Schule Ins Schwimmen geraten
Politiker klagen, dass viele muslimische Schülerinnen den Turn-, Schwimm- und Sexualkundeunterricht boykottieren. Stimmt das überhaupt?
Boykottieren muslimische Schüler die deutsche Schule? Entziehen sie sich auf Druck ihrer Eltern bestimmten Fächern und bleiben Klassenreisen fern? Glaubt man Politikern und Integrationsexperten, ist die Antwort eindeutig. Es sei nicht hinnehmbar, kritisiert die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), dass islamische Familien ihre Kinder vom Turnunterricht abmelden. Stehe in Biologie Sexualkunde auf dem Lehrplan, würden Kinder für krank erklärt. In Schulen mit hohem Anteil ausländischer Schüler, weiß Böhmer, würden keine Klassenfahrten mehr unternommen, weil muslimische Schülerinnen regelmäßig nicht mitfahren dürften.
Ihr Parteikollege Bundestagspräsident Norbert Lammert spricht von »vorgetäuschten Gründen«, mit denen »vielen muslimischen Mädchen« die Teilnahme am Sportunterricht verweigert werde. Und auch die Türkische Gemeinde Deutschlands findet es nicht akzeptabel, »dass Schülerinnen eine faktische Befreiung vom Schwimm-, Sport-, Biologie- und Sexualkundeunterricht ermöglicht wird«.
Hier geht es um weit mehr als nur den Unterricht in Fächern, die wenig im Mittelpunkt des pädagogischen Interesses liegen. Bedroht scheint das Recht auf Bildung für alle Kinder, das für das Selbstverständnis der deutschen Schule zentral ist. Deshalb wundert es nicht, wenn Innenminister Wolfgang Schäuble den islamischen Unterrichtsboykott zum Gegenstand der laufenden Islamkonferenz macht. Schon bei der ersten Sitzung im September war genau über dieses Thema Streit ausgebrochen: Kapituliert die deutsche Schule vor den religiösen Sonderwünschen muslimischer Eltern?
Wer sich die Mühe macht, dieser Frage einmal genau nachzugehen, erlebt Überraschungen. Eine Recherche in sechs Stationen.
Unwissende Behörden
Die Antwort kann kein Berliner Ministerium geben. Denn Bildung ist Ländersache. Beim gegebenen Thema böte sich als Beispiel Bremen an, das Land mit den meisten Migrantenschülern in Deutschland. Hier dürfte die Absenz muslimischer Schüler bei Sport, Aufklärungsunterricht und Klassenfahrten am größten sein.
Doch überraschenderweise weiß die Behörde von nichts. »Es gibt hin und wieder Vorkommnisse, aber die sind sehr selten«, sagt Rainer Gausepohl nach Rücksprache mit den Fachleuten im Haus. Lediglich zwei Bitten um Freistellung vom Schwimmunterricht habe die zuständige Abteilung im vergangenen halben Jahr behandelt. Die Antworten der anderen Bundesländer – Baden-Württemberg (»Kein übergeordnetes Problem«), Hessen, Nordrhein-Westfalen und Bayern (»Einzelfälle«), Schleswig-Holstein (»Nicht zu quantifizieren«), Hamburg (»Die größten Schwierigkeiten hatten wir mit christlichen Fundamentalisten«) – ähneln sich bis in den Wortlaut.
Natürlich dringe nicht jede Auseinandersetzung bis zur Behörde vor, heißt es oft. Viele Angelegenheiten regelten die Schulen in Eigenregie. »Aber wenn es sich um ein größeres Problem handeln würde, bekämen wir es ganz sicher mit«, sagt Brigitte Ohlms, in der nordrhein-westfälischen Schulverwaltung zuständig für Migranten. »Wir haben permanent Kontakt zu unseren Schulen.«
Das Ergebnis der Umfrage erstaunt. Ist das Problem kleiner als gedacht? Oder verschweigen die Schulen schamhaft ihr Katzbuckeln vor dem Islam? Jedenfalls hat keine einzige Bildungsverwaltung konkrete Zahlen zu dem integrationspolitisch brisanten Thema gesammelt. Mit einer Ausnahme: Berlin.
