac vor, Frankreich solle »stärker im Bilderkampf vertreten sein«. So erklärt es sich, dass die französische Regierung einen eigenen globalen Nachrichtenkanal in französischer Sprache unterstützt, der den Namen France24 tragen und in den kommenden Wochen seinen Betrieb aufnehmen soll.

Wie neutral können Medien überhaupt noch sein? Unter Experten wird kaum eine Frage intensiver diskutiert. So mancher neigt inzwischen der Ansicht zu, dass jedem Medium eine nationale oder regionale Färbung anhafte. Nur in der Zusammenschau könne so etwas wie Objektivität entstehen. Bei dem englischen Programm von al-Dschasira liegen die Dinge indes noch sehr viel komplizierter.

Wie ein Netz ohne eindeutiges Zentrum ist der Sender organisiert. Glasfaserkabel ziehen sich rund um den Globus durch die vier Sendezentren und von dort zu den Punkten, an denen das Programm an jene Kabel- und Satellitenbetreiber übergeben wird, die das Programm bis zum Zuschauer transportieren. Natürlich ist Doha nicht nur der juristische Sitz, sondern auch das größte Sendezentrum, aber London, Washington und Kuala Lumpur sind beinahe genauso wichtig.

Der Versuch, die wichtigsten Regionen der Welt in einer Senderstruktur abzubilden, führt derzeit allerdings zu deutlichen Brüchen im Programm: Weil die Nachrichten mal in Doha und mal an den drei anderen Standorten zusammengestellt werden, verändert sich nicht nur die Gewichtung, sondern auch die Aufmachung. Ein geschlossener Gesamteindruck fehlt – und damit die klare optische Senderkennung.

Wer die Nachrichten selbst betrachtet, kann den Eindruck gewinnen, die Reporter in Washington und Kuala Lumpur seien noch gar nicht richtig einsatzbereit, so sehr dominieren die Meldungen und Live-Sendestrecken aus dem Nahen Osten. Derweil hat sich das Londoner Büro als Topnachricht aus Europa tagelang mit dem vergifteten Exspion aus Russland beschäftigt. Die regelmäßig wiederkehrende Sendung Witness wird in London zusammengestellt und zeigt Dokumentationen, die das dortige Team für besonders gelungen hält. Doch warum dort eine Reportage über eine Polizistin in Afghanistan lief, die viel besser in die Frauensendung Every Woman aus Doha gepasst hätte, erklärt wohl nur das Eigenleben der Standorte.

Andrew Neil, der frühere Herausgeber des britischen Wirtschaftsmagazins Economist, sieht diese Schwächen. Er berät den Sender gemeinsam mit sieben Kollegen in einem journalistischen Beirat, dem auch Josef Joffe, Herausgeber der ZEIT, angehört. Trotz aller Kritik an den ersten Tagen ist Andrew Neil sehr zuversichtlich: »Man kann so etwas nicht im Probebetrieb lösen. Das Wichtigste ist, sie haben den Start geschafft.« Jetzt bestehe die Chance, den Sender zu formen. Auch »die eigene Perspektive kann erst mit der Zeit kommen«. Was Neil so gelassen beschreibt, ist die eigentliche Existenzfrage für den Sender. Die Frage der Haltung, der journalistischen Balance. Noch ist nicht ausgemacht, welche Fraktion sich durchsetzt: die engagierten »Anwälte des Südens« oder die Journalisten, die internationaler und besser sein wollen als CNN oder BBC, aber weiter an das westliche Ideal eines unparteiischen Beobachters glauben. Es ist ein Machtkampf, der nicht nur mit Worten ausgetragen wird, sondern auch über die Personalpolitik. Von der einen Seite gibt es Klagen über das britisch dominierte Management, von der anderen über mangelnde Professionalität. Mehrere Fälle sind inzwischen so eskaliert, dass sie von einem internen Schiedsgericht bereinigt werden müssen.

