Entwicklungshilfe Eldorado im Armenhaus
Der Boom der Biotreibstoffe kommt den Agrarländern zugute – vielleicht.

Das Unglück kommt aus der Tiefe, und es hat einen unverschämten Preis: Fast 40 US-Cent. So viel kostet derzeit ein Liter Erdöl, doppelt so viel wie vor drei Jahren. Den Autofahrern tut das weh, aber auch jenen, die sich ein Auto gar nicht leisten können: Millionen Menschen in den Entwicklungsländern, die täglich mit dem Gegenwert von ein paar Dollar auskommen müssen. Für sie macht das teure Öl das Kochen mit Kerosin teurer und das Licht, die Busfahrt zur Arbeit und den Transport von Vieh zum nächsten Markt. Teures Öl könne »die Armen noch ärmer« werden lassen, schreibt die Afrikanische Entwicklungsbank.
Doch Not macht bekanntlich erfinderisch, und darum sind nicht alle Experten so pessimistisch. Steckt in dieser Ölkrise womöglich eine Chance – und zwar besonders für die Länder des Südens? Manchem Öl exportierenden Entwicklungsland hat der hohe Ölpreis schon heute ungeahnte Einnahmen beschert, Angola zum Beispiel. Die allgemein steigenden Rohstoffpreise haben armen Ländern erstmals zu ansehnlichem Wachstum verholfen. Doch auch für Agrarländer ohne solche Bodenschätze gibt es Hoffnung: Biosprit, also Diesel und Benzin aus Pflanzen. Er regt die Fantasie vieler Entwicklungspolitiker an. Technisch ist dieser Treibstoff längst etabliert – viele Autos in Brasilien fahren bereits mit Alkohol aus Zuckerrohr, Biodiesel aus Raps hat vielen deutschen Bauern neue Einkünfte verschafft.
Könnten die ärmsten Länder also zu Spritlieferanten der Zukunft werden? Könnten sie endlich von der Globalisierung profitieren? Oder erweist sich der Traum vom Grünen Gold am Ende als Albtraum, weil er doch an den Ärmsten vorbeigeht?
»Unser Kontinent sollte sich berufen fühlen, der wichtigste Anbieter von Biokraftstoffen zu werden«, rief Abdoulaye Wade seinen Landsleuten zu, der Präsident der Republik Senegal, als er im Sommer 2006 mit zwölf weiteren Nationen die Panafrikanische Vereinigung der Nicht-Öl-Produzenten gründete. Pflanzensprit sei eine Waffe gegen den in den Himmel schießenden Ölpreis und die Armut und den Terrorismus, versprach der Politiker. In der Washington Post sagte das Oberhaupt des muslimischen Staates sogar eine »grüne Opec« voraus.
Satte Ernten und geringe Kosten verschaffen armen Ländern Vorteile
Tatsächlich lockt mit dem Biosprit ein Multimilliarden-Dollar-Markt. In einer vielbeachteten Studie prophezeiten Wissenschaftler des Copernicus-Instituts an der Universität Utrecht dem Grünen Gold kürzlich größere Umsätze, als sie gegenwärtig auf dem globalen Agrarmarkt gemacht werden. Die aus Pflanzen gewonnene Kraft könne mehr als das Doppelte des heutigen Weltenergiebedarfs decken. 2020, schätzt die dem Bundeslandwirtschaftsministerium unterstehende Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe, könnte selbst hierzulande jeder vierte Liter Kraftstoff aus Biomasse gewonnen werden. Soll allerdings mehr Treibstoff vom Acker kommen, muss er importiert werden. Die deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit sagt voraus, dass sich die Tropenländer dann einen besonders großen Anteil sichern können. Satte Ernten und geringe Kosten verschafften ihnen wirtschaftliche Vorteile, die für Länder gemäßigter Breiten nur schwer erzielbar seien.