Berliner Verhältnisse
Der Senator in der Hauptstadt hieß bis vor kurzem Klaus Böger. Er führte das wohl schwierigste Bildungsressort der Republik. Schulen wie Rütli, Migrantenquoten von 100 Prozent, Dutzende von muslimischen Religionslehrern, die unter Islamismusverdacht stehen: Da heißt es Bescheid wissen und Härte zeigen. Bereits 2005 hat Böger eine Umfrage gestartet, um herauszufinden wie viele Kinder im laufenden Schuljahr dem Schwimmunterricht ferngeblieben waren. Antwort: 68, fünf davon aus religiösen Gründen. Der Senator traute den Angaben der Schulen nicht und ordnete an, dass in Zukunft nicht mehr die Schulleiter, sondern nur noch die Behörden Dispens von Schwimmkursen erteilen dürfen.
Viel Arbeit bekamen Bögers Beamte nicht, wie eine erneute Umfrage Anfang dieses Jahres belegt. In drei Monaten lagen ganze vier Anträge auf Befreiung vor, zwei wurden abgelehnt, zwei bewilligt. Auch damit gab sich Böger nicht zufrieden. Warum lernt in Migrantenstadtteilen wie Kreuzberg mehr als ein Viertel aller Kinder in der Schule nicht schwimmen, während im bürgerlichen Zehlendorf nur fünf Prozent Nichtschwimmer bleiben? Für den damaligen Senator ein klarer Hinweis auf die Schulverweigerung religiöser Migranten.
Liest man seine Zahlen genauer, bietet sich jedoch eine ganz andere Erklärung an: In Kreuzberg bringt nur jedes vierte Kind schon aus dem Elternhaus Schwimmerfahrungen mit, im Gesamtberliner Durchschnitt dagegen jedes zweite. Soziale Herkunft zählt also nicht nur beim Lesenlernen, sondern auch im Wasser. Gegen die Verweigerungsthese spricht außerdem, dass die Nichtschwimmerquote in Migrantenvierteln bei Jungen genauso hoch ist wie bei Mädchen.
Für die Richtigkeit vom Unterrichtsboykott als islamistische Massenbewegung liefert Berlin also bisher keine Hinweise. Doch die Hauptstadt ist nicht typisch. Obligates Schwimmen findet in Berlin in der Regel nur in der Grundschule statt, die hier von Klasse eins bis sechs dauert. Da fängt das Alter erst an, in dem fromme Musliminnen Körper und Kopf vor Männeraugen schützen und Sexualkunde heikel wird.
Instabile Faktenlage
Die Experten müssen ihre These also mit anderen Quellen stützen. Nur mit welchen? Das Büro der Integrationsbeauftragten verweist auf eine Studie, herausgegeben vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). Das ist jene Behörde, welche die Islamkonferenz organisiert. Endlich Fakten, möchte man meinen und freut sich über die Autorin: Necla Kelek, die sich dadurch verdient gemacht hat, dass sie hinschaut, wo andere weggucken.
Repräsentative Daten finden sich in der Expertise jedoch nicht. Kelek machte Beobachtungen, sie sprach mit Lehrern, Schülern, Pädagogen, besuchte Schulen, für die Untersuchung sind es fünf. Probleme mit Sexualkunde kann keine von ihnen vermelden, zwei allenfalls geringfügige Schwierigkeiten mit Schwimmen oder Klassenfahrten (die Haupt- und Realschule Bunatwiete in Hamburg-Harburg und die Erika-Mann-Schule in Berlin-Mitte). Auch der Schulleiter der Moses-Mendelssohn-Schule in Berlin berichtet von einem reibungslosen Sportunterricht. Doch eine Schulsekretärin widerspricht: Früher habe es noch Anträge zur Unterrichtsbefreiung gegeben, »aber seit so viele Schülerinnen Kopftuch tragen, fragen wir gar nicht mehr. Es wird einfach akzeptiert, dass die nicht schwimmen gehen.« Und die Schulleiterin der Rudolph-Ross-Schule in Hamburg wird mit den Worten zitiert: »Klassenfahrten bekommen wir nicht mehr durch. Wenn es so weit ist, versucht etwa ein Viertel der Elternschaft, mit allen Mitteln eine Teilnahme ihrer Kinder zu verhindern.«
Bedrückende Aussagen. Keleks Fazit von »erheblichen Verweigerungsquoten« in deutschen Schulen stützen die Beispiele jedoch nicht. In ihrer Untersuchung schreibt die Autorin ja gerade, dass Fakten weitgehend fehlen und weitere Untersuchungen notwendig sind. In Interviews spricht sie jedoch davon, dass es in Deutschland mittlerweile akzeptiert werde, dass »Sechsjährige nicht mehr am Turn- oder Schwimmunterricht teilnehmen«.
