USA »Manche wollen Krieg in Iran«Seite 5/5
ZEIT: Was kann Amerika tun, um seine frühere Position wiederzugewinnen?
Brzezinski: Es muss sich auf die historischen Voraussetzungen, auf die eigentliche Definition seiner Rolle als Weltmacht neu besinnen. Es sollte eine andere Sprache benutzen. Es darf nicht so manichäisch auftreten und komplexe Probleme auf richtig und falsch, gut und böse reduzieren. Amerika sollte sich auch bemühen, Entscheidungen anders herbeizuführen. Konsens und Betonung gemeinsamer Werte sind und bleiben wichtig. Wir stehen jetzt, im Spannungsbogen zwischen Sues und Sinkiang, vor einer historischen Herausforderung als Weltmacht, genauso wie wir nach dem Zweiten Weltkrieg in Europa als Verteidiger der Demokratie gefordert waren. Damals verfolgten wir eine Politik, die unsere Feinde spaltete und unsere Freunde einte. Heute ist es umgekehrt. Wir einigen unsere Feinde und spalten unsere Freunde, was uns isoliert und die Zahl derer erhöht, die uns als Feinde sehen. So wendet sich die Welt des Islams zunehmend gegen uns.
ZEIT: Vor drei Jahren hat Jacques Chirac die multipolare Welt angekündigt. Die Vorhersage scheint eingetroffen zu sein. Ist Multipolarität ein angenehmer Zustand für Europäer?
Brzezinski: Nein, denn die multipolare Welt wird nicht auf Stabilität und Zusammenarbeit fußen, sondern von Chaos und Konflikten geprägt sein. Gerade deshalb befürworte ich eine Rückkehr zur transatlantischen Zusammenarbeit, vielleicht erweitert um einige Bereiche Asiens. Die Vereinigten Staaten könnten immer noch den Kern und Anker dieser Zone von Stabilität und Zusammenarbeit bilden. Aber Voraussetzung ist, dass Amerika sich auf seine Wurzeln besinnt, eine andere Richtung einschlägt und seine Rhetorik verändert.
ZEIT: Was wäre für Europa die Alternative?
Brzezinski:
Der Versuch, sich in einer chaotischen Welt allein durchzuschlagen. Zwar ist Europa wirtschaftlich eine Großmacht, aber politisch bestenfalls eine potenzielle Macht. Militärische Macht besitzt Europa fast nicht. Allein wird es Europa in einer unberechenbaren Welt also nicht schaffen können.
Die Fragen stellte
Thomas Kleine-Brockhoff
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- Datum 13.01.2007 - 12:34 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT, 11.01.2007 Nr. 03
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Der Iran ist das langfristige Ziel.
Erst wurden die Taliban beseitigt, Feinde des Irans, die bei einem Angriff auf den Iran mit ihrem religiösen Fanatismus eine Übernahme des Irans hätten versuchen können.
Dann wurde Saddam entmachtet. Saddam hätte nach einem Angriff auf den Iran versucht, die einzige Macht in dieser Region zu werden. Überhaupt war dieser Psychpath nicht mehr zu kontrollieren und mußte einfach weg.
In ein paar Jahren werden die USA die iranische Führung von der Macht wegbomben. Danach wird es in der ganzen Region kein starkes Land mehr geben. Israel ist für die kleinen Konflikte zuständig und die islamische Welt wird das machen, was sie schon seit Jahrhunderten tut, sich gegenseitig ein Bein stellen.
Einen weiteren Nebeneffekt hat der Irak-Krieg auch noch.
Alle islamischen Kräfte, ob religiöse oder politische Fanatiker, werden in dieser Region gebunden. Die bomben sich gegenseitig in die Luft. Ohne diesen Krieg würden bei uns in Europa bestimmt mehr Bomben explodieren, als es jetzt der Fall ist. Diesen Zustand gilt es auf Dauer zu erhalten. Genau das wird erreicht sein, wenn es keinen diktatorisch geführten Irak und Iran mehr gibt. In dieser Region gibt es seit Jahrhunderten nur Kleinkriege und Chaos und so wird es auch noch ein paar Jahrhunderte sein.
Um 400.000 Solaten in den Irak zu schicken, müsste die USA die Wehrpflicht wiedereinführen. Selbst bei 40.000 USD Anwerbeprämie gelingt es den Recruitern derzeit nicht einmal die Abgänge zu ersetzen. Verständlich, wenn man die Prothesenträger duch die Malls wanken sieht, fühlt man sich wie im Film 'Robots'.
