Damals war es als Witz gemeint. Das Viertelfinale der Fußballweltmeisterschaft lag gerade mal sechs Tage zurück, der Sieg der deutschen Nationalelf im Elfmeterschießen gegen Argentinien war noch gefühlte Gegenwart, als Henning Sußebach in der ZEIT vom 6. Juli 2006 über Torwart Jens Lehmann schrieb, »der Spickzettel, den Lehmann aus seinem Stutzen zog«, sei schon »derart mythisiert, dass man sich fast wundert, warum er noch nicht im Deutschen Historischen Museum liegt«. Nun ist aus dem Witz Wahrheit geworden: Während einer Ein Herz für Kinder-Gala ersteigerte ein Energiekonzern das kleine Stück Papier für eine Million Euro und reichte es weiter. Allerdings nicht ans Deutsche Historische Museum in Berlin, sondern ans Haus der Geschichte in Bonn.