Ein Boykott löst sich auf
Besuch der Berliner Moses-Mendelssohn-Schule in Berlin-Moabit, in der sich Necla Kelek für ihre Studie umgesehen hat. Ja, sagt Schulleiter Hartmut Blees, die Zahl der Kopftücher habe zugenommen, Mädchen ohne Bedeckung müssten sich mitunter sogar rechtfertigen. »Wir merken den wachsenden Einfluss der Religion«, erzählt Blees. Schwierigkeiten beim Sport jedoch gebe es kaum, das habe er Kelek auch gesagt. Die Kopftuchmädchen turnten mit, und vom Schwimmen brauche sich aus einem einfachen Grund niemand abzumelden: Das Fach sei seit vielen Jahren ein Wahlkurs. Hat die Schule das Problem Schulverweigerung dadurch gelöst, dass Schwimmunterricht nicht mehr als Pflichtveranstaltung angeboten würde? Auch dies sei nicht der Fall, sagt Blees. Als der Schulleiter erfährt, dass Kelek sich mit der Aussage, an seiner Schule gebe es einen Schwimmboykott, auf eine »Schulsekretärin« beruft, ist er irritiert: Zur Zeit des Besuches von Kelek habe im Sekretariat eine Vertretung gesessen. Die könne zum Thema ganz sicher keine Auskunft geben.
Auch die Recherche an der Hamburger Rudolph-Ross-Schule bringt Widersprüchliches zutage. Machen renitente islamische Eltern an seiner Schule das Reisen schwer? Stufenleiter Michael Irle, zuständig für die Klassen sieben bis zehn, weiß davon nichts. Im vergangenen Jahr habe es ein paar Mädchen gegeben, die nicht hätten mitfahren wollen. Vielleicht berufe sich Kelek darauf. Aber das sei eine Ausnahme gewesen, sagt Irle: »Im Gegenteil, wir haben bei uns im Viertel das Gefühl, dass die Mädchen verwestlichen.« Um sich zu versichern, geht Irle durch die Klassen und zählt die Kopftücher. Er kommt auf 9 bedeckte Köpfe bei 171 Schülerinnen. Eine Schule, in der strenggläubige Jugendliche den Lehrern das Leben schwer machen, sieht anders aus.
Frauenschwimmen für Musliminnen
Ist der islamische Schulboykott also ein Phantom, unkritisch in die Welt getragen von Journalisten und Politikern? Das kann nicht sein. Erneut stürzt man sich in Anfragen, sucht in Bremen, Hamburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen nach Schulen mit einem hohen Migrantenanteil. Nach 15 weiteren Gesprächen mit Rektoren und Stufenleitern ergibt sich folgendes Bild: Probleme mit dem Sexualkundeunterricht existieren demnach nicht, im Sport sind sie marginal. »Wegen der Verletzungsgefahr müssen Mädchen mit Kopftuch die Nadeln, die den Stoff zusammenhalten, durch ein Gummi ersetzen. Dann können sie regulär mitturnen«, sagt stellvertretend für viele Schulleiter Klaus Wendland von der Hamburger Haupt- und Realschule Königstraße.
Mehr Arbeit macht den Lehrern mitunter das Schwimmen, insbesondere dort, wo der Sport mit der Pubertät kollidiert. Mal ist es ein Mädchen pro Klasse, mal sind es fünf, die nicht unter männlichen Blicken ins Wasser steigen wollen. Einige Migrantenschulen begegnen dieser Schwierigkeit so, wie es die Rechtsprechung ermöglicht (siehe Kasten): Sie unterrichten getrenntgeschlechtlich, wie die Gesamtschule Kirchdorf in Hamburg-Wilhelmsburg. Wo sich dies nicht einrichten lässt, schicken Lehrer muslimische Schülerinnen zum Frauenschwimmen, das mittlerweile viele Badeanstalten in Ausländervierteln anbieten. Die Schülerinnen müssten dann eine Bescheinigung aus dem Schwimmbad mitbringen, sagt Werner Sprack, Rektor an der Hauptschule Jürgens Hof in Herne, »wer dies nicht macht, bekommt eine Sechs«. Im vergangenen Jahr hätten 14 Mädchen den Kurs belegt. »Das hat hundertprozentig geklappt«, sagt Sprack.
