Integration Deutschtürken, kämpft selbst für eure Integration!

Wir müssen unsere Interessen als Bürger dieses Landes wahrnehmen. Die Chancen stehen besser denn je.

Meines Vaters Traum – und der seiner Generation, egal ob Arzt oder Arbeiter, egal ob Istanbuler oder Anatole, egal ob gebildet oder nicht –, der Traum bestand aus einem einzigen Wunsch: Er wollte ein besseres Leben, in Deutschland, durch Deutschland; für sich, für seine Frau, für seine Kinder.

1968 war mein Vater aus der Türkei gekommen, ein Arzt aus Istanbul in Wickede an der Ruhr. Dort wurde ich vor 32 Jahren geboren, ein Deutschtürke der zweiten Generation. Dass ich jetzt, im Jahr 2007, einen Artikel über die jahrzehntealten Gastarbeiterwünsche meiner Eltern schreibe, verrät es schon: Der türkische Traum in Deutschland ist nicht vollendet.

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Natürlich sind viele von uns besser integriert, als die öffentliche und veröffentlichte Meinung weismachen will. Sie machen ihren Weg in Deutschland – allerdings jammern wohl ebenso viele über die bösen Deutschen und wählen die Opferrolle des Ausgegrenzten, ein vergebliches Unterfangen.

Kämpft, Deutschtürken! Kämpft selbst für bessere Integration – nicht um den Deutschen zu gefallen, sondern zu eurem eigenen Wohl.

Die Zeit dafür ist günstig. Wir leben in einer historischen Phase der Integration in Deutschland. Erstmals versuchen die Bundesregierung und Länder wie Nordrhein-Westfalen, eine echte und praktikable Integrationspolitik umzusetzen; herausragendes Beispiel ist wohl die Finanzierung flächendeckender Sprachtests für vierjährige Kinder in Nordrhein-Westfalen – plus umfangreicher Sprachförderung im Anschluss. Der Aktionsplan dieses Bundeslandes dürfte wegweisend für den Nationalen Integrationsplan sein, der bis zum Sommer entwickelt werden soll. Keine ignorante Nichtpolitik mehr wie zur Gastarbeiterzeit, keine arrogante »Danke und tschüss«-Politik per Abfindung à la Helmut Kohl, keine idealistische Integrationspolitik, mit der Rot-Grün zwar einiges in den Köpfen, aber wenig in der Lebenswirklichkeit änderte.

Welche fairen Chancen bekomme ich? Wie lebe ich? Und fühle ich mich dazugehörig? Auch: Wie viel Geld habe ich im Portemonnaie? Für mich sind das die Kernfragen der Integration heute. Kulturelle und religiöse Aspekte halte ich für überschätzt – übrigens auf beiden Seiten.

Die strukturelle Benachteiligung von uns Deutschtürken tritt in Deutschland noch immer allenthalben zutage: Als Bürger dieses Landes ärgert es mich, von Vermietern zu hören, dass sie per se nicht an uns vermieten – ich habe es persönlich erlebt.

Leser-Kommentare
  1. sind nicht wahlberechtigt und bevor ueberhaupt jemand zur Wahl geht sollte festgestellt werden ob er oder sie wahlberechtigt ist.

  2. warum glauben Sie, daß für die Türken in Deutschland besondere Förder-, Sprach- und Integrationsprogramme notwendig und deshalb zu begrüßen sind?

    Warum ist der türkische Fernsehgeschmack in entsprechenden Erhebungen zu berücksichtigen?

    Sind denn die Türken die einzigen Ausländer, bzw. Neustaatsbürger in Deutschland?

    KEINESWEGS! Es gibt z.B. mehr Polen als Türken in Deutschland. Auch andere Migrationsgruppen sind stark vertreten.

    Warum aber fordert niemand von diesen irgend eine kulturelle und staatlich fördernde EXTRAWURST?

    Warum fordern die Polen nicht, daß ihr Geschmack in der deutschen Fernsehunterhaltung besonders zu berücksichtigen sei?
    Warum fordern nicht die ebenfalls in Deutschland inzwischen zahlreichen Schwarzafrikaner, Südamerikaner, Vietnamesen, Chinesen und all die anderen Migrantengruppen vergleichbares?

    Warum gehen diese Migrantengruppen offenkundig selbstverständlich davon aus, daß sie selbst, bzw. ihre Kinder ihren Weg und ihren Platz in der hiesigen Gesellschaft aus eigener selbstverantworteter Tüchtigkeit, Bildungsbeflissenheit, Arbeitsamkeit und - jawohl, auch: ANPASSUNGSBEREITSCHAFT finden müssen???