Nicht nur die Afrikaner wittern ihre Chance. Malaysia und Indonesien, Weltmarktführer in der Palmölproduktion, planen neue Plantagen, in denen ausschließlich Rohstoff für die Biodieselherstellung gedeihen soll. Thailand will in 15 Jahren ein Viertel seines eigenen Erdölbedarfs durch Pflanzenöl ersetzen. Brasilien, bereits größter Exporteur von aus Zuckerrohr gewonnenem Sprit für Benzinfahrzeuge, will mit Kraftstoff auf Sojabasis auch den Dieselmarkt erobern.
Der Boom hat viele Gründe. Teures Erdöl hat die Alternative vom Acker konkurrenzfähiger werden lassen. Sprit aus Pflanzen verringert die Abhängigkeit von Potentaten im Nahen Osten. Grüner Kraftstoff verbrennt sauberer als die schwarze Substanz aus der Tiefe. Und weil die Pflanzen bei ihrem Wachstum klimaschädliches Kohlendioxid absorbierten, so ihre Fans, seien sie sogar eine Waffe gegen die Erderwärmung.
All dies veranlasst heute die Regierungen von rund 30 Ländern, vor allem Industrienationen, durch Gesetze oder mit finanziellen Anreizen die Produktion und die Verwendung von Biokraftstoff anzukurbeln. Obwohl in Europa hergestellter Pflanzensprit trotz hoher Ölpreise immer noch teurer ist als Kraftstoff aus Erdöl, will die EU dafür sorgen, dass schon in Kürze fast sechs Prozent ihres Diesel- und Benzinverbrauchs biologischer Herkunft sind. Die US-Regierung will den Absatz von Biosprit von gegenwärtig 4 auf 7,5 Milliarden Gallonen im Jahr 2012 steigern. 100 Fabriken stellen in den USA bereits Ethanol aus Mais her, mehr als 50 sind im Bau und weitere 150 in der Planung. Das Wall Street Journal nannte den Run auf die Biokraftstoffe »die größte Investitionswelle im ländlichen Amerika«.
Zuckerrohr, Mais, Sorghum, Kassawa, Erdnüsse, Ölpalmen und ein Gewächs namens Jatropha, zu Deutsch: Brechnuss – aus diesen Pflanzen lässt sich der neue Treibstoff gewinnen, und sie alle wachsen in jenen Regionen bestens, denen Handel und Wandel bisher wenig nutzten: Südamerika, Ostasien und Afrika. Die Länder südlich der Sahara, im Armenhaus der Erde, sind für die Herstellung von Biosprit ein Eldorado. Die armutsgeschüttelte Demokratische Republik Kongo gilt als eine Supermacht für den Treibstoff der Zukunft.
Eine »einzigartige Chance« sieht deshalb die Internationale Energie Agentur. Die Pariser Behörde hat diverse Arbeitsgruppen eingerichtet, die sich mit dem entstehenden Bioenergie-Weltmarkt beschäftigen. Bei der Food and Agriculture Organization, der für Agrar- und Ernährungsfragen zuständigen UN-Organisation, ist sogar schon von einer »Bioenergie-Weltwirtschaft« die Rede. Der für die Dritte Welt zuständige EU-Kommissar Louis Michel lud die Südländer ein, die Chancen zu nutzen, die ihnen die staatliche verordnete Bioquote in Europa eröffnet – was allerdings schwer ist, denn Europa behindert den Ethanolimport, unter anderem mit hohen Zöllen zum Schutz der eigenen Bauern.
Trotzdem, der aus Pflanzen gewonnene Ölersatz biete den Armen »beachtliche Chancen«, sagt auch Joachim von Braun, Direktor des International Food Policy Research Institute (IFPRI), ein Think Tank mit Sitz in Washington. Er sieht eine doppelte Hoffnung. Bioenergie sei für zwei Milliarden Menschen eine Chance, die bisher kaum Zugang zu modernen Energien hätten, sagt der Agrarökonom. Der Anbau, die Ernte und die Verarbeitung dieser Rohstoffe verspreche ihnen außerdem Lohn und Brot.