Spezifisch islamisch ist der getrennte Sportunterricht von Jungen und Mädchen in diesem Alter keineswegs. Beim Schwimmen und Turnen werden auch in Schulen ohne Migranten die Mädchen und Jungen nach der Grundschule häufig in zwei Gruppen getrennt. Gleiches gilt punktuell für den Sexualkundeunterricht. In Bayern und Baden-Württemberg findet der Sportunterricht sogar von Klasse fünf beziehungsweise sieben an grundsätzlich getrennt statt. »Wir wollen vor allem den pubertierenden Mädchen ersparen, sich zweideutigen Anspielungen oder geschlechtsbezogenen Hänseleien auszusetzen«, heißt es aus dem baden-württembergischen Kultusministerium.
Angst vor der Klassenfahrt
Auch das Problem der Klassenfahrten ist nicht unlösbar. Tatsächlich berichten manche der befragten Brennpunktschulen davon, dass sich ein (wenn auch kleiner) Teil der Migranteneltern weigert, ihre Kinder auf Reisen zu schicken. Mitunter fehlt es am Geld, und nicht überall steht ein Sozialfonds für die Bedürftigen bereit. Häufiger jedoch wollen die Eltern ihre Töchter vor den – in der Regel eingebildeten – Verführungen bewahren, die den Kindern auf solchen Fahrten drohten. Betrunkene Schüler und nächtliche Besuche in den Schlafzimmern gehören zu den Schreckensvorstellungen streng muslimischer Eltern.
»Gerade die Mädchen wachsen in traditionellen Elternhäusern sehr behütet auf. Passiert etwas, sehen diese die Ehre der ganzen Familie bedroht«, sagt Sibel Besir, Islamkundelehrerin am Bremer Schulzentrum Koblenzer Straße. Allein nach religiösen Linien verlaufe der Konflikt jedoch keineswegs, berichtet Besir. So gebe es Mädchen aus säkularen Elternhäusern, die zu Hause bleiben müssten, während Kopftuchträgerinnen ohne Diskussion mitfahren dürften.
Wie oft in solchen Fällen bestellt der Schulleiter auch im Bremer Schulzentrum die Eltern ein und versucht sie mit allerlei Versicherungen – strenges Alkoholverbot, getrennte Schlafräume, vegetarische Angebote auf der Speisekarte – dafür zu gewinnen, ihnen ihre Kinder anzuvertrauen. Andere Schulen lassen muslimische Mütter und Studenten mitfahren oder bitten islamische Imame sowie Sozialarbeiter, die Eltern von der Bedeutung einer Reise für die Klassengemeinschaft zu überzeugen. Die Überzeugungsarbeit ist nicht immer erfolgreich. »Doch je besser die Kontakte der Schulen zu Migrantenvereinen, Moscheen oder Stadtteilmüttern sind, desto einfacher fällt es, die Eltern zu überzeugen«, sagt Dorothea Bender-Szymanski vom Deutschen Institut für Internationale Pädagogische Forschung, die Frankfurter Schulleiter zum Thema »Integration« befragt hat.
Die wahren Probleme
Die These vom breiten Unterrichtsboykott muslimischer Eltern scheint nicht haltbar. Dringend notwendig sind aber, wie Necla Kelek fordert, empirische Untersuchungen. Nach bisherigen Erkenntnissen gibt es an vereinzelten Schulen mit sehr vielen Migrantenschülern Versuche, sich dem koedukativen Schwimmunterricht zu entziehen. Die meisten Lehrer und Rektoren lösen dieses Problem jedoch mit Prinzipienfestigkeit (in Grundschulen), oder sie lassen sich eine alternative Lösung einfallen. Von einer Kapitulation vor dem wachsenden Islamismus kann keine Rede sein.
