Eine Überarbeitung der umstrittenen Stichtagsregelung im deutschen Stammzellgesetz zeichnet sich ab.Bisher ist die Einfuhr von Stammzellen verboten, die nach dem 1.Januar 2002 hergestellt wurden. Ältere Kulturen sind jedoch medizinisch unbrauchbar, weil sie auf tierischen Nährzellen wachsen.Deshalb schlagen selbst Skeptiker wie der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Huber nun vor, den Stichtag auf Ende 2005 vorzuziehen.Andere favorisieren eine »rollende« Frist mit sechs Monaten Karenz zwischen der Herstellung der Zelllinie und dem Forschungsantrag.Die Kanzlerin soll bereits Zustimmung zu einer Reform signalisiert haben. Zu spät.Inzwischen werden im Ausland menschliche Stammzellen bereits mit Erfolg in Tierversuchen getestet.Bald könnte die Erprobung am Menschen beginnen ohne die völlig abgehängte deutsche Forschung. Deren Startschwung wurde mutwillig gebremst.Eine zweite Chance wird es nicht mehr geben.