+++ 24. November. Am Vortag hat sich eine 68-jährige Palästinenserin im Gaza-Streifen in die Luft gesprengt. Die Reporterin sagt, die alte Frau habe offenbar entschieden, »to take action«, auf diese Art ein Zeichen zu setzen. +++

Die Fraktion des »globalen Südens« verlässt sich darauf, dass Ibrahim Helal als stellvertretender Nachrichten- und Programmchef möglichst viel Einfluss gewinnt. Abgesehen vom Intendanten Wada Khanfar ist Helal der hochrangigste Manager, der nicht Brite, US-Amerikaner, Kanadier oder Australier ist. Wenn Helal über die Entstehung des englischsprachigen Senders spricht, dann erinnert er sich an den Beginn des Irak-Krieges 2003. Damals war er Chefredakteur des arabischen Mutterkanals. »Wir haben damals viele tausend E-Mails und Anrufe aus dem globalen Süden bekommen, die uns fragten, was wirklich los sei. Einige Staaten haben uns sogar gebeten, ein Büro bei ihnen aufzumachen. In ihrer Landessprache und in Englisch. Die hätten sogar alle Kosten übernommen.« Deshalb sei es geradezu ein »moralischer Auftrag«, denjenigen eine Stimme zu verleihen, »die nicht gehört werden«. Vor diesem Hintergrund hofft er, dass das englische al-Dschasira »die Agenda bestimmt«.

Bestimmen, was wichtig ist, Ereignisse beleuchten, erwähnen oder übergehen. Das macht jeder Journalist. Aber viele im Sender machen es aus ganz anderem Antrieb als Helal.

Der Prominenteste unter ihnen arbeitet im Londoner Sendezentrum an der Knightsbridge. Es liegt direkt am Hyde Park, von dessen südöstlicher Ecke aus eine Fußgängerampel über die Straße führt. Dann sind es nur noch ein paar Meter, vorbei am Lanesborough Hotel, das aussieht, als sei es früher einmal das Stadthaus eines Adeligen gewesen. Auf der Hotelrampe parken Rolls-Royce vor Ferrari vor Mercedes-Limousinen, und wer beim nächsten Haus abbiegt und in den Keller fährt, steht vor den Türen des englischsprachigen al-Dschasira.

Dort schlurft an jenem Morgen David Frost über den Gang. Es ist elf Uhr, und er ist nur ins Haus gekommen, um seine Sendung aufzuzeichnen: Frost over the World. Auf dem Weg zu seinem Büro kommt er auch an dem noch abgedunkelten Studio vorbei, in dem er nachher sitzen wird. Die beiden Sofas sind bereits aufgebaut. So ist es immer bei Frost, immer eins gegen eins. Dafür hat er sich mit einem ungeheuer blauen Nadelstreifenanzug gerüstet. Vor den gedeckten sandfarbenen Teppichen und Möbeln wirkt das beinahe clownesk. Aber auf dem Bildschirm kann David Frost fast alles tragen. Er ist Anfang 70 und eine Ikone des britischen und US-amerikanischen Fernsehens.

Wer interviewte die letzten sieben Präsidenten der USA und die letzten sechs Premierminister von Großbritannien? David Frost. Wer entlockte dem ehemaligen US-Präsidenten Richard Nixon als Einziger vor laufender Kamera das Geständnis, die Bespitzelung der Demokratischen Partei in der Watergate-Affäre habe dem Ansehen der USA geschadet und sei Unrecht gewesen? David Frost. Über Jahrzehnte hat er die Politiker, Filmstars und Künstler zu sich auf die BBC-Couch gebeten – und dabei ein geradezu legendäres Adressbuch zusammenbekommen. Noch bei der BBC, so erzählen es Kollegen, habe man einmal in der Vorbereitung seiner Sendung den Eindruck gehabt, ein Interview mit dem US-Präsidenten wäre gerade interessant, worauf Frost zum Telefon gegriffen und wenige Minuten später »den George« am Apparat gehabt habe.

+++ 1. Dezember. Der Sender macht wieder ein großes Geheimnis um den Gast von »Frost over the World« an diesem Abend. +++ Zuletzt standen Tony Blair und der afghanische Präsident Hamid Karsai Rede und Antwort.

David Frost ist fraglos das Aushängeschild von al-Dschasira sowohl für das britische wie auch für das amerikanische Publikum. Er macht sich keine großen Gedanken darüber, was die aus Doha senden. Er macht, was er am besten kann, und zwar auf seine alte, bei der BBC nicht mehr so geschätzte Art.