Dies bedeutet allerdings nicht, dass die rund 700.000 muslimischen Kinder in Deutschland in der Schule gut zurechtkämen. Im Gegenteil: Ihr Bildungsabsturz ist dramatisch, aber nicht wegen ihres religiösen Hintergrundes, sondern weil sie aus armen Familien stammen, in denen kein deutsches Buch steht, ständig türkisches Fernsehen läuft und sich niemand nach den Hausaufgaben erkundigt. Alle befragten Schulen berichten von abnehmenden Deutschkenntnissen, miserablen Zeugnissen und Chancenlosigkeit der Jugendlichen, eine Lehrstelle zu finden. Angesichts dieses Schulversagens, sagt der Rektor der Dortmunder Hauptschule Lützowstraße, sei die punktuelle Abmeldung vom Schwimmunterricht »zweitrangig – nein viertrangig!«.
Der Vorwurf der bewussten Integrationsverweigerung von (muslimischen) Migranten ist mittlerweile eine feste Argumentationsfigur in der deutschen Öffentlichkeit und Politik. In vielen Fällen stützt sie sich indes auf Vermutungen oder Einzelbeobachtungen. So fordern Politiker wie Edmund Stoiber immer wieder, Migranteneltern, die ihre Kinder vor der Einschulung nicht zu Deutschkursen schickten, müssten bestraft werden. Indes, es gibt diese Eltern kaum. Hessen, das Bundesland mit den längsten Erfahrungen mit der vorschulischen Sprachförderung, vermeldet eine Beteiligungsquote von 94 Prozent. Der gleiche Befund trifft auf den Deutschunterricht für Erwachsene zu, die so genannten Integrationskurse, welche die Kommunen seit zwei Jahren bundesweit anbieten. Die Nachfrage übertrifft bei weitem das Angebot.
Fazit: Die Schuld für das Schulversagen von Migranten bei den Betroffenen selbst und ihrer Religion zu suchen mag die deutsche Politik entlasten. Die Bildungsprobleme lassen sich mit dieser Strategie kaum lösen.
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- Datum 07.12.2006 - 13:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 07.12.2006 Nr. 50
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Sicher auch nur ein Einzelfall.
wurde das in Liter gemessen, bei dem Quantum wären Fuder eine angepasstere Masseinheit gewesen. Und die lebten 80 Jahre, vielleicht weil si kein Schweinefleisch assen.
Nun war es interressant die Meinungen herzuhören, die Mentalität hat sich noch kaum verändert. Zwar sickert so langsam bei der CIA durch, dass die letzten 30 Jahre unmengen an Fehler am Islam gemacht wurden. Und die wollen das nun ändern.
CIA steht ja mal für Intelligence.
je mehr sich die geschichten des islamischem propagandablättchens zeit von der realität entfernen desto besser.
neues deutschland hat ja auch irgendwann niemand mehr ernst genommen.
das ganze brd systerm entwickelt sich eh immer mehr zu einer ddr 2.0.
@dollhopf
'Der muslimische Gott'
Wir alle entstammen einem göttlichen Ursprung, den wir durch verschiedene Betrachtungsweisen zu verstenhen versuchen. Diese Betrachtungsweisen nennen wir Weltreligionen. Es steht uns völlig frei, uns für eine dieser Betrachtungsweisen zu entscheiden ('Die Heilswege aller Religionen führen ans selbe Ziel.' P. Willigis Jäger OSB). Außer dem vermitteln alle Weltreligionen die Selben werte: Mitgefühl und Tolernaz ('Das Selbstverständnis aller Religionen beruht auf Brüderlichkeit, Schwesterlichkeit und Mitgefühl.' S.H. Der XIV. Dalai Lama).
'15 junge Frauen waren in einer Mädchenschule in Mekka verbrannt, nachdem sie am Verlassen des Gebäudes gehindert worden waren, weil sie nicht ordnungsgemäß verschleiert gewesen waren.' Quelle: Katarina Tomasevski, Jahrbuch Menschenrechte 2005, Surkamp Verlag Ich will Ihre Dankbarkeit allerdings nicht überstrapazieren. Darum überlasse ich es Ihrer eigenen Koranfestigkeit, die Surenverse zu benennen, die jene wackeren Feuerwehrleute anleiteten.'
Als jemand, der den Koran gelesen hat sage ich, es gibt keinen Surenvers, der 'jene wackeren Feuerwerleute' anleitete. Der Koran schreibt den Frauen Kopftuch und Schleier nicht vor. Das sind uralte Traditionen die von Menschen geschaffen wurden und deren ursprünglicher Zweck es war, die Frauen vor Hitze und Vergewaltigung zu schützen, die aber leider heute von vielen Männern Zwecks Kontrolle und Machtausübung missbraucht werden.
