Neues Jahr, neuer Rabatt.Mit deutlichen Preisnachlässen wollen deutsche Einzelhändler jetzt zum Kauf animieren, obwohl der Mehrwertsteuersatz in die Höhe gegangen ist und eigentlich alles teurer werden müsste.So gewähren beispielsweise die Elektronikhändler Media Markt und Saturn 19 Prozent auf täglich wechselnde Produktgruppen.Die Baumarktkette Praktiker reduziert bis zum Wochenende die Preise für Restposten und Auslaufmodelle um bis zu 50 Prozent. Die billigen Angebote sind jedoch allenfalls ein vorübergehendes Phänomen.Die Geschäfte täten derzeit alles, um »ihre Preiswürdigkeit bei den Kunden herauszustellen«, sagt Hubertus Pellengahr, Geschäftsführer beim Hauptverband des Deutschen Einzelhandels.Nach einer kurzen Übergangszeit würden die Preise aber steigen.Der Branchenverband geht davon aus, dass Kunden, Händler und die produzierende Industrie die Belastungen durch die höhere Mehrwertsteuer zu jeweils einem Drittel teilen. Den deutschen Einzelhändlern steht ohnehin ein turbulentes Jahr 2007 bevor.Neben der Steuererhöhung müssen sich die Unternehmen auch auf die flexibleren Ladenschlusszeiten einstellen.Stark umstritten ist dabei die Frage, ob den Angestellten wie derzeit noch tariflich vorgesehen Zuschläge für die Arbeit in den Abendstunden gezahlt werden können.Insgesamt erwartet die Branche im neuen Jahr den Abbau von bis zu 20000 Arbeitsplätzen.