Er führt Gespräche. »Im Programm werden die Gäste sagen können, was sie wollen. Und diese Freiheit habe ich auch, nehme ich an.«

Nein, eine Stimme des globalen Südens ist David Frost wahrlich nicht und will es auch nicht sein. Vor Jahrzehnten hat er als Kabarettist angefangen und gegen die Mächtigen gestänkert, jetzt gibt er große Gartenpartys, deren Gästeliste seinem Adressbuch ähnelt, und witzelt darüber: »Ich würde nicht sagen, dass ich jetzt zum Establishment gehöre. Vielmehr hat sich das Establishment mir angenähert.«

Frost steht beim englischen al-Dschasira trotzdem nicht nur für sich selbst. Er steht mit seinem Lebenswerk für einen Journalismus, der sich Zeit lässt. Der höflich, aber hartnäckig ist. Dem die Einschaltquote wichtig, aber nicht alles ist. Und damit für viele Journalisten, die beim englischen al-Dschasira angefangen haben. Sie sind so, wie Frost in früheren Jahren war. Sie sind die Kurzatmigkeit der internationalen Nachrichten auf CNN und BBC satt. Die Informationshetze. Die ausufernden Wetternachrichten, Börsenkurse und Sportberichte.

Bei jedem dieser Stichwörter verdreht Juliana Ruhfus zustimmend die Augen. Die Deutsche hat über Jahre als freie Journalistin gearbeitet und lange Reportagen über Kindersoldaten in Sudan, den Umsturz auf Haiti und über Stammesmilizen im Jemen gedreht. Sie sagt: »Auf BBC1 gibt es beispielsweise fast keine Auslandsberichte mehr. Was alle wirklich wollen, sind feel-good shows mit hohen Einschaltquoten. Ein halbstündiger Bericht über den Krieg im Kongo animiert eben nur wenige dazu, in der Werbepause darüber nachzudenken, sich ein Auto zu kaufen. Seit der Wettbewerb im digitalen Zeitalter ständig härter wird, ist der Zuschauer König – und deshalb gibt’s weniger und weniger Auslandsberichte.«

Auch in Deutschland findet man halbstündige Auslandsreportagen vornehmlich nach Mitternacht, wenn nur noch Bettflüchtige fernsehen. Doch jetzt glaubt Ruhfus, einen Platz gefunden zu haben – und sie hofft auf ein Publikum, das auf diese Art des Fernsehens gewartet hat. Von Ruhfus zu sehen war bisher ein Film über die Verflechtung zwischen Sport, Politik und dem organisierten Verbrechen in Kasachstan. »Mir war aufgefallen, dass drei Kandidaten, die Präsident des Nationalen Olympischen Komitees werden wollten, ermordet wurden, kurz nachdem sie bekannt gaben, dass sie sich zur Wahl stellen würden«, erzählt Ruhfus. Daraufhin fuhr sie nach Kasachstan und breitete hinterher ihre Fakten aus, kennzeichnete Vermutungen als Vermutungen und machte sich sogar auf die Suche nach dem Mann, dem diese Morde vorgeworfen wurden. Alles so sachlich wie möglich.

Zwischen den Vertretern des globalen Südens und des alten Westens eine redaktionelle Linie zu finden ist die heikelste aller Aufgaben – und im täglichen Geschehen muss sie der Nachrichtenchef lösen. Steve Clark sitzt in Doha vor einer Weltkarte, und wenn er den Kopf nur ein bisschen dreht, kann er von seinem Bürostuhl im ersten Stock des Sendezentrums auf die Inseln im blauen Ozean mit den Moderatoren und Redakteuren im Nachrichtenstudio schauen.

Steve Clark sieht müde aus und versucht sich diesen Ausdruck mit der Hand aus dem Gesicht zu wischen. Aber es dauert doch einen Moment, bis er diese kühle »Britishness« hervorgeholt hat. Diese kerzengerade Unerschütterlichkeit. Dann erläutert er, was das englische al-Dschasira ausmachen soll. »Wir sind entschlossen, den Strom der Informationen vom Süden in den Norden umzudrehen. Wir sind entschlossen, von Orten über die Welt zu berichten, an die andere nicht gehen.«