Was den Koran betrifft, so gibt es da ein ähnliches problem wie bei uns im Mittelalter mit der Bibel: viele Menschen in den islamischen Ländern können den Koran nicht lesen. Nicht weil er in einer ihnen fremden Sprache geschrieben ist, sondern weil sie Analphabeten sind. Daher lassen sie sich den Koran von Imamen vorlesen und interpretieren. Das Problem dabei: Jeder Imam interpretiert anders und viele Imame vertreten eine fundamentalistische Sichtweise, die der Lehre des Koran widerspricht. Sie sehen, Herr dollhopf, gäbe es in den islamischen Ländern nicht so viele Analphabeten, bräuchte man keine Imame ('Der Koran ist in arabischer Sprache geschrieben. Folglich können wir alle ihn verstehen und brauchen keine Imame.' Muammar al Gaddhafi).
Langer Rede kurzer Sinn: Das Problem ist nicht die Religion an sich, sondern der Mensch, der die Religion zu seinen Zwecken manipuliert und instrumentalisiert.
Mit freundlichen grüßen
IronMonkey
P.S. An alle Diskussionsteilnehmen, die sich hier die Köpfe einschlagen: In großem Zorn schreiben sie ihre Beiträge. Dadurch wird aus einer Sachlichen Diskussion ein kindischer Streit. Richtig sachlich zu diskutieren heißt, die Meinung anderer zu akzeptieren und respektieren, auf andere zu zugehen und gemeinsam Ansätze für die Lösung von Problemen zu finden.
'Denk über deine eigenen Gefühle und Empfindungen nach und betrachte dann die anderen als dir gleich.' S.H. Der XIV. Dalai Lama
Gratulation Herr Spiewak. Ein einziger recherchierter Artikel kann manchmal den Glauben an die Journalisten wieder herstellen, der über Wochen, bei allen Meinungs- und Kommentartexten ohne Belege verloren zu gehen drohte. Danke.
Über Ihren Beitrag kann gestritten werden und wer Ihnen nicht glaubt, kann sogar selbst nachschauen, aber die Mühen allein verdienen uneingeschränkte Anerkennung!
Ja. Und das Croissant verdanken wir der Belagerung Wiens durch eine türkische Armee im Jahr 1683. Nachdem Polenkönig Sobieski und Herzog Karl von Lothringen in letzter Minute die Türken zurückgeschlagen hatten, schufen die Wiener Bäcker zur Feier des Sieges ein halbmondförmiges Gebäck - das Croissant eben. Aber das interessiert Herrn Spiewak in diesem Zusammenhang auch nicht. Sie?
Womit wir wieder bei dem Thema wären, wie weit Deutschland gekommen ist, nachdem die 68er, und Frau Roth von den GRÜNEN, mit den alten deutsche Tugenden Pflichtbewusstsein, Verantwortungsgefühl, Treue, Streben Edlem und Schönem, Dichten und Denken gründlich aufgeräumt haben. 'Eine große Zivilisation wird nicht von außen erobert, bevor sie sich von innen zerstört hat.'
Ich sehe immer noch keine vom Quran untermauerte Tat! Weder in der Ehrenmord- noch in der Verbrennungsopfersache!
Zudem habe ich Sie nach Belegen zu Ihrer Behauptung(s.meinen vorhergehenden Kommentar) befragt. Dies war keine Antwort. Allerdings sehe ich eines: Leute sehen, was sie sehen wollen - ohne jegliche Vernunft und Recherche. Stammtischparolen fuers Volk. Alles andere ist uninteressant!
Nach ihrer Logik und ihrem Zynismus muss man die Demokratie, die Menschenrecht und all die Vertreter(im Westen) verfolgen und verurteilen, denn schliesslich hat diese Ideologie den Tod von min. 600000 Menschen zu verantworten und das in kuerzester Zeit. Da sind einige Ehrenmorde nichts im Vergleich zu. Sie koennten mich ja nach Belegen fuer meine Aussage fragen, inwiefern unsere Ideologie dafuer verantwortlich ist, aber dies ueberlasse ich Ihrer eigenen Demokratiefestigkeit, die entsprechenden Artikel zum Massenmord zu benennen, die jene wackeren Heilsbringer anleiteten!
(Ich hoffe Sie haben den Zynismus bemerkt!)
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