Integration Deutschtürken, kämpft selbst für eure Integration!Seite 4/4

Das Bündnis ruft gezielt Kampagnen gegen strukturelle Benachteiligungen ins Leben, etwa im Bildungs- und Arbeitssektor. Es muss ein gemeinsames, erreichbares Ziel geben.

Das Bündnis kämpft für ein Wahlrecht auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene für alle, die in Deutschland geboren sind oder länger als 15 Jahre hier leben – unabhängig vom Pass.

Die Deutschtürken ziehen sich heraus aus den machtlosen Integrationsräten und drängen stattdessen in die Mitte von Parteien und Politik. Nur dort ist wirkliche Teilhabe möglich.

Das Bündnis stellt ausschließlich Persönlichkeiten in den Vordergrund, die auf beiden Seiten glaubwürdig sind und es verstehen, im politisch-medialen Raum überzeugend aufzutreten.

Nach innen organisiert das Bündnis eine Aktion »Runter von der Straße! Raus aus den Teestuben! Ran an die Schulen!« zum Wohl der Kinder. Die Deutschtürken müssen mit ihrem Engagement die Schulen und ihren Nachwuchs regelrecht belagern. Deutschtürken für Deutschtürken, zum Beispiel durch freiwillige Nachhilfe. Das Bündnis unterstützt jedes Elternpaar, das für die Bildungschancen seiner Kinder kämpft. Passivität wird geächtet.

Das Bündnis setzt sich für die Gleichberechtigung von Mann und Frau ein. Und dafür, nicht weiter eine längst vergangene Türkei in manchen deutschen Stadtvierteln oder Straßenzügen zu konservieren. Selbst die Türken in der Türkei spotten darüber!

Die erste Generation der Deutschtürken hat bereits eine Menge geleistet. Ist es für die zweite und dritte Generation nicht eine Frage der Ehre, ihren deutschen Traum vom besseren Leben in Freiheit, Wohlstand und Glück so weit zu tragen, wie sie nur kann? Es braucht etwas Mut zur Veränderung. Aber es wird sich für jeden lohnen.

Hier können Sie den Artikel von Birand Bingül in türkischer Sprache lesen (PDF) »

Birand Bingül, 32, arbeitet als Redakteur beim WDR in Köln für das einzige integrationspolitische Fernsehmagazin in Deutschland, »Cosmo TV«. Er ist der erste türkischstämmige Kommentator der »Tagesthemen«. In Washington, am Rande einer Kongressanhörung über Migration und Muslime in Europa, kam ZEIT-Redakteur Jörg Lau vor einigen Monaten mit Bingül ins Gespräch. Bingüls Ansichten und Thesen über die Rolle der Türken in Deutschland fand Lau so interessant, dass er ihn ermunterte, sie aufzuschreiben. Das Resultat ist hier zu lesen.

Zum Thema
Europa und die Zuwanderung - Wer ist willkommen? Analysen und Reportagen zum Thema »

 
Leser-Kommentare
  1. sind nicht wahlberechtigt und bevor ueberhaupt jemand zur Wahl geht sollte festgestellt werden ob er oder sie wahlberechtigt ist.

  2. warum glauben Sie, daß für die Türken in Deutschland besondere Förder-, Sprach- und Integrationsprogramme notwendig und deshalb zu begrüßen sind?

    Warum ist der türkische Fernsehgeschmack in entsprechenden Erhebungen zu berücksichtigen?

    Sind denn die Türken die einzigen Ausländer, bzw. Neustaatsbürger in Deutschland?

    KEINESWEGS! Es gibt z.B. mehr Polen als Türken in Deutschland. Auch andere Migrationsgruppen sind stark vertreten.

    Warum aber fordert niemand von diesen irgend eine kulturelle und staatlich fördernde EXTRAWURST?

    Warum fordern die Polen nicht, daß ihr Geschmack in der deutschen Fernsehunterhaltung besonders zu berücksichtigen sei?
    Warum fordern nicht die ebenfalls in Deutschland inzwischen zahlreichen Schwarzafrikaner, Südamerikaner, Vietnamesen, Chinesen und all die anderen Migrantengruppen vergleichbares?

    Warum gehen diese Migrantengruppen offenkundig selbstverständlich davon aus, daß sie selbst, bzw. ihre Kinder ihren Weg und ihren Platz in der hiesigen Gesellschaft aus eigener selbstverantworteter Tüchtigkeit, Bildungsbeflissenheit, Arbeitsamkeit und - jawohl, auch: ANPASSUNGSBEREITSCHAFT finden müssen???