Allerdings könnte es auch passieren, dass sich die vermeintliche Allzweckwaffe am Ende gegen ihre Nutzer richtet. Manche Biokraftstoffe sind ökologisch längst nicht so vorteilhaft, wie es das grüne Etikett vermuten lässt. So fällt der energetische Gewinn mitunter spärlich aus, wenn man richtig kalkuliert und die Düngung und Biomasseverarbeitung miteinrechnet. Beide beanspruchen viel Energie. Schäden in Form großflächiger Wasserverseuchung sind nicht ausgeschlossen. Von den Getreidefeldern des amerikanischen Mittleren Westens schwemmt schon heute Stickstoff in den Mississippi und lässt im Golf von Mexiko jeden Sommer eine so genannte Todeszone entstehen. Sauerstoffarmes Wasser, in dem kaum ein Meerestier überlebt, weil Tausende Meilen nördlich die Felder überdüngt wurden.
Energiepflanzen konkurrieren auch um Flächen, die bisher dem Anbau von Nahrungspflanzen oder dem Naturschutz vorbehalten waren. Umweltschützer fürchten, dass das vermeintliche Ökobenzin für den Norden den Niedergang des Urwalds im Süden beschleunigen könnte. Vom »Frankenstein-Sprit« und »Abholzungsdiesel« ist die Rede.
Noch größere Vorbehalte hegen jene, denen es nicht um Tiere und Pflanzen geht, sondern um Menschen. Schließlich hungern weltweit mehr als 800 Millionen, sechs Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben jährlich an den Folgen von Unterernährung. Könnte die wachsende Nachfrage nach Biosprit diesen Skandal noch größer machen? Die Getreidemenge für die Tankfüllung eines Mittelklassewagens mit Bioethanol könnte auch einen Menschen ein Jahr lang ernähren. Lester Brown, Präsident des Earth Policy Institute in Washington, prophezeit für die nahe Zukunft eine gefährliche Konkurrenz zwischen Mensch und Maschine: um Flächen, Wasser und Getreide. Die Kfz-Nutzer der Welt gegen zwei Milliarden Arme: Hungeraufstände seien möglich, meint Brown.
Steigende Lebensmittel-Preise lindern die Not in der Dritten Welt
Selbst im reichen Teil der Erde wird über solche Folgen bereits gestritten. Weil Raps- und Palmöl teurer geworden sind, warnt der britische Lebensmittelkonzern Unilever vor steigenden Preisen für Margarine – während der Verband der europäischen Nahrungsmittelindustrie Preissteigerungen für Getreide um bis zu elf Prozent für möglich hält. Mais ist in den vergangenen Monaten sogar schon um die Hälfte teurer geworden, nicht nur, aber auch wegen der Nachfrage amerikanischer Ethanolproduzenten, wie an der Chicagoer Börse tätige Brokerunternehmen mitteilen. Der Chefökonom des US-Landwirtschaftsministeriums spricht von »grundlegenden Veränderungen unserer Agrarökonomie«.
Die neue Ära hat Strahlkraft bis in den letzten Winkel der Erde. So wird laut Institut für Landwirtschaft und Handelspolitik in Minneapolis die wachsende Maisnachfrage der amerikanischen Ethanolproduzenten einen »dramatischen Rückgang« der US-Maisexporte zur Folge haben. Die Kolben, die in vielen Ländern des Südens als Grundnahrungsmittel dienen, würden dann teurer. Der Erdölpreis entscheidet über die Wirtschaftlichkeit des Biosprits und damit über den Preis des Essens.
Zerplatzt da wieder eine Hoffnung? Nicht unbedingt. Höhere Preise für Lebensmittel helfen den Bauern, auch denen in der Dritten Welt. Weil viele Arme von der Landwirtschaft leben, linderten steigende Preise sogar ihre Not, sagt IFPRI-Chef von Braun. Nachteile müssten allerdings die hinnehmen, die keine Überschüsse verkaufen könnten – es sei denn, die landwirtschaftliche Produktivität stiege drastisch an. Dies, und nur dies, könnte dafür sorgen, dass die nutzbare Landfläche der Erde ausreicht, um für beides zu sorgen: für Nahrung und Sprit.