    In diesm Zusammenhang möchte ich auch an gewisse Tatsachen erinnern, die erstaunlicherweise vor einigen Tagen endlich sogar in der ZEIT erstmals offen thematisiert wurden - wenn auch nur auf der Blog-Seite von Herrn Jörg Lau:

    daß nämlich die arabisch-türkischen Migranten, gerade in der jüngeren Generation, durch eine Gewaltorientierung auffallen, die als Verhaltensauffälligkeit nicht nur von der (autochthon) deutschen, sondern, und das muss einmal mehr besonders hervorgehoben werden: AUCH NICHT IN IRGEND EINER ANDEREN SOZIALEN GRUPPE MIT MIGRATIONSHINTERGRUND AUFZUFINDEN IST!!

    Jörg Lau betont völlig zurecht (was Sozialarbeiter, Lehrer, Kindergartenpersonal, Polizisten schon lange sagen, aber in der Presseöffentlichkeit geflissentlich ignoriert/verschwiegen wird):

    'Es ist gut, dass darüber endlich gesprochen wird. “Nichtdeutsch” ist allerdings ein irreführender Ausdruck. Wir reden hier nämlich nicht über Vietnamesen, Portugiesen, Inder oder Iraner. Es geht nahezu ausschliesslich um Jungs aus türkischen und arabischen Familien.'

    Und:
    'Es ist höchste Zeit für diese Debatte: Denn während Jugendkriminalität (laut Berliner Gewaltstatistik 2005) insgesamt rückläufig ist, sind “männliche jugendliche Nichtdeutsche” überdurchschnittlich hoch vertreten - und dies auch im letzten Jahr mit steigender Tendenz. Sie greifen häufiger zur Waffe und schlagen immer schlimmer zu.'

    Zitat Ende

    Hier noch mal die Zahlen, die auch von Herrn Lau präsentiert wurden:

    In Relation zu ihrem Bevölkerungsanteil sind nichtdeutsche Jugendliche

    3 mal so häufig an Sexualdelikten,

    7,5 mal so häufig bei Vergewaltigungen,

    2 mal so häufig bei Straßenkriminalität,

    3,4 mal so häufig bei Gewaltkriminalität,

    3,1 mal so häufig bei gefährlicher Körperverletzung und

    3,6 mal so häufig an Strassenraub-Delikten beteiligt.

    Bei den Rohheitsdelikten (Körperverletzung) wurden in Berlin 2005 3225 deutsche Jugendliche ermittelt - das ist eine Abnahme um 6,7% gegenüber dem Vorjahr. Unter nichtdeutschen Jugendlichen wurden 1549 Tatverdächtige ermittelt, das ist eine Zunahme um 10%. Bei der Gewaltkriminalität ist die Zahl der nichtdeutschen Jugendlichen um 8,1% auf 1100 Tatverdächtige gestiegen.

    Vielleicht können diese Tatsachen und Sachverhalte Ihnen, Herr Bingül, deutlich machen, warum die deutsche Mehrheitsbevölkerung (und dazu, was eben gerne vergessen wird: auch andere, nicht-muslimische Migranten!!) in den türkisch-arabischen Bevölkerungsteilen immer stärker eine latente Bedrohung wahrnimmt.

  3. Ihr Kommentar beeindruckt mich nun auch nicht gerade positiv!

  4. Eine sehr interessante Nuancierung!

  5. Bitte nennen Sie mir doch Zahlen mit Quellen.
    Danke

  6. ...da sind sie wohl an eine falsche Famillie geraten...

    Nicht alle mögen keinen deutschen Mann! So einfach ist das...

    Trotzdem ein Tipp:

    Cool Down und vor allem keine Hetze betreiben aus Frust! Viele unschuldige Menschen könnten evtl. darunter leiden. Das ist keine Liebe der Welt wert. Auch wenn einige Liebesschmachter davon erzählen...;)

    • shioma
    • 29.01.2007 um 14:07 Uhr

    Vor lauter Hektik habe ich mich doch tatsächlich vertippt. Ich meinte natürlich 'Communities' und nicht 'Communies'! ;o)

  7. 8. ?

    Repatriieren SIe erstmal den Osten - das sind mir zahlenmäßig die meisten Faschisten und Rassisten bekannt! Also, Ärmel hochgekrempelt,,,

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