Der vielgescholtene Rumfeld hat sich, sowohl was Personalstärke auch als was finanzielle Mittel betraf, stets am äusseren Limit seiner Möglichkeiten bewegt. Nach vier Jahren Krieg ist nun auch noch das Material verschlissen. Hubschrauber und Fahrzeuge von Nationalgarde, Küstenwache und Drogenpolizei wurden auch schon konfisziert. Jetzt sind 100 Mrd USD zusätzlich beantragt, um auch nur das notwendigste zu ersetzen. Und da erzählt uns dieser senile Ex-Sicherheitsberater: 'Die amerikanische Militärmacht ist so stark wie eh und je'.
Einfach schwachsinnig.
sind denn vorher oder überhaupt hochgegangen bei uns?
Falls Sie hier schon einen Teufel an die Wand malen, könnten Sie ja evtl. mal erklären, warum wir heutzutage eine Struktur fördern, in der Moscheen aufgebaut werden, gleichzeitig aber die Moscheegänger verteufelt werden.
Zu weiterem Zynismus lohnt kein Kommentar...
Zu anderen Zeiten hätte man mich wohl als 'Goldmann' nicht kommentieren lassen..?
Ein anderer Artikel der Zeit hat heute den Titel 'Inquisition der Neuzeit'. Dieser Titel hätte wohl einem anderen Thema gebührt. Mittlerweile maßen sich Leute an, alles und jeden nach Ihrem wohlbekanntem Maßstab zu richten, und sei noch so viel Phantasie dazu nötig, wo ist denn da Ihre offene Gesellschaft...?
Komisch, dass die Leute 'antiamerikanisch' sind, wo dieses Land 2mal im 20. Jh. D angegriffen hat, ohne angegriffen worden zu sein, D immer noch von den USA besetzt wird, Blut durch Kriege und CIA-Putsche in aller Welt verströmt wurde und unter dem neuesten Schreckgespenst des 'Islamischen Terrorismus', als Nachfolger des kalten Krieges, alle Rechte außer Kraft gesetzt werden...
Auch hier könnten Sie nach Ihrer 'offenen Gesellschaft' fragen.
Dabei glaube ich noch nicht einmal, dass man etwas gegen das amerikanische Volk hat, das selber nur verblödet wird, von seinen Mächtigen.
Im übrigen wäre ich etwas vorsichtiger bei Ihren Interpretationsversuchen von Namen und würde mich mehr dem Gesagten widmen.
Wer sich allerdings gegen zu Recht aufgestellte Anschuldigungen mit dem Kampfruf des 'Antisemitismus' stellt, ohne die Anschuldigungen entkräften zu können, der stellt sich selbst als 'Philosemiten' wohl ein schönes Zeugnis aus...
und zwar aus Lateinamerika. Zig Millionen arme, willige, illegale Einwanderer, die sich mit stars and stripes die Staatsbürgerschaft des gelobten Landes erkämpfen und ersterben wollen.
Kombiniere: Kein Nachschubproblem.
Möglichkeit 2: Die gute alte 'draft', wie schon angesprochen. Vietnam lässt grüßen.
Nicht zu erwarten von MDR, das Interview ist sogar im Original gehalten. Sehr sehenswert:
[ Wir können leider nicht alle Verweise auf andere Internetseiten prüfen. Bitte haben Sie Verständnis, dass Links gelöscht werden. gez. Die Redaktion ]
Avatara – Inkarnation des Göttlichen; Miguel Serrano - chilenischer Diplomat, Vorsitzender der „Nationalsozialistischen Partei Chiles, Holocaustleugner, Verschwörungstheoretiker, Sektenangehöriger – muss die ZEIT einem offensichtlichen Antisemiten auch noch ein großes Forum bietet? Es ist höchste ZEIT, die Feinde unserer offene Gesellschaft zu identifizieren, zu benennen und zu bekämpfen. Sie sind nämlich, wie ein Blick in einschlägige Internetseiten verrät, auf dem hierzulande grassierenden Woge des Antiamerikanismus und immer häufiger unter dem Deckmantel der Friedensbewegten auf dem Vormarsch.
USA und Israel haben Angriffspläne bzgl. Iran. Der nächste Artikel dieser und anderer Zeitungen, in dem der Iran für sein Atombombenbestreben verurteilt werden soll, und Sanktionen gefordert werden, wird nicht lange auf sich warten lassen.
Iran hat das Recht, sich gegen die Aggressoren Israel&USA zu verteidigen! Wenn durch solche Verurteilung Irans hier propagandistisch zionistische Politik verbreitet wird, ist das effektive Mittäterschaft im Iran die gleiche Unordnung zu hinterlassen, wie es im Irak geschehen ist.
Wann begreifen die Reporter dieser Zeitung die Antworten der Fachleute in deren Aussagen, so dass diese Erkenntnisse auch in andere Artikel einfließen???
Sehr zu empfehlen Jimmy Carters neues Buch.
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