Heute werden weltweit fünf Milliarden Hektar als Acker oder Weide genutzt, oft nur mit einfachsten Mitteln bewirtschaftet. Mehr Bewässerung und besseres Saatgut, womöglich auch gentechnisch manipuliertes, mehr Dünger, mehr Pflanzenschutzmittel und mehr Maschinen könnten den Flächenbedarf für die Nahrungsproduktion deutlich sinken lassen. Laut Copernicus-Institut ließe sich die im Jahr 2050 benötigte Kalorienmenge so auf nur noch einem Drittel der heutigen Fläche erzeugen – trotz wachsender Bevölkerung, trotz steigendem Pro-Kopf-Verbrauch und ohne den Schutz der Wälder und die biologische Vielfalt zu beeinträchtigen. Rund zwei Drittel des fruchtbaren Bodens stünden dann der Spritproduktion zur Verfügung. Genug, um die Energienachfrage zu decken.
Theoretisch. Denn aller Erfahrung nach wird der notwendige Produktivitätsschub sozial- und umweltverträglich nur dann erfolgen, wenn Politiker den richtigen Rahmen errichten. Wenn sie tatsächlich dafür sorgen, dass Nahrung Vorrang vor Sprit hat, Urwälder geschützt und Kleinbauern nicht durch Agrarkonzerne verdrängt werden.
Sollte das gelingen, könnten die Afrikaner hoffen. Denn nirgendwo sind die Potenziale zur Produktivitätssteigerung größer, weil Ackerbau und Viehzucht gegenwärtig auf bescheidenstem technischem Niveau stattfinden. Eine grüne Revolution könnte Afrika zu den Gewinnern der Biosprit-Ära werden lassen. Auf diese Revolution warten die Afrikaner allerdings schon lange.
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- Datum 02.11.2007 - 02:23 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 28.12.2006 Nr. 01
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Winzige Massen von Sonnenkollektoren in allen besonnten Wuesten der Erde,
zum Sammeln,
satellitengesteuerte Luftenergiekanaele, zum Transport.
Haeuser aus Sonnenkollektoren
Autos aus Sonnenkollektoren
Wintermaentel mit Sonnenkollektorenheizung
usw.
Biotreibstoff ist eine art von Sonnenenergie: die Pflanzen machen aus Wasser (H2O) und Kohlendioxyd (CO2) Sauerstoff (O2) und Kohlehydrate (HxCyOz) durch Photosynthese, also mit Sonnenlicht.
H20 + CO2 + hv (photon) ---> O2 + HxCyOz
Sonnenenergie so zu gewinnen ist billig, einfach, lässt sich leicht lagern und transportieren.
böse gebe ich zu, den artikel aus guten gründen gar nicht gelesen zu haben - als quelle verweie ich auch nur auf greenpeace ohne mir weitere mühe zu geben : bereits jetzt werden auf wertvollen für die nahrungsmittelerzeugung viel sinnvolleren böden industriebiostoffe angepflanzt, darunter eben auch zutaten für biodiesel usw usw usw --- weshalb greenpeace sehr skeptisch und gemischt einer biotreibstoffeuphorie gegenüber steht ................... wertvoller boden zur nahrungsmittelerzegung wird entfremdet - ... unfug also
Waere die Erforschung, Entwicklung und Nuetzung von Sonnenenergie nicht
die bessere Loesung?
Nachwachsender Rohstoff Hanf :
Das von Henry Ford entwickelte Hemp Car hatte eine Karosserie aus Hanffasern. Es wurde mit Methanol betrieben, den Ford ebenfalls aus Nutzhanf gewann.
Hanf ist als nachwachsender Rohstoff wegen seiner problemlosen Zucht und vollständigen Nutzbarkeit beliebt. Es werden keinerlei Herbizide benötigt, weil die Pflanzen bereits nach wenigen Tagen den Boden vollständig beschatten, sodass kein Unkraut mehr Licht findet. Außerdem ist er äußerst schädlingsresistent und pflegeleicht. Hanf produziert mehr Biomasse als jede andere heimische Nutzpflanze. In der Wirtschaft ist Hanf äußerst vielseitig einsetzbar und wird wegen seiner hohen Haltbarkeit, Umweltverträglichkeit und niedrigen Energiebilanz geschätzt.