    In diesm Zusammenhang möchte ich auch an gewisse Tatsachen erinnern, die erstaunlicherweise vor einigen Tagen endlich sogar in der ZEIT erstmals offen thematisiert wurden - wenn auch nur auf der Blog-Seite von Herrn Jörg Lau:

    daß nämlich die arabisch-türkischen Migranten, gerade in der jüngeren Generation, durch eine Gewaltorientierung auffallen, die als Verhaltensauffälligkeit nicht nur von der (autochthon) deutschen, sondern, und das muss einmal mehr besonders hervorgehoben werden: AUCH NICHT IN IRGEND EINER ANDEREN SOZIALEN GRUPPE MIT MIGRATIONSHINTERGRUND AUFZUFINDEN IST!!

    Jörg Lau betont völlig zurecht (was Sozialarbeiter, Lehrer, Kindergartenpersonal, Polizisten schon lange sagen, aber in der Presseöffentlichkeit geflissentlich ignoriert/verschwiegen wird):

    'Es ist gut, dass darüber endlich gesprochen wird. “Nichtdeutsch” ist allerdings ein irreführender Ausdruck. Wir reden hier nämlich nicht über Vietnamesen, Portugiesen, Inder oder Iraner. Es geht nahezu ausschliesslich um Jungs aus türkischen und arabischen Familien.'

    Und:
    'Es ist höchste Zeit für diese Debatte: Denn während Jugendkriminalität (laut Berliner Gewaltstatistik 2005) insgesamt rückläufig ist, sind “männliche jugendliche Nichtdeutsche” überdurchschnittlich hoch vertreten - und dies auch im letzten Jahr mit steigender Tendenz. Sie greifen häufiger zur Waffe und schlagen immer schlimmer zu.'

    Zitat Ende

    Hier noch mal die Zahlen, die auch von Herrn Lau präsentiert wurden:

    In Relation zu ihrem Bevölkerungsanteil sind nichtdeutsche Jugendliche

    3 mal so häufig an Sexualdelikten,

    7,5 mal so häufig bei Vergewaltigungen,

    2 mal so häufig bei Straßenkriminalität,

    3,4 mal so häufig bei Gewaltkriminalität,

    3,1 mal so häufig bei gefährlicher Körperverletzung und

    3,6 mal so häufig an Strassenraub-Delikten beteiligt.

    Bei den Rohheitsdelikten (Körperverletzung) wurden in Berlin 2005 3225 deutsche Jugendliche ermittelt - das ist eine Abnahme um 6,7% gegenüber dem Vorjahr. Unter nichtdeutschen Jugendlichen wurden 1549 Tatverdächtige ermittelt, das ist eine Zunahme um 10%. Bei der Gewaltkriminalität ist die Zahl der nichtdeutschen Jugendlichen um 8,1% auf 1100 Tatverdächtige gestiegen.

    Vielleicht können diese Tatsachen und Sachverhalte Ihnen, Herr Bingül, deutlich machen, warum die deutsche Mehrheitsbevölkerung (und dazu, was eben gerne vergessen wird: auch andere, nicht-muslimische Migranten!!) in den türkisch-arabischen Bevölkerungsteilen immer stärker eine latente Bedrohung wahrnimmt.

  3. Ihr Kommentar beeindruckt mich nun auch nicht gerade positiv!

  4. Eine sehr interessante Nuancierung!

  5. Bitte nennen Sie mir doch Zahlen mit Quellen.
    Danke

  6. ...da sind sie wohl an eine falsche Famillie geraten...

    Nicht alle mögen keinen deutschen Mann! So einfach ist das...

    Trotzdem ein Tipp:

    Cool Down und vor allem keine Hetze betreiben aus Frust! Viele unschuldige Menschen könnten evtl. darunter leiden. Das ist keine Liebe der Welt wert. Auch wenn einige Liebesschmachter davon erzählen...;)

    • shioma
    • 29.01.2007 um 14:07 Uhr

    Vor lauter Hektik habe ich mich doch tatsächlich vertippt. Ich meinte natürlich 'Communities' und nicht 'Communies'! ;o)

  7. 8. ?

    Repatriieren SIe erstmal den Osten - das sind mir zahlenmäßig die meisten Faschisten und Rassisten bekannt! Also, Ärmel hochgekrempelt,,,

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