Im Sommer 1953 euphorisierte das Fernsehen mit der elfstündigen Übertragung der Krönung von Elisabeth II. erstmals ein breites, europaweites Publikum. 1954 strömten Tausende in die Gaststätten, um die Fußballweltmeisterschaft am Bildschirm verfolgen zu können. Selbst ein Gerät zu besitzen wird für viele ein Traum, und immer mehr Menschen verwirklichen ihn in der Zeit des Wirtschaftswunders. In den sechziger Jahren etabliert sich das Fernsehen, seit 1964 in Farbe, als Leit- und Massenmedium.

1963 startet das ZDF, die erste Sendung ist das Aktuelle Sportstudio, moderiert von Wim Thoelke. 1973 wurde diese Sendung zum ersten Mal von einer Frau, Carmen Thomas, moderiert. Zwei Jahre zuvor hatte bereits Wibke Bruhns als Sprecherin der ZDF-Spätnachrichten einen Auftritt im damaligen Männermedium Fernsehen.

Seit 1984 verändert sich mit dem Beginn des Privatfernsehens das Fernsehverhalten zunehmend. Mit der neuen Programmvielfalt und der seit 1975 serienmäßig angebotenen Fernbedienung tritt das Zapping und das sprunghafte Zusammenstellen des eigenen TV-Programms an die Stelle der »Kanaltreue«.