Dass die Eta demnächst irgendein Lebenszeichen von sich geben würde, haben viele erwartet.Auch Spaniens Ministerpräsident José Luis Zapatero.Dass der Weg zu einem Ende der Gewalt im Baskenland, dieser lebensgefährlichen No-go-Area für demokratische Antiseparatisten, mühselig sein würde, hat er immer wieder gesagt.Doch von Zeitpunkt und Wucht des Anschlags der baskischen Terrororganisation auf den Madrider Flughafen, bei dem vermutlich zwei Menschen starben, wurden er und seine Sicherheitsexperten offenkundig überrascht.Wohl oder übel hat Zapatero daraufhin den Dialog mit der Eta abgebrochen der bisher größte politische Rückschlag für seine sozialistische Minderheitsregierung.Noch kurz vor dem Anschlag hatte er Zuversicht verbreitet.Jetzt bleibt ihm nur, zu Besonnenheit und Gemeinsamkeit aufzurufen. War es falsch, für das Problem des baskischen Separatismus eine politische Lösung zu suchen?Nein.Zapatero ist damit im Prinzip auf dem richtigen Weg, auf demselben steinigen Weg übrigens, den auch schon sein konservativer Vorgänger Aznar in der ersten Amtszeit als Chef einer Minderheitsregierung zu gehen versuchte.Zapatero wollte vermutlich zu viel zu schnell erreichen.Die Geduld, zu der er mahnte, braucht er jetzt selbst.Und die Bereitschaft, nicht alles auch nicht den Wahlsieg 2008 auf die baskische Karte zu setzen.Damit machte er sich zu sehr vom guten Willen der Eta abhängig.