Er selbst sei in neun afrikanischen Staaten aufgewachsen und wisse gut, dass es mehr von diesem Kontinent zu berichten gebe als »Aids, Hunger und Krieg«. Dieser Nachsatz klingt, als ob er ständig Signale an die Fraktion des »globalen Südens« aussende, weil ihm in diversen Internet-Foren vorgeworfen wird, er sei ein Mann des Westens und viel zu israelfreundlich. Dann kehrt er auf sicheren Grund zurück. Im Nachrichtengeschäft gehörten politische Überzeugungen nicht auf den Schirm. »Ich halte mich nicht für voreingenommen, und ich hoffe doch, dass ich niemals irgendwelche Vorurteile gezeigt habe.«

Kein moralischer Anspruch? Keine politische Vision? Keine persönliche Agenda? Als würde er nicht ganz verstehen, sagt er dazu nur: »Ich bin Journalist, seit ich 18 Jahre alt bin.« Und dann dekliniert er durch, wie er die Nachrichten von allen Begriffen, die er als wertend empfindet, säubern will. »Wir werden das Wort Märtyrer für Selbstmordattentäter nicht benutzen.«

Gibt es Terroristen?

»Das Wort Terrorist wird nur in Zitaten vorkommen. Denn des einen Terrorist ist des anderen Freiheitskämpfer.«

Was ist das Lager in Guantánamo?

»Wahrscheinlich eine Verletzung der Genfer Konvention.«

Eine Menschenrechtsverletzung?

»Ja.«

Was ist Hamas in Palästina?

»Eine politische Partei mit einem militärischen Flügel. Genauso wie Hisbollah im Libanon.«

Wer kämpft gegen die Vereinigten Staaten im Irak? Aufständische oder Widerstandskämpfer?

»Widerstandskämpfer, denn genau das sind sie.« Spätestens an diesem Punkt wird deutlich, wo Clark in der Nachrichtensprache einen Kompromiss zwischen der britischen Tradition und seinen Kollegen aus dem arabischen Raum sucht. Damit sich alle daran halten, hat er auch eine Liste ausgegeben, die im täglichen Geschehen noch erweitert wird.

Sein Kollege und britischer Landsmann, der junge Muslim El-Shayyal, sagt, er beteilige sich an der Debatte und habe gerade vorgeschlagen, das Wort »Vergeltungsmaßnahme« zu diskutieren, wenn es um Angriffe der Hamas auf israelisches Gebiet ginge. »Denn in dem Wort steckt bereits drin, dass Israel den Konflikt begonnen hat und im Unrecht ist.«

El-Shayyal meint es ernst damit, wenn er sagt: »Die Worte, mit denen Medien die Welt erklären, bestimmen unser Bewusstsein.« Und er hoffe, das englische al-Dschasira sei ein Weg, die »Kluft zwischen dem Westen und der muslimischen Welt zu überbrücken«.

+++ »Israelischer Luftangriff tötet zwei Palästinenser – Selbstmordattentäter verletzt zwei israelische Soldaten im Gaza-Streifen.« +++

In dieser Meldung enthält sich al-Dschasira jeglicher Propaganda. Sollte das am Ende die Lösung sein, mit der alle leben können? Um beinahe jeden Preis sachlich zu sein? Vor der nächsten Eskalation in Nahost gibt es darauf keine wirkliche Antwort.

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Im Internet
http://english.aljazeera.net/News - Al-Dschasira auf Englisch »

 
Leser-Kommentare
    • plamen
    • 05.12.2006 um 2:12 Uhr

    es gibt schon den wdr!

    p.

    • plamen
    • 05.12.2006 um 2:19 Uhr

    es gibt schon den wdr!

    p.

    • anamin
    • 03.12.2006 um 22:46 Uhr

    Rundfunkgebühren, für was kann ich leider nicht beantworten aber mit Sicherheit kann ich sagen, für Nachrichten die kein Mensch braucht. Beispiel ARD Tagesthemen von letzter Beobachtung 16 minuten Nachrichten über die Münchner Synagoge ! der Rest 14 minuten Weltnachrichten.
    Guten Abend GEZ

    • stroor
    • 06.12.2006 um 10:44 Uhr

    Das Interview im Tagesspiegel mit dem Chefredakteur Ahmed Sheikh von al-Dschasira lässt die Deutung einiger politischer Sachverhalte schon erahnen.
    [ Wir können leider nicht alle Verweise auf andere Internetseiten prüfen. Bitte haben Sie Verständnis, dass Links gelöscht werden. gez. Die Redaktion ]

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