Im Zuge der aufgrund von Ölverknappung und Klimaschutz immer attraktiver werdenden Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen könnte Hanf die Zukunft der Mobilität sichern helfen. Ein Hanffeld bringt bis zu 15 Tonnen Trockenmasse pro Hektar, was 3.000 bis 4.000 Litern Kraftstoff entspricht. Sein Potenzial als universeller Rohstoff aber könnte Cannabis auf den 20 Millionen Hektar stillgelegter Landwirtschaftsflächen in der EU ausspielen. Den o.g. Ertrag zugrundegelegt, könnte auf dieser Fläche 60 Mrd. Liter Kraftstoff erzeugt werden. Bei einem Verbrauch von 6 l/100 km und 10000 km zurückgelegter Strecke/Jahr könnten damit 100 Mio. Pkw betrieben werden. Unter für die Energiegewinnung optimierten Methoden und in Kombination mit Vor- oder Folgefrüchten lässt sich sogar noch ein deutlich höherer Energieertrag erzielen.
Aus Hanf können über 40.000 verschiedene Produkte aus allen Bereichen des täglichen Lebens hergestellt werden:
1. Werkstoffe
* Baustoffplatten
* Dämmstoffe
* Dichtmaterial (Werg)
* Zuschlagstoff für Hohlraumziegel
* Faser-Verbundwerkstoffe u. a. für automobile Anwendungen
* Pflanzensubstrate
* Einstreu
2. Kosmetika
* Cremes
* Massageöl
* Seife
* Shampoo, Schaumbad
3. Medikamente
* Extrakte
* Kombinationspräparate
* Monopräparate, beispielsweise Dronabinol
* Inhalationspräparate NLe
* Drogen
4. Nahrungsmittel
* Futtermittel
* Öl (Hanföl), Margarine, Fette
* Samen, Wurzel Hanfriegel
5. Biomasse, Öle, Ölprodukte
* Regenerative Energiequelle (z. B. Verbrennung der Biomasse im Elektrizitätswerk)
* Öl zur Herstellung von Druck- bzw. Ölfarben sowie Kitt- und Spachtelmassen
* Heizöl
* Kunststoffe aus Öl
* Tenside
* Treibstoffe: Biodiesel oder voll synthetisierte Kraftstoffe (Synfuel)
6. Papiere, Vliese, Zellstoffe, natürliche Dämmstoffe
* Bücher sowie deren textile Bindung und Einbände
* Standard- und hochwertige Spezialpapiere und -zellstoffe
* Vliese
7. Stoffe (Kurz- und Langfasern)
* Bekleidung und Textilien
* Bestandteil von Brems- und Kupplungsbelägen
* Fäden, Netze, Seile
* Geo- und Agrartextilien (Abdeckungen gegen Erosion, Trennmatten, Schutz des Ballens von Bäumen beim Transport)
* Planen, Säcke, Segeltücher, Tücher
* Teppiche
Aus Wikipedia.de
gott schütze afrika.
was für eine perspektive - hilfstankstelle der welt. welcher zynismus hier raum greift zeigt folgende rechnung: 'Die Getreidemenge für die Tankfüllung eines Mittelklassewagens mit Bioethanol könnte auch einen Menschen ein Jahr lang ernähren'
daß ein land dem hunger preisgegeben ist, weil es die landwirtschaftlichen erzeugnisse als viehfutter in den westen verkauft und deshalb lebensmittel importieren muß ist heute schon keine seltenheit. diese monokulturen erzeugen extreme abhängigkeit, armut - natürlich nicht für die korrupten eliten -, umweltschäden, kurz: eine breite verelendung.
das dämmert auch dem autor, der folgerichtig formuliert:
'... aller Erfahrung nach wird der notwendige Produktivitätsschub sozial- und umweltverträglich nur dann erfolgen, wenn Politiker den richtigen Rahmen errichten. Wenn sie tatsächlich dafür sorgen, dass Nahrung Vorrang vor Sprit hat, Urwälder geschützt und Kleinbauern nicht durch Agrarkonzerne verdrängt werden'.
damit ist fast alles gesagt.
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